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WISO 2- (Subject) / Rechnungswesen 2 (Lesson)

FRAGENKATALOG 33-56

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  • Was versteht man unter Umsatzsteuer – Vorsteuer - Mehrwertsteuer? 1. Mehrwertsteuer ist der umgangssprachliche Oberbegriff für Vorsteuer & Umsatzsteuer. 2. Die Vorsteuer ist die Steuer, die.. das Unternehmen beim Einkauf von Waren & Dienstleistungen, also bei Ausgaben, mit der Rechnung bezahlt. Vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen erhalten die gezahlte Vorsteuer nach der Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Umsatzsteuererklärung vom Finanzamt zurück. 3. Die Umsatzsteuer ist die Steuer, die... für den Unternehmer auf Einnahmen fällig wird. Sie muss auf den Rechnungen separat ausgewiesen werden & wird nach der Umsatzsteuererklärung an das Finanzamt abgeführt.
  • Warum handelt es sich bei der Umsatzsteuer in einem der Regelbesteuerung unterliegenden Betrieb um einen „Durchlaufposten“? 1. Weil Unternehmen zum Vorsteuerabzug input tax deduction berechtigt sind,     d.h. sie dürfen die im Einkauf bezahlte Vorsteuer mit der selbst erhobenen Umsatzsteuer             saldieren. 2. Hieraus ergibt sich die Zahllast tax payable, die per Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt abgeführt paid to the tax office bzw. rückerstattet refunded wird. 3. Die selbst erhobene USt an den Kunden wird vom Unternehmen an das Finanzamt abgeführt. 4. Die in Rechnung gestellte USt kann als Vorsteuer wieder beantragt werden
  • Wofür wird ein Vorsteuerkonto, wofür ein Umsatzsteuerkonto geführt? 1. Die Vorsteuer stellt eine Forderung (offene Rechnung) gegenüber dem Finanzamt dar (aktives Bestandskonto) 2. Die Umsatzsteuer stellt eine Verbindlichgkeit debt gegenüber dem Finanzamt dar (passives Bestandskonto) 3. Die Differenz aus Umsatzsteuer & Vorsteuer muss an das Finanzamt abgeführt werden. Die Konten werden deshalb zur Saldierung geführt, um die Zahllast der Umsatzsteuervoranmeldung zu ermitteln. Forderung:deuda activa
  • Unterscheiden Sie zwischen Brutto- und Nettopreisen im Handel. Nettopreis enthält noch keine Mehrwert- oder Umsatzsteuer. Der Bruttopreis enthält Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer & fällt daher grundsätzlich höher aus als der Nettopreis. Bruttopreis - Mehrwertsteuer = Nettopreis
  • Was versteht man unter pauschalierenden & was unter optierenden Landwirten? Für Gartenbauliche Produkte & landwirtschaftliche Betriebsmittel gilt der ermäßigte Steuersatz von 7% Beim Verkauf landwirtschaftlicher Produkte muss zw. pauschalierenden und optierenden Landwirten unterschieden werden. a) Optierer berechnet 7% Umsatzsteuerb) Pauschalierer berechnet 10,7% USt Alle Verkaufsgüter können mit Bruttobetrag gebucht werden: ⇒ Vorsteuer → Aufwand (nicht zu aktivieren od. abschreiben) ⇒ Umsatzsteuer → Ertrag  Anlagegüter sind dagegen stets netto zu aktivieren
  • Erklären Sie die Abschreibungen. Welche Ursachen führen zu den Abschreibungen? Versuchen Sie, diese nach den wichtigsten Kriterien zu gliedern und führen Sie Beispiele an. Abschreibungen: Im Laufe der Zeit nimmt der Wert einer Investition oder Anlagegutes                               z. B. Gebäude, Fahrzeuge, Maschinen, Büroartikel oder Schriebwaren  = als Aufwand über das AfA (Absetzung für Abnutzung) Konto gebucht werden & somit in die Bilanz mit aufgenommen. Ursachen der Wertminderung eines Anlagegutes: Verbrauchsbedingt:                                                                                                            a) Abnutzung durch Gebrauch, natürlichem Verschleiß und Substanzverringerung        b) Schadens- oder Katastrophenfälle Wirtschaftlich bedingt:                                                                                                           a) Veralterung infolge technischen Fortschritts                                                                     b) Nachfrageverschiebung, Sinken der Arbeitspreise, Fehlinvestition Zeitlich bedingt:                                                                                                                  a) Auslaufen von Miet- und Pachtverhältnissen vor dem Ende der Nutzungsfähigkeit der Anlage                                                                                                                                b) Ablauf von Konzessionen oder Patenten
  • Was sind planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen? 1. Planmäßige Abschreibung sind Wertverluste, die von vor der Anschaffung (Investition) mit einkalkuliert wurden. Man unterscheidet weiterhin: Zeitabschreibung: o Mit gleich bleibenden Jahresbeträgen (Linear) o Mit fallenden Jahresbeträgen (Degressiv) – Geometrisch Degressiv – Mit fallenden Staffelsätzen Leitungsabschreibung: → erfolgt nicht nach der Nutzungsdauer, sondern richtet sich nach dem tatsächlichen Nutzungsverlauf (KFZ – km; Leistung, Maschine – Betriebsstunden). 2) Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn außergewöhnliche Wertminderungen vorliegen, bspw. wenn durch Feuer die Scheune zerstört wird. (Abschreibungsplane waren nicht vorhersehbar)
  • Nennen und beschreiben Sie die gebräuchlichen Verfahren der Zeitabschreibung. Zeitabschreibung: Linear = gleichbleibende Jahresbeträge Jedes Jahr wird gleiche Betrag abgeschrieben und somit mindert sich der Wert des Vermögensgegenstandes linear. AfA = Anschaffungskosten ÷ Nutzungsdauer (Betriebesgewöhlich) Degressiv = fallende Jahresbeträge (Fixer Prozentsatz vom Buchwert) – auch Buchwertabschreibung genannt – 2 Verfahren: a) Geometrisch Degressiv: AfA als jährlich gleich bleibender Prozentsatz vom jeweiligen Restbuchwert errechnet wird. b) Mit fallenden Staffelsätzen: Sonderform der Abschreibung für Gebäude. Die Staffelsätze sind dabei explizit im Gesetzestext festgesetzt.
  • Wie verfahren Kleinunternehmer nach §19 UStG bei der Umsatzsteuer? Kleinunternehmer, deren Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer in vorangegangenen Kalenderjahr < 17.500 Euro war und in diesem Jahr 50 000 Euro nicht übersteigen wird müssen keine USt erheben,, dürfen dann aber auch keinen Vorsteuerabzug durchführen.
  • Was versteht man unter Buchwert-, was unter Leistungsabschreibung? Leistungsabschreibung (planmäßige Abschr.) = erfolgt nicht nach Nuzungsdauer, sondern nach tatsächlichem Nutzungsverlauf bei beweglichen Wirtschaftsgütern, deren Leistung erheblich schwankt und deren Verschleiß daher erhebliche Unterschiede aufweist Voraussetzung: Der Umfang der Leistung muss auf geeignete Art nachgewiesen werden können. Buchwertabschreibung (planmäßige Abschr. - Zeitabschr.) = degressive Abschreibung: Abschreibung des ersten Nutzungsjahres wird über Anschaffungskosten ermittelt. Die der folgenden Jahre berechnet sich dann über den jeweiligen Buchwert (Zeitwert) 
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  • Was sind „GWGs“? 1. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) sind abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar fähig sind & deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten einen Wert von 410 Euro nicht übersteigen. z. B. Telefone, Datenträger, Kaffeemaschinen, Werkzeuge, Kleinmöbel, Bestecke Kein GWG vorliegt, wenn das Wirtschaftsgut nur zusammen mit den betreffenden Maschinen genutzt werden können. z.B. Bildschirme, Drucker, Scanner. Ausnahme davon sind die Multifunktionsgeräte, die einen Kopierer, Drucker, Scanner beinhalten.
  • Wie werden GWG verbucht? bis einschließlich 150 € → Sofortige Betriebsausgabe  über 150 bis einschließlich 410 € → Euro Sofortabschreibung über 150 bis einschließlich 1000 € → Sammelabschreibung (Pool-Abschreibung) 1. bis einschließlich 150 € in voller Höhe als Betriebsausgabe (Sofortaufwand) im Anschaffungs- bzw. Herstellungsjahr erfasst werden keine Aufzeichnungspflicht im gesonderten Verzeichnis z. B. Schreibtischlampe von 70 € netto in bar gekauft.                                                     Büromaterial 70,00 €                                                                                                             Vorst. 19 % 13,30 €        an Kasse 83,30 € 2. über 150 bis einschließlich 410 € sofort im Jahr der Anschaffung oder Herstellung zu 100% abgeschrieben werden. Die Anschaffungskosten werden zunächst auf das Konto „GWG“ gebucht z. B. GWG angeschafft: ein Büroschrank für 350 € zuzüglich 66,50 € Umsatzsteuer         Geringwertige Vermögensgegenstände 350 €                                                                   Vorst. 19 %  66,50 €                                                 an Bank 416,50 €        3. über 150 bis einschließlich 1000 € in einem Jahressammelposten (Pool) zusammengefasst & gemeinsam über fünf Jahre linear (mit 20 % pro Jahr) abgeschrieben werden.  Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden in diesem Fall auf das Konto „ GWG 150 bis 1000 € (Sammelposten)“gebucht. z. B. Der Unternehmer hat im Jahr 2012 ein Notebook im Wert von 800 € netto GWG 150 bis 1000 € (Sammelposten) 800,00 € Vorst. 19 % 152,00 €                                                   an Bank 952,00 €
  • Was verstehen Sie unter Rückstellungen? Wofür sind sie zu bilden? Rückstellungen= "ungewisse" Verbindlichkeiten (Fremdkapital) sind zu bilden für Verbindlichkeiten, die dem Grunde nach im laufenden Wirtschaftsjahr entstanden sind, deren Höhe und/oder Fälligkeit jedoch unbekannt sind. Bsp.: Garantierückstellungen, Pensionsrückstellungen,... Bildung ist unabhängig von der Rechtsform des Unternehmens Buchungssatz lautet: "Aufwandskonto an Rückstellungen"
  • Erläutern Sie den Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibungen nach §7g EStG. Bei abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens können unter den u.g. Voraussetzungen im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den vier folgenden Jahren Sonderabschreibungen bis zu insgesamt 20% der Anschaffungs- oder Herstellkosten in Anspruch genommen werden. SonderAfA kann nur in Anspruch genommen werden, wenn - Der Betrieb zum Schluss des WJ, das der Anschaffung oder Herstellung vorangeht, die zuvor genannten Größenmerkmale nicht überschreitet, und - Das Wirstschaftsgut im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und im darauf folgenden WJ in einer inländischen Betriebstätte des Betriebs des Steuerpflichten ausschließlich oder fast ausschöießlich betrieblich genutzt wird.
  • Wie sind Rückstellungen und Rücklagen in der Bilanz dargestellt? 1. Rückstellungen werden in der Bilanz als Fremdkapital ausgewiesen (Passivpositionen) Rückstellungen stellen in der Bilanz ein negatives Wirtschaftsgut dar. Sie verringern demzufolge den Gewinn, weil es sich um Aufwendungen für das Unternehmen handelt. 2. Rücklagen werden in der Bilanz als Eigenkapital des Unternehmens ausgewiesen. Die bilanzrechtliche Ausweisung der Rücklagen erfolgt entweder in Form sogenannter offener Rücklagen auf separaten Rücklagenkonten oder als sogenannte stille Reserven. In der Bilanz selbst sind diese nicht erkennbar.
  • Beispiele für Rückstellungen Rückstellungen: Pensionsrückstellung Garantierückstellung Erstellung und Prüfunf des Jahresabschluses Erstellung der betrieblichen Steuereklärung Steuerschulden
  • Was sind Sonderposten mit Rücklageanteil? Wann und wofür können „Sonderposten mit Rücklagenanteil“ gebildet werden? Sonderposten mit Rücklagenanteil:= Mischform aus Eigen- & Fremdkapital, da sie aus unversteuerten Gewinnen gebildet werden. Sie wirken gewinnmindernd. Hierzu zählen:1. Rücklagen für Ersatzbeschaffungen verhindern die sofortige Besteuerung einer aufgedeckten stillen Reserve bei unfreiwilligem Ausscheiden eines Wirtschaftsguts durch höhere Gewalt od. behördliche Eingriffe. 2. Rücklagen für Investitionen können bei freiwilligem Ausscheiden von Wirtschaftsgütern gebildet werden 3. vor Ende 2007 gebildete Ansparabschreibungen
  • Unterscheiden Sie zwischen Rückstellungen, Rücklagen und Rechnungsabgrenzungsposten! Wofür werden sie jeweils gebildet? Rückstellungen: werden für Verbindlichkeiten gebildet, deren Entstehungsgrund zwar bekannt ist, deren Höhe und/oder Fälligkeit noch nicht bekannt ist. gelten als Fremdkapital & werde deshalb auf der Passivseite gebucht. Rückstellungen werden gebildet für: · Ungewisse Verbindlichkeiten· Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften· Aufwendungen für Instandhaltung die verschoben wurde· Gewährleistungen · Abraumarbeiten Rücklagen: = Reserven = Eigenkapital Bestandteil des betrieblichen Eigenkapitals & teilweise durch Gesetze oder Satzungen vorgeschrieben. Meist werden Rücklagen gebildet, um Verluste in wirtschaftlich schwächeren Zeiten auszugleichen. 1. Offene Rücklagen (Kapitalrücklagen & Gewinnrücklagen)2. Stille Rücklagen (Zwangs-, Ermessens- & Willkürreserven) 3. Sonderposten mit Rücklagenanteil Rechnungsabgrenzungsposten: dienen dazu Erträge & Aufwendungen unabhändig von der Zahlung in dem Jahresabschluss ihrer Leistungserstellung zu erfassen. werden gebildet, wenn im Voraus Zahlungen erbracht werden, die erst in späteren Wirtschaftsjahren als Aufwand oder Ertrag entstehen 1. Aktive RAP (Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand danach darstellen)2. Passive RAP (Für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag danach darstellen)
  • Was sind „Stille Reserven“ in einem Betrieb? Stille Reserven: sind Rücklagen, die aus der Bilanz nicht ersichtlich sind.  entstehen, wenn der in der Bilanz ausgewiesene Wert eines Wirtschaftsgutes nicht seinem tatsächlichen Wert entspricht. → ensteht auf der Aktivseite, wenn die Buchwerte asset value unter den Verkehrswerten market value liegen. Kommt bei langlebigen Wirtschaftsgütern wie Grundstücken, Gebäuden oder Maschinen vor. → ensteht auf der Passivseite durch die Überbewertung von Verbindlichkeiten. haben zur Folge, dass das Eigenkapital in der Bilanz zu niedrig ausgewiesen wird.  Ihre Auflösung ist gewinnwirksam!
  • Wie ermittelt ein freiberuflich Tätiger seinen Gewinn? Gewinnermittlung für Freiberufler: Wer nicht verpflichtet ist, Bücher zu führen oder Abschlüsse zu machen, kann seinen Gewinn über die Einkommensüberschussrechnung ermitteln und dem Finanzamt mitteilen. Freiberufler: Keine Gewerbeanmeldung, keine Gewerbesteuer, keine doppelte Buchführung:
  • Beschreiben Sie die beiden Gewinnermittlungsarten. Gehen Sie näher auf den Informationsgehalt der jeweiligen Gewinnermittlungsart ein. Die Gewinnermittlung kann auf 2 Wegen: Beide zum selben Ergebnis führen Betriebsvermögensvergleich (Eigenkapitalvergleich)                                                         = Durch Gegenüberstellung von Anfangs- & Schlussbilanz a) EK Ende der Rechnungsperiode – EK Anfang der Rp. = Unterschiedsbetrag b) Unterschiedsbetrag + Entnahme – Einlagen = Gewinn (oder Verlust) Gewinn- & Verlustrechnung (GuV)                                                                                  = Durch Gegenüberstellung von Erträgen & Aufwendungen einer Periode (a) Ertrag = Gesamte. Einnahmen + mehr an selbsterzeugten Gütern – weniger an selbsterzeugten Gütern + Naturalentnahmen (b) Aufwand = Ges. Ausgaben + weniger an zugekauften Gütern - mehr an zugekauften Gütern + Abschreibungen + Naturallöhne ⇒ Ertrag (a) – Aufwand (b) = Gewinn (oder Verlust)
  • Betriebsvermögensvergleich: Was ist der Unterschiedsbetrag und wie gelangt man von diesem zum Gewinn? 1. Unterschiedsbetrag: Eigenkapital(am Ende der Rechnungsperiode) – Eigenkapital(am Anfang der Rechnungsperiode) 2. Gewinn (oder Verlust): Unterschiedsbetrag + Entnahmen – Einlagen
  • Was verstehen Sie unter außerordentlichen Erträgen bzw. Aufwendungen? Nennen Sie Beispiele! 1. außerordentlichen Erträgen bzw. Aufwendungen: fallen außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der GmbH an. ⇒ Saldo von auß. Erträgen & Aufwendungen = auß. Ergebniss a) außerordentlichen Erträgen: z. B. Gewinne aus dem Verkauf von Teilbetrieben, " aus Enteignungen  " aus Kapitalherabsetzungen " aus Forderungsverzichten der Gesellschafter oder Schenkungen. Sanierungsgewinne b) außerordentlichen Aufwendungen: z. B. Verluste aus nicht betriebstypischen Geschäften, Abfindungen, Aufwendungen infolge Unfällen oder Katastrophen.
  • Wie ist die GuV im Jahresabschluss gegliedert? Funktion der GuV = die Entstehung des Jahresergebnisses aus den einzelnen Erfolgsquellen aufzuzeigen,  um einen Einblick in die Ertragslage des Unternehmens zu ermöglichen.  Gliederung: Betriebsergebnis+ Finanzergebnis= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit    + Außerordentliches Ergebnis    + Steuerergebnis    = Gewinn bzw. Verlust
  • Unterscheiden Sie die Begriffe Betriebsergebnis, Finanzergebnis, Außerordentliches Ergebnis und Steuerergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung. Betriebsergebnis = Betriebliche Erträge – Sonst. Betriebl. Aufwendungen  Finanzergebnis = Zinsen & ähnliche Erträge + Zinsen & ähnliche Aufwendungen  Außerordentliches Ergebnis = Auß. Erträge + Auß. Aufwendungen  Steuerergebnis = Steuern vom Einkommen & Ertrag + Sonstige Steuern (Betriebssteuern) 
  • Wie unterscheidet sich das „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ vom Gewinn des Wirtschaftsjahres? Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beinhaltet/berücksichtigt nicht die außergewöhliche Erträge und Aufwendungen und auch nicht die Steuern.
  • Umsatzsteuerbefreiungen? Für wen? In § 4 USt-Gesetz werden u. a. ..... von der Umsatzsteuer freigestellt. Ausfuhrlieferungen und innergemeinschaftliche Lieferungen, Umsätze für die Seeschifffahrt und für die Luftfahrt, Bankgeschäfte, Umsätze der Deutsche Post AG, die Vermietung & Verpachtung von Grundstücken, Heilbehandlungen im Bereich der Humanmedizin, Umsätze öffentlicher Theater, Orchester, Büchereien, Leistungen privater Schulen die Leistungen des Deutschen Jugendherbergswerkes
  • Umsatzsteuer Alle Umsätze, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt unterliegen der Umsatzsteuer. Nach §12 Umsatzsteuergesetz werden zwei Steuersätze unterschieden: allgemeine Steuersatz = 19 % ermäßigte Steuersatz 7 %                                                                                                    gilt insbesondere für: die Lieferung & den Erwerb von fast allen Lebensmitteln (nicht Getränke),  Büchern und Zeitungen, Eintrittskarten für private Theater, Schwimm- bäder, und die Personenbeförderung innerhalb einer Gemeinde.
  • Umsatzbesteuerung der Landwirtschaft Beim Verkauf (Umsatzsteuersätze) landwirtschaftlicher Produkte muss zwischen... unterschieden werden: pauschalierenden Landwirten = 10,7 % USt optierenden Landwirten = 7 % USt Vorsteuersätze: gilt für beide: 7 % für landw. Vorprodukte: Saatgut, Futtermittel, lebendes Vieh bei Bezug vom Landhandel oder vom optierenden Landwirt. 10,7 % für landw. Vorprodukte: Saatgut, Futtermittel, lebendes Vieh bei Bezug vom pauschalierenden Landwirt 19 % für sonstige Produktionsmittel, z.B. Mineraldünger, Pflanzenschutzmittel, Landmaschinen, Gebäudeerstellung, Lohnunternehmer. Ausnahmen: 19 % bei Maschinenleistungen für Nicht-Landwirte Auch Wein ist mit 19 % zu versteuern, d.h. für pauschalierende Winzer ergibt sich eine Zahllast von 8,3 %
  • Was versteht man unter einem pauschalierenden? Der pauschalierende Landwirt kann alle Verbrauchsgüter mit dem Bruttobetrag buchen, da er die Vorsteuer ohnehin nicht absetzen darf. (verhält wie ein Endverbraucher) Die Vorsteuer wird somit zu Aufwand, die Umsatzsteuer zu Ertrag.  Anlagegüter dürfen dagegen nicht brutto gebucht werden, sie sind stets netto zu aktivieren. Die Vorsteuer stellt Aufwand im Jahr der Anschaffung dar und darf nicht aktiviert und abgeschrieben werden.
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  • Was verbirgt sich hinter einer „6b Rücklage“? 6b Rücklage: Rücklage für Veräußerungsgewinne bei bestimmten Gütern des Anlagevermögens Grundsätzlich eröffnet § 6b die Möglichkeit, die bei der Veräußerung sale bestimmter Anlagegüter aufgedeckten stillen Reserven steuerfrei von veräußerten Wirtschaftsgütern auf andere neu angeschaffte Ersatzwirtschaftsgüter zu übertragen.