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Materialwirtschaft (Subject) / MW (Lesson)

Ein extrem behindertes Fach, bei einer noch dümmeren Dozentin !

This lesson was created by Konstantin11.

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  • Die sechs "r" der Logistik richtige Produkt richtigen Zeit richtiger Ort richtigen Menge richtiger Qualität richtigen Kosten
  • enger Materialwirtschaftsbegriff Disposition  = brauch ich noch was? Einkauf  Lagerung = Vom Einkauf in das Lager Materialbewegung = innerbetrieblich, von dem Lager zur ersten Fertigungsstätte 
  • erweiterter Materialwirtschaftsbegriff Disposition Einkauf Lagerung = Mit Zwischenlager Materialbewegungen  Verteilung an die Abnehmer = Versand in die Kunden
  • Integrierter Materialwirtschaftsbegriff Deposition Einkauf Lagerung = Alle Lager Materialbewegung Verteilung der Erzeugnisse an die Abnehmer Entsorgung
  • Supply Chain Management =" Das Supply Chain Management ist eine moderne Konzeption für Unternehmensnetzwerke zur Erschließung unternehmensübergreifender Erfolgspotenziale mittels der Entwicklung, Gestaltung und Lenkung, effektiver und effizienter Güter-, Informations und Geldflüsse"
  • Merkmale des Supply Chain Managements Prozessorientierte Sichtweise Unternehmensübergreifende Betrachtung Kollaborative Planung Einsatz moderner Informationstechnologie
  • Abgrenzung Materialwirtschaft vom Supply Chain Management Materialwirtschaft innerbetrieblich  Lieferanten und Kunden werden nicht berücksichtigt Supply Chain Managemant überbetrieblich  Lieferanten und Kunden werden berücksichtigt 
  • Ziele der Materialwirtschaft • Niedrige Kosten– Minimierung Fehlmengenkosten– Optimale Bestellmengen, niedrige Einstandspreise– Gute Auslastung von Lager- und Transportkapazität– Geringe Kapitalbindung• Hoher Servicegrad/Lieferbereitschaft– Hohe Termin- und Mengentreue der Lieferanten– Reibungsloser Materialfluss– Hohe Flexibilität bei Bedarfsänderungen• Qualitätssicherung– Hohe Qualitätstreue der Lieferanten– Optimale Lagergutpflege– Verhinderung qualitätsmindernder Liegezeiten
  • Auswirkung der Rahmenbedingungen Produktions- und Dienstleistungsnetzwerke Supply Chain Management; Efficient Consumer Response Kostendruck Globale Märkte Time to Customer, Time to Market Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz Dienstleistungsmarkt Reduzierung der Wertschöpfungstiefe Innovations- und Produktlebenszyklus -->führt zu: steigendes Güteraufkommen hohe Belieferungsfrequenzen  geringe Sendungsgrößen engere Zeitfenster  höhere Serviceanforderungen  flexible Logistiknetze
  • Hebelwirkung der Materialkosten (Rechnerisch) -Umsatzrendite (UR) = (Gewinn/Umsatz) *100% Gewinn und UR bei sinkenden Materialkosten: Gewinn erhöht sich um die Menge der eingesparten Kosten Neue UR muss errechnet werden Umsatz = (Gewinn/UR) *100 
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  • Gesamtversorgungskosten (TCO) Total Cost Ownership Unterscheidung in direkte und indirekte Kosten direkte: Anschaffungs-, Energie-, Reparatur-. Wartungskosten indirekte: Personalkosten bei der UNterstützung unbedarfter Anwender. Folgekosten durch Ausfallzeiten Unterscheidung in Vor- und Nachgelagerte sowie im Transaktionsprozess auftretende Kosten Vorgelagerte: Beschaffungsmarkt- u. Lieferantenanaylse, Verhandlungsprozess Im Transaktionsprozess: Lieferkosten, Transportkosten, Zölle, Steuern Nachgelagerte: Produktionsausfälle, Kosten für Ersatzteile, Recyclingkosten
  • Einstandspreis zu TCO Pre-transaction components Bedarfsanalyse Lieferantenintegration Transaction components Lieferung Zölle/Steuern  Qualitätskontrollen Post-transaction components Produktionsausfall Reperaturen  Austauschteile TCO (>120%)
  • Kategorisierung nach der Art des Materials Investitionsgüter zb. Hallen, Maschienen, Fuhrpark Fremde Dienstleistungen  zb: Reinigungskräfte , Call-Center, Essen(Kantine) Handelsware zb. nicht das Kerngeschäft, Fahrradschlösser under Klingel sonstige Materialien zb. Materialien, die nicht zugeteilt werden können (Büromaterial) Werkstoffe = Sachgüter, die direkt in das Produkt eingehen oder dessen Herstellung dienen Rohstoffe unbearbeitete Sachgüter (zB. Kohle, Eisenerz, Kupfererz, Holz; Wolle) Hilfsstoffe Sachgüter, die zur Bearbeitung von Rohstoffen unterstützen (Leim, Nieten, Schrauben) Betriebsstoffe  Güter zur inbetriebnahme oder Reperatur von Betriebsmitteln benötigt werden (Energie, Kraft , Schmierstoffe) Halbfertigerzeugnisse  Zuliefer bzw. Bauteile, die vom Untermehmen nicht selber produziert werden ( Bremsen, Getriebe, Reifen, Schubkästen
  • Kategorisierung nach dem Verwendungszweck der Materialien Direktes Material (=gehen direkt ins Kerngeschäft ein) Lagermaterial Verbrauchsmaterial  ((Kodiertes Material)) Indirektes Material( gehen nicht direkt ins Kerngeschäft ein (zb.Ersatzteile, Reinigunsmittel)  Katalogmaterial  Dienstleistungen Investitionsgüter ((Kann kodiert oder nicht kodiert sein))
  • Kategorisierung nach der Kodierung der Materialien Kodierte Materialien  häufig beschaffte Produkte und Lagermaterialien werden im ERP-System mit Materialstamm geführt -> haben eine Materialnummer können bestandsmäßig geführt werden  erlauben eine einfache Bestellabwicklung  erlauben detaillierte Auswertung Nicht-kodierte Materialien einmalig bzw. serh selten beschaffte Produkte  keine Anlage eines Materialstamms manuelle Eingabe des Materialtextes bei Bestellung
  • Identifizierung und Klassifizierung von Materialien Identifizierende Nummern  Laufende Durchnummerierung aller Materialien Enthalten keine Klassifizierung Keine Lückenbildung bei konsequent fortlaufender Nummernvergabe Beispiel: 1936 = Holzschraube , 6*15mm mit Rundkopf.... Klassifizierende Nummern Aussagen klassifizierender Art über den verschlüsselten Gegenstand gemacht über die Klassifizierung kann eine Identifizierung erfolgen Beispiel: 4 52 36 1 615 ( Jede Nummer beschreibt Materielgruppe, untergruppe, Sorte, Stoff) "Sprechender Schlüssel" "platzender Schlüssel" = Wenn es nicht aufgeht!
  • Risiken von klassifierenden Materialnummern Mit zunehmender Sortimentsbreite nimmt die Aussagefähigkeit ab  Aus wirtschaftslichen Gründen wird die Länge der Nummer begrenzt  Zeitaufwandfür Entwicklung des Klassifizierungschema Aufwendige Vergabe von Schlüsselnummern  Nummer kann leich "Platzen", wenn zu Beginn nicht alle Weiterentwicklungen berücksichtigen wurden  Nummer muss erneuert werden, wenn sich einzelne Ausprägungen des Materials ändern 
  • Quersummenverfahren Ermittlung der Quersumme des Basisnummernschlüssels Anfügung der Einerstelle der Quersumme an die Grundnummer  Nachteil : Zahlendreher werden nicht erkannt  Beispiel: 2387563 -> Quersummer 34 -> 4 wird Prüfziffer  Selbstprüfender Nummerschlüssel lautet: 23875634
  • Modulus 11 Grundnummer mit dem Faktor multiplizieren (Faktor beginnt bei zwei und wird nach vorne größer) Die Produkte werden addiert  Die Summe der Produkte wird durch 11 geteilt Der Restwert (Nachkommastelle) wird von 11 abgezogen Ergebnis ist die Prüfziffer, und wird hinten dran gehängt.
  • eCl@ss standardisiertes Klassifikationssystem für eine einheitliche und durchgängige Beschreibung von Produkten, Materialien und Dienstleistungen Ziel: Austausch zwischen Kunden und Lieferanten zu vereinfachen  Klassen- und Warengruppen: Ebene: Sachgebiete  Ebene Hauptgruppen Ebene: Gruppen Ebene: Untergruppen Schlagworte: Jeder Klasse bzw. Warengruppe werden Schlagworte zugeordnet  Mermale: Produktattrinute werden berücksichtigt (Nur für die speziellen Klassen sinvoll)
  • Barcode Technik zur Datenerfassung Global Trade Item Number (GTIN) unverwechselbare Nummer zur KLennzeichnung von Produkten  Vorteile: Beschleunigung der Prozesse bei gleichbleibender Verringerung des Aufwands, geringe Kosten, Verbreitung von Barcode Systemen  Nachteile: Schlechte Lesbarkeit bei Verschmutzung oder Beschädigung, direkter Sichtkontakt erforderlich, geringe kodierbare Datenmenge 
  • RFID-Technik zur Datenerfassung Radio Frequency Identification (RFID) Auslesen und Beschreiben von Informationen auf einem Informationsträger (Transponder) Lese und Schreibevorgänge erfolgen berührungslos und erfordern keinen Sichtkontakt zwischen Lese-Schfeibgerät und Transponder Einsatzgebiete: Waren- und Bestandsmanagement Mautsysteme  Skipässe Reisepässe
  • Vor- und Nachteile von RFID Vorteile Fehlerfreie Identifikation  Berührungslos Ohne Sichtverbindung Daten in der Anwendung sind veränderbar Robust  Keine Stromquelle, sondern durch Induktion des Lesegerätes Pulkerfassung Nachteile Relativ Teuer Keine Standardisierung  Reichweite ist begrenzt
  • ABC- Analyse (Allgemein) Verfahren zur Klassifizierung von Objekten in Klassen bzw. Kategorien  zb. Materialien, Kunden, Lieferanten =Objekte  Ob A-B-C hängt von den Klassifizierungskriterium und dem gewählten Klassengrenzwerten ab  ZIEL: Die ABC-Analyse soll wesentliche von unwesentlichen Objekten trennen  Fokus soll auf die westentlichen Objekten gerichtet werden. 
  • Vorgehensweise bei der ABC-Analyse Erfassung des Zahlenmaterials Sortierung des Zahlenmaterials (Nach Jahresbedarf absteigend sortieren)  Summe der Jahresbedarfe bilden Anteil am Gesamtwert ermitteln  Anteile kummlieren  In Wertgruppen einteilen  A = bis 75 % des Gesamtwertes B = bis 90 % des Gesamtwertes C = bis 100 % des Gesamtwertes
  • Kategorisierung der Objekte nach ihrem Wertbeitrag ( ABC- Analyse) A-Material: hohen kumulierten Wertbeitrag am Gesamteinkaufsvolumen ( 60-80%) geringen Anteil in Bezug auf der beschafften Materialien (10-20 % ) B-Material mittleren kumulierten Wertbetrag am Gesamteinkaufsvolumen (10-20 %)  mittleren Anteil in Bezug auf beschafften Materialien (30-40 %) C-Materialien  geringen kumulierten Wertbeitrag am Gesamteinkaufsvolumen (5-10%) hohen Anteil in Bezug auf die Anzahl der beschafften Materialien (40-70 %)
  • Handlungsempfehlungen für A,B,C Materialien A-Materialien  Intensive Marktanalyse und -beobachtung  Genaue Bestandsführung Minimierung der Lagerzeiten  Auswahl besonders zuverlässiger Lieferanten  Bündelung von Bedarfen  B-Materialien = Mittelweg von A und C C-Materialien  Reduzierung des Beschaffungsaufwands Nicht unbedingt bestandsmäßig führen  Unexakte Überwachung der Verweildauer  Abwicklung durch Dienstleister 
  • Die XYZ- Analyse klassifiziert Materialien nach desse Verbrauch und Vorhersagegenauigkeit Klassifizierung  X= konstanter Verbrauch bei nur gelegentlichen Schwankungen  -->hohe Vorhersagegenauigkeit Y= saisaonale Schwankungen, im Sinne von regelmäßig wiederkehrenden Abweichungen von der Grundrichtung --> mittlere Vorhersagegenauigkeit  Z= völlig unregelmäßiger Verbrauch  --> niedrige Vorhersagegenauigkeit Anwendungsgebiete Materialbedarfsplanung, Lagerplanung, Kalkulation, etc.  --> häufig in Kombination mit der ABC- Analyse 
  • Entwicklung der Beschaffung Traditionelle Beschaffung  Einkauf als Erfüllungsgehilfe  geringe Wertschätzung  geringe Mitarbeiterqualifikation  Ineffizienzen  undiffernzierte Prozesse geringe IT- Unterstützung  Ad-hoc Beziehungen  intensive Preisverhandlungen  geringe gemeinsame Anstrengungen  Zukunftsfähige Beschaffung  Beschaffung als Beitrag zur Wertschöpfung  Beschaffung als Erfolgsfakor und Kostengestalter  strategische Aktivität im Mitterlpunkt höhere Mitarbeiterqualifikation Effiziensteigerung  optimierte Prozesse Verstärkter IT Einsatz  Langfristige und partnerschaftliche Beziehungen
  • Beschaffung im weiteren Sinne =" Sämtliche unternehmens- und/oder marktbezogenen Tätigkeiten, die darauf gerichtet sind, einem Unternehmen die benötigten, aber nicht selbst hergestellten Objekte verfügbar zu machen." 
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  • Beschaffung im engeren Sinne =" Alle diejenigen, die darauf ausgerichtet sind, den Bedarfsträgern in einer Unternehmung die von diesen benötigten, nicht von der Unternehmung selbst produzierten Verbrauchsgüter (Roh- Hilf- Betriebsstoffe, kauftaile sowie Energie), Gebrauchsgüter (Anlagen, Werkzeuge) sowie Dienstleistungen( zB. Transport- und Bauleistungen) aus den Beschaffungsmärkten verfügbar zu machen." (Fieten 1992)
  • Beschaffungsobjekte im engeren und im weiteren Sinne Beschaffung im engeren Sinne: Sachgüter Dienstleistungen  operative und strategische Beschaffungsabteilungen  Beschaffung im weiteren Sinne: Sachgüter  Dienstleistungen  Informationen Rechte Personal Kapital
  • Abgrenzung von strategischer und operativer Beschaffung Strategische Beschaffung " Doing the right things"  einzelvorgangsübergreifende Kaufaktivitäten  Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit  Bsp.: Beschaffungsmarketing, Lieferanten- und Vertragsmanagemant  Operative Beschaffung "Doing the things right."  vorgangsbezogene Einkaufsaktivitäten zur Deckung eines konkreten Bedarfs Vorgaben der strategischen Beschaffung werden Umgesetzt  Bsp:. Bestellung, Rechnungsprüfung, Zahlungsabwicklung 
  • Ziele der strategischen und operativen Beschaffung Strategischer Beschaffungsprozess:     Bessere Einkaufspreise Operativer Beschaffungsprozess: Reduzierte Prozesskosten Schnellere Abwicklung
  • Operatives Beschaffungsmodell : Vorratsbeschaffung festen Bestellpunkt an dem eine gleich hohe Bestellmenge bestellt wird Voraussetzungen:  Ausreichend Lagerkapazität(zB. für Saisonalitäten) Produktgerechte Lagermöglichkeit Vorteile: Hohe Materialverfügbarkeit Mögliche Gewährung von Mengenrabatten  Einfache Umsetzung  Geringe Störanfälligkeit Nachteile Hohe Lagerkosten  Hoher Handlingsaufwand Gefahr veralteter Bestände
  • Standardteilemanagement KANABN = (jap. Karte) Ware wird entnommen, Lücke wird bemerkt und wieder aufgefüllt (Pull-Prinzip) Informationsträger: KANBAN-Karte Materialträger: KANBAN-Behälter  Geregelter Materialfluss wird durch Pufferlager zwischen den Fertigungsstufen gewährleistet  Anzahl der Karten und Behälter sind fix
  • operatives Beschaffungsmodell -->Vendor Managed Inventory(VMI) Vom Lieferanten gemanagten Material- und Warenbestand, der sich räumlich bei dem in der Supply Chain nachgelagerten Kunden (Produzenten oder Händler) befindet. Bestandsmanagemanent wird auf eine vorgelagerte Stufe der Lieferkette übertragen  Lieferant übernimmt Verabtwortung für en Warenbetand beim Hersteller Auffülen der Warenbestände erfolgt anhand konkreter Lagerbestandsdaten Kunde und Lieferant definieren hierzu im Vorfeld bestimmte Lagerbestandshöhen Entscheidung über Bestellmenge und Lieferzeitpunkt, d. h. Bedarfsplanung und Bestelldisposition liegen beim Lieferanten  Ermöglicht integrierter Bestell, Bestands- und Transportplanung für den Zulieferer Bei Konsignationsabwicklung erfolgt die Frakturierung erst bei Abruf der Ware durch den Kunden oder nach einer festgelegten Frist (z.B 6. Wochen)
  • operatives Beschaffungsmodell --> Vertragslagerkonzept Vom Lieferanten oder einem logistischen Dienstleister unterhaltenes Lager in unmittelbarer räumlicher Nähe zum abnehmenden Unternehmen  Der Abnehmer kann die benötigten Materialien kurzfristig abrufen  Das Vertragslager wird ggd. von mehreren Lieferanten beliefert Der Lieferant sellt die Materialien just in time zur Verfügung  Zwei Transportketten : 1. Lieferanten zum Vertragslager 2. Vertragslager zum Kunden
  • Produktionssynchrone Beschaffung Just-in-time-Konzept Teile werden erst dann gefertigt, transportiert oder montiert, wenn die nachfragende Leistungseinheit sie benötigt (Pull-Prinzip) Bereitstellung erfolgt zum gewünschten Zeitpunkt, nicht fürher nicht später Badarfssynchrone Materialbereitsstellung) Just in sequence Konzept Punktgenaue Belieferung vin individuellen benötigten Teilen in der richtigen Reihenfolge Bandgeschwindigkeit wird der Kundennachfrage dynamisch angepasst.
  • Produktionssynchrone Beschaffung (Beschaffung von direkten Materialien) Charakteristika Auslösendes Ereignis ist der Materialbedarf den der Kunde tatsächlich hat  Produktionsplan des Abnehmers bestimmt Anlieferfrequenz und -menge  Zulieferer übernimmt die Qualtitätssicherungsfunktion und liefert ohne Wareneingangsprüfung direkt an den Ort des Bedarfs  Insbesondere für hochwertige Güter mit gleichbleibenden Bedarf (AX-Teile) Hohe Anforderungen an Prozesskette zwischen Lieferant und Abnehmer, um eine bedarfsgerechte Direktanlieferung sicherzustellen
  • Elektronische Kataloge (Beschaffung von indirekten Materialien) Ausprägung der internetgestützen Beschaffung Einkauf von standardisierten, variantenreichen, geringwertigen Gütern, z.B. Büromaterialien, IT-Zubehör, Werkzeuge, Arbeitskleidung Kurzfristige Anforderung aus der Fachabteilung, überwiegend direkte Anlieferung innerhalb von 24 h
  • Beschaffung von Investitionsgütern und Dienstleistungen Investitionsgüter wenig standardisierbar und müssen individuell konfiguriert werden  Typische Investitionsgüter sind: Maschienen und Produktionsanlagen seltener Beschaffungsvorgang bei komplexen Gütern, wird die Abwicklung in Projektform vorgenommen Dienstleistungen Vielfältige Ausprägungen  Beispiel: Hotelübernachtung, Rsien, Catering, logistische Services, Reparaturen, Schulungen  verschiedene Beschaffunfgsformen sind denkbar
  • Erstellung eines Materialportfolios Ziel:  Ableitung materialgruppenspezifischen Handlungsempfehlungen und Auswahl eines geeigneten operativen Beschaffungsmodells Vorgehen zur Erstellung eines Materialgruppenportfolios Bildung möglichst homogemer Materialgruppen Analyse der Materialgruppen nach ihrem wertmäßigen anteil am Beschaffungsvolumen (ABC- Analyse) Ermittlung des materialgruppenspezifischen Versorgungsrisikos  Zuordnung der Materialgruppen zu den beiden Dimensionen des Portfolios  Ableitung von Handlungsempfehlungen für die positionierten Materialgruppen
  • Dimensionen des Materialportfolios - Versorgungsrisiko Anforderung an die technische Zusammenarbeit mit Lieferanten Kosten des Lieferantenwechsels Standardisierbarkeit/Austauschbarkeit der Materialgruppe Möglichkeit zur Eigenfertigung Anzahl verfügbarer Lieferanten Voraussichtliche Umsatzentwicklung der Materialgruppe beim Abnehmer  Voraussichtliche Nachfrageentwicklung der Materialgruppe Voraussichtliche Marktpreisentwicklung der Materialgruppe Technologische Entwicklung der Materialgruppe Bewertung mittels eines cross-funktionales Team(zb. Fragebogen) und Transformation in eine Punkteskala
  • Einordnung der Materialgruppen in das Portfolios Standardmaterialien:  geringes Beschaffungsvolumen  geringen Versorgungsrisiko  -->"Effizient beschaffen" mittels: Optimierung der Beschaffungsprozesse; Bedarfsbündelung Hebelmaterialien: hohem Beschaffungsvolumen  geringem Versorgungsrisiko  -->"Marktpotenzial ausschöpfen"  mittels: Reduzierung der Einstandspreise Engpassmaterialien geringes Beschaffungsvolumen  hohes Versorgungsrisiko  -->"Verfügbarkeit sicherstellen" Strategische Materialien: hohe Anteil am Beschaffungsvolumen  hohes Versorgungsrisiko  -->"Wertschöpfungspartner aufbauen" mittels: intensivere Zusammenarbeit; gemeinsame Senken der Kosten
  • Zusammenstellung der Materialbedarfsarten Ermittlung nach Ursprung und Erzeugnisebene: Primärbedarf = Bedarf an verkauffähigen Erzeugnissen (Marktbedarf) Sekundärbedarf = Bedarf an Rohstoffen, Teilen und Gruppen zur Fertigung des Primärbedarfs Tertiärbedarf= Bedarf an Betriebs- und Hilfsstoffen Ermittlung unter Berücksichtigung der Lagerbestände Bruttobedarf = Periodenbezogener Primär-, Sekundärbedarf Nettobedarf= Bruttobedarf abzüglich verfügbarem Lagerbestand
  • Zusammenhang zwischen Bedarfsarten und Bestandsarten (Rechnung) Sekundärbedarf  + Zusatzbedarf ----------------------- Bruttobedarf -(Ist-) Lagerbestand + Vormerkbestand - Bestellbestand - Werkstattbestand  ---------------------------- Nettobedarf
  • Probleme bei der Bedarfsplanung Statische, manuell gepflegte Meldebestände, die den Bestellvorgang für alle Waren auslösen  Häufig keine Rückkopplung zum Absatzerhalten  Folge: Meldebestände sind zu hoch oder zu gering  die traditionelle Bedarfsplanung ist in der Praxis zu emotional Es gibt keine systematischen Methoden für die Absenkung der statischen Meldebestände  LÖSUNG:  Systematische Bedarfsplanung: Rollierende Planung Analyser der Materialien Anwengung entsprechender Bedarfs,- Bestands,- Bestell,- Lagerplanung
  • Subjektive Methoden der Bedarfsermittlung Einsatzgebiet bei fehlenden Voraussetzung für eine Anwendung programmgebundener bzw. absatzgebundener Verfahren  bei Gütern mit kurzer Beschaffungszeit bzw. niedrigem Wert (C-Güter) Prinzip: Intuitivschätzung: Auf Basis von Expertenwissen Analogaschätzung: mithilfe von Verbrauchsmengen artverwandter Materialien Vorgehensweise:  Betrachtung des Bedarfsverlaufes in der Vergangenheit und Einbeziehung aktueller Enflussfaktoren mithilfe eines Experten oder Vergleich mit artverwandeten Materialien Schätzung der Bedarfsmenge 
  • Verbrauchsorientierte Methoden der Bedarfsermittlung Einsatzgebiet  bei Tertiärgütern  bei Sekundärgütern, wenn programmorientierte Methoden der Bedarfsermittlung nicht möglich oder unwirtschaftlichs sind       -nicht möglich (Ersatzteile, hoher Ausschuss, ungeplante Schwankung etc.)      -unwirtschaftlich (C-Teile) Prinzip:  Mit Hilfe von stochastischen Prognoseverfahren wird von den Verbrauchswerten der Vergangenheit auf die Bedarfe der Zukunft geschlossen  Vorgehensweise:  Erkennen der Verbrauchsverläufe (-modelle) Auswahl eines geeigneten Prognoseverfahrens