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Kognitive II (Subject) / VL_3 (Lesson)

Langzeitgedächtnis_Non-deklaratives System

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  • Non-deklaratives Gedächtnis (implizites Gedächtnis) Teil des Langzeitgedächtnisses, bei dem die Wiedergabe von Gedächtnisinhalten unbewusst, automatisch und ohne Willensanstrengung erfolgt
  • Non-assoziative Lernformen Habituation tritt auf, wenn ein Organismus wiederholt einemReiz ausgesetzt ist, der sich als unbedeutend erweist– Reaktion auf einen Reiz nimmt mit der Zeit ab– Bsp.: Wenn man seine Schuhe anzieht, spürt man diese anfangs nocham Fuß, dieses Gefühl verblasst allerdings sehr schnell, weil irrelevant Sensitivierung Zunahme der Stärke einer Reaktion bei wiederholter Darbietung eines – meistaversiven – Reizes – Bsp.: Wenn der Schuh drückt bzw. schmerzt findet i. d. R. eineSensitivierung statt, so dass der Schmerz mit der Zeit immer stärker wird
  • Perzeptuelles Repräsentationssystem (PRS) – ist zuständig für perzeptuelle Anteile des non-deklarativen Gedächtnisses– Informationen werden auf einer präsemantischen Ebene, unabhängig von deklarativen Gedächtnisinhalten, verarbeitet– es gibt multiple domänen-spezifische PRS, wobei das visuelle System am besten bekannt ist– im visuellen PRS werden Informationen über Form und Struktur von Reizen verarbeitet  Perzeptuelles Lernen
  • Eigenschaften von perzeptuellem Lernen/Gedächtnis Reizspezifität Positionsspezifität Aufgabenspezifität kein Transfer
  • Perzeptuelles Repräsentationssystem /Priming Unter Priming versteht man die Fazilitation (Erleichterung) bei der Verarbeitung eines Zielreizes (Probe/Target) aufgrund der vorherigen Darbietung eines Bahnungsreizes (Prime) „Erleichterung“ bezieht sich auf Effekte im Verhalten einer Versuchsperson wie z.B. kürzere Reaktionszeiten, akkuratere Antworten oder vergleichbare Aspekte im Verhalten– Es gibt eine Reihe verschiedener Formen von Priming
  • Perzeptuelles Priming Priming-Phänomene treten auch beim Ergänzen bildhafterFragmente auf• Bildfragmenttest Effekt: schnelles perzeptuelles Lernen
  • Wiederholungspriming Eine Form des perzeptuellen Priming, bei der der gleiche Stimulus zweimal präsentiert wird
  • Semantisches Priming wenn zwischen einem Prime ( z.B. Kanarienvogel) und einem Probe ( z.B. Spatz) eine semantische Relation besteht, ist der Proband deutlich schneller bei der Entscheidung, dass es sich bei „Spatz“ um ein Wort handelt als bei z.B. „Wolke“ die Entscheidung des Probanden wird semantisch gebahnt
  • Affektives Priming wenn zwischen einem Prime (z.B. Hölle) und einem Probe (z.B. Tod) eine affektive Relation/identische Valenz besteht, kann der Pb deutlich schneller entscheiden, obder Probe eine positive oder negative Valenz besitzt
  • Supraliminales Priming alle Formen von Priming, in denen der Prime von den Versuchspersonen bewusstwahrgenommen wird.
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  • Subliminales Priming der Reiz kann nicht bewusst wahrgenommen werden, da er nur für wenige Millisekundenpräsentiert wird.
  • Modelle zur Erklärung der Priming Phänomene Schärfungsmodell (tuning)– Neurobiologische Ebene– Zur Erklärung von Effekten beim Wiederholungspriming und perzeptuellen Priming– Annahme, dass ein Stimulus ein verteiltes Netzwerk aktiviert, das die verschiedenen Eigenschaften dieses Reizes kortikal repräsentiert Modell der sich ausbreitenden Aktivierung (spreading activation) – bezieht sich auf die Netzwerke im semantischen Gedächtnis– Je näher die jeweiligen Knoten liegen, desto stärker diesemantische Voraktivierung (Prime „Kanarienvogel“ aktiviert denProbe „Spatz“ semantisch vor & lässt ihn leichter abrufen
  • Prozedurales Gedächtnis (oft synonym mit „Implizites Gedächtnis“) Speicher für automatisierte Fertigkeiten und Verhaltensroutinen non-deklarativer Gedächtnisinhalt muss keineswegs von Anfangan non-deklarativ gewesen sein Erinnerung, wie man z.B. das Kuppeln erlernt hat1. explizit [jeden einzelnen Bedienungsschritt],2. automatisiert [durch Übung])
  • Begriff des non-deklaratives Gedächtnisses (Gruber 2011) weil Verhaltensroutinenwie „Schuhe binden“ nicht oder nur sehr schwer deklariert (beschrieben)werden können! 
  • Implizites Lernen „Lernen in Situationen, in denen die Person Strukturen einer relativ komplexen Reizumgebung lernt, ohne dies notwendigerweise zu beabsichtigen, und in einer Weise, dass das resultierende Wissen schwer zu verbalisieren ist.“