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Deskriptive Statistik (Subject) / Grundbegriffe der Statistik (Lesson)

Grundbegriffe der Statistik aus den ersten beiden Vorlesungen

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  • post-facto-Perspektive es wird mit den vorhandenen Ergebnissen der Messung gerechnet (in deskriptiver Statstik wird nur diese Perspektive benutzt) → Variable wird als kleiner Buchstabe angegeben  ↔ prä-facto-Perspektive
  • Untersuchungseinheit Einheit, deren Eigenschaften untersucht werden z.B. Person, Familie, Organisation, Land etc.
  • Stichprobe Menge von Untersuchungseinheiten (Personen, Familien etc.) → Stichprobenumfang "N" = Anzahl der Untersuchungseinheiten 
  • Population Menge der potentiellen Untersuchungseinheiten z.B. alle Personen mit einer bestimmten Krankheit, alle Frauen, ...
  • Variable Merkmal mit mehreren möglichen Ausprägungen
  • diskrete Variable die Ausprägungen der Variable sind abzählbar (z.B. Anzahl der Kinder, Geschlecht, klinische Diagnose)
  • dichotome Variable die Variable hat nur zwei mögliche Ausprägungen (schwanger - nicht schwanger)
  • stetige Variable die Anzahl der möglichen Merkmalsausprägungen ist überabzählbar (d.h. beeinhaltet alle reellen Zahlen)  Beispiel: Größe, genau genommen Alter, Reaktionszeit → wird zur Vereinfachung oft als diskret zusammengefasst (Alter in Jahren gestaffelt, bestimmte Reaktionszeiträume, ...)
  • manifeste Variable Ausprägungen der Variable können direkt beobachtet werden (Geschlecht, Augenfarbe, Antworten im Fragebogen...)
  • latente Variable nicht direkt beobachtbar, z.B. Intelligenz (muss indirekt über Antworten im Intelligenztest gemessen werden)
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  • abhängige Variable "AV" oder "Y" wird von einer unabhängigen Variable beeinflusst z.B. Angaben in einem Fragebogen in Abhängigkeit davon, ob sie sich in einer Bewerbungssituation zu sein glauben oder nicht
  • unabhängige Variable "UV" oder "X" beeinflussen abhängige Variablen und sind diesen zeitlich vorgeordnet oder sind zeitlich gleich geordnet z.B. Alter
  • Treatmentvariable unabhängige Variable, derne Ausprägungen den Bedingungen eines Experimentes entsprechen  z.B. {behandelt, unbehandelt}
  • Kovariate auch Störvariable, unabhängige Variable, die neben der Treatmentvariable auch einen Einfluss auf die abhängige Variable haben könnte  "Z" oder "K"
  • Messen eine eindeutige, strukturerhaltende (homophorbe) Abbildung eines empirischen Relativs ("Wirklichkeit", also Objekte oder Ereignisse) in ein numerisches Relativ (Zahlenmenge)
  • Skala System aus empirischem Relativ, numerischen Relativ und Messvorschrift
  • Nominalskala - Merkmalsausprägungen haben keine Rangfolge (man kann zwar eine numerische Rangfolge bilden, die aber keine inhaltliche Bedeutung hat) - eineindeutige Transformationen erlaubt  Beispiel: Variable Z für Instrument im Streichorchester  Z=1 (Geige); Z=2 (Bratsche); Z=3 (Cello); Z=4 (Bass) Mögliche Transformation: Z', Z'=0 (Geige); Z'=0,4 (Bratsche); Z'=5 (Cello); Z'=-34 (Bass)
  • Ordinalskala - Merkmalsausprägungen haben eine Rangfolge, aber Differenzen und Verhältnisse haben keine inhaltliche Bedeutung - eineindeutige streng monotone Transformationen sind erlaubt Beispiel: W für Zustimmung zur Aussage "Ich mag Statistik" W=1 (gar nicht); ...; W=5 (sehr) Mögliche Transformation: Variable W'; W'=10 (sehr); ... W'=-1 (gar nicht)
  • Intervallskala - Merkmalsausprägungen haben eine Rangfolge und die Verhältnisse von DIfferenzen verschiedener Ausprägungen sind interpretierbar - nur lineare Transformationen Beispiel: Temperatur, Transformation von Celsius in Fahrenheit
  • Verhältnisskala - Merkmalsausprägungen haben eine Rangfolge und deren Verhältnis ist interpretierbar - Skala hat einen absoluten Nullpunkt - nur multiplikative Transformationen Beispiel: Körpergrüße in Zoll Mögliche Transformation: Transformation in cm
  • Absolutskala - Merkmalsausprägungen haben eine Rangfolge, Verhältnisse und Differenzen sind interpretierbar - absoluter Nullpunkt - natürliche Einheit - keine Transformationen erlaubt Beispiel: Anzahl von Kindern
  • Nichtmetrische Skala Nominalskala Ordinalskala
  • Kardinalskala Intervallskala Verhältnisskala Absolutskala
  • Index die kleine Zahl oder der kleiner Buchstabe, der "rechts unten" an der Variable steht können auch mehrere Dinge angeben z.B.:  1. Zahl: Nummer der Variable 2. Zahl: z.B. ID-Nummer 
  • absolute Häufigkeit "H" beschreibt, wie oft eine spezifische Variablenausprägung in der Stichprobe vorkommt, wird als Zahl angegeben
  • Indikator hilft bei der Berechnung absoluter Häufigkeiten definiert die interessierende Variablenausprägung als 1 und alles andere als 0 "ind" 
  • relative Häufigkeit "h"  absolute Häufigkeit relativ zum Stichprobenumfang wird als Bruch oder Kommazahl zwischen 0 und 1 dargestellt -> die Summe der Häufigkeiten aller gemessenen Ausprägungen einer Variable ist immer 1
  • prozentuale Häufigkeit Prozentangabe der relativen Häufigkeit
  • Häufigkeitstabelle nicht Messwerte, sondern Häufigkeiten der Variablenausprägungen, oft wird nur nur eine der drei möglichen Häufigkeiten gezeigt + kompaktere Darstellung von Informationen  + besser als Diagramme, wenn es viele mögliche Variablenausprägungen gibt