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VT (Subject) / Expositionsverfahren (Lesson)
Angststörungen und Behandlung
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- Normale Angst Enge der Brust löst biologisch sinnvolle, starke körperliche Symptome aus: Herzklopfen, Atemnot, feuchte Hände, Muskelzittern Angst ohne körperliche Symptome= intellektuelle Besorgnis Angst ist primäre Emotion; Normaler Zustand ist in Zukunft gerichtet Reaktion auf bedrohliche, ungewisse oder unkontrollierbar beurteilte Ereignisse, Situationen und Vorstellungen Fight or Flight Reaktion Heute keine körperliche Betätigung benötigt bei Ängsten -> Verharren in Anspannung ohne Abreaktion
- Panikattacke Angst nimmt extremes Ausmaß an Zusammenbruch des geordneten Handelns und Denkens Katastrophensituationen führen zu akuter Angstreaktion und Fluchtverhalten ohne soziale Rücksichtnahme Blinde unorganisierte Flucht solange die Möglichkeit besteht Größtes Ausmaß an Panik besteht, wenn mittlere Wahrscheinlichkeit der Situation zu entkommen Symptome werden katastrophenartig fehlinterpretiert führt zu erhöhtem Sicherheitsbedürfnis
- Faktoren der Aufrechterhaltung von Angst Problematische Wahrnehmung und Bewertung von Körperempfindungen Vermeidungsverhalten Kontrollstrategien: Angst wird verstärkt; Realitätsprüfungen der Befürchtungen werden verhindert
- Umgang mit Katastrophengedanken Befürchtungen konkretisieren (Ich werde ohnmächtig) Psychoedukation - Sympathikus und Parasympathikus - Ohnmacht in der Erregungsphase nur selten Eher ein erschöpftes Zusammensinken
- Konfrontationstherapie Gezielte und direkte Konfrontation des Menschen mit den (realen) angstauslösenden Reizen Lernziel ist die Erkenntnis, dass die Angst unbegründet ist Graduiert: Angsthierarchie, gesteigerte Konfrontation Massiert: Konfrontation mit stärkstem Reiz In-sensu: Konfrontation in der Vorstellung In- Vivo: Konfrontation in der Realität Intereozeptive Exposition: absichtliches Hervorrufen der Symptome
- Kontraindikation für Konfrontation Psychotische Störungen Suizidalität Körperliche Erkrankungen Real gefährliche Situationen Nur medizinisch unbedenkliche, gesetzlich erlaubte und ohne Lebensbedrohung Situationen in denen der Patient z.B. im Job sein Gesicht verlieren könnte
- Probleme bei der Expositionsbehandlung 1. Therapeut stellt Sicherheitssignal dar 2. Patient bekommt keine Angst 3. Patienten zweifeln am Sinn der Exposition 4. Therapeutische Skepsis Verhalten: konfrontativ - direkt vs. empathisch
- Ablauf einer Exposition 1. Kognitive Vorbereitung Erklärungsmodell mit dem Patienten erarbeiten; Nichtfalsifizierbarkeit; Perspektivität 2. Angsttagebuch 3. Allgemeines Vorgehen Erstellen einer Angsthierarchie; Reizkonfrontation beginnend mit stärkstem Reiz; hohes Angstniveau halten; Angsthierarchie abarbeiten; Sicherheitsverhalten 4. Schritt für Schritt
- Vorbereitung auf Exposition 1. Dem Patienten wird vermittelt: Ziel der Übungen ist es, Angst zu bekommen und zu meistern; Kette von Erwartungsangst und Vermeidung zu durchbrechen 2. Der Patient stimmt zu, so lange in der Situation zu bleiben, bis die Furcht nachlässt 3. Der Patient soll die Konfrontation bis zum Rückgang der Angst ohne Entspannungshilfe aushalten 4. Die therapeutische Unterstützung sollte so bald wie möglich ausgeschlichen werden: selbstständiges Aufsuchen phobischer Situationen 5. Dem Patienten vermitteln: Es wird anstrengend Endziel ist nicht Null-Angst , sondern realistisches Angsttrauma, Beendigung des Vermeidungsverhaltens
- Cue Exposure Unterschied zu Angsterkrankungen: nicht Vermeidungsverhalten steht im Mittelpunkt, sondern gestörtes Annäherungsverhalten "craving"/"Suchtdruck" Exposition mit Triggerreizen, ohne Konsum = Reaktionsverhinderung Exposition wird zusätzlich in Anwesenheit von Therapeuten durchgeführt, später selbstständig
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- Generalisierte Angststörung Worrying - GAS Patienten erwarten meist Probleme, deren Eintreten sehr unwahrscheinlich ist - der Problemprozess kommt nicht zum Abschluss - Patienten denke ihre Probleme nicht zu Ende, sondern springen vorher zum nächsten Thema - Unterschiede zu normaler Sorge: Kontrollverlust; Springen von Thema zu Thema; Katastrophisieren; Ausmaß und Dauer der Sorgen - Sorgenketten: Sorgenbereiche nicht klar voneinander getrennt Sorgenkonfrontation - Ziel: Patienten setzen sich möglichst intensiv mit einzelnen Sorgen auseinander - Erstellen eines Sorgendrehbuch mit katastrophalen Ende Gedanken, sondern in bildlicher Vorstellung - Durchführung führt zunächst zum Angstanstieg
- Virtuelle Therapien Therapeutische Interventionsmethode in virtueller Realität Angstexposition zum Erlernen von neuem Verhalten Computerbasierte Visualisierung der realen Welt Präsenzerleben: subjektives Erleben der VR Welt als real Computergestützte Welt muss ein Maximum an Präsenz erzeugen Vorteile - Bessere Erreichbarkeit von Orten - Richtige Dosierung des Reizes einfacher - stärkere Kontrollmöglichkeiten der Stimuli Anwendungsgebiete: Höhenangst; Flugangst; Tierphobien; Soziale Phobien; Psychotraumatische Störungen