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Sozialpsychologie (Subject) / Einstellung und Einstellungsänderung (Lesson)
- Welche Komponeneten können affektiv, kognitiv und verhaltensbezogen zugeordnet werden. kognitiv (Gedanken und Überzeugungen gg. eines Objekts) Salienz => Auffälligkeit, Aufmerksamkeits erregend _____________________________________________________________________________ affektiv (Emotionale Reaktion) Evaluative Konditionierung => Wiederholte Darbietung eines neutralen Objekts (CS) mit einem positiven oder negativen Stimulus (US) führt zu positiver bzw. negativer Bewertung des CS Operante Konditionierung => Form des Lernens, bei der ein Verhalten dadurch häufiger wird, dass ihm ein Verstärker folgt, oder seltener wird, weil eine Bestrafung folgt. Mere exposure => Bloße Wiederholung eines anfangs neutralen Objekts führt zu einer positiveren Bewertung dieses Objekts. ___________________________________________________________________ verhaltensbezogen (Verhalten im Zusammenhang mit dem Einstellungsobjekt) Selbstwahrnehmung => Personen verhalten sich wie externe Beobachter und schließenvon der Beobachtung ihres eigenen Verhaltens auf eigeneEinstellungen, Emotionen oder andere interne Zustände (z.B.laute Stimme Ärger). Kognitive Dissonanz => Handlungen wichtigen Einstellungen widersprechen, entsteht kognitive Dissonanz Persuasion => Überredung / Einstellung einer anderen Person durch den Einsatz diverser Botschaften zu verändern
- Was ist die Zugänglichkeit von Einstellungen? Wie unterscheiden sich starke Einstellungen von schwachen? Zugänglichkeit ist die Schnelligkeit, mit der man seine Gefühle bezüglich des Einstellungsobjektes oder des Themas berichten kann. Je größer die Zugänglichkeit, desto stärker ist die Einstellung. Je stärker eine Einstellung ist, desto resistenter ist sie gegenüber Veränderungen und desto konsistenter ist die Einstellung mit dem Verhalten.
- Erkläre die kognitive Dissonanztheorie. Wenn man sich inkonsistent zu seiner eigenen Einstellung verhält (ohne eine äußere Rechtfertigung), kommt es zu einer Einstellungsänderung, um Konsistenz zu wahren.
- Was ist das Elaboration-Likelihood-Modell und auf welchen 2 Wegen kann persuasive Kommunikation Einstellungsänderungen bewirken? Das Elaboration-Likelihood-Modell führt aus, unter welchen Umständen man eher vom Inhalt (Logik der Argumente) und wann eher von oberflächlichen Charakteristiken (Attraktivität des Senders) beeinflusst wird. Persuasive Kommunikation kann auf 2 Wegen Einstellungsänderungen bewirken: => Einmal auf dem zentralen Weg bei Fähigkeit und Motivation, den Argumenten Aufmerksamkeit zu schenken und einmal auf dem peripheren Weg, auf dem nur eine oberflächliche Verarbeitung stattfindet, wenn beides nicht gegeben ist.
- Was sagt das heuristisch-systematische Modell der Persuasion? Das heuristisch-systematische Modell der Persuasion sagt, dass es bei der Verarbeitung von persuasiver Kommunikation entweder zu einer systematischen Verarbeitung der Argumente oder zur Nutzung von Heuristiken kommt (Experten haben immer Recht, längere Reden sind überzeugender,...).
- Wann ist die Motivation Argumenten Aufmerksamkeit zu schenken eher vorhanden? Nenne eine passende Studie. Je relevanter ein Thema ist, umso eher ist Motivation vorhanden. Bei einer Studie wurde Studierenden eine Rede zu Prüfungsänderungen präsentiert, die entweder für sie selbst relevant waren oder nicht. Außerdem wurden die Qualität der Argumente und das Prestige des Sprechers (Princeton-Professor, High School-Schüler) variiert. Das Ergebnis zeigte, dass mentale Abkürzungen gewählt werden, wenn das Thema keine persönliche Relevanz hat.
- Wie lassen sich Einstellungs- und Verhaltensänderung herbeiführen? Zwei Ansätze: Entweder durch Persuasion (Überredung) oder durch Anreize induzierter Verhaltensänderungen (z.B. Warn oder Verbotsschilder = Kameras, Verbot der Durchfahrt, keine Hunde)
- Wie lassen sich dissonante Kognitionen reduzieren? Änderung des Verhaltens Änderung von Kognitionen (z.B. Minimierung der Wichtigkeit des Konflikts oder Wahrnehmungslenkung alá "so schlimm ist es doch gar nicht".) Hinzufügen konsonanter Kognitionen (z.B. Neue Gedanken hinzugewinnen, die positive Aspekte betonen und so ein Gegengewicht darstellen... etwa beim Rauchen => das beruhigt mich)
- Was ist persuasive Kommunikation und wie lässt sich diese am besten gestalten? Persuasive Kommunikation ist eine Ansprache oder ein Werbespot, die/der eine bestimmte Sichtweise vertritt oder befürwortet. Nach den Yale Studien wirken Sprecher mit offensichtlicher Fachkenntnis und Attraktivität überzeugender. Außerdem funktionieren zweiseitige Botschaften besser (zumindest, wenn die Gegenargumente widerlegbar sind). Es tritt ein Primacy-Effekt auf, wenn beide Argumente hintereinander gebracht werden und man sich erst später entscheidet (erst genanntes ist überzeugender) und ein Recency-Effekt, wenn es eine Pause zwischen den Argumenten gibt und eine Entscheidung direkt hinterher folgt (zuletzt genanntes ist überzeugender). Die Zuhörerschaft sollte abgelenkt sein und aus Personen mit niedriger Intelligenz, durchschnittlichem Selbstwert und mit einem Alter zwischen 19 und 25 bestehen.
- Erkläre die Theorie des geplanten Verhaltens. Wann lässt sich Verhalten noch vorhersagen? Die Verhaltensintention leitet sich ab aus der Einstellung gegenüber dem Verhalten (spezifische Einstellung gegenüber dem Verhalten, nicht die allgemeine Einstellung), subjektiven Normen (Überzeugungen, wie andere, wichtige Menschen das betreffende Verhalten sehen) und der wahrgenommenen Verhaltenskontrolle (die Leichtigkeit, mit der das Verhalten nach Überzeugung des Betreffenden durchführbar ist). Aus der Verhaltensintention lässt sich dann das Verhalten ableiten. Je konkreter eine Einstellung also abgefragt wird, desto besser lässt sich das Verhalten vorhersagen. Spontanes Verhalten lässt sich nur vorhersagen, wenn Einstellungen sehr zugänglich sind.
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