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VT2 (Subject) / Verhaltenstherapie der Depression (Lesson)
Depression
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- Diagnose der Depression Symptome anhaltend über mind. 2 Wochen Hauptsymptome - Gedrückt/ depressive Stimmung - Interessenverlust, Freudlosigkeit - Antriebsmangel, erhöhte Ermüdbarkeit Zusatzsymptome - Verminderte Konzentration - Vermindertes Selbstwertgefühl - Gefühle von Schuld- und Wertlosigkeit - Pessimistische Zukunftsperspektive - Suizidgedanken/ - handlungen - Schlafstörungen - Verminderter Appetit
- Stufenmodell der Identifizierung und Intervention von Depression 0: Risikogruppe, derzeit noch keine Symptome 1a: schwache, unspezifische Symptome 1b: Hochrisikogruppe, subklinische Symptome --> Psychoeedukation, niedrigschwellige Interventionen, CBT- Skills, Problemlösetrainings 2: Erste Episode Major Depression, moderate bis starke Symptome --> CBT, Psychoedukation, Antidepressiva für schwere Depression 3a: Nicht vollständige Remission nach der 1. Episode --> Siehe 2, medizinischer und psychosozialer Schwerpunkt 3b: Rezidiv der Major Depression --> siehe 3a, Schwerpunkt Rückfallprophylaxe und Warnzeichen 3c: Mehrere Rückfälle,schwere Beeinträchtigung durch Depression --> Siehe 3b, Schwerpunkt Langzeitstabilisierung 4: schwere chronische Depression ohne Remission --> Siehe 3c, Schwerpunkt medikamentöse Behandlung
- Aufbau der KVT bei Depression 1. Aufbau therapeutischer Beziehung / probatorische Sitzungen 2. Vereinbarung von Therapiezielen 3. Bewusstwerden depressiver Symptome 4. Aufbau positiver Aktivitäten 5. Veränderung von negaitven Kognitionen 6. Verbesserung sozialer Fertigkeiten 7. Rückfallprophylaxe
- Depressive Patienten gelten als schwierig Fehlende Veränderungsmotivation überwältigende Gefühle von Hoffnungslosigkeit pessimistische Grundhaltung Erwartung von allen abgelehnt zu werden Selbstablehnung Empfindet sich als nicht liebenswert egozentrischer eigenschränkter Lebensstil
- Depression als Beziehungsstörung die depressive Symptomatik wirkt sich auf die Therapeut- Patient- Beziehung aus - ängstlich- traurige Stimmung -> Hilfsbereite Gegenreaktion - Negativistisch- pessimistisch -> Ratlosigkeit - Mangelnde Beziehungsbereitschaft -> Distanz und Patient wird aufgegeben Normal bei depressiven Patienten - hoffnungslos, frustriert, wütend, traurig - Aushalten negativer Gefühle auch für Therapeuten belastend - > Verantwortungsgefühl Überschätzungsfehler des Therapeuten
- Bewusstwerdung depressiver Symptome 4 Ebenen der Depression - Kognitive Symptome - Emotionale Symptome - Körperliche Symptome - Verhaltenssymptome Bewusstwerdung - Gedanken - Gefühle - Stehen die Gedanken in Zusammenhang mit einem Ereignis? - Stressreiche Situation? - Welche Konsequenz hatte das auf das Verhalten?
- Aufbau positiver Aktivitäten chronisches Energiedefizit - physische und psychische Schonhaltung - Rasche Ermüdung Antriebslosigkeit Positive Aktivitäten - Sammeln von Energiequellen - Aktivitäten müssen nicht Spaß machen, sondern bewältigbar und beendbar sein - Unterstützung durch positive Aktivitätenliste
- Prinzip der kleinen Schritte Skalenfragen Detailliert Schritte besprechen und planen Tätigkeit visualisieren erhöht die Wahrscheinlichkeit sie durchzuführen So - Tun - als - ob Übung Veränderungen thematisieren (positive Veränderungen abfragen) Tagesstruktur
- Bewegung und Depression wirkt stimmungsaufhellend antriebsfördernd globales Selbstwertgefühl Empfehlung: 3 x 30 Minuten Ausdauer Selbstwirksamkeit
- Lichttherapie Außenlicht vielfach höher als beleuteter Innenraum mind. 10.000 lux / 30 min Wirkt bereits nach 5-7 Tagen vs. 3-6 Wochen Antidepressiva innerhalb einer Stunde nach dem Aufwachen Biopolare Störung: nicht in manischer Episode
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- Veränderungen von negativen Kognitionen Dysfunktionale Denkmuster - neg. automatische Gedanken; dysfunktionale Gedanken; willkürliche Schlussfolgerungen; selektiver Zugriff auf negative Denkmuster; verminderter Zugriff auf positive Inhalte; Übergenralisierung; Schwarz- Weiß- Denken; Grübeln; Katastrophisieren Schwierigkeiten beim Erkennen von automatischen Gedanken - Detaillierte Beschreibung erfragen - nach emotioanlen und körperlichen Reaktionen fragen - sich die schwierige Situation noch einmal vor Augen führen - Zwischenmenschliche Situation in einem Rollenspiel darstellen - Gedankenprotokoll
- Einüben sozialer Fertigkeiten Äußern positiver Gefühle - oft Schwierigkeiten positive Gefühle gegenüber anderen zu zeigen - machen deutlich weniger Komplimente, zeigen Zuneigung seltener, entschuldigen sich seltener Äußern negativer Gefühle - Angst vor Zurückweisung oder Abwertung - Schwierigkeiten grenzen zu setzen; Kritik zu üben; anderer Meinung zu sein Kontakte aufzubauen - Warten angesprochen zu werden
- Rückfallprophylaxe Was sind Warnsignale depressiver Phasen Welche Techniken und Methoden setze ich ein? Was sind Belastungsfaktoren? Rechtzeitiges Erkennen Zukunftsplanung Rückfallkoffer