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Sozialpsychologie (Subject) / Interkulturelle Psychologie (Lesson)
- In welchen Bereichen (auf Zusammenarbeit in einem Unternehmen bezogen) ist die interkulturelle Psychologie besonders relevant? > Führung > Personalauswahl, -entwicklung, -beurteilung > Kommunikation (ggf. Konfliktmanagement) > Verhandlungsverhalten
- Wie ist die Definition von "Kultur"? Kultur ist ein universelles, für eine Gruppe typisches Ordnungssystem, das Wahrnehmen, Denken, Werten und Handeln aller Mitglieder beeinflusst und somit deren Zugehörigkeit zur Gesellschaft definiert.
- Wie wirkt Kultur auf das menschliche Verhalten ein? Sie bietet Orientierung: > Verhalten Anderer ist interpretierbar> angemessenes Verhalten ist klar> sagt uns, welche Ziele im Leben besonders wichtig sind und wonach wir streben Aber: Menschen anderer Kulturen haben andere Regeln und Werte => Gefahr, ihr Verhalten falsch zu verstehen.
- Was sind Kulturstandards? Bewertungs- und Verhaltensstandards einer Kultur, welche von Angehörigen dieser Kultur als "richtig" und "gut" akzeptiert und bewertet werden, wohingegen ein vom Standard abweichendes Verhalten abgelehnt wird. Beispiel Deutschland: Pünktlichkeit, Ordnung, Höflichkeit
- Welche 5 Kulturdimensionen gibt es nach Hofstede? Power Distance (Machtdistanz) Wird von den Mitgliedern dieser Kultur eher eine gleiche oder eine ungleiche Verteilung der Macht akzeptiert bzw. erwartet? Individualism / Collectivism (Individualismus vs. Kollektivismus) Fühlen sich die Mitglieder dieser Kultur eher als Individuum oder eher als Teil des Kollektivs? Masculinity / Feminity (Maskulinität vs. Feminität) Wie stark sind die Geschlechterrollen in dieser Kultur getrennt? Strebt der Mann eher nach Erfolg und die Frau bevorzugt eher Lebensqualität (maskulin) oder streben beide nach Lebensqualität als höchstem Gut (Feminisus) Uncertainty Avoidance (Unsicherheitsvermeidung) Wie sehr fühlen sich die Mitglieder dieser Kultur von nicht eindeutigen Situationen bedroht und wird versucht, diese Unsicherheit durch Normen und Regeln aufzulösen? Long-Term Orientation (Langzeitorientierung) Der Grad, zu dem die Mitglieder dieser Kultur zukunftsorientiert denken, statt kurzfristige Gewinne anzustreben.
- Wie lautet die Definition von interkultureller Kompetenz? Interkulturelle Kompetenz zeigt sich in der Fähigkeit, die kulturelle Bedingtheit der Wahrnehmung, des Urteilens, des Empfindens und des Handelns bei sich selbst und bei anderen Personen zu erfassen, zu respektieren, zu würdigen und produktiv zu nutzen.
- Wie entsteht Interkulturelle Kompetenz? Interkulturelle Kompetenz ist das Resultat eines Lern- und Entwicklungsprozesses, wodurch Handlungspotenziale (das Erlernte spezifisch einsetzen zu können) entstehen. Mehrere Entwicklungsphasen sind hierfür erforderlich. Besonders lernrelevant: nicht erwartetes, fremdkulturelles Verhalten
- Beschreibe das Phasenmodell bzw. den Prozessverlauf bei der Erlangung Interkultureller Kompetenz. 1) Ausgangsbedingungen > Personale und Umweltfaktoren 2) Prozessverlauf > Interkulturelle Konfrontation > Interkulturelle Erfahrungen > Interkulturelles Lernen > Interkulturelles Verstehen (Bilanzierung) 3) Resultate / Wirkungen > Interkulturelle Kompetenz
- Mit welchen Persönlichkeitsänderungen ist Interkultureller Kompetenzerwerb verbunden? > Horizonterweiterung > Selbstkonzeptveränderung, -erweiterung > Soziale Kompetenzerhöhung > Reflexivität > Selbstwirksamkeit (problemösendes Handeln)
- Was sind mögliche Ursachen für einen Kulturschock und welche Symptome können betroffene Personen aufweisen? Ursachen: > Überlastung aufgrund der Kumulation von Anpassungsanforderungen > Verlustgefühle durch die Trennung von gewohnten Verstärkern > Gefühle der Ablehnung durch Angehörige der Gastkultur > Verunsicherung hinsichtlich der eigenen Identität und Rolle > Überwältigung durch das Ausmaß an Andersartigkeit und Hilflosigkeit aufgrund fehlender Bewältigungsmöglichkeiten Symptome: > körperliche Verfassung z. B. Schlafstörungen, Appetitlosigkeit > Bereich des Erlebens z. B. Verärgerung/Misstrauen gegenüber der Gastkultur, Sorgen um eigenen Gesundheitszustand, Wutausbrüche bei geringfügigen Anlässen, Erfahrung der Entwurzelung, Selbstmitleid > Verhaltensbereich z. B. Leistungsdefizite, Kreativitätsabfall, Abkapselung gegenüber Einheimischen, erhöhter Alkoholkonsum
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