24
Bilanzrecht (Subject) / europäische Grundlagen (Lesson)
1. Einheit
This lesson was created by anna_schramm.
This lesson is not released for learning.
Advertisement
- wie sieht eine Bilanz im Überblick aus? auf der linken Seite= Aktivseite (Soll) : Anlagevermögen (ist bestimmt auf Dauer dem Unternehmen zu dienen) Umlaufvermögen (welzt sich täglich um) Auf der rechten Seite= Passivseite (Haben): steht woher man das Vermögen hat Eigenkapital Fremdkapital (Kredit von Bank, Schulden) wesentlich bei einer Bilanz ist, dass auf beiden Seiten der Bilanz immer dasselbe herauskommen muss, man nennt das die Bilnazsumme.
- judgement in der Bilanz? Judgement steht für die Schätzung. nach bessten Wissen u. Gewissen schreibt man in die Bilanz einen Betrag hin, den man für Richitg hält. den man aber mathematisch so nicht beweisen kann.
- Für was steht IFRS? IFRS steht für International Financial Reporting Standard = internationale Bilanzierungsgrundsätze sind für alle börsennotierten verpflichtend.
- Für was steht IAS? IAS steht für International Accounting Standard manche sagen auch IFRS (International Financial Reporting Standard internationale Bilanzierungsgrundsätze
- Was versteht man unter "fair value"? unter fair value versteht man den Tageswert (Zeitwert) = der Verkehrswert aktuelle zum Bilanzstichtag.
- Nennen sie einen internationalen Bilanzierungsgrundsatz. IAS = International Accounting Standard ist ein internationaler Bilanzierungsgrundsatz es gibt für Finanzinstrumente (Bankguthaben, Forderungen, Aktien, Anleihen, Derivate ...) IAS39 ist ein Bilanzierungsstandard, der sagt wie soetwas in der Bilanz zu berücksichtigen ist. es gibt folgende Methoden: gibt es einen Markt, dann setzt man in der Bilanz das an, was man bei Verkauf der Option bekommen könnte. gibt es keinen Markt für Derivat, dann sagt der Standard, dann ist ein mathematisches Modell anzuwenden, dass den Marktwert möglichst nahekommt. rechnet mit Wahrscheinlichkeiten einen mathematischen Wert aus.
- für wenn gilt die Richtlinie der EU, die mit der Bilanzrechtsnovelle/ Rechnungslegungsänderungsgesetz (RÄG) 2014 in das ö. Recht umgesetzt wurde. diese Richtlinie gilt nur für Kapitalgesellschaften (GmbH und AG) wobei die kapitalistische/ verdeckte Personengesellschaft auch dazut zählt = GmbH & co KG
- unterscheidet das Europarecht zwischen Einzelabschluss und Konzernabschluss? Ja das Europarecht unterscheidet zw. Einzelabschluss u. Konzernabschluss.
- was ist ein Konzernabschluss? ein Konzernabschluss besteht aus einer Fiktion. er Basiert auf der sog. Einheitstheorie. es wird alles in einen Topf geschmissen u. es wird so getan als wäre alles ein einheitliches Unternehmen. als würde man alle zusammen fusionieren. Vorteil: man kann auf einen Blick sehen wie es dem gesamten Konzern. andernfalls müsste man 100 Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen durchsuchen. dazu kommen auch noch Sprachbarrieren (Tochterunternehmen im Sudan) . wichtige Informationsquelle. nicht geeignet um festzustellen ob in den einzelnen Gesellschaften eine verbotene Einlagenrückgewähr stattgefunden hat, ob eine einzelne Gesellschaft insolvent ist.
- was sagt die Bilanz-Richtlinie ganz generell? wie muss eine Bilanz aussehen. wie muss eine Gewinn-und Verlustrechnung aussehen es muss dazu einen Anhang geben, in den Informationen stehen, die in der Bilanz u. in der GuV-Rechnung keinen Platz haben. (Anzal der Mitarbeiter, wie sich Anlagevermögen zusammen stezt, welche Bilanzierungsvorschriften werden angewendet. .. Prüfung durch einen unabhänigen Abschlussprüfer (betrifft nur größere Kapitalgesellschaften) Offenlegung (in Österreich muss jede GmbH ihren Jahresabschluss binnen 9 Monaten beim Firmenbuch anzumelden)
- Advertisement
- für was steht "public interest entities"? public interest entities sind Unternehmen mit öffentlichen Interesse. Bsp: Banken, Versicherungen u. börsenotierten Unternehmen. auf diese Unternehen ist die VO über die spezifische Anforderungen bei Unternehmen von öffetnliche Interesse "Abschlussprüfer- VO" anzuwenden. hat besonderes strenge Anforderungen an die Abschlussprüfer: Unabhängigkeit ....
- in der EU besteht ein gewissen Misstrauen ggü den big four! was heißt das.? es gibt 4 große Prüfungsgesellschaften auf der Welt. das sind der größe nach (PWC, Deloit, Earnest and Young, KPMG) diese 4 dominieren auf der ganzen Welt die Abschlussprüfung. big four- Klausel der EU: es ist unwirksam/ nichtig, wenn z.B. eine Bankt sagt, ja wir genehmigen Kredit aber es muss jedes Jahr eine Abschlussprüfung durch eine der big-four-Gesellschaften erfolgen. -->die Bank darf nicht vorschreiben, dass die Abschlussprüfun durch einen big-four stattfindet. die Gesellschaft = Kreditnehmer muss frei sein auch einen anderen Abschlussprüfer zu wählen.
- was versteht man unter externer Rotation bezüglich den Abschlussprüfern? externe Rotation kommt zuätzlich zur internen Rotation hinzu. interne Rotation heißt, dass zwar nochimmer die KMPG den Jahresabschluss prüft aber nicht mehr durch Herrn X sonder durch Herrn Y. bei den Abschlussprüfer soll Betriebsblindheit / Freundalwirtschaft unterbunden werden. Externe Rotation bedeutet, dass gar nicht mehr die KPMG prüft sondern eine andere Abschlussprüfer- Gesellschaft. die Prüfungsfirma wechselt. externe Rotatio: maximal 10 Jahre.
- was sagt die IAS- Verordnung? alle börsenotierten Unternehmen sind verpflichtet zumindes den Konzernabschluss nach internationalen Bilanzierungsgrundsätzen aufzustellen. es erleichter dem Österreicher eine nicht österreichische Aktie zu kaufen. EU sagt: nimmt die IAS her nennt sie dann IFRS u. diese sollen für alle Mitgliedsstaaten gelten. aber dei IFRS- Vorschriften stammen von einer privaten Organisation (Stiftung) darum gelten sie so noch nicht als Recht/ ist noch keine Rechtsnorm. Brüssel nimmt diese Empfehlungen der privaten Organisation und setzt sie in VO um. das nennt man Endorsement.
- was versteht die EU unter Endorsement? die EU hat die IFRS (International Financial Reporting Standards= internationalen Bilanzierungsgrundsätze), die von einer privaten Organisation empfohlen wurden hergenommen und quasi copie and based damit gemacht. der Standard wurde abgeschrieben u. im Amtsblatt der EU veröffentlicht wird. wenn es im Amtsblatt veröffentlich ist, dann hat man eine Rechtsnorm.
- Wer genau muss nach internatinalen Bilanzierungsgrundsätzen bilanzieren? Wo findet sich die Rechtsgrundlag im UGB? die Rechtsgrundlage dafür findet sich in §245a UGB. Nur der Konzernabschluss ist nach internationalen Bilanzierungsgrundsätzen aufzustellen. der Einzelabschluss hingegen nach österreichischem UGB. die IAS räumt ein Wahlrecht ein, nachdem auch Einzelabschlüsse nach dem internationalen Standard aufgestellt werden können. das will man in Ö. aber ausdrücklich nicht. Abs2 des §245a UGB: es gibt einige Vorschriften, die nach ö. Recht zwingend sind, die man in den IFRS (IAS) nicht findet.
- in welchen Ländern gelten die IFRS (International Financial Reporting Standard)? die IFRS gelten auf der ganzen Welt. aber jedes Land wendet es anders an und legt es anders aus. um das Ziel der Vereinheitlichung zu gewährleisten soll es eine Enforcement Stelle geben.
- Wofür ist die Enforcement- Stelle zuständig? die IFRS gelten auf der ganzen Welt, es besteht aber die Gefahr dass der Zweck der Vereinheitlichung vereitelt wird, wenn jedes Land die Regelungen autonom auslegt. Darum ist eine Enforcement- Stellen einzurichten. diese Stellen sollen gewährleisten, dass die IFRS einheitlich angewendet werden.
- Wie sieht die Enforcement-Stelle ("Bilanzpolizei") in Österreich aus? 2 Stufiges Modell: in der unteren Stufe steht ein privatrechtlicher Verein, die sog. Österreichische Prüfungsstelle für Rechnungslegung (ÖPR). Nachdem es sich um einen privatrechtlichen Verein handelt ist sie auf die freiwillige Kooperation des geprüften Unternehmens angewiesen. →problematisch wenn Unternehmen nicht kooperiert, weil ein Verein kann kein Bescheid ausstellen. daher gibt es auf der zweiten Stufe eine Behörde, die Finanzmarktaufsicht (FMA). die FMA erlässt jährlich einen Prüfungsplan, der Schwerpunkte enthält, die zu prüfen sind. durchgeführt wird die Prüfung vom Verein = ÖPR, dieser berichtet dann an die FMA. sollte ein behördlicher Akt notwendig sein, kann diesen die FMA erlassen. möchte ein Unternehmen nicht von der ÖPR geprüft werden, dann führt die Prüfung die FMA durch.
- Welche Sanktionen gibt es für Unternehmen, wenn die Enforcement- Stelle Fehler bei der Prüfung feststellt? der Fehler wird veröffentlich: welches Unternehmen den Fehler gemacht hat, was das für ein Fehler war usw. die FMA kann Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erheben, wenn Bilanzfälschung/ ein Bilanzdelikt vorliegt ist auch dem Wirtschaftsprüfer etwas vorzuwerfen, dann meldet die FMA auch der Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT) und der Abschlussprüferaufsichtsbehörde (APAB). das führt dazu dass es zu einem Disziplinarverfahren kommt u. derjenige von der Wirtschaftskammer ausgeschlossen wird.
- Wer unterliegt der Prüfung der ÖPR und der FMA? nur die börsennotierten Unternehmen. nur diejenigen auf die die IFRS anwendbar sind werden von der Enforcement- Stelle geprüft. andere Unternehmen nicht.
- Unterschied zw. Enforcement-Stelle und Abschlussprüfer- Aufsichtsbehörde? die Enforcement-Stelle besteht aus der ÖPR (= Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung) und der FMA (=Finanzmarktaufsicht). diese prüfen ob die Bilanz richtig ist, stellen also Fehler in der Bilanz fest. eine quasi 2. Meinung des Wirtschaftsprüfers. die Abschlussprüfer- Aufsichtsbehörde prüft nicht die Richtigkeit des Jahresabschluss. Sie prüft ob der Prüfer richtig geprüft hat, ob er seine Prüfunsstandards richtig einehalten hat, ob er unabhängig ist.
- Wodurch wurde die Bilanzrechtrichtlinie in nationales Recht umgesetzt? sie wurde durch das RÄG 2014 umgesetzt. RÄG= Rechnungslegungsänderungsgesetz
- Was bedeutet Impairment? Impairment ist der englische Ausdruck für eine Wertminderung!