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Kognitive II (Subject) / VL_2 (Lesson)

Langzeitgedächtnissysteme_Deklaratives Gedächtnis

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  • Langteitgedächtnis Annahme: DasLZG hat eine (potenziell) unbegrenzte Kapazität
  • Deklaratives Gedächtnis Episodisches Gedächtnis: Wissen über die eigene Vergangenheitoder Erinnerungen eine bestimmte Handlung in der Zukunftausführen zu wollen (prospektives Gedächtnis); Erinnerungenaus der eigenen Biografie entstammen dem autobiographischenGedächtnis Semantisches Gedächtnis enthält generisches Wissen über dieWelt zwei Subsysteme (je nach Läsion kann sowohl das episodische als auch das semantische Gedächtnis in unterschiedlichem Maße beeinträchtigt sein) Systeme können miteinander interagieren (z.B. Erinnerung anden letzten Urlaub in Frankreich - Paris ist die Hauptstadt)
  • Prototyp-Theorie Entscheidung, ob ein Objekt zu einer bestimmten Kategorie gehört erfolgt durch Vergleich seiner Eigenschaften mit einer Standardrepräsentation (Prototyp) Prototyp= Abstraktionen oder Mittelungen über spezifische Lernexemplare einer Kategorie, die die charakteristischen Merkmale enthalten Anwendung: Es findet ein Vergleich zwischen dem zu kategorisierenden Objekt und dem Prototypen statt Zuordnung einer Kategorie anhand von SchwellenwerteEin Spatz ist ein hoch-prototypischer Vogel, ein Pinguin ein nieder-prototypischer Vertreter dieser Kategorie
  • Semantische Relationen Konzepte werden mittels semantischer Relationen verbunden,Konzepte und Relationen bilden NetzwerkeBeispiel Collins & Quillian (1969):• Netzwerk besteht aus Knoten, die miteinander verknüpft sind• Jeder Knoten repräsentiert ein Konzept oder Kategorie• Die Verknüpfungen stehen mit logischen Aussagen in Verbindung (propositionales Netzwerk)
  • Proposition Kleinstmögliche selbständig als wahr bzw. falsch beurteilbare Wissenseinheit.
  • Ebenen in hypothetische Struktur eines Gedächtnisnetzwerkes, das konzeptuelles bzw. semantisches Wissen speichert Ebene 1 übergeordnete Ebene (Superordinate Level) Ebene 2 Basisebene (Basic Level), =Primärbegriffsebene Ebene 3 untergeordnete Ebene (Subordinate Level) Auf der Basisebene (Ebene 2) ist die Übereinstimmung mit prototypischen Exemplaren einer Kategorie am höchsten Aussagen innerhalb einer Ebene:– Die Frage „ist ein Kanarienvogel ein Vogel“ wird schneller beurteilt alsdie Frage, ob ein Pinguin ein Vogel ist, obwohl beide (in der Abbildung aufder letzten Seite) die gleiche Anzahl von Knoten (Merkmalen) haben.Warum?– Der Unterbergriff Kanarienvogel hat eine höhere Typikalität bezüglichdes Oberbegriffs Vogel.Merkmale sind gewichtet, tragen unterschiedlich zur Typikalität bei,z.B. obligatorisch vs. fakultativ, mehr oder weniger „typisch“
  • Exemplar-Theorie: Ein neues Objekt wird nicht mit einem Prototyp verglichen, sondern mit einer Anzahl von bekannten Exemplaren, mit denen man im Laufe seiner Entwicklung konfrontiert war. – Vergleich mit den im LZG gespeicherten Exemplaren, zu denen das neue Exemplar am ehesten passt
  • Prototyp- vs. Exemplartheorie In verschiedenen Experimenten konnten beide Theorien bestätigt werden– bei umfangreichen Kategorien (z.B. Vögel) lässt sich dieKategorisierung am besten mit der Prototyp-Theorie erklären; isteher dem semantischem Gedächtnis zuzuordnen – bei kleinere Kategorien (z.B. Bundespräsidenten oder Päpste) istdie Exemplar-Theorie von höherem Erklärungswert; ist eher demepisodischen Gedächtnisprozessen zuzuordnen
  • Wissensrepräsentation im semantischen Gedächtnis: Definition Begriff Resultat der Klassifikation von Objekten nach ihren Merkmalen. Begriffe strukturieren der Orientierungsbereich und ermöglichen adäquate Reaktionen auf variable Umweltanforderungen .Zu einem Begriff gehören drei Komponenten:1. Struktur: zur relevanten Klasse gehörende Merkmale und ihre Verknüpfungsvorschrift.2. Inhalt: konkrete Objekt- oder Ereignismenge, die durch den Begriff bezeichnet wird.3. Bedeutung: Relation zwischen Begriffsinhalt und zugehörigenVerhaltensweisen und Verhaltensentscheidungen.
  • semantische Relationen zwischen den Begriffen Beziehungen zwischen Begriffen, die eine spezifische Bedeutung haben, die über den in den Begriffen selbst enthaltenen Sinn hinausgeht
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  • Klassifikationsrelationen Relationen lassen sich aus den Merkmalseigenschaften vonzwei Begriffen herleiten. OB-UB, Oberbegriff/Unterbegriff (Fahrzeug-Auto, Fahrzeug-VWGolf)echtes Enthaltensein, verschiedene Abstraktionsebenen, je mehr gemeinsame Merkmale, desto ähnlicher die Begriffsinhalte.NO, Nebenordnung - teils gemeinsame, teils verschiedene Merkmale,nebengeordnete Begriffe liegen in der gleichen Abstraktionsebene,ihr nächster gemeinsamer Oberbegriff kann aber unterschiedlichweit entfernt sein.Taube-Hahn ⇒ Geflügel                  Taube-Dackel ⇒ Tier
  • Ereignisbezogene Relationen extern verzweigenden Merkmale bilden die Basis für zwischenbegriffliche Relationen (ZBR)