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Ernährungsphysiologie der Tiere (Subject) / Physiologie der Verdauung II (Lesson)
Teil Zwei aus dem Skript
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- Enzymatische Spaltung von Fett Fette werden im Magen-Darm-Trakt hydrolytisch gespalten, wobei vorwiegend Monoglyceride und Fettsäuren entstehen. Die Magenlipase (pH-Optimum: 4-6) trägt insbesondere bei Säuglingen zur Hydrolyse des Milchfettes bei (bei Erwachsenen keine große Bedeutung) Hauptenzym der Fettverdauung: Pakreaslipase (pH-Optimum: 7,4) Pankreaslipase hydrolysiert Triacylglycerine zu α- und β-Monoacylglyceriden und Fettsäuren. An der Lipidverdauung ist weiterhin das Pankreasenzym Chloesterinesterase beteiligt, welches die Hydrolyse der Cholesterinester katalysiert. Die Gallensäuren fördern die Fettverdauung, indem sie die Fetttröpfchen emulgieren.
- Eigenschaften des Magensaftes (2.2) Magensaft enthält die Verdauungsenzyme Pepsin, Magenlipase und Chymosin sowie Schleinsubstanzen und Salzsäure in freier und gebundener Form Gesamtsalzsäure = gebunde HCl (Eiweiß-HCl) + freie HCl 2.2.1. Quantitativer Nachwei von Magensaft: mit GÜNZBURGs Reagenz: Aldehyde (Vanilin) kondensieren mit mehrwertigen Phenolen (Phloroglucin) in Anwesenheit von starken Minrealsäuren zu Farbstoffen 2.2.2. Freie und gebundene Salzsäure und Gesamtacidität (quantitativ) Magensaft wird mit TÖPFERs Reaganz und Phenolphthaleinlösung versetzt. normal saurer Magensaft färbt sich nach Zusatz von Töpfers rot. pH-Wert anhand Farbe erkennbar 2.2.3. Bestimmung der Pepsinaktivität Die Eiweißkörper werden durch Proteasen unter Hydrolyse der Peptidbindungen spezifisch gespalten
- Enzymatische Spaltung von Stärke (2.3) Stärke wird bei der Verdauung durch Amylasen gespalten α- Amylasen: Vorkommen: Speichel, Pankreassaft β-Amylasen: Vorkommen: keinmende Pflanzensamen, Sojabohnen, Mehl Versuch: Zusatz von Speichel und Jod-Jodkaliumlösung (Blau-violett-Färbung)
- Funktionen der Amylasen α-Amylasen (früher Diastase, Pytalin): Endoglycosidase: spalten die 1,4-glucosidischen Bindungen des Stärkemoleküls; Endprodukte des Amylaseabbaus sind Maltose; Isomaltose; Maltotriose, α-Dextrine und etwas Glucose; pH-Optimum: 6-7 β-Amylasen: Exoglycosidase: Abspaltung von Malotseresten vom Ende des Stärkemoleküls Die Bezeicnungen α- und β-Amylase sind historisch bedingt und haben nichts mit α- oder β-glykosidischen Bindungen zu tun.
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