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Wahrnehmung und Kognition 11 (Subject) / Wahrnehmung aufmerksamkeit 11 (Lesson)

Wahrnehmung Aufmerksamkeit 11

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  • Vorformulierung die Produktion von Phrasen, die häufig vorher verwendet wurden, reduziert die Anforderungen der Sprachproduktion
  • Unterspezifikation eine Strategie zur Reduzierung der Verarbeitungskosten in der Sprachproduktion durch Verwendung vereinfachter Ausdrücke
  • Morpheme die Grundeinheiten der Bedeutung; Wörter bestehen aus einem oder mehreren Morphemen
  • Alzheimer-Erkrankung ein Zustand, in dem sich die geistigen Fähigkeiten, die durch eine allgemeine Degeneration des Gehirns verursacht werden, fortlaufend verschlechtern
  • Klausel eine Gruppe von Wörtern innerhalb eines Satzes, die ein Subjekt und ein Verb enthält
  • Phrase eine Gruppe von Wörtern innerhalb eines Satzes, die eine einzige Idee ausdrücken
  • Spoonerismus ein Sprachfehler, bei dem der oder die Anfangsbuchstaben von zwei Wörtern (typischerweise nahe beieinander) umgeschaltet werden, um zwei verschiedene Wörter zu bilden
  • Freudscher Schlupf ein Sprachfehler, der die (oft unbewussten) sexuellen Wünsche des Sprechers offenbart
  • Verbreitung der Aktivierung die Vorstellung, dass die Aktivierung eines Knotens (entsprechend einem Wort oder Konzept) im Gehirn dazu führt, dass sich eine Aktivierung auf mehrere verwandte Knoten oder Wörter ausbreitet
  • Mixed-Fehler-Effekt eine Form des Sprachfehlers, in der das unkorrekte Wort in Bezug auf Bedeutung und Klang mit dem richtigen Wort verwandt ist
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  • lexikalischer Bias-Effekt die Tendenz zu Sprachfehlern, Wörter statt Nicht-Wörter zu bilden
  • Lemmas abstrakte Wörter, die syntaktische und semantische, aber nicht phonologische Merkmale besitzen
  • Lexikalisierung der Prozess der Übersetzung der Bedeutung eines Wortes in seine Tondarstellung während der Sprachproduktion
  • Lexikon ein Speicher für detaillierte Informationen (orthographisch, phonologisch, semantisch, syntaktisch) über Wörter
  • Zungenspitze die frustrierende Erfahrung, das richtige Wort nicht finden zu können, um ein gegebenes Konzept oder eine Idee zu beschreiben
  • Wernicke Aphasie eine Form von Aphasie, die fließende Sprache mit vielen fehlenden Wörtern und eingeschränktem Verständnis beinhaltet
  • Broca's Aphasie eine Form von Aphasie, die nicht fließende Sprache und grammatische Fehler beinhaltet
  • Aphasie schwerwiegende Probleme beim Verständnis und / oder der Produktion von Sprache, die durch Hirnschäden verursacht werden
  • Anomie ein Zustand, der durch einen Hirnschaden verursacht wird, bei dem die Fähigkeit, Objekte zu benennen, beeinträchtigt ist
  • Agramatismus eine Bedingung, in der der Sprachproduktion die grammatische Struktur fehlt und viele Funktionsworte und Wortendungen weggelassen werden
  • Jargon Aphasie ein hirngeschädigter Zustand, in dem die Sprache im wesentlichen grammatikalisch korrekt ist, aber es gibt schwerwiegende Probleme beim Zugreifen auf die geeigneten Wörter
  • Neologismen verfeinerte Wörter, die von Patienten produziert wurden, die unter Fachsprache Aphasie leiden
  • Publikumsgestaltung Dazu gehört, dass die Redner das, was sie sagen, auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Zuschauer zuschneiden
  • syntaktisches Priming die Tendenz, dass die Äußerungen eines Sprechers dieselbe syntaktische Struktur haben wie die, die sie kurz vorher gehört haben
  • prosodische Hinweise Merkmale der gesprochenen Sprache wie Stress, Intonation und Dauer, die es den Zuhörern erleichtern, die grammatische Struktur und Bedeutung auszuarbeiten
  • gerichtete Rückschau eine Technik, in der Individuen (z.B. Autoren) ihre unmittelbar vorhergehenden Gedanken kategorisieren
  • Wissenseffekt die Tendenz, andere anzunehmen, besitzt dasselbe Wissen wie wir
  • dysexekutive Agraphie stark beeinträchtigte Schreibfähigkeit bei Personen mit Schädigung der Frontallappen, deren zentrale Exekutivfunktion in der Regel beeinträchtigt ist
  • graphischer Puffer ein Geschäft, in dem Grapheminformation über die einzelnen Buchstaben in einem Wort unmittelbar vor dem Buchstabieren des Wortes gehalten wird
  • Frage 1 Im Gegensatz zum Schreiben (x aus 5) 1erhält man beim Sprechen Feedback vom Empfänger. 2kennt man beim Sprechen typischerweise den Empfänger. 3hat man beim Sprechen weniger Zeit, die Sprachproduktion zu planen. 4hat man beim Sprechen keinen Zugang zu der bisher produzierten Sprache. 5ist man beim Diktieren viel schneller. 1, 2, 3, 4
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  • Frage 2 Welche Strategien wenden Sprecher an, um den komplexen Prozess der Informationsverarbeitung beim Sprechen zu vereinfachen? (x aus 5) 1Sie verwenden vereinfachte Ausdrücke, die die volle Bedeutung nicht wiedergeben. 2Sie greifen auf Vorformulierungen zurück. 3Sie sprechen absichtlich langsamer als sie könnten, um sich mehr Zeit für die Planung zu geben. 4Sie nutzen Gesten, um Fehler beim Sprechen zu kaschieren. 5Sie verwenden Sätze und Phrasen, die zuvor bereits ausgesprochen worden. 1, 2, 5
  • Frage 3 Nozari et al. (2011) haben eine Untersuchung zum Thema Fehlerentdeckung durchgeführt. Welche Aussagen dazu sind richtig? (x aus 5) 1In der Untersuchung wurde die Leistung von Aphasikern mit der Leistung von Personen ohne Sprachdefizite verglichen. 2Die Autoren berechneten Zusammenhänge (= Korrelationen) (a) zwischen der Fähigkeiten der Sprachproduktion und der Leistung bei der Fehlerentdeckung und (b) zwischen der Fähigkeit des Sprachverständnisses und der Leistung bei der Fehlerentdeckung. 3Die Befunde unterstützen die Annahme, dass eine Überwachung von Fehlern bereits direkt im Produktionsprozess geschieht. 4Die Befunde unterstützen die konfliktbasierte Erklärung der Fehlerentdeckung. 5Die Befunde der Untersuchung unterstützen die Hypothese, dass Fehler in der eigenen Sprache ähnlich wie Fehler bei anderen sprechenden Personen entdeckt werden. 2, 3, 4
  • Frage 4 Welche Elemente gehören zum Aktivationsausbreitungsmodell der Sprachproduktion von Dell (1986)? (x aus 5) 1Eine schrittweise, diskrete Verarbeitung 2Einfügungsregeln, die festlegen, welches Item in die Repräsentation eingefügt wird 3Kategoriale Regeln auf den Ebenen der Semantik, Syntax, Morphologie und Phonologie 4Ein Lexikon in Form eines konnektionistischen Netzwerks 5Eine Zuordnung von Verarbeitungsmodulen zu verschiedenen Hirnregionen 2, 3, 4
  • Frage 5 In Abschnitt 2 und 3 haben Sie verschiedene Fehler, die beim Sprechen auftreten, kennengelernt. Welche Aussagen dazu sind richtig? (x aus 5) 1Bei Spoonerismen kommt es zu einer Vertauschung der Anfangssilben zweier Wörter. 2Spoonerismen legen immer unbewusstes sexuelles Verlangen offen. 3Lexikalische Verzerrung bezeichnet das Phänomen, dass bei Fehlern beim Sprechen statt dem richtigen Wort oft ein anderes Wort ausgesprochen wird, das mit dem eigentlichen Wort sowohl semantisch als auch phonologisch verwandt ist. 4Lexikalische Verzerrung bezeichnet das Phänomen, dass beim Auftreten von Fehlern beim Sprechen das eigentliche Wort eher durch ein anderes Wort als durch ein Nicht-Wort ersetzt wird. 5Das Auftreten von gemischten Fehlern unterstützt die Annahmen des Aktivationsausbreitungsmodells von Dell. 4, 5
  • Frage 6 Welche Aussagen zur Broca-Aphasie sind richtig? (x aus 5) 1Die Patienten sprechen langsam. 2Der Sprachfluss ist behindert. 3Das Sprachverständnis ist relativ intakt. 4Die Patienten sprechen in kurzen, aber grammatikalisch größtenteils korrekten Sätzen. 5Typischerweise sind Läsionen im linken Frontallappen zu beobachten. 1, 2, 3, 5
  • Frage 7 Welche Aussagen zur Wernicke-Aphasie sind richtig? (x aus 5) 1Patienten sprechen flüssig. 2Das Sprachverständnis ist relativ intakt. 3Die gesprochenen Sätze sind oft bedeutungslos. 4Die Patienten haben große Schwierigkeiten im Bereich der Syntax. 5Typischerweise sind Läsionen im linken Parietallappen zu beobachten. 1, 3
  • Frage 8 Neben den beiden klassischen Aphasien (Broca und Wernicke) werden inzwischen auch spezifischere Defizite beschrieben. Welche Aussagen zu diesen sind richtig? (x aus 5) 1Bei der anomischen Aphasie treten primär Wortfindungsstörungen auf. 2Patienten mit einer Jargonaphasie produzieren häufig Neologismen. 3Patienten mit einer Jargonaphasie bilden Sätze, die grammatikalisch zwar (großteils) korrekt sind, denen es aber an Bedeutung fehlt. 4Beim Agrammatismus treten meist lange Sätze auf, die aber nur eine Aneinanderreihung beliebiger Wörter sind. 5Bei der Sprache von Patienten mit Agrammatismus fehlen tendenziell Funktions- bzw. Hilfswörter. 1, 2, 3, 5
  • Frage 9 Nach Grice (1967) sollten Sprecher ehrlich sein und nichts sagen, wofür angemessene Gründe fehlen. Um welche Maxime handelt es sich dabei? (1 aus 5) 1Maxime der Relevanz 2Maxime der Quantität 3Maxime der Effektivität 4Maxime der Qualität 5Maxime der Modalität 4
  • Frage 10 Davies und Katsos (2013) testeten in einer Studie eine der Maximen von Grice (2013): dabei mussten Probanden einen hypothetischen Zuhörer bitten, ihnen ein Objekt zu reichen, wobei entweder ein oder zwei solcher Objekte in dem visuellen Display präsentiert wurden. Welche Aussagen zu dieser Studie sind richtig? (x aus 5) 1Die Autoren testeten die Maxime der Qualität. 2Die Autoren testeten die Maxime der Quantität. 3Die Autoren wollten herausfinden, ob Menschen unnötige Informationen hinzufügen. 4Die Befunde zeigen, dass sich Menschen (zumindest in dieser Situation) an die entsprechende Maxime halten. 5Die Befunde zeigen, dass Menschen in realen Situationen auch andere Interessen verfolgen und sich daher nicht notwendigerweise an die entsprechende Maxime halten. 2, 3, 4