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Psychische Erkrankungen (Subject) / Angststörungen (Lesson)
Arten
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- Existentielle Dimensionen der Angst Angst etwas zu verlieren Angst früh zu sterben Angst vor dem Tod Angehöriger Angst zu versagen Angst vor Entscheidungen Angst vor dem Tod
- Angst Phylogenetisch sehr alte Reaktion auf Stimuli, die Gefahr signalisieren Überlebensvorteil: Flucht aus gefährlichen Situationen --> Fight- or- Flight Reaktion Angst gehört zu den grundlegenden menschlichen Emotionen wie Liebe, Freude, Ärger, Wut, Trauer Unterscheidung in normale und pathologische Angst
- Pathologische Angst Angst tritt situationsunabhängig bzw. in inadäuquaten, normalerweise ungefährlichen Situationen auf Eigentlich unbegründete, unverhältnismäßig starke Angstgefühle Flucht/ Vermeidungstendenzen Hoher Leidensdruck Beeinträchtigung der Lebensqualität
- Teufelskreis der Angst Äußere Reize Wahrnehmung Gedanken (Gefahr) Angst Physiologische Veränderungen Körperliche Empfindungen
- Folgen und Komorbiditäten der Angststörung Folgen Vermeidungsverhalten (Angst vro der Angst) Abnahme von Aktivitätsniveau und Aktionsradius Sozialer Rückzug bis hin zur völligen Isolation Unfähigkeit, Alltagssituationen zu bewältigen Komorbiditäten Abhängigkeitserkrankungen Entwicklung depressiver Erkrankungen bis hin zur Suizidalität Somatoforme Störungen
- Risikofaktoren für Angststörungen Genetische Faktoren Behavioral Inhibition Angstsensitiviät Kognitive Verzerrungen Modelllernen Krankheitserfahrungen in der Kindheit Trennungsangst/ Verlust wichtiger Bezugspersonen in der Kindheit Erziehungsstil unsicher- ambivalenter Bindungsstil
- Diagnostik von Angststörungen Ausführliche Anamneseerhebung Gründliche Exploration der Angstsymptome Standardisierte/ strukturierte Interviews (SKID, DIPS) Selbstbeurteilungsfragebögen ( BDI, SCL-90) Methoden Einschätzung der Angst Angsthierarchie Symptomtagebuch
- Therapieoptionen Ambulant Stationär Einzel- und/ oder Gruppentherapie Psychotherapie Medikamentöse Therapie (Neuroleptika) Physiotherppie Entspanungsverfahren
- Agoraphobie Definition Angst vor Orten wo Flucht schwierig oder Hilfe nicht erreichbar sein könnte Vermeidung, Aufsuchen nur in Begleitung Epidemiologie Erkrankungsbeginn: 15-35 Jahre ca 80% Frauen Entwicklung in 4 Stufen Schlüsselerlebnis Phobophobie (Erwartungsangst) Vermeidung Anpassung wichtiger Lebensbereiche an Einschränkungen durch Phobie
- Soziale Phobie Furcht vor prüfender Betrachtung/ Bewertung durch andere Menschen, daraus folgt Vermeidung Kognitionen Ich bin langweilig und uninteressant Bestimmt werde ich zittern, schwitzen oder rot werden Alle werden sehen wie unsicher ich bin Epidemiologie LZP: ca 7% Geschlechterverhältnis 1,5-2:1 (w:m) Hohe Komorbidität mit anderen Angststörungen, affektiven Störungen, Abhängigkeitserkrankungen Beginn im Jugendalter/ frühen Erwachsenenalter
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- Generalisierte Angststörung Definition übertriebene Sorge über viele Lebensbereiche unbegründete Angst Einschränkung im Alltag und sozialen Beziehungen Epidemiologie LZP: 3-5% Geschlechterverhältnis 2:1 (w:m) Patienten sind häufiger unverheiratet, geringer sozioökonomischer Status In allen Altersgruppen zu finden Häufiger Besuch in Arztpraxen
- Panikstörung Wiederholte Panikattacken mit und ohne Auslöser (nicht verbunden mit besonderer Anstrengung, gefährlichen oder lebensbedrohlichen Situationen) Charakteristika Einzelne Episode von intensiver Angst oder Unbehagen Abrupter Beginn Maximum innerhalb weniger Minuten, Dauer von einigen Minuten Vier der folgenden Symptome: Vegetative Symptome; Thorax und Abdomen; Psychische Symptome; Allgemeine Symptome Epidemiologie LZP: 3-4% Geschlechterverhältnis: 2:1 (w:m) ca. 90% der Patienten mit Panikattacken entwicklen im weiteren Verlauf eine Angst oder eine depresisve Störung