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BA104/Wissenschafts-Theorie (Subject) / Forschung in Sozialer Arbeit (Lesson)

Forschung in Sozialer Arbeit

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  • Erläutere die Präventivwirkung des Nichtwissens Die Hypothese von Popitz schreibt der Dunkelziffer eine normstabilisierende Kraft zu. Würde das tatsächliche Ausmass von Normabweichungen bekannt, müsste dies das Normensystem schwächen. Soziologe: Heinrich Popitz (1968)
  • Qualitative Studie / Was ist der Fall? Wie finden Fachkräfte Sozialer Arbeit heraus, „was der Fall ist“? - Diagnostik- Fallverstehen- Fallanalyse- Falleinschätzung- Assessment
  • Mögliche Problematiken von Fallverstehen/Diagnostik 1. Zuschreibung („Labeling“)2. Festschreibung („Stigmatisierung“)3. Individualisierung („Blaming the Victim“) 1. Labeling: Der Begriff „labeling“ weist auf einen Prozess des Etikettierens hin, indem abweichendes Verhalten nicht mit primären Ursachen erklärt, sondern als Zuschreibungsprozess der sozialen Umwelt verstanden wird. Quelle: https://soziales-wissen.de.tl/Labeling-Approach Kritik: Wenn die „Täter“ in Wahrheit Empfänger öffentlicher Etikettierungen seien, degradiere sie das zu „Reaktionsdeppen“,[9] die ohne eigene Verantwortung in eine stigmatisierte Rolle gedrängt wurden. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Etikettierungsansatz 2. Beispiel: Frauen, welche Schleier tragen, sind Fundamentalisten. Bedeutung des Schleiers wird auf Fundamentalismus festgeschrieben. Somit werden Frauen, welche Kopftuch tragen, stigmatisiert. Quelle: Stigma »Kopftuch«: Zur rassistischen Produktion von Andersheit, S. 191 3. Victim blaming oder blaming the victim (dt. Opferbeschuldigung, auch „Täter-Opfer-Umkehr“) ist die Beschreibung für ein Vorgehen, das die Schuld für eine Straftat beim Opfer sucht. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Victim_blaming
  • Erkläre den Begriff: Forschungsdesign 1. Forschungsinteresse: Jugendliche mit Sozialer Phobie in der psychosozialen Beratung2. Untersuchungsbereich: Ängste der Jugendlichen beim Erstkontakt der Anlaufstellen3. Forschungsfrage: was braucht es um Barrierefreiheit für SP zu födern?4. Datenmaterial: Literatur, Gruppendiskussionen5. Methode: Objektive Hermeneutik Das Forschungsdesign (auch Untersuchungsdesign, Untersuchungs- oder Versuchsanordnung, Versuchsplan) ist auf Arbeitsgebieten, die es mit Versuchspersonen oder anderen lebenden Subjekten zu tun haben, die Grundlage jeder wissenschaftlichen Untersuchung.Quelle: Wörterbuch Google
  • Erkläre den Begriff: Objektive Hermeneutik Die Objektive Hermeneutik wurde von Ullrich Oevermann (1981, 2000) als sozialwissenschaftliche Forschungsmethode zur Interpretation von Texten entwickelt. Ihr zentrales Anliegen ist, den „Akt der Interpretation als methodischer Kern einer sinnverstehenden Wirklichkeitsforschung“ (Wernet, 2000, S. 9) an intersubjektiv überprüfbare Kriterien zu binden.Die Datengrundlage für objektiv-hermeneutische Analysen stellen Texte dar. Sie werden als „Protokolle der Wirklichkeit“ (Wernet, 2000, S. 12) gesehen. Die zu untersuchende Welt, zu der die Texte einen direkten Zugang darstellen, besitzt eine sinnhafte Struktur.Diesen Sinn methodisch kontrolliert zu erfassen und durch den Prozess des Verstehens der Struktur eines Textes Aussagen über die Wirklichkeit machen zu können, ist Ziel der Objektiven Hermeneutik. Quelle: https://quasus.ph-freiburg.de/objektive-hermeneutik/
  • Erkläre den Begriff: Prinzipien der Sequenzenanalyse 1. Totalität: Alle Zeichenpartikel des ausgewählten Datenmaterials werden ausgewertet 2. Wörtlichkeit: Gültige Lesarten müssen eindeutig im Text markiert sein 3. Sparsamkeit: Bei den Sprechern und Akteuren wird bis zum Erweis des Gegenteils unterstellt, dass ihre Sprechakte und Handlungen vernünftig sindQuelle: Folie In der Logik der Objektiven Hermeneutik wäre es ein Missverständnis zu glauben, dass die handelnden Subjekte sich der jeweiligen Fallstruktur, die einer konkreten Interaktionssituation zu Grunde liegt, bewusst sind. Erst im Prozess der sequentiellen objektiv-hermeneutischen Rekonstruktion der Fallstruktur kann die latente Sinnstruktur dieser Interaktion herausgearbeitet und bewusst gemacht werden.Quelle: https://quasus.ph-freiburg.de/objektive-hermeneutik/
  • Struktureigenschaften des Deutungsmusters „Subsumtion“ 1. schematisch2. mechanistisch3. deterministisch4. linear5. residual (Fall als „Rest“ des Deutungsschemas)
  • Zähle alle Deutungsmuster der Studie auf - "Subsumtion“- „Selbstbestimmung“- „Betreuung“- „Doppeltes Mandat“- „Erfolgsgeschichte“- „NichtreflexiveAlltagsorientierung“
  • Beschreibe die Systematik der Forschung in Sozialer Arbeit 1. Organisationsbezogene Forschung2. Professionsbezogene Forschung3. Adressatenbezogene Forschung4. Gesellschaftsbezogene Forschung
  • Beschreibe die Gegenstandsbereiche organisationsbezogener Forschung 1. Organisationen/Institutionen2. Verbände3. Träger4. Einrichtungen
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  • Beschreibe Gegenstandsbereiche professionsbezogener Forschung 1. Professionelles Verstehen und Handeln2. Wirkungen von Angeboten und Verfahren der Sozialen Arbeit3 Kompetenz, Wissen und Können der Professionellen4. Ausbildung, Fort-und Weiterbildung5. Kooperation mit ehrenamtlich Tätigen, Laien
  • Beschreibe Gegenstandsbereiche adressatenbezogener Forschung 1. Lebens-und Problemlagen2. Bedarf und Nachfrage3. Angebotsstrukturen4. Unterstützungssysteme
  • Beschreibe Gegenstandsbereiche gesellschaftsbezogener Forschung 1. Sozialer Wandel2. Soziale Probleme3. Politik4. Wohlfahrtsstaatliche Kontexte
  • was sind die Probleme von Systematisierungen? In der Literatur werden teilweise weniger (ohne den Bereich gesellschaftsbezogener Forschung), teilweise mehr (plus den Bereich der Erforschung der Disziplin) Gegenstandsbereiche definiert. Beispiele für Probleme der Abgrenzung- Professionsbezogene Forschung ist in der Sozialen Arbeit zugleich immer auch organisationsbezogene Forschung- Soziale Problemlagen können adressatenbezogen oder stärker gesellschaftsbezogen untersucht werden