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Biologische Psychologie (Subject) / BioPsychologie (Lesson)

BioPsy

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  • Biopsychologie beschreibt die Auswirkungen von anatomischen, biologischen und neuropsychologischen Prozessen auf das menschliche Verhalten
  • Neurokognition - umfasst die Aufklärung der Natur neurologischer Prozesse - Bezeichnung für kognitive Prozesse, die durch das biologische Gehirn realisiert werden - Voraussetzung für Bewusstsein und soziale Kompetenz - Wahrnehmung, Wiedererkennen, Vorstellen, Erinnern, Denken, Sprechen, Lesen, Schreiben, Aufmerksamkeit, Psychomotorik, Emotion, Motivation - umfasst auch den Bereich der Emotionen
  • Grober Aufbau des Gehirns (oben: vorne, mittig, hinten; unten: vorne, hinten) oben: Frontallappen, Parietallappen, Okzipitallappen unten: Temporallappen, Kleinhirn
  • Multi-Level-View / Mehrfachebenenansatz A. Verhalten B. Systeme und Verbindungsbahnen (Inform.verarbeitungssysteme und ihre Verbind.Bahnen) C. Zentrale und lokale Schaltungen (spezialisierte Nervenzellen/Neurone) D. Neurone: Informationsverarbeitung und Weiterleitung E. Mikroverschaltungen am Neuron mit mehreren Synapsen: integrative Verarbeitung, d.h. operative Umsetzung der elektrischen Impulse in schwächere oder stärkere Aktivierung F. Synapse: chemische Weiterleitung von Informationen G. Membrane, Moleküle, Ione: bestimmen Funktionieren des Systems im Gehirn -> Zusammenhang zwischen elektrischen Feldern und innerhalb und außerhalb liegenden Ionen/Aktionsfeldern und Rezeptorzellen
  • Kraniotomie Öffnung des Schädels - Anfänge 17. Jhdt. v. Chr. - rituelle Zwecke, Behandlung von Kopfschmerzen & Geisteskrankheiten, Verhaltensänderungen, Hirnmasse entnommen heute: bsp. Entfernung von Tumoren
  • Ventrikeltheorie - von Galen - Hirn war hohl und mit Flüssigkeit gefüllt -> Ventrikelflüssigkeit - Ventrikel seien Zellen mit Hohlräumen, mentale Prozesse finden in Ventrikelflüssigkeit statt heute: Flüssigkeit ist für die Aufrechterhaltung des internen Drucks notwendig, wichtig für die Gehirnstabilität, Überdruck in den Ventrikeln führt zu Problemen
  • Andreas Vesalius - leitete Phase des seriösen wissenschaftlichen Arbeitens ein!- WIDERLEGTE Ventrikeltheorie => nicht die Ventrikelflüssigkeit, sondern die Gehirnmasse ist relevant für die mentale Tätigkeit- war davon überzeugt, dass allein der menschliche Leib der zuverlässige Weg zur Erkenntnis des Körperbaus sei (Kritik an Galen, der nur an Tierkadavern sezierte)
  • René Descartes - befürwortete Galens Auffassung - cogito ergo sum - Intellekt und von Gott gegebene Seele -> hat nur Mensch, Tier nicht - Trennung Gehirn + Geist: Gehirn ->Verhaltensweisen ähnlich dem Tier; Geist -> geistige Kapazitäten, spirituelle Entität, die Sinneswahrnehmungen empfängt und Befehle für Bewegungen erteilt - ordnete geistige Prozesse bestimmten Gehirnstrukturen zu - Vermutung: Zirbeldrüse (Epiphyse) hätte Schnittstellenfunktion zu den geistigen Prozessen des Menschen -> Schnittstelle zwischen Körper & Geist; nahe der Ventrikel
  • Phrenologie - von Franz Gall - Theorie der Funktionslokalisation - auch: Vermessung des Schädels, Aussagen über Charakter nur aufgrund dieser Maße...
  • Holismus - von Pierre Flourens (großer Gegner der Phrenologie) -> Fähigkeiten über ganzes Gehirn verteilt, verschiedene Verletzungen führen zu den gleichen Schädigungen bzw. betreffen mehrere Bereiche - Kleinhirn und Großhirn haben verschiedene Funktionen
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  • Jean Baptiste Bouillaud - hat nach Holismus die Epoche der Funktionslokalisation wieder eingeleitet - Untersuchung von Cortex und Neocortex: bestimmte Fähigkeiten des Menschen sind in unterschiedlichen Hemisphären beheimatet - ordnet die Sprache dem Frontallappen zu
  • Marc Dax Assymetrieforschung erkannte, dass bei Schädigung der linken Hirnhälfte eine Verschlechterung des Sprechens eintrat, und schlussfolgerte, dass die rechte Hälfte nichts bis wenig mit dem Sprechen zu tun hat
  • Paul Broca Sprachstörungen -> linker Stirnlappen im Frontallappen/Großhirn für ERZEUGUNG von Sprache zuständig - Läsion/Schaden in diesem Bereich (Broca-Areal) beeinträchtigt die Sprachproduktion (nicht Sprachverständnis!) - hat die vorherrschende Lehrmeinung zugunsten einer Lokalisation der Funktionen im Großhirn umgelenkt -> bestimmtes Verhalten wird von einer bestimmten Hirnregion gesteuert -> Zerstörung einer bestimmten Hirnstruktur bewirkt Ausfall eines spezifischen Verhaltensmusters ABER: Schädigungen, die Broca'scher Aphasie ähnlich sind, ohne dass Störung im Broca-Areal vorliegt
  • Aphasie leichte bis schwere Störung des Verstehens geschriebener oder gesprochener Sprache und des Gebrauchs der Sprache zur mündlichen oder schriftlichen Kommunikation
  • Broca'sche Aphasie / motorische Aphasie (Sprachproduktionsstörung) - Unfähigkeit zur flüssigen Artikulation eines ganzen Wortes oder Satzes (Telegrammstil, Agrammatismus)
  • Karl Wernicke / Wernicke-Areal (Sprachstörungen) - befasste sich mit der Störung der Fähigkeit des Sprachverständnisses Wernicke-Areal: für das Sprachverständnis zuständiger zuständiger Teil im Temporallappen-> Läsion beeinträchtigt das Sprachverständnis erste Worte verstehen -> Wernicke; dann sprechen -> Broca
  • Wernicke'sche Aphasie / sensorische Aphasie Sprachverständnisstörung - Unfähigkeit, Sprache zu verstehen und auch bedeutungsrichtig zu sprechen - Wernicke- & Broca-Areale sind miteinander verbunden, Schädigung des einen beeinflusst das andere -> Relativierung der Funktionslokalisationstheorie