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Wipo (Subject) / Kapitel 13 (Lesson)

Stabilisierungspolitik (Geld- und Fiskalpolitik)

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  • Defintion 1) Wachstum & 2) Konjunktur 1) Die Entwicklung des Produktionspotentials 2) Die Schwankungen des Auslastungsgrades des Produktionspotentials
  • Glättung des Wachstumspfades. Warum und wie? Um der Entwertung von Humankaptial vorzubeugen (Einarbeitungskosten...) In Krisenzeiten herrscht keine Erwartungssicherheit und auch keine Innovationsbereitschaft  
  • Was ist Produktionspotential? Die Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft bei Vollbeschäftigung. Abhängig von Angebotsfaktoren wie Investitionen, technischem Fortschritt,eingesetzter Menge an Arbeit; und indirekt von Nachfragefaktoren wie der Investitionsnachfrage.
  • Beschreibe die Geldpolitik und ihre grundlegenden Funktionen!! Oberstes Ziel: Gewährung der Preisniveaustabilität; einer Inflationsrate von unter 2 % gemessen wird die Inflation am HVPI in Europa erreicht werden kann das durch zinspolitische Maßnahmen (Erhöhung oder Reduzierung der Basispunkte (1P=0,01%) Erst wenn das Oberziel erreicht ist, kann die Wirtschaftspolitik unterstützt werden: keine unnötig hohen Zinsen für öffentliche und private Investoren. (In Amerika zB. verfolgt die Notenbankgleichzeitg noch Wachstums- und Beschäftigungsziele)
  • Warum muss Geldpolitik betrieben werden? Die Banken brauchen Zentralbankgeld für: Mindestreserve, Bargeldabhebung und Clearing in Zentralbankgeld Geldpolitik arbeitet mit einer Verteuerung oder Verbilligung des Zentralbankgeldes Zentrales Instrument: Offenmarktpolitik (Mengentender/ Zinstender): Wertpapierpensionsgeschäfte
  • Nenne 5 (3 wichtige) Kostenpunkte einer erwarteten Inflation! Menu-Costs/Speiskartenkosten (Neue Preisauszeichnung muss geschehen: Listen, Kataloge, Flyer,...) Schuhsohlenkosten ( Da man auf der Bank durch die Verzinsung wenigstens einen kleinen Ausgleich für die Inflation bekommt, muss man öfter zur Bank gehen, das führt zu höheren TAK) Inflation wirkt wie eine Steuer auf Bargeld Kalte Progression/ Inflationsbedingte Steuerverzerrung ( Die Steuerbemessungsgrundlagen sind nominal fixiert. Durch Inflation nimmt der Wert von Freibeträgen und Höchstgrenzen tendenziell real aber ab. Verzerrung von Konsum- und Produktionsentscheidungen
  • Nenne die Kosten einer unerwarteten Inflation!! Umverteilung von Gläubigern zu Schuldnern: Der Schuldner bekommt mehr Lohn und kann die Schuld einfacher zurückzahlen während der Gläubiger nur den festen Betrag zurückbekommt. Auf diese Weise wird der Realwert der Schuld verringert. Bei langfristigen Taridverträgen kommt es zu Reallohnsenkung
  • Beschreibe die erste Phillipskurve! Die erste Phillipskurve ist eine empirische Untersuchung von Phillips aus dem Jahr 1958 die einen negativen Beziehung zwischen Arbeitslosigkeit und der Veränderung des Nominallohns darstellt. y-Achse: Δ w x-Achse: ALQ
  • Beschreibe die modifizierte Phillipskurve!! 1960 wurde aus der Phillipskurve heraus ein negativer Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation herausgestellt. Nach dieser Kurve muss Geldpolitik zwischen den beiden Übeln Arbeitslosigkeit und Inflation eine optimale Kombination auswählen. y-Achse: ∏ x-Achse: ALQ
  • Beschreibe die dritte Phillipskurve! Die dritte widerlegt die zweite Phillipskurve. Sie markiert ein Umdenken nach der Ölkrise in den 1970ern/80ern. Sie zeigt, dass nur in der kurzen Frist expansive Geldpolitik eine positive Wirkung auf Wirtschaft und Beschäftigung hat. Das heißt: Rückgang der Arbeitslosigkeit und Anstieg der Inflationsrate. In der langen Frist werden sich Haushalte und Unternehmen aber anpassen. Die ALQ wird sich deshalb nicht dauerhaft von ihrem Gleichgewichtsniveau entfernen während ein Anstieg der Inflationsrate verursacht wird. Zeichnen!!
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  • Was bedeutet Zeit(in)konsistenz? Politik ist zeitkonsistent, wenn eine Maßnahme die im Zeitpunkt t für den zuküftigen Zeitpunkt t+j geplant wird immer noch optimal ist, wenn der Zeitpunkt t+j tatsächlich eintritt. Inkosistent ist Politik wenn es im Zeitpunkt t+j nicht mehr optimal ist, die Maßnahme aus t umzusetzen.
  • Definiere Fiskalpolitik! Die Fiskalpolitik ist ein wirtschaftspolitisches Instrument des Staates und umfasst den Einsatz fiskalpolitischer Instrumente (Staatseinnahmen und -ausgeben) zur Verwirklichung gesamtwirtschaftlicher Ziele. Fiskalpolitik ist ein Teil der Finanzpolitik und wird oft fälschlicherweise mit dieser gleichgesetzt.
  • Was ist das Ziel der Fiskalpolitik? → mittels der Beeinflussung von Steuern und Staatsausgaben die konunkturellen Schwankungen in der Volkswirtschaft auszugleichen und damit ein stabiles wirtschaftliches Wachstum zu erhalten.
  • Beschreibe Möglichkeiten der expanisven Fiskalpolitk!! staatliche Ausgaben erhöhen Senkung der Einkommens- und Vermögenssteuer (zeitlich befristet) Vergabe von öffentlichen Aufträgen Ausbau von Sozialleistungen
  • Beschreibe Möglichkeiten der restriktiven Fiskalpolitik!! staatliche Ausgaben senken/ staatliche Nachfrage senken Erhöhung der Einkommens- und Vermögenssteuer für die Bürger und der Körperschaftssteuer für Unternehmen (zeitlich begrenzt) Verringerung öffentlicher Aufträge Abbau von Sozialleistungen
  • Beschreibe die Antizyklische Fiskalpolitik!! Um die genannten Ziele - hoher Beschäftigungsgrad und niedrige Inflationsrate- zu erreichen muss der Staat den Konjunkturschwankungen entgegenwirken und eine zu geringe oder zu hohe Nachfrage des privaten Sektors ausgleichen. → bei Rezession oder Depression: Konunktur beleben. Obwohl die Einnahmen sinken muss der Staat die Ausgaben erhöhen, durch die geschaffenen Rücklagen oder durch deficit spending (Staatsverschuldung). → bei Hochkonjunktur: Versuch zu bremsen um eine Überhitzung der Wirtschaft; bspw. spekulative Blasen, zu vermeiden. Dafür müssen finanzielle Rücklagen geschaffen werden!  
  • Beschreibe den Multiplikatoreffekt! Der gibt an, wie stark die Auswirkungen einer Änderung der Staatsausgaben auf die Gesamtnachfrage und das Volkseinkommen sind. Zahlungen des Staates gehen entweder direkt an die privaten Haushalte (Kindergeld) oder indirekt über die Unternehmen. Dadurch wird eie zusätzliche Nachfrage ausgelöst, die höher ist als die eigentlichen zusätzlichen Staatsausgaben.
  • Was sind allgmein fiskalpolitische Effekte? Kleine fiskalpolitische Veränderungen sollen zu großen Veränderungen in der Konjunktur führen. Die effektive Wirkung hängt unter anderem von externen Effekten ab! Das Wirtschaftlichkeitsprintip muss beachtet werden.
  • Was besagt der Akzeleratoreffekt? Der Effekt vom erhöhten Volkseinkommen zu erhöhten Investitionen wird als Akzeleratoreffekt bezeichnet. Der Multiplikatoreffekt kann zu Kapazitätsauslastungen und somit zu Engpässen führen. Dadurch werden Erweiterungsinnovationen notwendig. Im Vergleich zum Multiplikatoreffekt stellt er eine langfristige Verbesserung dar. Bsp.: Eine Infrastrukturmaßnahme sorgt für eine gesteigerte gesamtwirtschaftliche Nachfrage; es wird mehr produziert, dafür werden mehr Güter benötigt, das Einkommen steigt; dadurch steigt auch die gesamte Nachfrage.                     Steigt die Nachfrage, steigt das das Beschäftigungs-und Lohnniveau und damit auch der Lohn der Unternehmen, was wiederrum zu einer Nachfrage und Gesamteinkommenssteigerung führt. Dieser Vorgang setzt sich in immer kleinerem Maßstab fort. Der Konsumanstieg ist aber kleiner als die Einkommenserhöhung, da immer ein Teil gespart wird  
  • Erkläte Crowding Out!!! → Verdrängungseffekt; Staatsnachfrage verdrängt private Nachfrage  
  • Wie kommt der Gesamteffekt der Fiskalplitik zustande? Die Auswirkungen einer expansiven Fiskalpolitik hängen davon ab, welcher Effekt dominiert. Überwiegen Multiplikator- und Akzeleratoreffekte, dann ist der Nachfrageanstieg größer als die Staatsausgaben. Ist der Verdrängungsanstieg größer so bleibt der Nachfrageanstieh geringer als die Staatsausgaben waren.
  • Warum funktioniert die antizyklische Fiskalpolitk nicht? Begehrlichkeiten der Politiker, die zusätzliche Ausgaben während der Rezession befürworten, aber im Aufschwung die Ausgaben nicht drosseln und schon gar nicht zurückgezahlt. Es liegt immer nut ein geringer Kenntnisstand über die jeweils vorliegende Konkunkturphase vor. In guten Phasen werden keine Überschüsse angelegt. Wenn strukturelle Probleme mit konjunkturpolitischen Instrumenten bekämpft werden entstehtn strukturelle Haushaltsdefizite.
  • Was sind Folgen von Staatsverschuldung? jeder 8. eingenommene Euro muss für Schuldenzinsen aufgewandt werden Spielraum für Steuerentlastungen fehlt genauso wie Geld an anderen Stellen Hohe Empfindlichkeit ggü. Zinsänderungen Schulden von heute sind Steuern von morgen Schuldentilgung allein reicht nicht aus, wichtig ist vor allem die Senkung der Neuverschuldung ca. 90% der Staatsausgaben werden für Konsum und nicht für nachhaltigerer Investitionen verwendet
  • Mit welchen Gesetzen soll in Deutschland die Staatsverschuldung begrenzt werden? 1) Vertrag von Maastricht 1992: jährliche Nettoneuverschuldung darf maximal 3% des BIPs betragen Der Gesamtschuldenstand maximal 60% des BIPs 2) Nationale Gesetze Es dürfen nicht mehr Kredite aufgenommen werden als die Höhe der im Haushaltsplan veranschlagen Ausgaben für Zinsen; es sei denn es liegt eine Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts vor. → die Regelung ist unscharf → Die Regierung entscheidet selbst ob eine Störung vorliegt oder nicht
  • Wie entwickeln sich die Staatsausgaben? Schuldenzinsen und Ausgaben für Versorgungsleistungen steigen bedrohlich. Es müssen Kredite aufgenommen werden um Schuldenzinsen zu bezahlen. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 2011 fast 25.000 Euro
  • Zeige die Grenzen der Stabilisierungspolitik auf! Geldpolitik ist durch die Fixierung auf Preisniveaustabilität gebunden Fiskalpolitik hat eine Neuverschuldungsgrenze von 3% des BIPs (nationale und internationale Verschuldungsgrenzen) Die Vermeidung von Überschuldung und Vermeidung von Inflationskosten ist wichtiger als der Versuch der Glättung des Wachstumspfades
  • Was fällt dir noch zur Schuldenbremse ein? 2009 sind die neuen Regeln in Kraft getreten. Es wurden neue Grenzen zur Verschuldung gesetzt: auf Bundesebene maximal 0,35% des BIPs für die Gesamtheit der Länder 0% Bei guter Konkunktur soll die Grenze gesenkt, bei schlechter Konjunkture erhöht werden. Die Bescheinigung einer Krise kann sich die Regierung immernoch selbst geben. Zumindest wird das Wort Gleichgewicht nicht mehr erwähnt. Noch dazu sind die neuen Verschuldungsgrenzen utopisch!