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Sozialpsychologie (Subject) / Gruppe (Lesson)

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  • Zähle die 6 Merkmale auf, die eine Gruppe definieren. - Zugehörigkeits-, Wirgefühl (sich als Mitglied der Gruppe fühlen) - Soziale Struktur (Rollendifferenzierung innerhalb der Gruppe) - Geteilte Normen (bestimmte Normen werden von allen akzeptiert) - Interaktionsmöglichkeiten (Möglichkeit der Kommunikation untereinander) - Zeitliche Stabilität (Kontakt über längere Zeit) - Gemeinsame Ziele (gemeinsame Interessen)
  • Warum bilden sich Gruppen nach soziobiologischer, kognitiver und instrumenteller Auffassung? Soziobiologische Auffassung: Steigerung der Überlebenschancen, Zugehörigkeitsbedürfnis Kognitive Auffassung: Streben nach zutreffender Weltsicht, Definition über Zugehörigkeit zu einer Gruppe Instrumentelle Auffassung: Vorteile durch Gruppenzugehörigkeit, Befriedigung von Bedürfnissen
  • Was versteht man unter Gruppensozialisation? Die Anstrengungen der Gruppe, neue Mitglieder an die bestehenden Gruppennormen und -praktiken zu assimilieren.
  • Welche 5 Stufen umfasst das Modell der Gruppensozialisation nach Moreland und Levine? 1) Erkundung (künftiges Mitglied) > Gruppe sucht geeignete Personen, die das Gruppenziel unterstützen können > Individuum sucht Gruppe, die seine Bedürfnisse erfüllen können 2) Sozialisation (Neues Mitglied, beginnt mit Eintritt) > Die neuen Mitglieder lernen die Normen der Gruppe und ihre eigene Rolle kennen (z. T. mit Ritualen verbunden) 3) Aufrechterhaltung (Vollmitglied, beginnt mit Akzeptanz) > Gruppe und Mitglied sehen die Mitgliedschaft als gewinnbringend > eigene Rolle wird beständig aktualisiert und ausgehandelt 4) Resozialisierung (Randständiges Mitglied, beginnt mit Divergenz) > Unzufriedenheit, Interessensverlust führt zu Randpositionierung > Scheitert die Resozialisierung, kommt es zum Austritt 5) Erinnerung (Ex-Mitglied, beginnt mit Austritt) > Gegenseitige Bewertung aus der Retroperspektive (positiv oder negativ)
  • Welche vier Faktoren beeinflussen oder bestimmen die innere Struktur von Gruppen? Normen                                                                                                                                       > Geteilte Erwartungen, wie man sich in der Gruppe zu verhalten hat > Informelle und formelle Regeln, die das Verhalten erleichtern, aber auch einschränken > "Normbrecher" werden sanktioniert Kohäsion                                                                                                                                    > Zusammengehörigkeitsgefühl > Motiviert die Mitglieder, in der Gruppe zu bleiben > Hohe Kohäsion wirkt Motivations- und Koordinationsverlusten entgegen Status> Prestige, soziale Bewertung Rollen                                                                                                                                           > Verhaltenserwartungen an eine bestimmte Position > rollenkonformes Verhalten wird belohnt, Abweichungen sanktioniert > Klar definierte Rollen steigern Arbeitszufriedenheit und Leistung > Problem: Rollenkonflikte
  • Nenne und erläutere die Stufen des 5-Phasen-Modells zur Gruppenentwicklung nach Tuckman. 1) Forming - die Einstiegs- und Findungsphase (Kontakt) > informelles Kennenlernen > erste Sympathien / Antipathien > Interne Rangfolge (explizit oder implizit) wird gebildet 2) Storming – die Auseinandersetzungs- und Streitphase (Konflikt) > Rollenfindung, Positionsfestigung > Wichtigste Phase für den potentiellen Erfolg der Gruppe > Empathie ist gefragt > Offenkundige Anerkennung einer "Hackordnung" / Hierarchie 3) Norming – die Regelungs- und Übereinkommensphase (Kontrakt) > Beruhigung der Konflikte > Zusammenhalt, Vertrauen wurde gebildet, Gruppe wächst zusammen > Definierung der Ziele, Koordination der Aktivitäten > Interne Gruppenregeln werden eingehalten 4) Performing – die Arbeits- und Leistungsphase (Kooperation) > Strukturelle Probleme werden gelöst, zum Positiven gewandelt > Zwischenmenschliches, Miteinander, Identitätsgefühl entsteht > Team arbeitet eigenständig, hohe Autonomie - Gruppenleiter übernimmt repräsentative Aufgaben > Flexible Rollenverteilung, optimale Kompetenznutzung 5) Adjouring – die Auflösungsphase  alternativ: Re-Forming - Bilanzierung / Erfahrungsaustausch > Reflektion, Neuorientierung
  • Zeige auf, welcher Zusammenhang zwischen der Art einer Aufgabe und dem Gruppenpotential / der Gruppenleistung bei dieser Aufgabe besteht. Additive Aufgabe: Gruppenleistung = Summe aller Einzelleistungen z. B. Schneeschaufeln, Tauziehen, Brainstorming Disjunktive Aufgabe: Gruppenleistung = Einzelleistung des besten Mitglieds z. B. Mathematische Berechnungen, Problemlösung, Fällen einer Entscheidung Konjunktive Aufgabe: Gruppenleistung = Einzelleistung des schlechtesten Mitglieds z. B. Bergsteigen, Klettern, Präzisionsarbeit, etwas vertraulich behandeln
  • Wie kann sich die Anwesenheit Anderer auf die Leistung des Einzelnen auswirken? (drive theory of social faciliation, Zajonc) > Erhöhung physiologischer Erregung durch Anwesenheit anderer > Wahrscheinlichkeit der Ausführung der dominanten Reaktion erhöht > Bei einfacher, gut geübter Aufgabe:  => Erhöhte Leistung > Bei schwieriger, ungeübter Aufgabe:  => Verringerte Leistung
  • Wie effektiv ist Brainstorming in Gruppen? Quantitativ und qualitativ weniger kreative Ideen als die gleiche Anzahl von Personen getrennt voneinander.
  • Weshalb kommt es zu Produktivitätsverlusten beim Brainstorming? > Bewertungserwartungen und -ängste > Rücksicht auf andere Teilnehmer (zuhören, aussprechen lassen) > Während des Zuhörens werden eigenen Ideen vergessen oder überlagert und werden deshalb gar nicht erst geäußert
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  • Werden in Meetings tatsächlich alle relevanten Informationen ausgetauscht? Nein, sondern Austausch eher über die Dinge, die schon jeder weiß und nicht über das einzigartige Wissen von Einzelnen.
  • Weshalb wird Wissen in Meetings oft zurückgehalten? Normativer Druck Vermeidung, zum Zweifler oder Außenseiter zu werden Informativer Druck Bedürfnis, das "Richtige" zu sagen, Bedenken ob eigenes Wissen relevant ist Hidden Profile Besprochen werden vornehmlich Wissensinhalte, die allen bekannt sind. Informationen, die nur einem Mitglied bekannt sind, werden oft nicht eingebracht. Daher kommt es oft zu suboptimalen Entscheidungen zugunsten der naheliegendsten Alternative.
  • Sind Gruppen risikofreudiger? > Gruppenpolarisierung: Extremisierung der Ausgangsposition, daher sowohl > Risky shift (höhere Risikofreudigkeit) als auch > Cautious shift (Vorsichtsschub)
  • Wie kommen Gruppenpolarisierungen zustande? Informativer Einfluss Argumente anderer unterstützen die eigene Meinung und stellen eine breitere Argumentationsgrundlage zur Verfügung Wiederholte Äußerungen Je häufiger eine Einstellung geäußert wird, desto extremer wird sie Normativer Einfluss und sozialer Vergleich Streben nach Vergleich und positiver Bewertung der eigenen Meinung. Wird die eigene Meinung von anderen geteilt, wird sie vielfach extremer vertreten (Kohäsion) Selbstkategorisierung Definition über Gruppe, Abgrenzung nach außen hin