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Deskriptive Statistik (Subject) / Grundbegriffe der Statistik (Lesson)
Grundbegriffe der Statistik aus den ersten beiden Vorlesungen
This lesson was created by jfischer16.
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- post-facto-Perspektive es wird mit den vorhandenen Ergebnissen der Messung gerechnet (in deskriptiver Statstik wird nur diese Perspektive benutzt) → Variable wird als kleiner Buchstabe angegeben ↔ prä-facto-Perspektive
- Untersuchungseinheit Einheit, deren Eigenschaften untersucht werden z.B. Person, Familie, Organisation, Land etc.
- Stichprobe Menge von Untersuchungseinheiten (Personen, Familien etc.) → Stichprobenumfang "N" = Anzahl der Untersuchungseinheiten
- Population Menge der potentiellen Untersuchungseinheiten z.B. alle Personen mit einer bestimmten Krankheit, alle Frauen, ...
- Variable Merkmal mit mehreren möglichen Ausprägungen
- diskrete Variable die Ausprägungen der Variable sind abzählbar (z.B. Anzahl der Kinder, Geschlecht, klinische Diagnose)
- dichotome Variable die Variable hat nur zwei mögliche Ausprägungen (schwanger - nicht schwanger)
- stetige Variable die Anzahl der möglichen Merkmalsausprägungen ist überabzählbar (d.h. beeinhaltet alle reellen Zahlen) Beispiel: Größe, genau genommen Alter, Reaktionszeit → wird zur Vereinfachung oft als diskret zusammengefasst (Alter in Jahren gestaffelt, bestimmte Reaktionszeiträume, ...)
- manifeste Variable Ausprägungen der Variable können direkt beobachtet werden (Geschlecht, Augenfarbe, Antworten im Fragebogen...)
- latente Variable nicht direkt beobachtbar, z.B. Intelligenz (muss indirekt über Antworten im Intelligenztest gemessen werden)
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- abhängige Variable "AV" oder "Y" wird von einer unabhängigen Variable beeinflusst z.B. Angaben in einem Fragebogen in Abhängigkeit davon, ob sie sich in einer Bewerbungssituation zu sein glauben oder nicht
- unabhängige Variable "UV" oder "X" beeinflussen abhängige Variablen und sind diesen zeitlich vorgeordnet oder sind zeitlich gleich geordnet z.B. Alter
- Treatmentvariable unabhängige Variable, derne Ausprägungen den Bedingungen eines Experimentes entsprechen z.B. {behandelt, unbehandelt}
- Kovariate auch Störvariable, unabhängige Variable, die neben der Treatmentvariable auch einen Einfluss auf die abhängige Variable haben könnte "Z" oder "K"
- Messen eine eindeutige, strukturerhaltende (homophorbe) Abbildung eines empirischen Relativs ("Wirklichkeit", also Objekte oder Ereignisse) in ein numerisches Relativ (Zahlenmenge)
- Skala System aus empirischem Relativ, numerischen Relativ und Messvorschrift
- Nominalskala - Merkmalsausprägungen haben keine Rangfolge (man kann zwar eine numerische Rangfolge bilden, die aber keine inhaltliche Bedeutung hat) - eineindeutige Transformationen erlaubt Beispiel: Variable Z für Instrument im Streichorchester Z=1 (Geige); Z=2 (Bratsche); Z=3 (Cello); Z=4 (Bass) Mögliche Transformation: Z', Z'=0 (Geige); Z'=0,4 (Bratsche); Z'=5 (Cello); Z'=-34 (Bass)
- Ordinalskala - Merkmalsausprägungen haben eine Rangfolge, aber Differenzen und Verhältnisse haben keine inhaltliche Bedeutung - eineindeutige streng monotone Transformationen sind erlaubt Beispiel: W für Zustimmung zur Aussage "Ich mag Statistik" W=1 (gar nicht); ...; W=5 (sehr) Mögliche Transformation: Variable W'; W'=10 (sehr); ... W'=-1 (gar nicht)
- Intervallskala - Merkmalsausprägungen haben eine Rangfolge und die Verhältnisse von DIfferenzen verschiedener Ausprägungen sind interpretierbar - nur lineare Transformationen Beispiel: Temperatur, Transformation von Celsius in Fahrenheit
- Verhältnisskala - Merkmalsausprägungen haben eine Rangfolge und deren Verhältnis ist interpretierbar - Skala hat einen absoluten Nullpunkt - nur multiplikative Transformationen Beispiel: Körpergrüße in Zoll Mögliche Transformation: Transformation in cm
- Absolutskala - Merkmalsausprägungen haben eine Rangfolge, Verhältnisse und Differenzen sind interpretierbar - absoluter Nullpunkt - natürliche Einheit - keine Transformationen erlaubt Beispiel: Anzahl von Kindern
- Nichtmetrische Skala Nominalskala Ordinalskala
- Kardinalskala Intervallskala Verhältnisskala Absolutskala
- Index die kleine Zahl oder der kleiner Buchstabe, der "rechts unten" an der Variable steht können auch mehrere Dinge angeben z.B.: 1. Zahl: Nummer der Variable 2. Zahl: z.B. ID-Nummer
- absolute Häufigkeit "H" beschreibt, wie oft eine spezifische Variablenausprägung in der Stichprobe vorkommt, wird als Zahl angegeben
- Indikator hilft bei der Berechnung absoluter Häufigkeiten definiert die interessierende Variablenausprägung als 1 und alles andere als 0 "ind"
- relative Häufigkeit "h" absolute Häufigkeit relativ zum Stichprobenumfang wird als Bruch oder Kommazahl zwischen 0 und 1 dargestellt -> die Summe der Häufigkeiten aller gemessenen Ausprägungen einer Variable ist immer 1
- prozentuale Häufigkeit Prozentangabe der relativen Häufigkeit
- Häufigkeitstabelle nicht Messwerte, sondern Häufigkeiten der Variablenausprägungen, oft wird nur nur eine der drei möglichen Häufigkeiten gezeigt + kompaktere Darstellung von Informationen + besser als Diagramme, wenn es viele mögliche Variablenausprägungen gibt