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Vergleichende PoWi (Subject) / 8. Sitzung (Lesson)

Wahlsysteme und Wahlverhalten

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  • Nennen Sie zwei Untertypen der Mehrheitswahl/Verhältniswahl/gemischter Wahlsysteme und je ein Beispielland aus nachstehender Liste. Mehrheitswahl: Alternative Vote (AV); Mehrheitswahlkreise (SNTV) -> Frankreich UK Verhältniswahl: Listensysteme -> Österreich, Belgien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Island, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Slowakei, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz Single Transferable Vote (STV) -> Irland, Malta Gemischte Typen: Grabensysteme (unabhängige) Kompensatorische Systeme (abhängige) -> Deutschland, Ungarn, Italien, Litauen
  • Geben Sie die Formel für den Gallagher- Index (G) an. Was kann mit der Kennzahl bestimmt werden? Formel: G =  √1/2Ʃ(vi-si)2 - Mit dem Gallagher-Index wird die Proportionalität/Disproportionalität von Wahlsystemen gezeigt - Differenz zwischen Anteil an Wählerstimmen (vi) einer Partei und ihrem Anteil an Mandaten (si) - Index geht von 0 (vollständige Proportionalität) zu 100 (vollständige Disprportionalität)
  • Berechnen Sie an nachstehendem Beispiel die Sitzzahl für die Parteien A-E für ein kompensatorisches und ein Grabenwahlsystem. Grabenwahlsystem (unabhängig) Teilergebnisse der nationalen Listenwahl und der Direktwahl werden aufsummiert Kompensatorisches Wahlsystem (anhängige) - die Wahlen werden unabhängig voneinander durchgeführt - Gesamtergebnis orientiert sich am Listenergebnis - Entsprechend der Verteilung des Gesamtergebnisses werden zuerst die Direktmandate vergeben und dann mit Listenmandaten aufgefüllt - wenn eine Partei mehr Direktmandate bekommen hat als Listenplätze kommt es zu Überhangmandaten
  • Definieren Sie Gerrymandering und erläutern Sie kurz an nachstehender Grafik die Funktionsweise. - gezielter Zuschnitt von Wahlkreisen zur Schaffung/Zerstörung von Mehrheiten - tritt bei Mehrheitswahlen auf
  • Unterscheiden Sie Funktionsweise von Quotenverfahren und Divisorverfahren. Quotenverfahren - Erreichen einer bestimmten Stimmenzahl garantiert Parlamentssitz  Q(n)= Vd/Md+n Q: Quote n: Quotenzahl V: Zahl der gültigen Stimmen d: Wahlkreis M: Zahl der Mandate  - da es verschiedene Quotenverfahren gibt, berechnen sich diese auch leicht unterschiedlich → die Quotenzahl variiert Hare-Niemeyer, n=0 Hagenbach-Bischoff, n=1 Droop, wie Hagenbach-Bischoff +1 ohne Dezimalzahl Imperali, n=2 Verstärktes Imperali, n=3 - es bleiben immer Stimmreste (Stimmen, die weniger als die Quote für einen Sitz ausmachen) - Stimmenreste können in Mandate umgewandelt werden         - Größter Rest: Nach Vergabe der automatischen Sitze nach Quote werden noch nicht      vergebene Sitze an die Parteien mit den größten Resten vergeben          - Höchster Durchschnitt: Nach Vergabe der automatischen Sitze nach Quote, werden noch nicht vergebene Sitze verteilt, indem die Gesamtstimmenzahl durch die vergebenen Sitze geteilt und an die Parteien mit dem größten Durchschnitt vergeben Divisorverfahren - größte Durchschnitte - vergeben Mandate nach einem Divisionsprozess der Reihe nach an die höchsten Divisoren bis alle Mandate vergeben sind - Divisorenreihen unterscheiden sich je nach Verfahren (Viktor) d´Hont: 1,2,3,4, etc. (André) Saint-Lague: 1,3,5,7, etc. (Modifiziertes) Saint-Lague: 1.4,3,5,7, etc.
  • Identifizieren Sie an nachstehenden Beispielen, wie viele Sitze Patei A und B erhalten. - Im Mehrheitswahlrecht mit Distriktgröße 1 - Nach der Hare-Niemeyer Methode - Nach d´Hont Am besten auch die anderen Verfahren zum errechnen der Sitzzahlen anschauen Tabellen in der Präsi Tabelle und Beispiele aud den Folien
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