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Das politische System der BRD (Subject) / 7. Sitzung (Lesson)

Wahlrecht, Wahlsysteme und Wahlverhalten

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  • Welche Elemente charakterisieren das deutsche Wahlsystem hinsichtlich Wahlhürde, Kandidatenauswahl, Wahlsystem und Reststimmenverrechnung? In Deutschland wird der Bundestag mit einer personalisierten Verhältniswahl für vier Jahre gewählt. Das bedeutet, dass jeder Stimmberechtigte zwei Stimmen abgeben darf. Mit der Erststimme wird für jeden Wahlkreis ein Kandidat direkt gewählt. Dies entspricht einer Mehrheitswahl, da der Kandidat mit den meisten Stimmen in den Bundestag einzieht. Mit der Zweitstimme wird eine Partei gewählt. Da dies nach dem Prinzip der Verhältniswahl funktioniert, werden der Stimmenanteil der Parteien in Mandate umgerechnet. Die Sitze werden durch Kandidaten besetzt, welche sich in einer Rangfolge auf starren Liste befinden, welche dem Wähler also nicht beeinflussen kann. Diese Landeslisten werden von den Parteien in geheimer Wahl aufgestellt. Nur Parteien, welche einen Stimmanteil von mindestens 5% erlangen, ziehen in den Bundestag ein. Die Sperrklausel ist im Grundgesetz festgelegt, um eine Parteienzersplitterung zu vermeiden. Die Erststimme wird mit der Zweitstimme verrechnet. Dabei passiert es, dass eine Partei, durch die Direktmandate, mehr Sitze im Bundestag erhält, als ihr durch die Zweistimme zustehen. Diese Mandate werden Überhangmandate genannt und werden durch Ausgleichsmandate ausgewogen. Die Grundlage dieser Ausgleichsmandate sind die Landeslisten.
  • Wie berechnet man den Gallagher-Index und wie ist die Formel? Der Gallagher-Index ermittelt den Grad der Proportionalität zwischen dem Stimmenanteil, welche den Parteien durch die Wahl zusteht und den tatsächlich vergebenen Mandaten.Die Formel beinhaltet.V = StimmenanteilS = Sitzanteil Formel: G = √1/2∑(v-s)²