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Waldbodenkunde (Subject) / Terrestrische Humustypen (Lesson)
Terrestrische Humustypen
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- Terrestrische Humustypen Allgemeines L-Horziont besteht hauptsächlich aus Abfall von Landpflanzenmin. 90% des Jahres belüftetUmsetzung erfolgt vorwiegend aerob
- Mullsubtypen Milder (carbonatischer Mull) Saurer (silikatischer) Mull Hydromorpher Mul moderartiger Mull mullartiger Moder
- Modersubtypen Kalkmoder Saurer Moder Hydromorpher Moder Xeromorpher Moder Alpenmoder:
- Rohhumussubtypen Aktiver Rohhumus Typischer Rohhumus Inaktiver Rohhumus Hydromorphe Rohhumustypen Tangelrohhumus Rhizo-Rohhumus
- Mull beschreiben Horizontabfolge: L, F Mächtigkeit: gering mächtig Höhenstufe: bis mittelmontan Waldgesellchaft: Laub und Laub-Nadelmischwald, Gräser, (Schatten)-Kräuter ph-Wert: 5 bis 6.5 C/N Verhältnis: 10 bis 15 immer <20 Allgemeins: unter günstige Temperaturen u.Feuchtigkeitsverhältnis, gut mit Ca versorgt, feinverteilte Karbonate fehlen, Bestandesabfall verhältnismäßig rasch Zersetzt, Übergang allmählich, Huminsäure relativ geringMineralboden: Ahb, gut ausgebildet, brauner bis grauschwarz gefärbt, krümelig, 3-6% organische Substanz
- Milder (carbonatischer) Mull Horizontabfolge: L-F-Ahb Mächtigkeit: gering (Ahb = mächtig) ph-Wert: um 7 oder größer C/N Verhältnis 12 bis 15 Allgemeins:humustyp kalkhaltiger Bödenhohe biologischer Aktivitätausreichende silikatische Bestandteile Umsetzung des Bestandesabfalles relativ rasch => Auflagen nur zweigliedrig (L- u. F-Horizont) und geringe Mächtigkeit. ausgeprägte Krümelstruktur => intensive Regenwurmtätigkeit Tonhumuskopplung über Ca-Brücken => Humusstoffe widerstandsfähiger gegen bakterielle Umsetzung => HumusanreicherungSorptionskomplex mit Ca gut abgesättigt => hoher Pufferkraft => Verwitterung der primären Minerale verlangsamt und die Tonneubildung gebremst Mineralboden:Ahb relativ mächtig von schwarz bis schwarzbraun Färbung, Humusgehalt 5-12%
- Saurer (silikatischer) Mull Humustyp von Laubwäldern oder Laub-Nadel-Mischwäldern auf: basenärmerem Grundgestein oder in höherer Lage oder bei ungünstiger Streuzusammensetzung rasche Umsetzung der organischen Substanz => durch Regenwurmtätigkeit gekennzeichnet pH-Wert 4.5 Die Krümelstabilität ist gering.Der saure Mull degradiert leicht zu Moderhumus.
- Hydromorpher Mull bildet sich im Einflußbereich von: Grund oder Stauwasser Bedingung dafür sind: periodisch gute Durchlüftung, ausreichende Bodenwärme gute Basenversorgung Mullhumusbildung ermöglichen. Extrem hydromorphen Mulltypen leiten zu den eutrophen Anmooren über.
- moderartiger Mull H-Horizont filmartig dünn oder (vereinzelt) in Taschen
- mullartiger Moder H-Horizont flächig auftretend mit seltenen Fehlstellen, Ahb ausgeprägt
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- Moder Horizontabfolge: L-F-H-Ahi, L-F-H-Ahb, L sicht nie mächtiger als F oder H Mächtigkeit:nicht mehr als 3-5cm Höhenstufe: Hochmontan und thermisch-edaphisch begünstigte subalpine Lage; ungünstige gelegene Mittelmontane Lagen; xerisch bedingt bis collin Waldgesellchaft: Nadel- und Nadel-Laub-Mischwälder, in Laub-Wälder Akkumulationslagen, Oxalistyp, AHD-Typ, Vergrasungen ph-Wert: meist <5 C/N Verhältnis: 18 bis >25 Allgemeins: A-Horizont: nur 3-5cm mächtig, kann auch gänlich fehlen, dunkelbraun bis schwärzlich- braun, Struktur massig-dicht, oftmals nur von mirkoskopich sichtbaren Pilzhypen dicht durchsetzt, gewisse Plastizität, schrumpft u. quillt bei Befeuchtung
- Kalkmoder auf tonarmem Kalksteinschutt im Gebirge häufig Über dem angewitterten Gestein findet man 2 - 3 cm Feinmoder, ebenso in Spalten und Klüften. Wächst die Auflage, nimmt daher die Feinmoderschichte ab, geht der Kalkmoder, besonders über dolomitischem Kalk oder Dolomit in Kalkrohhumus bzw. Tangelhumus über
- Saurer Moder bereits Auftreten eines Ahi-Horizontes
- Hydromorpher Moder entsteht, wenn die Moderhumusbildung zeitweilig unter Wasserüberschuß gehtTypisch ist das gehäufte Vorkommen von SchleimpilzenReibt man feuchtes Humusmaterial zwischen den Fingern = schmierig Periodisch gute Durchlüftung mit ausreichender Bodenwärme mittlerer Basengehalt sind wichtige Voraussetzungen, dass der Charakter der Moderhumusbildung unter solchen Gegeben-heiten erhalten bleibt.Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben =>sich hydromorpher Rohhumus
- Xeromorpher Moder Auf exponierten Lagen unmittelbar über Fels etc Infolge von Verhagerung durch Wind uu. Sonne besonders dürftige Modertypen entwickeln. H-Schicht ist braun gefärbt
- Alpenmoder Wenn es in kühlen, niederschlagsreichen Berglagen zur Ansammlung großerMengen von Feinmoder, also zur Ausbildung eines mächtigen, lockeren H-Horizonteskommt (H-Sicht dominiert) => Alpenmoder Dichter gelagert als Moder, bricht nicht scharfkantig Voraussetzung für Bildung ist: hohe Aktivität der Mesofauna klimabedingt verkürzten Zeit für eine fortschreitende Mineralisation Alpenmoder ist häufig
- Rohhumus Horizontabfolge: L-F-H-Ahi, H< 0,5*(L+F)F- und H-Horizonte sind kompakt u. schitig plattig gelagert Mächtigkeit: 3 bis 20 cm und größer, (Ahi gering mächtig) Höhenstufe: Subalpin bis Hochmontan, extrazonal bei ungünstigen Bedingungen Waldgesellchaft: reine Nadelholzbestände, Ericaceae, THD-Typ, teilweise Moose ph-Wert: <4 C/N Verhältnis: >20 Allgemeins: besonderen Einfluss auf bodenklimatischen Gegebenheiten, den Wasser-, Wärme- und Lufthaushalt aus; bei starker Austrocknung ist Auflage schwer wasserdurchlässig, großer Benetzungswiderstand Ahi: Abgrenzung scharf, gering mächtig, dunkelbraun bis rotbraun, Struktur massig dicht, oft mit mikroskopisch kleinen Pilzhypen durchzogen, hohe Plastitzität im feuchten Zustand
- Aktiver Rohhumus sind klimabedingte Formen kühl-feuchter Gebiete tragen standortsangepaßte Waldvegetation (Bäume sind hoch mykotroph) Nährstoffzersetzung und Bedarf der Baumvegetation sind im Gleichgewichtszustand feinhumusreich Horizonte sind gegeneinander und zum Mineralboden scharf abgegrenzt H-Horizont ist dicht gepackt, er bricht scharfkantig 0,3*(L+F) < H < 0,5*(L+F)
- Typischer Rohhumus zwischen aktivem und inaktivem Rohhumus (0,1*(L+F) < H < 0,3*(L+F))
- Inaktiver Rohhumus Degradationstyp nach intensiverStreunutzung häufig besonders geringen Umsetzungsfortgang der toten organischen Substanz = Ansammlung von untätigen Auflagen ausgezeichnet (H < 0,1*(L+F)) Ihre Entwicklung hängt mit dem Anfall einer besonders basen- und stickstoffarmen Streu zusammen keine standortsangepaßte Waldvegetation
- Hydromorphe Rohhumustypen Wenn die Rohhumusbildung zeitweilig unter Wasserüberschuß vor sich geht, entstehenhydromorphe Typen. Der H-Horizont wird durch den Wassereinfluß kohligschmierig. Die Bildung von aktiven hydromorphen Typen setzt angemessenen Basengehaltder Streu und des Bodens und, in den Perioden der Aerobiose, ausreichende Erwärmungvoraus = Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, dann entwickelnsich dystrophe hydromorphe Typen
- Tangelrohhumus Rohhumus über Kalk = stark verfilzte Auflage unter Alpenzwergsträuchernbezeichnet In kühlen und feuchten Gebirgslagen, aber auch auf warmen Hanglagen, besondersüber Hartkalk, dolomitischem Kalk und Dolomit kann es zur Ansammlungmächtiger Auflagen kommen meist reicher an Aschebestandteilenund haben höhere pH-Werte als vergleichbare Typen auch als hydromorpher Typ vorkommen
- Rhizo-Rohhumus Umsetzung von feinen, weitverzweigten Wurzelsystemen entstanden,dadurch ist der Anteil der Wurzeln an der Horizontmasse hoch