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Wirtschaftsgeographie (Subject) / Sektorale Innovationssysteme (Lesson)

SIS-Konzept

This lesson was created by RaphaelPrell.

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  • Entstehung und Definition des SIS-Konzepts geht auf Breschi und Malerba (1997) zurück "that system (group) of firms active in developing and making a sector's products and in generating and utilizing a sectors technologies; such a system of firms is related in two different ways: through processes of interaction and cooperation and through processes of competition in innovativ and market activities" Definition macht die Rolle von Unternehmen als zentralen Akteure deutlich
  • Beziehung NIS-TIS Konzepte weisen eine Reihe von Überschneidungen, aber auch Unterschiede auf, werden nicht klar voneinander getrennt, sondern oft synonym gebraucht Überschneidungen: Abgrenzung des Systems erfolgt über industrielle, ökonomische oder wissensbasierte Faktoren, z.B. gegenseitige technologische Abhängigkeiten Unterschiede: TIS betrachtet die spezifische Innovationsleistung von Akteuren und Netzwerken, SIS betrachtet kompetetive und Selektionsprozesse
  • Grundlegende Eigenschaften SIS  alle technologischen oder sektoralen Systeme als homogen zu betrachten ist gefährlich Ansatz geht davon aus, dass verschiedene Sektoren Unterschiede in Bezug auf die Grenzen von Wettbewerb, Zusammenarbeit und Organisation aufweisen: Typ I: eine Reihe von Firmen sind in einem bestimmten geographischen Gebiet angesiedelt, kooperieren stark bei innovativen Tätigkeiten und stehen im Wettbewerb zu anderen Region und Nationen Typ II: wenige große Firmen stehen sich als Wettbewerber auf globaler Ebene gegenüber arbeiten aber auf lokaler Ebene mit spezialisierten Zulieferern eng zusammen Industrielle Taxonomie von Pavitt für den Fertigungssektor: 1.       Anbieterdominiert (Agrarsektor und Wohnungsbau) 2.       Großmaßstäblich (Massenware) 3.       spezialisierte Zulieferer (Maschinenbau) 4.       Wissenschaftsbasiert (Elektronik oder Chemikalien)
  • Technological Regimes Breschi und Malerba schlagen das Konzept der „technological regimes“ vor um die technologiespezifischen sektorale Eigenheiten (neben institutionellen Eigenheiten) zu analysieren Vier Faktoren sind für TR entscheidend: Potentiale einer Technologie (Wahrscheinlichkeit für Innovation, gemessen an Investitionen) Anwendbarkeit einer Technologie (Möglichkeit des Schutzes der Technologie vor Imitation und Ausbeutung) Steigerung von technologischem Wissen (Grad der aufeinanderfolgenden Wechselwirkung von innovativen Aktivitäten) Natur der relevanten Wissensbasis (implizit vs. kodifiziert und Transfer)
  • Schumpeterian Dynamics Schumpeter Mark II (small and rather stable population of innovators) hohe Potentiale, gute Anwendbarkeit und Steigerungsmöglichkeiten  hohen Konzentration von innovativen Aktivitäten geringe Anzahl von innovativen Akteuren und geringe Eintrittsraten stabile Hierachie innerhalb der innovativen Akteuren erfolgreiche innovative Akteure können schnell große Marktanteile erlangen, diese über lange Zeit behalten und weniger erfolgreiche Firmen ausstechen Schumpeter Mark I (large and highly turbulent population of innovators) hohe Potentiale, schlechte Anwendbarkeit und Steigerungsmöglichkeiten geringe Konzentration von innovativen Aktivitäten große Anzahl innovativer Akteure, hohe Eintrittsraten instabile Hierachie innerhalb der innovativen Akteure Innovationen können nicht als Eigentum gehalten werden oder lange genug bestehen um eine dominante Position im Markt zu ermöglichen
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