15

Psychische Erkrankungen (Subject) / Depression (Lesson)

und sport, der Frau

This lesson was created by Vickschnick.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Verlauf der Depression Vorangegangene Episode erhöhen die Wahrscheinlichkeit für erneute Episode Jüngere Patienten: Episodendauer <10 Wochen Ältere Patienten: Episodendauer >21 Wochen Ungünstiger Verlauf begünstigt durch:  - frühes Erkrankungalter - größerer Schweregrad der Störung/ Episoden - unvollständige Remission zwischen den Episoden - vorausgehende dysthyme Störung - Familiäre Disposition - Komobiditäten
  • Resilienz resilire = lat. zurückspringen, abprallen Psychische Widerstandsfähigkeit Fähigkeit, Krisen durch persönliche und soziale Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen Erfolgreiche Anpassung trotz belastender Bedingungen Kohärenzgefühl, das was gegen Stressoren gesund hält ( Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Sinnhaftigkeit)
  • Schutzfaktoren vor Depression Soziale und wirtschaftliche Faktoren Umweltfaktoren Faktoren des Lebensstils Psychologische Faktoren Zugang zu gesundheitsrelevanten Leistungen
  • Protektive Schutzfaktoren Intaktes soziales Netz Guter Gesundheitszustand Mobilität, Unabhängigkeit, Autonomie Keine finanziellen Probleme Guter körperlicher Zustand Höherer Bildungsgrad Erleben von positiven Beziehungen Erfahrung von Zuwendung in der Kindheit
  • Postpartale psychische Störungen Babyblues: Beginn 1. Woche nach Entbindung (Stimmungslabilität, Weinerlichkeit, Schlafstörungen, Angst); Prävalenz 30-85% Postpartale Depression: Beginn 2-3 Monate nach Entbindung ( Depressive Verstimmung, Schlafstörungen, Angst); Prävalenz 10-15% Wochenbettpsychose: Beginn sofort bis 4 Wochen nach Entbindung ( Agitation und Irritierbarkeit, depressive Verstimmung oder Euphorie, Wahn, Depersonalisation, desorganisiertes Verhalten); Prävalenz 0.1-0.2 %
  • Risikofaktoren Wochenbett junges Alter erhöhte Kinderzahl mangelende familiäre Unterstützung, Armut und niedriger sozioökonomischer Status Schlafmangel bei unruhigem Kind, Schreikinder, Druck das Kind unbedingt stillen zu müssen Übergewicht hormonelle und psychische Faktoren
  • Symptomatik einer perimenopausalen Depression affektive Instabilität Unruhe Fatigue Schlafstörungen Ängste Anhedonie Grübelneigung
  • Depression Formen früher und heute Heute: Anzahl / Ausprägung der Symptome bestimmt die Diagnose (leicht/mittel/schwer/rezidivierend) Früher - Agitierte Depression (ängstliche Getriebenheit) - Gehemmte Depression (gehemmte Psychomotorik) - Lavierte (somatische) Depression (vegetative Störungen) - Wahnhafte Depression (depressiver Wahn vorhanden) - Endogene Depression (körperlich/ hormonell begründet) - Neurotische Depression (reaktive/ Erschöpfungsdepression)
  • Diagnostik Ausführliche Anamneseerhebung Strukturierte Interviews Testpsychologie (BDI; HAM-D; PHQ-K) - Hamilton Rating Scale: Fremdbeurteilungsskala; 17 Items, max. 52 Punkte - Montgomery- Asberg Depression Rating Scale: MARDS Fremdbeurteilung 10 Items, max. 60 Punkte Fragen - Gab es in ihrem Leben einmal eine Zeitspanne von mind. 2 Wochen in der sich sich fast täglich, die meiste Zeit traurig/ interessenlos fühlten?
  • Risikofaktoren Depression Weibliches Geschlecht Ersterkrankung während der Adoleszenz Fehler einer stabilen und vertrauensvollen Beziehung Stadtbewohner Belastende Lebensereignisse/ Stress Komorbidität
  • Advertisement
  • Pseudodemenz im Rahmen der Depression auftretende klinisch relevante kognitive Defizite kein relevanter neuurodegenerativer Prozess vorhanden Abgrenzung zu normaler Demenz - Klagen über Vergesslichkeit - Krankheitswert selbst erkannt - Beginn eher schnell über Tage bis Wochen - gut behandelbar
  • Depressiver Wahn Themen: Schuld, Verarmung, Hypochondrie häufig mit erhöhter Suizidalität verbunden Wahninhalte: Teil von Persönlichkeit, Lebensgeschichte und depressiven Syndrom und verbergen sich hinter schwerer Depersonalisation und Angst hoch dosierte und länger dauernde Benzodiazepingabe Kriterien für Schizophrenie nicht erfüllt Halluzinationen nicht bizarr oder kulturell unangemessen
  • Dysthymia F34.1  A Konstante oder konstant wiederkehrende Depression über einen Zeitraum von mind. 2 Jahren -> dazwischen normale Phasen B Keine der depressiven Episoden sind so schwer oder dauern so lange an, dass sie in F32/F33 fallen C Vorliegen mind. 3 Symptome der Depression
  • Dauer depressiver Episoden durchschnittliche Dauer einer Episode: 4-8 Monate durchschnittliche Anzahl der Episoden/ Leben: 5 Episoden beschwerdefreie Phase: durchschnittlich Jahre
  • Pharmakotherapie bei Depression Akuttherapie mit Antidepressiva:  - Responseraten 50-70% - Wirklatenz i.d.R. 2-4 Wochen Response: Symptomverbesserung nach Therapie, Abnahme der Symptomatik um 50% Remission: klinische Gesundung Relapse: Rückfall nach kurzer Zeit Recurrence: neue Krankheitsepisode nach langer Stabilität Recovery: dauerhafte Stabilität, auch funktional