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Sozialpsychologie (Subject) / Stereotype und Vorurteile (Lesson)

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  • Erkläre den Begriff Kategorisierung. - Verallgemeinerung unzähliger Ereignisse und gemeinsame Einordnung mit ähnlichen Begebenheiten - Dient als Vereinfachung und soziale Orientierungshilfe - Häufig aber falsch und entspricht nicht der Realität - Gedanken an eine bestimmte Kategorie rufen einen emotionalen Bezug hervor, deshalb kann dadurch ein Vorurteil gebildet werden
  • Erkläre den Begriff Stereotyp. Welche Funktionen erfüllen Stereotypen? - Mitgliedern einer Gruppe werden bestimmte Eigenschaften und Merkmale zugesprochen - Individuelle Unterschiede zwischen den Menschen werden dabei außer Betracht gelassen - Stereotype können negativ, neutral oder positiv sein Funktionen: - Strukturieren die Umwelt zur Vereinfachung der Wahrnehmung- Bewertung von Gruppen - Abrenzung zu anderen Gruppen - Entscheidungshilfe über angemessene Reaktionen - Rechtfertigung von Intergruppenbeziehungen
  • Erkläre den Begriff Vorurteil. Definiton: Voreilig gefasste Meinung (meist feindselig) gegen jemanden, ohne Prüfung objektiver Tatsachen. Psychologisch: bezeichnet eine Einstellung gegenüber Gruppen, mit negativen affektiven (Feindseligkeit), kognitiven (Stereotypen) und Verhaltenskomponenten (Diskriminierung)
  • Zähle die 5 Stufen der Allport-Skala (Entwicklungen und Erscheinungsformen eines Vorurteils) auf. 1) Verleumdung: Allgemeine Weitergabe von Vorurteilen und oftmals feindseligen Meinungen an andere. Auch Verwendung von Schimpfwörtern (Polacke, Nigger) 2) Vermeidung: Die abgelehnte Gruppe oder das abgelehnte Individuum wird gemieden, eigene Umwege oder Unannehmlichkeiten werden in Kauf genommen werden. 3) Diskriminierung: Aktive Beteiligung an der Ausgrenzung der Person oder Gruppe, versuch der Fernhaltung von z. B. bestimmten Berufen, politischen Rechten oder sozialen Einrichtungen. 4) Körperliche Gewaltanwendung: Verknüpfung von Vorurteilen mit gesteigerten (frustrierten, wütenden) Emotionen können zu Gewaltausübungen führen. 5) Vernichtung: Extremste Ausübung von Gewalt. Beispiele: Lynchjustiz, Massen- und Völkermorde.
  • Was sagt das Kontinuum-Modell von Fiske & Neuberg aus? Eindrucksbildung beginnt stets mit automatischer Kategorisierung (Pol 1: kategoriebasierte Bewertung) durch schnellen Abruf von Stereotypen und Vorurteilen anhand äußerer unmittelbar verfügbarer Attribute (Alter, Geschlecht, Hautfarbe) Nur bei weitergehendem Interesse schrittweise individualisierte Informationsverarbeitung       (Richtung: Pol 2) mit Integration der einzelnen Attribute der Person Da der Eindruck sich mit fortschreitender Verarbeitung kontinuierlich von Pol 1 in Richtung Pol 2 verschiebt, spricht man von Kontinuum-Modell
  • Was wird durch das Stereotype Content Model von Fiske erklärt? Es erklärt, dass Individuen soziale Gruppen entlang zwei Dimensionen einschätzen: 1) WärmeHat die fremde Person oder Gruppe mir gegenüber gute oder schlechte Absichten?Adjektive z. B. warm, sympathisch, hilfsbereit, ehrlich, gutmütig vs. unfreundlich, hinterhältig, selbstbezogen, kalt 2) KompetenzIst die fremde (warme oder kalte) Person oder Gruppe in der Lage, ihre Ziele zu erreichen?Adjektive z. B. kompetent, selbstständig, intelligent, leistungsorientiert vs. nativ, dumm, unfähig, faul, träge
  • Unterscheide univalente von ambivalenten Stereotypen. Univalente Stereotype:                                                                  eindeutig negative (Verachtung) bzw. positive Emotionen (Bewunderung) Ambivalente Stereotype:  Neid und Mitleid => beinhalten einen positiven und einen negativen Anteil   Neid: Respekt, aber Missgunst Mitleid: Mitgefühl, aber Mangel an Respekt
  • Nennen Sie 4 Stereotyp-Kategorien mit jeweils einem Beispiel. Bewunderung (warm/kompetent)                                                                                                  Beispiele: Eigengruppe, Verbündete Mitleid (warm/inkompetent)                                                                                                        Beispiele: Alte, Behinderte Verachtung (Kalt/inkompetent)                                                                                                  Beispiele: Sozialhilfeempfänger, Arme                                                                                        Neid (kalt/kompetent)                                                                                                            Beispiele: Asiaten, Reiche, Feministinnen
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