80
Einführung in die Pathologie (Subject) / 3 Behandlungsmethoden - Prävention (Lesson)
Behandlungsmethoden - Prävention 3/11
This lesson was created by Doglover.
This lesson is not released for learning.
Advertisement
- Was wird bei einer aktuen Blinddarmentzündung unternommen? Eine Notfalloperation
- Eine antipyretische Behandlung ist eine: ätiologische, symptomatische oder palliative Behandlung? Eine symptomatische Behandlung
- Bei Diabetes wird folgende Behandlung eingesetzt: Notfallbehandlung, Substitutionsbehandlung oder Langzeitbehandlung? Substitutionsbehandlung (Behandlung bei Krankheit, die eine lebenslängliche Behandlung erfordert) Beispiel: Diabetes - Medikament (Insulin) ersetzt das im Organismus fehlende Element.
- Ein Antibiotikum ist ein Medikament, das gegen ..... wirkt? Infektionen, Schmerzen, Migräne, Fieber Infektionen
- Nach der durchgeführten Operation erstellt der Chirurg ein Protokoll - dieses heisst? Operationsbericht
- Ein Medikament, dessen Wirkstoff in winzig kleinen Dosen verwendet wird, ist ein: allopathisches oder homöopathisches Medikament? ein homöopathisches Medikament
- Wie bezeichnet man die Massnahmen zur Behandlung oder Linderung von Krankheiten? Therapeutik
- Wozu dienen Präventionsmethoden? Viele Krankeiten gelten immer noch als unheilbar Durch Präventionsmethoden: Förderung des allgemeinen Gesundheitswissen soll Auslöser gewisser Krankheiten beseitigen.
- Antypyretikum fiebersenkendes Mittel
- palliativ mildernd, lindernd
- Advertisement
- Nenne Behandlungsziele Genesung - Palliation - Prävention
- Was ist das Ziel der Genesung? Ziel dieser Behandlung ist die Heilung oder der Krankheitsrückgang. Wird die Ursache der Krankheit beseitigt = ätiologische Behandlung (z. B. antiinfektöse Behandlung, um verursachende Krankheitskeime zu bekämpfen) Symtome gelindert oder verschwunden = symptomatische Behandlung (z. B. Hustensaft gegen Husten, Antipyretikum gegen Fieber, Schmerzmittel gegen Schmerzen) Heilungschancen erhöhen = Zusatzbehandlungen (z. B. Vitamintherapie, Diätkur, funktionelle Rehabilitation und Psychotherapie)
- Erkläre das Behandlungsziel Palliation Einleitung von palliativen (lindernd, mildernd) Massnahmen (z. B. Schmerzbehandlung in der Endphase eines Krebsleidens)
- Was versteht man unter dem Behandlungsziel Prävention? Aufdecken und Verminderung von Risikofaktoren, um einer Krankheit zu entgehen.
- Meningitis Hirnhautentzündung
- Peritonitis Bauchfellentzündung
- Nenne verschiedene Behandlungsmethoden? Notfall Schwere chronische Krankheiten Krankheiten, die eine lebenslängliche Behandlung erfordern
- Was bedeutet: Notfall? Leben des Patienten steht auf dem Spiel - er muss hospitalisiert und schnellstens behandelt werden. (z. B. Meningitis bei einem Kind, Herzinfarkt bei einem Erwachsenen)
- Wie werden schwere chronische Krankheiten behandelt? Angriffsbehandlung mit relativ hohen Dosierungen muss eingeleitet werden, um bestmögliche Wirkung zu erzielen. Die Dosierungen werden danach schrittweise vermindert, jedoch auf eine lange Zeit verschrieben = Langzeitbehandlung.
- Welche Behandlung wird bei Krankheiten, die eine lebenslängliche Behandlung erfordern, verschrieben? Eine Substitutionsbehandlung, um den Mangel auszugleichen. Das Medikament ersetzt das im Organismus fehlende Element (z. B. Insulin bei Diabetes)
- Pharmakologie Arzneimittellehre
- Generika wirkstoffgleiche Kopie eines Originalmedikamentes
- Pharmakovigilanz Überwachung der unerwünschten Wirkungen eines Arzneimittels
- Was sind Arzneimittel gemäss Heilmittelgesetz (HMG)? Produkte chemischen oder biologischen Ursprungs, die zur medizinischen Einwirkung auf den menschlichen oder tierischen Organismus bestimmt sind oder angepriesen werden, insbesondere zur Erkennung, Verhütung oder Behandlung von Krankheiten, Verletzungen und Behinderungen.
- Welches Institut bestimmt über die Zulassung von Medikamenten? Schweizerisches Heilmittelinstitut Swissmedic Medikamente werden nur zugelassen, wenn sie sicher und wirksam sind. (Generika werden aus ökonomischen Gründen immer stärker gefördert)
- Ursprünge der Arzneimittelsubstanz? Pflanzlicher Ursprung: Puder, Extrakte Synthetischer Ursprung: wird am meisten verwendet
- Gentherapie Nutzung von Genen zur Behandlung einer Krankheit damit könnten in Zukunft genetisch bedingte Krankheiten geheilt werden, die heute noch unheilbar sind (Mukoviszidose, Diabetes)
- Mukoviszidose von lateinisch: mucus - Schleim, viscidus - zäh, klebrig Die Mukoviszidose ist eine nicht heilbare Erbkrankheit. Sie zählt zu den Stoffwechselstörungen und verursacht die Produktion eines zähen Sekrets durch die exokrinen Drüsen.
- Je nach verabreichter Dosierung spricht man von: Allopathische Medikamente: (sind die häufigsten Medikamente) sie enthalten eine relativ hohe Dosis ihres Wirkstoffes Homöopathische Medikamente: sie enthalten nur eine winzig kleine Dosis ihres Wirkstoffes
- allopathisch den Krankheitssymptomen entgegenwirkend
- Advertisement
- homöopathisch Verwendung von hochverdünnten Lösungen von Stoffen
- Analgetikum schmerzstillendes Mittel
- Antiemetika Mittel gegen Erbrechen
- Antiarrhythmikum Mittel gegen Herzrhythmusstörungen
- Vasokonstriktion Engstellung von Blutgefässen
- Psychotropika psychoaktive Substanz
- Anxiolytika angstlösendes Mittel
- Antikoagulanzien Arzneistoffe, die die Blutgerinnung hemmen
- Parenteral von griechisch: para - neben, enteron = Darm Wörtlich: "am Darm vorbei" zur Injektion, Infusion oder Implantation
- Medikamente: je nach therapeutischer Wirkung unterscheidet man zwischen: ätiologisch: Ursache bekämpfen (z.B. Chemotherapie bei Krebs) symptomatisch: Symptome bekämpfen, aber nicht die Ursache (z.B. Antiemetika bei Chemotherapie. Sobald die Krankheit vorüber ist, setzt man diese Medikamente wieder ab, da auch die Symptome wieder verschwinden) pathophysiologisch: wirkt an der physiologischen bzw. erkrankten Funktion (z.B. Hypertonika, die die Gefässe erweitern, damit der Druck in den Gefässen (Blutdruck) sinkt)
- Nenne die Verabreichungsformen der Medikamente Orale Applikation: über den Mund - schlucken Pillen, Pulver, Tropfen, Sirupe, Pulver Parenterale Applikation: Injektion, Infustion, Implantation subkutan (unter die Haut) Intramuskulär intrakutan (in die Haut) intravenös intrathekal (innerhalb, Injektion) in Liquorraum (Gehirn, Rückenmark) perkutan (z.B. Nikotinpflaster, Scopolaminpflaster gegen Reisekrankheit, auf die Haut) Wichtig ist, dass jedes Medikament zu einem bestimmten Zweck und während der vom Arzt verschriebenen Zeitspanne eingenommen werden muss.
- Welcher strikten Regelung unterliegen Medikamente? nicht verschreibungsplichtige Arzneimittel (z.B. Vitamine) verschreibungspflichtige Arzneimittel (können Nebenwirkungen haben)
- Zähle die Abgabekategorien der Medikamente auf: Kategorie A: Einmalige Abgabe auf eine ärzliche Verschreibung hin Kategorie B: Mehrmalige Abgabe auf eine ärztliche Verschreibung hin Kategorie C: Rezeptfreie Abgabe nach Fachberatung, bschränkt auf Apotheken Kategorie D: Rezeptfreie Abgabe nach Fachberatung, Apotheken und Drogerien Kategorie E: Rezptfreie Abgabe ohne Fachberatung in allen Geschäften
- Welches Ziel verfolgt ein chirugrischer Eingriff? Heilung oder Schmerzlinderung Chirurgische Eingriffe werden meist unter Vollnarkose vorgenommen. Für die Eingriffe stehen spezielle Räume zur Verfügung: Operationssaal, Aufwachraum Speziell ausgebildetes Personal: Techn. Operationsassistenten, Anästhesisten, Chirurgen, Operationsplegefachfrauen/männer
- Was ist ein Eingriff mit Inzision und ein Eingriff ohne Inzision? Eingriff mit Inzision: Haut und die verschiedenen Schichten (Muskelschichten, Gewebeschichten) müssen aufgeschnitten werden. Eingriff ohne Inzision: z. B. Reposition bei Brüchen oder Verrenkungen Definition Inzision: Durchtrennung körpereigenen Gewebes oder Eröffnung eines pathologisch entstandenen Hohlraums, z. B. zur Behandlung eines Abszesses.
- Was bedeutet Viszeralchirurgie und Knochenchirurgie? Viszeralchirurgie: wird auch als Weichteilchirurgie bezeichnet (Visceralis: die Eingeweide betreffend, Eingeweide) Knochenchirurgie: Orthopädie (Die Orthopädie befasst sich mit Fehlbildungen und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates)
- Je nach Dringlichkeit unterscheidet man die Operationen wie folgt: Notfalloperation: bei bestehender Lebensgefahr (Appendizitis, Peritonitis (Bauchfellentzündung), Milzriss) geplante (elektiv) chirurgische Operation: (Ablation eines Uterusmyoms) die lange im voraus geplant werden kleiner chirurgischer Eingriff: (Warzenentfernung) schwerer chirurgischer Eingriff: (Herztransplantation) spezieller chirurgischer Eingriff: (HNO, Ophthalmologie) Der Chirurg stellt die Operationsindikation (indicare=anzeigen / angezeigt sein): er muss dem Patienten das Ziel der Operation, Vorteile, Risiken, Erfolgsaussichten genau erklären.
- Der Ablauf eines chirurgischen Eingriffs (9 Stufen) Anästhesiologische Konsultation: mit Facharzt für Anästhesiologie (Aufdecken von möglichen Kontraindikationen) Präoperative Bilanz: EKG bei Patienten über 40, damit verbundene Pathologien Vorbereitung auf die Operation: spezielle Diät, psychologischer Beistand, Absetzen von Medikamenten (z. B. Gerinnungshemmer) Prämedikation: Medikamentengabe zur Vorbereitung des Patienten auf die Narkose (Angstgefühl verringern) Anästhesie: üblich mit endotrachealer Intubation, um einen gesicherten Beatmungsweg zu schaffen und ein intravenöser Weg (Kathether). Parameter werden während ganzer OP über einen Bildschirm überwacht (Blutdruck, Herzschlag, Atmung, EKG, Kardioskop) Postoperative Überwachung: erfolgt vom Aufwachraum bis zur Ankunft im Spitalzimmer. Dauert je nach Fall von 15 Minuten bis mehrere Stunden. Operationsbericht: wird am Tag der OP vom Chirurgen selber geschrieben oder diktiert und enthält den zeitlichen Ablauf des Eingriffs: Inzision, Dissektion, Exentration, Vernähen von Wunden, Anlegen von eventuellen Drainagen (Ableitung, Absaugen) Operative Folgen beobachten: permanente Beobachtung um allfällige Komplikationen sofort behandeln zu können. (beobachten der Operationswunde, Infektionen und Blutungen, Thromboembolie, Phlebitis = behandeln mit Gerinnungshemmer und vorzeitiges Aufstehen des Patienten, Fäden ziehen nach ungefähr 10 Tagen) Entlassung: mit entsprechender Nachbehandlung (Gerinnungshemmer, funktionelle Rehabilitation, weitere Chemotherapie, usw.) wird vom Chirurgen selber bestimmt.
- Inzision Die Inzision (lateinisch incisio ‚Einschnitt') ist das Durchtrennen von Haut und Weichgeweben bei operativen Eingriffen, um ein Operationsgebiet freizulegen oder um einen pathologisch entstandenen Hohlraum (z. B. den eines Abszesses) zu eröffnen
- Dissektion Die Dissektion (lateinisch dissectio, von dissecare, „zerschneiden“) beschreibt: Dissektion (Chirurgie): die chirurgische Entfernung von Weichteilgewebe oder Lymphknoten (Lymphknotendissektion),