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Wirtschaftsgeographie (Subject) / Innovationssysteme Übersicht (Lesson)

IS-Konzept Übersicht

This lesson was created by RaphaelPrell.

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  • Nutzen von IS-Konzept ermöglicht die Beschreibung,  Erklärung, Beeinflussung und das Verstehen des Innovationsprozesses ermöglicht die Identifizierung von Faktoren, welche Innovation formen und beeinflussen
  • IS-Ansätze NIS: Freeman, Lundvall und Nelson TIS: Carlsson und Stankiewicz SIS: Breschi und Malerba RIS: Cooke, Braczyk, De La Mothe und Paquet
  • Hauptkomponenten von Innovationssystemen Organisationen Firmen, Universitäten, Ministerien etc. Institutionen Gesetze, Normen, Regeln, Routinen Netzwerke (bzw. Beziehungen und Aktivitäten) Akteure innovieren in der Regel nicht in Isolation Akteure innovieren in Kollaboration und gegenseitigen Abhängigkeiten mit anderen Akteuren
  • Ebenen der Innovation Produktlevel Prozesslevel jeweils möglich in Form von technologischer oder organisatorischer Innovation
  • Definition Innovationssysteme Alle wichtigen ökonomischen, sozialen, politischen, organisatorischen, institutionellen und sonstigen Determinanten, welche die Entwicklung, Verbreitung und die Nutzung von Innovation bestimmen.
  • Entwicklung und Verbreitung von IS-Ansätzen Verbreitung in akademischen und politischen Kreisen erfolgte erstaunlich schnell neben akademischer Anwendung findet das Konzept vor allem Anwendung in der Politik regionale Behörden, nationale Regierungen und internationale Organisationen wie OECD oder EU nutzen das Konzept Schweden benannte sogar eine Behörde nach dem Konezpt: Swedish Agency for Innovation Systems
  • Vorteile von IS-Ansatz Innovation und Lernprozesse befinden sich im Fokus der Betrachtung (Innovation ist eine Sache von der Produktion neuen Wissens, bzw. der Kombination bestehenden Wissens) Der Ansatz bietet eine ganzheitliche und interdiziplinäre Perspektive (versucht alle wichtigen Aspekte: sozial, politisch, wirtschaftlich etc. und alle Disziplinen: Sozialwissenschaften, Wirtschafts-wissenschaften, Landeskunde etc. mit einzubeziehen) Der Ansatz nutzt eine historische, bzw. evolutionäre Betrach-tungsweise (IS sind evolutionär, ein optimales System gibt es nicht.  Vergleiche können nur zwischen bestehenden Systemen und angestrebten Systemen gezogen werden. Gegenseitige Abhängigkeiten und Nichtlinearität werden betont (Akteure innovieren idR. mit anderen Akteuren, was zu gegenseitigen Abhängigkeiten und Rückkopplungsschleifen führt) Der Ansatz deckt Prozess- und Produktinnovation ab (traditionelle Innovationsstudien vernachlässigen häufig die nicht-technologische Innovation, z.B. Services oder Organisation) Die Rolle von Institutionen wird betont (Institutionen haben einen großen Einfluss auf Innovationsprozesse und müssen als beeinflussende Determinante beachtet werden)
  • Schwächen IS-Konzept es bestehen konzeptionalle Uneinigkeiten (Bsp: Begriff Institution wird teilweise für Akteure, teilweise für institutionelle Regeln genutzt. Grenzen von Innovationssystemen sind teilweise nicht eindeutig festgelegt) Weiterentwicklung des IS-Konzepts ist strittig (Ansatz sollte nicht "overtheorized" werden, sondern induktiv bleiben, oder Ansatz ist momentan "untertheorized" und sollte in Bezug auf seine konzeptionellen Schwächen weiterentwickelt werden)
  • Definition System besteht aus Komponenten und Beziehungen zwischen diesen Komponenten muss einen Zweck verfolgen, etwas ausführen und erreichen die Grenzen des Systems müssen erkennbar sein, es muss möglich sein zwischen dem System und dem Rest der Welt zu unterscheiden
  • Funktionen in einem IS verschiedene Autoren definieren verschiedene Funktionen als wichtig für ein IS, je nach Schwerpunkten Edquist definiert die "main function" oder "overall function" als die Förderung von Entwicklung, Verbreitung und Nutzung von Innovation
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  • Aktivitäten welche in meisten IS wichtig sind Bereitstellung von F&E Bereitstellung von Ausbildung und Training Formierung von Absatzmärkten Artikulation von Qualitätsanforderungen der Nachfrageseite Generierung und Veränderung von Akteuren im System Networking Generierung und Veränderung von Institutionen Aktivitäten anregen Finanzierung von Innovationsprozessen ermöglichen Beratungsservices bereitstellen z.B. in Bezug auf Technologietransfer, Unternehmensberatung und Rechtsberatung
  • Beziehungen im IS Organisationen und Aktivitäten (verschiedene Akteure können verschiedene Aktivitäten (auch mehrere, z.B. Universitäten ausführen) Institutionen und Aktivitäten (nicht direkt, Institutionen beeinflussen die Art wie Organisationen Aktivitäten ausführen) Organisationen und Organisationen (Wettbewerb, Transaktionen, Networking) Institutionen und Organisationen (Organisationen eingebettet in Institutionen, Organisationen generieren Institutionen) Institutionen und Institutionen (können sich gegenseitig verstärken oder behindern
  • Grenzen von IS IS können supernational, national, subnational und zur gleichen Zeit auch sektoral/technologische begrenzt sein verschiedene Ansätze ergänzen sich mehr als das sie sich ausschließen räumliche/geographische Grenzen (administrative Grenzen) sektorale/technologische Grenzen (technologische Felder und Produktreihen) Begrenzung durch Aktivitäten (etwa bei regionaler Abgrenzung in Form von Wissensaustausch zwischen Akteuren)
  • Lernprozesse und WIssensanhäufung im IS Innovation in Produkten und Prozessen passiert hauptsächlich in Firmen generiert "structural capital" Forschung und Entwicklung passiert in Universitäten und Forschungseinrichtungen, aber auch in Firmen führt zu öffentlich zugänglichem Wissen, aber auch zu solchem, welches nur speziellen Firmen, Organisationen und Individuen zugänglich ist Kompetenzbildung passiert in Schulen, Universitäten und Firmen generiert "human capital"