220
Rechtsgeschichte (Subject) / Rechtsgeschichte II Steppan (Lesson)
Advertisement
- Typenkatalog mittelalterlicher Rechtsquellen Landrechte Polizeiordnungen Gerichtsordnungne Landgrichtsordnungen (Strafrecht, Strafprozessrecht) Patente, Mandate, Generale (Einzelvorschriften) Landesordnungen (Landtafeln) - überwiegend Privatrecht
- Durch welche zwei Phasen war die Neuzeit gekennzeichnet? Aufgeklärter Absolutismus und Vormärz
- Wodurch ist die Rechtswissenschaft der Neuzeit geprägt? Die Rechtswissenschaft dieser zeit ist einheitlich vom Gedankengut des Naturrechts geprägt.
- Was bewirkte den Einzug der Pandektistik als eine Art Fortsetzung des romanistischen Zweiges der Historischen Rechtsschule in Österreich? (Neuzeit) Revolution 1848 in Verbindung mit der Unterrichtsreform Thun-Hohensteins (1849)
- Was bewirkte den Einzug der Pandektistik als eine Art Fortsetzung des romanistischen Zweiges der Historischen Rechtsschule in Österreich? (Neuzeit) Revolution 1848 in Verbindung mit der Unterrichtsreform Thun-Hohensteins (1849)
- Nenne einige Vertreter des Naturrechts! Thomas von Aquin, Karl Anton von Martini, Christian Wolff, Francisco Suarez, ...
- Bedeutung des Naturrechts? (3) Wertmesser und Interpretationshilfe Fortschrittsfaktor (im Bereich der Privatrechtsinstitute) umfassende Systematik in allen Rechtsbereichen
- Die 3 Ziele der Naturrechtskodifikationen: Allgemeingültigkeit, Unveränderlichkeit, Alleingültigkeit
- Was führte zur Begründung der Historischen Rechtsschule durch Savigny? Streit zwischen Anton Friedrich Justus Thibaut und Friedrich Carl von Savigny
- Was war geistige Basis der Historischen Rechtsschule? Historismus. An Stelle von Vernunft und Kodifikaiton trat die Volksgeistlehre (in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts).
- Advertisement
- Wem obliegt die Rechtsfortbildung in der Historischen Rechtsschule? den Juristen.
- Wie entsteht Recht gem der Volksgeistlehre? Recht entsteht aus dem gemeinsamen Bewusstsein des Vokes und dem Volksgesit; nicht durch den Gesetzgeber kodifiziert und damit auch nicht gesetzt, sondern bezieht seine Geltung aus der geschichtlichen Rechtfertigung.
- Was steht in der Volksgeistlehre bzgl schriftlicher Fixierung und Rechtsfortbildung im Vordergrund? Einzelgesetzgebung
- Kennzeichen der Romanisten: Hinwendung zur Systematisierung Erbe der Naturrechtsschule Basis für moderne Zivilgesetzbücher Einfphrung eines "Allgemeinen Teils"
- Zwei wesentliche Vertreter der Romanisten: Savigny, Puchta
- Womit befassten sich die Germanisten in erster Linie? mit nicht erfassbaren Rechtsmaterien (Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, ...) auch die soziale Komponente des Rechts wurde betont
- Wesentliche Änderung der Behördenreform 1749 überlastete Verwaltungs- und Justizbehörden wurden durch entsprechende "Kommissionen" abgelöst.
- Wan trat das ABGB in Kraft? 1.1.1812
- An welchem System orientierte sich das ABGB und welche Teile umfasste es? Institutionensystem (Gaius) Personenrecht Sachenrecht Gemeinschaftliche Bestimmungen
- Charakterisierung des ABGB kurzer und knapper Stil Lückenfüllungs- und Interpretationsmechanismus
- Wann kam es in Österreich zu einer verstärkten Beschäftigung mit dem ABGB? zur Zeit des Vormärz (Zensur)
- Nenne Naturrechtskodifikationen! ABGB 1812 Codex Maximilian Bavaricus Civilis 1756 für Bayern Allgemeines Landrecht 1794 für Preußen "Code Civil" 1804 Badisches Landrecht 1809, Baden
- Was war die Folge der Revolution 1848? Unterrichtsreform Thun-Hohenstein 1849 + Öffnung in Richtung deutscher Staaten und somit zur Pandektistik
- Wer waren die zwei Hauptvertreter der Pandektistik? Heinrich Dernburg & Bernhard Windscheid
- Ab wann gab es Rechtsvereinheitlichungstendenzen im Deutschen Reich? 1871
- Was waren Gründe für die Rechtsvereinheitlichungstendenzen 1871 im Deutschen Reich? verstärktes Nationalbewusstsein wirtschafltiche Überlegungen (Handels- und Wechselrecht, Schuldrecht) Pandektistik
- Wer leitete eine Abkehr von der Begriffsjurisprudenz der Pandektistik ein? Romanist Rudolf von Ihering
- Welcher Begriff ist mit Rudolf von Ihering verbunden? "Interessenjurisprudenz"
- Was ist Interessenjurisprudenz? Rechtsvorschriften sind nicht aus sich selbst, sondern aus dem gesetzgeberischen Motiv und der Rolle zu verstehen, die sie im Rechtsganzen als Mittel der Interessendurchsetzung und -befriedigung spielen.
- Wer war späterer Vertreter der "Interessenjurisprudenz"? Walter Wilburg (bewegliches System)
- Advertisement
- Gegensatz zur "Interessenjurisprudenz"? "Begriffsjurisprudenz"
- Was ist "Begriffsjurisprudenz"? Im Sinne der Pandektistik gesetzgeberische Motive und Hintergründe unerheblich, rein auf den Wortlaut des Gesetzes abstellend.
- Wer strebte eine Gesamtreform des ABGB im pandektistischen Sinn an? Joseph von Unger
- Was war das Endergebnis der Bemühungen von Joseph von Unger? Teilnovellierung des ABGB (unter anderem wurden auch die drei Teilnovellen zum ABGB mit Hilfe des Notverordnungsrechtes erlassen)
- Rechtsentwicklung in Sachsen? Entwurf für Zivilrechtskodifikation 1853, am ABGB orientiert, deshalb abgelehnt Sächsisches bürgerliches Gesetzbuch 1863, auf Basis des Pandektensystems
- Für welches Land war die Gesamtstaatskompetenz maßgeblich? Schweiz
- Wann wurden die beiden Entwürfe für das BGB vorgelegt und wann wurde es letztendlich in Kraft gesetzt. Erster Entwurf 1887 fertiggestellt, 1888 veröffentlicht Zweiter Entwurft 1895 vorgelegt 1900 trat das BGB in Kraft.
- Wie ist das Schweizer Zivilgesetzbuch (ZGB) 1912 eingeteilt? Einleitung - Personenrecht - Familienrecht - Erbrecht - Sachenrecht
- Was behandelt Teil 1 des Institutionensystem (wie im ABGB 1811 verwendet)? "Von dem Personenrechte"
- Wie gliedern sich die Hauptstücke des 1. Teil des ABGB? Hauptstück: Von den Rechten, welche sich auf persönliche Eigenschaften und Verhältnisse beziehen Hauptstück: Von dem Eherechte Hauptstück: Von den Rechten zwischen Eltern und Kindern Hauptstpck: Von den Vormundschaften und Kuratelen
- 2 Hauptvertreter des Pandektensystem Gustav Hugo & Gerog Arnold Heise
- Besonderheit von Familienrecht bzgl Personenrecht? Das Familienrecht ist aus dem Personenrecht ausgegliedert
- Auf welchen Grundlagen basiert das Pandektensystem? Das Pandektensystem basiert auf naturrechtlichen Grundlagen
- Gründe für die historische Kontinuität der juristischen Person: landwirtschaftliche (Landgewinnung durch Rodungsarbeiten) kommerzielle (Fernhandel) sozialer Bereich (Seelsorge, Armenwesen)
- Wie traten juristische Personen im deutschen Reich vor allem auf? Genossenschaften (primär Personengemeinschaft) und Stiftung (primär Vermögensmasse)
- Woher entwickelte sich die "juristische Person"? römischrechtliche Ursprünge
- "Juristische Personen" in Naturrechtskodifikationen... ... stellen eine Zäsur dar (Systematisierung!)
- Charakteristikum der Personenmehrheiten? Hintanstellen des Einzelwillens und des Einzelinteressses gegenüber dem Gesamtwillen und dem Gesamtinteresse.
- Was war Impulsgeber zur theoretischen Durchdringung? (jur. Person) Kanonisches Recht. Ausgangspunkt war das Problem der Vermögensfähigkeit der Kirche.
- Auf wen geht die juristische Person zurück? Gustav Hugo