10
Persönlichkeitspsychologie SoSe (Subject) / 2. Vorlesung (Methoden) (Lesson)
- Methoden der PP: Naturalistische Feldstudie, Feldexperiment, naturalistische Laborstudie, Klassisches Experiment !!! >> Kontrolle >> ökologische Validität Naturalistische Feldstudie: Nicht systematisch beeinflusst, Alltag (z.B. Mutter-Kind-Interaktion auf dem Spielplatz beobachten) Feldexperiment: Systematisch beeinflusst, Alltag (z.B. Interaktionen durch Dritte beeinflussen) Naturalistische Laborstudie: Nicht systematisch beeinflusst, Labor (z.B. Fragebögen, Mutter-Kind-Interaktionen im Labor beobachtet) Klassisches Experiment: Systematisch beeinflusst, Labor (z.B. Kind interagiert mit VL, der bestimmtes Verhalten zeigt) Die Kontrolle nimmt zu, wenn das Experiment nicth im Alltag, sondern im Labor durchgeführt wird Die Kontrolle nimmt zu, wenn das Experiment nicht nicht systematisch beeinflusst wird (also systematisch beeinflusst wird) Ebenso nimmt die ökologische Validität (d.h. Ergebnisse auf Alltagsbeziehungen realisierbar/verallgemeinerbar) zu, wenn das Experiment nicht im Labor / systematisch beeinflusst stattfindet, sondern im Alltag / nicht systematisch beeinflusst
- Datenquellen !!! Qualität der Persönlichkeitsburteilung abhängig von... Selbstbeobachtung/-beurteilung (z.B. Fragebogen, Tagebuch) >> nicht komplett objektiv Fremdbeobachtung/-beurteilung (z.B. durch Bekannte) >> nicht komplett objektiv Verhaltensbeobachtung (z.B. durch unbeteiligte Dritte) Testartige experimentelle Verfahren (z.B. IAT = Impliziter Assoziationstest) >> eher indirekte Beobachtungen Objektive Testverfahren (z.B. Leistungstests) Psychophysiologische, biochemische Messungen Qualität der Persönlichkeitsbeurteilung abhängig von... Informiertheit der Beurteiler Beobachtbarkeit und Alltagsnähe der zu beurteilenden Eigenschaft Aggregationsniveau des Urteils: Anzahl der Items oder Urteiler, über die aggregiert, d.h. gemittelt wird Urteilsverzerrungen: Sozial erwünschte Antworten, (nicht) extreme Urteile, Halo-Effekte (eine dominante Eigenschaft "strahlt" auf andere Eigenschaften aus (bspw. Attraktivität)
- Vergleich der Datenquellen: Vor- und Nachteile >> Fragebögen, Situationsinventar, Verhaltensbeobachtung Fragebögen Vorteile: wenig aufwändig, viele Personen untersuchbar, (nahezu) alle Eigenschaften Nachteile: Antworttendenzen möglich, nicht situationsspezifisch Situationsinventar Vorteile: situationsspezifische Eigenschaftsmessung, wenig aufwändig Nachteile: keine realen Situationen, Antworttendenzen möglich Verhaltensbeobachtung: Vorteile: keine Antworttendenzen, Verhalten erfasst Nachteile: Subjektives Erleben & bestimmtes Verhalten nicht beobachtbar, aufwändig
- Vergleich der Datenquellen: Vor-/Nachteile >> Implizite Verfahren (z.B. IAT), Tests Implizite Verfahren Vorteile: kaum bewusst verfälschbar, misst "implizite Persönlichkeit" Nachteile: für wenige Persönlichkeitsmerkmale validiert Tests Vorteile: objektiv Nachteile: nur für Leistungsmerkmale (z.B. Intelligenz)
- (Antworttendenzen / keine Antworttendenzen) Antworttendenzen = subjektiv Keine Antworttendenzen = richtig / falsch
- Variation von Messwerten !!! Mittelwert Variation Jede Person hat einen Merkmalswert Wünschenswerte Verteilung der Merkmalswerte aller Personen (weil viele Analyseverfahren darauf basieren): normalverteilt (aus statistischen Gründen und um Unterschiede festzustellen), Mittelwert nahe Skalenmittelpunkt, möglichst hohe Streuung Veränderungen durch Addieren oder Multiplizieren verändern zwar Mittelwert (und manchmal auch die Streuung), die Differenzen zwischen den Personen bleiben aber proportional erhalten Mittelwert Der Mittelwert M einer Verteilung X ist die Summe aller Merkmalswerte x der Personen, geteilt durch die Anzahl der Personen n
- Streeung / Varianz z-Standardisierung Streuung Varianz Die Varianz einer Verteilung X ist die mittlere quadrierte Abweichung der Einzelnen Merkmalswerte x vom Mittelwert M Standardabweichung: Wurzel der Varianz z-Standardisierung Jede Messung X kann durch (lineare) z-Transformation standardisiert werden. z-Werte sind durch den Mittelwert 0 und die Varianz 1 gekennzeichnet. Positive z-Werte bedeuten, dass der Merkmalswert der Person größer als der Mittelwert der Stichprobe ist, negative z-Werte, dass er kleiner als dieser Mittelwert ist z-Wert ergibt sich aus der Subtraktion vom Mittelwert vom jeweiligen x-Wert geteilt durch die SD
- Korrelation Korrelation Der Grad der Kovariation von zwei Variablen X und Y lässt sich durch die Korrelation r beschreiben. Diese Zahl kann beliebige Werte zwischen +1 und -1 annehmen. Die Korrelation r ist das mittlere Produkt aller einander zugeordneten z-transformierten Werte aus X und Y (geteilt durch n?) positive Korrelation: x wächst >> y wächst negative Korrelation: x wächst >> y sinkt
- Differentielle Methodik: differentielle Datenanalyse !!! Variation Kovariation Konsistenz (= Zuverlässigkeit der Messung über ... ... Items >> interne Konsistenz, Cronbach's Alpha; ... Situationen >> transituative Konsistenz; ... die Zeit >> Retestreliabilität) Validität (Gültigkeit der Messung) Konstruktvalidität: alles vom Konstrukt erfasst, das erfasst werden soll Inhaltsvalidität: Aufgaben (Inhalt) übereinstimmend mit den Persönlichkeitsmerkmalen, die erfasst werden sollen Kriteriumsvalidität: Testergebniss soll mit konstruktvaliden Außenkriterien übereinstimmen
- Persönlichkeitsskalen - Fragebögen Für Selbst-/Fremdbeurteilung Bestehen aus mehreren Items, die dieselbe Eigenschaft erfassen sollen. Jedes Item wird auf einer Antwortskala beurteilt Mehrere Items, um durch Mittellung den Messfehler zu reduzieren
Advertisement