Differentielle Psychologie & Persönlichkeitspsychologie (Subject) / Lernkontrolle 1 - Einführung und faktorenanalytische Persönlichkeitsmodelle (Lesson)
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Einführung und faktorenanalytische Persönlichkeitsmodelle
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- LK 1 1. Was sind die Ziele der Persönlichkeitspsychologie? Skript: ab Folie 56 Persönlichkeit = Persönlichkeit ist die nichtpathologische (krankheitsbedingte) Individualität eines Menschen in körperlicher Erscheinung, Verhalten und Erleben im Vergleich zu einer Referenzpopulation von Menschen gleichen Alters und gleicher Kultur. Persönlichkeitspsychologie = empirische Wissenschaft der Persönlichkeit Persönlichkeit soll nicht ausschließlich beschrieben (Ideographie), sondern auch erklärt werden; d.h. Persönlichkeit soll auf die Bedingungszusammenhänge zurückgeführt werden und es sollen Gesetze (Nomothetik) aufgestellt werden ⇒ Forschungsgegenstand: Finden von unabhängigen Beschreibungsmerkmalen (stabilen Eigenschaften) in Erleben und Verhalten.
- LK 1 2. Was sind die Ziele der Differentiellen Psychologie? Skript: Folie 57 Differentielle Psychologie = Wissenschaft der intra- und inter-individuellen Unterschiede Unterschiede im Erleben und Verhalten von Personen/Personengruppen in Abhängigkeit unterschiedlicher Variablen (oder deren Kombination) Variable: z. B. Geschlecht, Alter, Bildung etc. ⇒ Forschungsgegenstand: intra- und inter-individuelle Unterschiede
- LK 1 3. Welche Methoden der Differentiellen Psychologie beschreibt W. Stern und welche Parameter zur Bestimmung differentieller Effekte sind Gegenstand seiner Methoden? (2 Methoden mit je 2 Kriterien) Skript: Folie 61 1. Variationsforschung und Korrelationsforschung Variation = ein Merkmal über mehrere Individuen Korrelation = mehrere Merkmale über mehrere Individuen 2. Psychographie und Komparationsforschung Psychographie = Betrachtung eines Individuums in mehreren Merkmalen Komparation = Vergleich mehrerer Individuen in mehreren Merkmalen
- LK 1 4. Mit welchem Informationsparameter (Untersuchungsvariable) erweiterte R. B. Catell die Forschungsansätze von W. Stern? Skript: Folie 64 Untersuchungsvariablen nach W. Stern: Individuen, Merkmale ⇒ Ergänzung durch Catell: Situationen
- LK 1 5. Worin unterscheiden sich die Ansätze "Personalismus" und "Situationismus" (Formel und Idee)? Skript: Folie 67 Konsistenz-Debatte: Was bestimmt unser Verhalten - Persönlichkeit oder Situation? Verhalten ist eine Funktion V = f (x) V = f (P) ⇒ Personalismus1 (nach Allport) ⇒ Traits (stabile Eigenschaften) V = f (S) ⇒ Situationismus2 (nach Mischel) ⇒ Staits (Zustandeigenschaften) V = f (P x S) ⇒ Interaktionismus 1 Verhalten und Erleben eines Menschen werden von Persönlichkeitseigenschaften bestimmt 2 Verhalten und Erleben eines Menschen werden von Situationsbegebenheiten bestimmt.
- LK 1 6. Was sind "HABITS"? Skript: Folie 60 HABITS = Gewohnheiten ⇒ erlernte Reaktionen auf spezifische Reize
- LK 1 7. Was versteht man unter "TRAIT"? Bitte benennen Sie zwei 2 Bespiele. Skript: Folie 60 TRAIT = stabile Eigenschaft (Disposition), zeitlich überdauernd ⇒ BIG FIVE: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit, Neurotizmus (z. B. Angst vor Zahnarzt schon bei bloßer Erwähnung des Wortes)
- LK 1 8. Definieren Sie "STATE" und benennen Sie zwei Beispiele hierfür Skript: Folie 60 STATE = situativer Zustand, temporär bzw. variiert je nach Situation ⇒ z. B. Aufmerksamkeit, Angst (konkret beim Zahnarzttermin, aber nicht grundsätzlich bei Erwähnung eines Zahnarztes)
- LK 1 9. Was ist die Annahme von Konstitution-Typologien? Skript: ab Folie 75 Körperliche Merkmale lassen auf Charaktermerkmale /-unterschiede schließen
- LK 1 10. Welche drei Typbeschreibungen unterscheidet Kretschmer in der Totaltypologie? Skript: Folie 77 Totaltypologie = Persönlichkeitseigenschaften auf Grundlage des Körperbaus Leptosom: schizothymes Temperament = ungesellig, still, feinfühlig, empfindlich Athlet: visköses Temperament = beharrlich, stereotype Handlungen Pykniker = zyklothymes Temperament = gesellig, gutherzig, freundlich, heiter
- LK 1 11. Welche GRUNDPARAMETER bestimmen die AUSPRÄGUNG von Temperamenten (3 x A)? Skript: Folie 70 + Folie 119 3 x A der Persönlichkeit: Affekt (nach Wundt): sanguinisch, phlegmatisch, cholerisch, melancholisch Aktivierung (nach Eysenck): unterschiedliches Erregungsniveau des Nervensystems (starkes und schwaches Nervensystem) ⇒ Extravertierte = niedrige Erregung / Introvertierte = höhere Erregung Aufmerksamkeit: Motivation zur Zielerreichung wichtig oder unwichtig ⇒ entsprechend ist das Verhalten
- LK 1 12. Beschreiben Sie die AFFEKTLAGE von Introvertierten vs. Extravertierten in Stichwörtern. Extravertierte = kontaktfreudig, gesellig, gesprächig, mimisch/gestisch ausdrucksstark Introvertierte = zurückhaltend, schweigsam, ruhig, empfindsam gegen äußere Stimuli
- LK 1 13. Benennen Sie die FACETTEN der Persönlichkeitsdefinition von GUILFORD. (7Facetten) Skript: Folie 98 Guilford: Faktorenanalytiches Modell (Sternmodell) 7 Facetten zur Darstellung der Persönlichkeitsstruktur Einstellung Temperament Eignung (=Intelligenz) Morphologie (äußere Gestalt der Lebewesen) Physiologie (Funktionsweise des Körpers und seiner Organe) Bedürfnis Interesse
- LK 1 14. Auf welche DATENGRUPPE hat Cattell zur Entwicklung seines Persönlichkeitsmodells zurückgegriffen? Cattell: faktorenanalytische Modell L-, Q- und T-Daten L-Daten = life data = biographische Merkmale Q-Daten = questionaire data = Selbstbeschreibung T-Daten = test data = objektive Persönlichkeitstests
- LK 1 15. Was war das erklärte ZIEL von Cattell und welche HAUPTPARAMETER beinhaltet seine Spezifikationsgleichung zur Zielerreichung? Skript: ab Folie 101 Ziel: ganzheitliche Persönlichkeitsbeschreibung ("Persönlichkeit ist alles das, was Verhalten vorhersehbar macht.") Verhaltensvorhersage Hauptparameter der Spezifikationsgleichung: A = Abilities T = Temperaments M = Motivation
- LK 1 16. Welche Idee steckt hinter dem Begriff "PSYCHO-LEXIKALISCHER ANSATZ"? Psycho-lexikalischer Ansatz = Annahme, dass alle Merkmale zur Beschreibung und Unterscheidung der Persönlichkeit im Wortschatz einer Sprache enthalten sind
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- LK 1 17. Benennen Sie die 5 PERSÖNLICHKEITS-TYPEN im Modell von CATTELL. Skript: Folie 105 1. Extraversion 2. Verträglichkeit (Cortertia) 3. Charakterstärke (Character Strength) 4. Unabhängigkeit (der Meinungsbildung) 5. Angst (Anxiety)
- LK 1 18. Beschreiben Sie die DATENBASIS, die EYSENCK zur Entwicklung seines Persönlichkeitsmodells nutzte. (4 Kriterien) Skript: Folie 109 EYSENCK: Faktorenanalytisches Modell Datenbasis: Q-Daten = questionaire data = Selbstbeschreibung Psychophysiologie (Erregungsniveau von Extravertierten und Introvertierten) objektive Tests Verhaltensratings Ziel: naturwissenschaftsnahe Persönlichkeitsbeschreibung und deren empirische Überprüfung
- LK 1 19. Welche PARAMETER hebt EYSENCK zur Ausgestaltung der individuellen Persönlichkeit hervor? (4 Parameter) Skript: Folie 110 Definition nach Eysenck: Persönlichkeit ist die mehr oder weniger überdauernde Organisation des Charakters, des Intellekts, des Temperaments und der Physis eines Menschen und determiniert seine einzigartige Anpassung an die Umwelt. ⇒ 4 Paramter: Charakter Intellekt Temperament Physis
- LK 1 20. Benennen Sie die PERSÖNLICHKEITSTYPEN im Modell von EYSENCK. Skript: Folie 111 3 Super-Faktoren der Persönlichkeit nach Eysenck: P = Psychotizismus (Risikoneigung, Aggressivität, Gefühlskälte, Egozenttik, Impulsivität etc.) E = Extraversion (Geselligkeit, Gesprächkeit, Dominanz, Enthusiasmus etc.) N = Neurotizismus ( Ängstlichkeit, Reizbarkeit, Nervosität, Unsicherheit, Unzufriedenheit etc.) ⇒ P E N - System
- LK 1 21. Benennen Sie die BIG FIVE, die Superfaktoren der Persönlichkeit. Skript: Folie 116 Costa & McCrae: Faktorenanalytisches Modell - 5 Faktoren Modell (BIG FIVE) 1. Neurotizismus 2. Extraversion 3. Offenheit (für Erfahrungen) 4. Verträglichkeit 5. Gewissenhaftigkeit
- LK 1 22. Definieren Sie "messen". Messen = einer Beobachtung einen (Mess-)Wert zuweisen. Erklärung: Prozess der Datengewinnung, mit der in der empirischen Forschung versucht wird, die beobachtete Realität zu erfassen und auf Grundlage wissenschaftlicher Methoden (Fragebogen, Beobachtung, Stichproben etc.) zu analysieren. Messung, beinhaltet eine Interaktion zwischen dem Meßinstrument und dem zu messenden Gegenstand. Das Resultat ist die Anzeige eines Meßwertes am Meßinstrument. Messen beruht auf einer homomorphen (strukturerhaltenden) Abbildung eines empirischen Relativs in ein numerisches Relativ.
- LK 1 23. Benennen Sie die Skalenniveaus, die Sie kennengelernt haben. 4 Skalenniveaus: Nominalskala: z.B. PLZ, Geschlecht (Zuordnung zu einer Gruppe) Ordinalskala: z. B. Schulnoten (Rangfolge, Position) Intervallskala: z. B. Temperatur (Aussage über den Abstand, unterteilt sich immer in gleich große Skalenabschnitte) Verhältnisskala: z.B. Alter, Blutdruck (Aussage über Verhältnis zueinander wie z. B. doppelt so groß wie.., 2 x besser als..)
- LK 1 24. Definieren Sie "Korrelation" (so wie Sie den Begriff in der Veranstaltung gelernt haben). Welchen Wertebereich kann eine "Korrelationskoeffizient" annehmen? Korrelation Beziehung zwischen zwei oder mehreren Merkmalen, Ereignissen Zuständen oder Funktionen Korrelationskoeffizient Maß für den Grad des linearen Zusammenhangs zwischen mindestens zwei Variablen Wertebereich = -1 bis +1 - bei r = -1 ⇒ vollständiger negativer, linearer Zusammenhang: \ (je der Wert der einen Variablen, desto der Wert der andere Variablen) - bei r = 0 ⇒ kein linearer Zusammenhang (Punktewolke) - bei r = +1 ⇒ vollständiger positiver, linearer Zusammenhang: ⁄ (je höher der Wert der einen Variablen, desto höher der Wert der anderen Variablen)
