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Biologie (Subject) / Bio2 (Lesson)

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  • Fortpflanzung: Haie/Rochen Kopulation: innere Besamung Männchen transferieren Sperma mit Pterygopodien (Teile der Bauchflossen) führen sie in Kloake der Weibchen ein bei Kopulation beißen sie sich an Weibchen fest (oft an Brustflossen) Eier + Entwicklung Eier der Chondrichtyes sehr dotterreich nach Besamung werden sie oft zusätzlich mit Eiweis versehen + von mehrschichtiger Eikapsel umhüllt neben Oviparie auch Viviparie mit (Dottersack)Plazentation Knorpelfische werden sehr aöt, spät geschlechtsreif + haben geringe Reproduktionsraten
  • Gliederung des Gehirns : Vertebraten 5 Abschnitte mit verschiedenen Funktionen Telencephalon (Endhirn) primär Riechhirn mit Bulbi olfactorii mit Höherenentwicklung enormee Größenzunahme zunehmend Steuer- + Kontrollzentrum (Säuger) Diencephalon (Zwischenhirn) enthält Chiasma opticum des Sehnervs, Thalamus (Schlatzentrale) , Hypophyse (übergeordnete Hormondrüse)... Mesencephalon (Mittelhirn) enthält zB Tectum opticum wichtige Schaltstelle für sensorische Bahnen aus Auge + Innenohr Metencephalon (Hinterhirn) uA Sitz des Kleinhirns (Cerebellum) wichtig für Bewegungskoordination + motorisches Lernen Myencephalon (verlängertes Mark, Hirnstamm) zB Homöostase Steuerung vegetativer Funktionen 10 Gehirnnerven (Tetrapoden: 12) vermitteln zw Gehirn + Kopfperipherie
  • Sinnesleistungen Haie neben Hauptsinnesorganen (Lorenzini-Ampullen, Seitenliniensystem) haben Haie Hochentwickelte (Fern)Sinnesorgane im Kopf-> ermöglichen rasche Reaktionen auf Umweltreize (und damit prädatorische Lebensweise) olfaktorisches System Makrosmaten: Geruchssinn spielt wesentliche Rolle für Wahrnehmung von Artgenossen + Beute Riechschleimhaut in Nasenkapseln in Lamellen aufgefaltet Nasenöffnungen liegen ventrolateral aufgerichtete Hautfalte trennt Öffnung in vordere Ein- und hintere Ausströmöffnung statoakustisches Organ (Innenohr) Utrikulus mit 3 Bogengängen (Perzeption von Drehbewegungen /Lagesinn)  Sacculus als Hörorgan (gut ausgebildetes Hörvermögen) Ductus endolymphaticus verbindet Innenohr mmit Außenwelt Auge inverses Linsenauge starre Linse kann zur Nahakkomodation nach vorne verschoben werden Retina mit Stäbchen + Zapfen (Farbsehen) Tapetum lucidium hinter Retina als Restlichtverstärker Guaninplättchen in Choroidea (Aderhaut)-> migratorische Pigmentzellen können sie abschirmen (Hell/Dunkel-Adaption)
  • Radiation der Haie überwiegend carnivor in vielen marinen Biozönosen die Spitzenprädatoren größte Formen (Riesenhai, Walhai) sind sekundär wieder Planktonfresser geworden + nach Walen größte rezente Vertebraten
  • Merkmale Rochen (Batoidea) •überwiegend marin, mit 500-600 Arten deutlich artenreicher als Galea•Benthosbewohner, dorsoventral stark abgeflacht•Spiraculum wird zum Einstromkanal für Atemwasser•Brustflossen stark vergrößert und mit Kopf verwachsen (Hauptantrieb)•Wirbelsäule versteift•Schwanz reduziert (kein Antriebsorgan mehr)•Zähne z.T. zu Platten verbunden
  • Merkmale Chimaeren (Holocephali) •Marin, 50 Arten (Reliktgruppe)•Holostylie (Palatoquadratum fest mit Neurocranium verwachsen)•Kiemendeckel•6 permanente Zahnplatten ohne Schmelz•Wirbelkörper fehlen, Chorda persistiert•Benthosbewohner
  • Integument der Knochenfische = dem anderen Gewebe gegenüber differenzierte Körperhülle wie bei allen anderen Vertebraten mehrschichtig in (ektodermaler) Epidermis liegen viele schleimsezernierende Zellen Schlein hat verschiedene Funktionen, uA Verminderung des Reibungswiderstands der Körperoberfläche Schuppen= Rudimente des ursprünglichen Hautknochenpanzers + Produkte der (mesodermalen) Lederhaut (Dermis) Schuppenwachstum korreliert mit Gesamwachstum des Fisches + hat charakteristischen Jahresgang in manchen Gruppen sind Schuppen stark verkleinert (Lachsartige), anderen gingen sie ganz verloren (Aale, Welse)
  • Schuppentypen der Knorpel- und Knochenfische viele Knochenfische auffällig gefärbt, Farbträger: Chromatophoren (kommen vA in Dermis vor) Melanophoren (schwarz, braun) Erythrophoren (rot) Xanthophoren (gelb) Leuco- + Iridophoren (meist guaninhaltig-> reflektierend) -> physiologische + morphologische Farbwechsel Plakoidschuppen (Knorpelfische) klein konisch zahnartig Ganoidschuppen (nichtteleostische Knochenfische) rautenförmig auf Oberseite aus silbrigen Schmelzschichten (Guanin) auf Unterseite aus Knochen Zykloidschuppen  (eher rund) oder Ctenoidschuppen (abgerundetes rechteck) (unterschiedliche Schuppentypen) (teleostische Fische) dünn biegsam in überlappenden Reihen angeordnet
  • Seitenliniensystem + Chemorezeptoren: Hautsinnesorgane Seitenliniensysteme gibt es bei Fischen + wasserlebenden Amphibien dient Wahrnehmung von Wasserbewegungen ermöglicht Trägern "Ferntastsinn" Rezeptoren = "Neuromasten" -> Haarsinneszellen, deren Stereovilli in deformierte Gallerte (Cupula) ragen; Neuromasten versenkt es gibt auch noch nicht versenkte Neuromasten (über Körperoberfläche verteilt) Chemorezeptoren (vielzellige Geschmacksknospen) vA im Maul, Schlund + Kiemenbereich falls Barteln vorhanden, dort konzentriert schuppenlose Welse haben Geschmacksknospen auf gesamten Körper Fadenfische haben viele auf Bauchflossen
  • Schädel der Teleostei (Knochenfische) gesamtes Skelett stark verknöchert Exoskelett besteht im Rumpfbereich aus dünnen knöchernen Schuppen unterschiedlichen Typs im Kopfbereich bildet Exoskelett großen Anteil am Schädel (Dermatocranium)
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  • Achsenskelett der Teleostei (Knochenfische) Schädel + Wirbelsäule gelenkig miteinander verbunde, aber stark eingeschränkter Bewegungsspielraum Wirbelkörper stark verknöchert, im Bereich der Leibeshöhle gelenken daran ventral Rippen Schultergürtel ist mit Schädel verbunden Becken"gürtel" (nur 2 langgestreckte Knochen) ist idR frei Gräten= verknöcherte Sehnen in segmentalen Septen der Muskelpakete Flossenstrahlenträger (Pterygiophoren) der Rücken- + Bauchflosse sind in Muskulatur eingebettet Schwanzflossenskelett ist komplex und enthält mehrere, abgewandelte Wirbel
  • Wirbelkörper Teleostei (Knochenfische) jeder Wirbel trägt dorsalen Neuralfortsatz + im Schwanzbereich zusätzlich ventraler Hämalfortsatz im Bereich der Leibeshöhle gelenken ventral Rippen an Wirbelkörper über Zygapophysen sind aufeinanderfolgende Wirbel gelenkig miteinander verbunden
  • bewegliche Flossenstrahlen Actinopterygii von Skelettstrahlen gestützte, häutige Flossen sind namensgebende Chaarakteristika der Actinopterygii Flossenstrahlen (Lepidotrichia) leiten sich von Deckknochen ab und bestehen aus segmentalen Halbringen (rechte + linke Hälfte) ; in ihnen liegt Bindegewebe + verlaufen Gefäße + Nerven Flossenstrahlen sind gelenkig mit Radialai (Pterygiophoren) des Flossenskeletts verbunden und können einzeln durch Muskeln bewegt werden Flossen der Actinopterygii erlauben sehr viel differenziertere Bewegungen als die der Knorpelfische in manchen Fällen zusätzliche Funktionen der Flossen bei Balz, sind infolge sexueller Selektion vielfältig abgewandelt
  • Fortbewegung Teleostei neben Wirbelkörpern sind Myomere (W-förmig) deutlich sichtbare Zeichen der Körpersegmentierung Wirkungsgrad der Schwimmbewegungen wird, indem der Antrieb nach posterior (hinten)verlegt wird, vergrößert-> uA geringerer Strömungswiderstand; Rückenflosse wird nicht mehr als Kiel (zur Verhinderung von Rollbewegungen) gebraucht Wasser trägt-> wenig Arbeit gegen Schwerkraft nötig-> weniger energieaufwändig als Fortbewegung an Luft
  • Lungen-Schwimmblasen-Organ: Autapomorphie der Osteognathostomata (Knochentiere) Lungen + Schwimmblasen entstehen ontogenetisch aus entodermalen Vorderarm "Vorläuferorgan" der ersten Knochenfische war gleichzeitig Atmungs- + Auftriebsorgan Lungenanlagen der Lungenfische + Tetrapoden sind ventrale Bildungen des Vorderarms Schwimmblasenanlagen der Teleostei entstehen auf Dorsalseite
  • Schwimmblasen: Pysostomen vs Physoklisten Schwimmblasen als statischen Auftriebsorgan sind wesentliche Autapomorphie der Strahlenflosser; Gasbefüllung wird unterschiedlich reguliert Physostomen (zB Lachsartige, Karpfenfische) Verbindung zum Darm bleibt erlaubt Zu- + Ablassen von Luft Physoklisten (zB Barschartige) keine Verbindung zum Darm mehr über sog Gastdrüse kann vA O2 aus Blut in Schwimmblasenlumen abgegeben werden über sog Oval (dorsales Kompartiment der Schwimmböase, mit Sphinktermuskel vom Rest der Schwimmblase abtrennbar) kann Gas an BGS abgegeben werden Tiefsee-/ dauerhaft bodenbewohnende Fischarten haben Schwimmblase oft reduziert
  • Atmung der Teleostei (Knochenfische): Kiemen in Kiemenkammer Kiemen in sog Kiemenkammer zusammengefasst nach außen durch beweglichen Kiemendeckel (Operkulum) abgeschlossen jeder knöcherne/knorpelige Kiemenbogen trägt 2 Reihen von Kiemenblättchen (=Kiemenfilamente), denen Lamellen aufsitzen Kiemenrechen an Innenseite der Bögen schützen Filamente vor Schmutz und Nahrungspartikeln
  • Gasaustausch: Gegenstromprinzip jedes Kiemenfilament wird von 1afferenten + 1efferenten Kiemenarterie versorgt Arterien verzweigen sich dann in jede Lamelle, wo sie kapillarisieren Filamente sind so angeordnet, dass Atmenwasser bei Ventilation der Kiemen gerichtet zw Kiemen hindurchströmt Blutstrom in Lamellen ist (äußerem) Wasserstrom entgegengerichtet-> Gegenstromprinzip Sauerstoffgehalt passt sich an aus Kieme austretendes Blut hat wesentlich höheren Sauerstoffgehalt als ausströmendes Wasser bei Glecihstrom könnte Blut hööchstens den gleichen Sauerstoffgehalt haben
  • Kiemenventilation Teleostei Zusammenwirken von 2 Skelettmuskelpumpen (1 im Mundraum, 1 in Kiemenhöhlen) ermöglicht sehr effektive Ventilation (deutlich effektiver als bei Knorpelfischen) Mund offen; Kiemendeckel geschlossen: mund und Koemenhöhle weiten sich Wasser wird an Kiemen geführt Mund geschlossen Kiemenhöhle komprimiert Kiemendeckel wird geöffnet Wasser wird durch Kiemen getrieben + tritt wieder aus
  • Kiemenventilation Haie einfache Saug/Druckpumpe im Mund- + Kiemenraum dauerschwimmende Haiarten haben oft permanent Mund offen -> ventilieren Kiemen über Staudruck infolge der Schwimmgeschwindigkeit
  • Luftatmung Teleostei Reieh von Knochenfischen hat zusätzlich zu Kiemenatmung die Option entwickelt, Sauerstoff direkt aus der Luft zu gewinnen -> vA für Bewohner tropischer Süßgewässer (zT sehr sauerstoffarm) bedeutsam Atmungsorgane sind Derivate des Darmtrakts praktisch alle Abschnitte des Verdauungstrakts wurden zur Lunge umfunktioniert Fisch mit ausgesprochener Darmatmung: Schlammpeitzger
  • Herz - + Blutgefäßsystem Teleostei einfacher Kreislauf venöses Herz liegt in eigenem Coelomraum (Perikard) aus Körper kommendes, venöses Blut wird im Sinus venosus gesammelt + tritt über Atrium in kontraktilen Ventrikel ein Conus arteriosus wird bei Teleostei als "Bulbus arteriosus" bezeichnet (kürzer, dünnwandiger + weniger Muskulatur als bei Knorpelfischen) BGS der Knochenfische gleicht weitesgehend dem der Knorpelfische
  • Ernährungsweisen Teleostei carnivore Vertreter (teils Spitzenprädatoren) idR zahnbesetzte Kiefer-> vA Festhalten der Beute Beute wird unzerkleinert verschluckt filtrierende Planktonfresser Filterreusen an Kiemen Schleimproduzierendes Epibranchialorgan manche Gruppen (zB Karpfenfische) haben zu spezialisierten Schlundkiefern umgebildete, 5. Kiemenbögen-> harte , pflanzliche Nahrung kann aufgeschlossen werden
  • Saugschnappen Teleostei im Ggs zu Knorperfischen "terminal" am Kopf befindliche Mundöffnungen Mundöffnung kann ober, end oder unterständig sein mittels "Schubstangenmechanismus" kann Mund beim Öffnen nach vorne geschoben + gleichzeitig Mundraum erweitert werden -> ermöglicht schnappendes Einsaugen von Beute/Nahrung
  • Verdauungstrakt Teleostei Grundaufbau entspricht anderen gnathostomen Vertebraten Speicheldrüsen fehen Magen bei manchen Taxakaum von Oesophagus + Mitteldarm abgesetzt bei manchen Gruppen hat Magen Caeca (Blindsäcke) im Pylorusbereich Leber (zT mit Gallenblase) + Bauchspeicheldrüse (Pankreas) münden in Mitteldarm Länge des Mitteldarms korelliert stark mit Ernährungsweise Enddarm mit Afteröffnung
  • Exkretionsorgane der Vertebraten Exkretion= Abgabe von Stoffwechselendprodukten (Wasser, CO2, N-haltige Verbindungen) Abgabe von Wasser + Stickstoffverbindungen sind eng gekoppelt morphologische Grundeinheit der Vertebratenniere: Nephron Nephron Kapillarknäuel (Glomerulus) becherförmig umgeben vom Ende des Nephronenkanals (Bowmankapsel) gefäßumhüllende Zellen: Podocyten Basallamina als Ultrafilter Funktionsprinzip: durch Druckfiltration an Glomeruluswand entsteht Primärharn in Bowmankapsel; Reabsorption aller brauchbaren Stoffe im ableitenden Tubulus
  • Evolutuin der Exkretionsorgane der Vertebraten Holonephros (hypothetischer Ausgangszustand) embryonale Schleimaale kommen dem am nächsten im (paarigen) intermediären Mesoderm entwickeln sich segmentale Nephronen diese münden über gemeinsamen Harnleiter (Urnierengang = Wolffscher Gang) aus Agnatha Pronephros nur embryonales Exkretionsorgan adult persistierend Rumpfniere (Opisthonephros) ist Exkretionsorgan Gonaden öffnen sich ins Coelom Knorpelfische + Schwanzlurche Hauptexkretion über posterioren Opisthonephros (oft mit zusätzlichem Harnleiter) anteriore Opisthonephros-Tubuli verbinden sich mit Hoden Ausleitung der Spermien über Wolffschen Gang Kopplung der Ausleitung von Nieren + Gonaden im männlichen Geschlecht der Vertebraten = "Urogenitalsystem"
  • Exketion + Osmoregulation Teleostei Niere = Opisthonephros Pronephros persisitiert als lymphatisches Organ (Kopfniere) Süßwasserfische Exkretion großer Mengen verdünnten Harns (über Niere)  aktive Resorption von Ionen an Kiemen kein Trinken von Süßwasser Meeresfische Exkretion kleiner Mengen von Blut.isoosmotischem Harn aktive Exkretion von Ionen durch Kiemen Trinken großer Mengen Salzwassers
  • Fortpflanzung + Entwicklung Teleostei überwiegend getrenntgeschlechtlich, aber auch (konsekutiv)Zwitter + parthenogenetische Arten Ovarien + Hoden münden über eigene Ausführgänge (Ovidukt bzw Ductus spermaticus) -> kein Urogenitalsystem, keine Kloakenbildung (abgeleitete Merkmale) überwiegend äußere Besamung viele Gruppen produzieren enorme Mengen an Eiern einige Gruppen (zB Poeciliidae) sind (ovo)vivipar + haben innere Besamung (-> Afterflosse als Kopulationsorgan umgebildet) Eier ~dotterreich, furchen diskoidal Brutpflege (vielfach unabhängig entstanden)
  • Gehirn + Sinne der Knochenfische Gehirn unterscheidet sich wenig vom Gnathostomen-Grundmuster vA optischer, aer auch chemischer + akustischer Sinn sehr gut entwickelt -> entsprechend dorsales Mesencephalon mit Tectum opticum sehr gut entwickelt Knochenfische sind nicht pauschal stumm, haben verschiedene Lauterzeugnungsstrategien entwickelt eine davon: Entwicklung spezieller Trommelmuskeln, die Schwimmblase in Schwingungen versetzen
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  • Nase Teleostei paarige Nasensäcke mit getrennten Ein und Ausströmöffnungen Durchströmung erfolgt idR passiv infolge der Schwimmbewegungen Riechsinn bei Knochenfischen sehr gut ausgebildet anadrome Wanderer haben oft olfaktorische "Erinnerung" an Geburtsorte
  • Gehör + Weberscher Apparat Schalldetektion für wasserlebende Vertebraten schwierig, da kein wesentlicher Unterschied in Dichte des Körpers + ihrer Umgebung ("Schalltransparenz") eine Teleostei-Gruppe (Ostaryophysi-> Karpfenfische, Salmler, Welse: im Süßwasser domonoerende Teleostiergruppen) löst Problem unter Einbindung der Schwimmblase luftgefüllte Schwimmblase wird durch Schallwellen leicht in Schwungungen versetzt umgewandelte Wirbelfortsätze der Wirbel anterior der Schwimmblase leiten Schwingungen an Sacculus mit Hörsinneszellen weiter Kette von Gehörknöchelchen (Weberscher Apparat) zeigt funktionelle Parallelentwicklung zu Mittelohrknöchelchen der Tetrapoden
  • "Fischähnliche" Sarcopterygii Entwicklung parallel zu Actinopterygii im Devon aös 2. Gnathostomen-Linie Autapomorphie: mit Muskulatur + stabförmigen Skelettelementen ausgestattete , paarige Vorder- und Hinterextremitäten
  • Dipnoi (Lungenfische) •Rezent 6 Arten aus 2 Familien, beheimatet in Afrika, Südamerika und Australien•Primär marin, heute nur noch Süßwasserbewohner•Alle Arten besitzen sowohl (sackförmige) Lungen als auch Kiemen•Die afrikanischen und südamerikanischen Arten sind obligate Luftatmer, d.h. sie ertrinken, wenn ihnen der Zugang zu Luftsauerstoff unmöglich ist•Träge Tiere, bewohnen vor allem kleine stehende oder langsam fließende Gewässer•Die afrikanischen Protopterus-Arten überleben selbst mehrjähriges Trockenfallen ihrer Wohngewässer (im Torpor-Zustand, eingegraben im Grund in Schleim-“Kokon“)
  • Actinistia (Hohlstachler) •Taxon galt als ausgestorben; 1938 Entdeckung des rezenten (!) Komoren-Quastenflossers vor der südafrikanischen Küste („Lazarus -Art“)•Mittlerweile zweite Art in Indonesien entdeckt•Fett-gefülltes Auftriebsorgan umgewandelte Lunge?•muskulöse Flossen werden beim Schwimmen wie im Kreuzgang bewegt
  • Erde im Devon Klima: warm, gemäßigt, eher trocken, weltweit einheitlichere Temperatur als heute Landmassen mit langen Küstenlinien Flora: erste große Radiantionswelle der Gefäßpflanzen; erste Samenpflanzen Ende des Devons Fauna: erste Mollusken + Arthropoden haben schon erflogreich Land besiedelt
  • möglichse sSzenario für Landgang flache (Küsten)Landschaften mit (evtl periodisch austrocknenden) Flachwasserbereichen mit geringer Sauerstoffkonzentration potentielle pflanzliche + tierische Nahrung an Land vorhanden keine Prädatoren an Land
  • Lebensbedingungen an Land Luft/Sauerstoff:•Diffusionsgeschwindigkeiten in Luft wesentlich höher als in Wasser•Sauerstoffgehalt der Luft min. 20x höher als im Wasser                                                             ->Geeignete Organe vorausgesetzt ist Sauerstoff-Versorgung an Land wesentlich besser! Dichte/Viskosität:•Dichte von Luft rund 1000x, Viskosität 50x kleiner als die des Wassers > Schweben funktioniert nicht mehrStützmechanismen gegen Schwerkraft nötig: Umbau des gesamten Muskel-/Skelett-Systems nötig, ebenso Entwicklung „belastbarer“ Extremitäten; grundsätzlich stellt Wasser auch eine von Luft stark abweichende „Sinneswelt“ dar! Temperatur•Aufgrund der wesentlich geringeren Wärmekapazität schwankt die Lufttemperatur sehr viel stärker als die des WassersSchutzmechanismen gegen starke Temperaturschwankungen (incl. Einfrieren) und Schwankungen in der Verfügbarkeit von Wasser nötig! höhere Vielfalt potentieller terrestrischer Lebensräume-> Grundlage für Eroberung neuer Nischen + schnelle Radiation der Arten, die sich erfolgreich an Land anpassen konnten
  • Ichthyostega- eine "Mosaikform" apomorphe Merkmale "Hände" mit 6-7 Fingern Amphibientypische Schädelform ausgeprägter Beckengürtel Schultergürtel frei -> nicht mit Schädel verwachsen plesiomorphe Merkmale Schuppen Schwanzflosse mit Flossenstrahlen robbte wsl über Boden, ohne Körper nennenswert vom Untergrund abzuheben
  • Präadaptionen für Landgang Präadaptionen= Merkmale, die bereits von Eintritt eines Selektionsdruckes vorhanden sind, sich aber erst unter geänderten Umweltbedingungen als Vorteil erweise bsp Für Präadaptionen bei (noch aquatischen) Tetrapodenvorfahren beinartige Extremitäten innere Nasenöffnungen, die Luftatmen durch Nase ermöglichen Kiemendeckelknochen -> wird Teil des Schultergürtels Lungen (ursprünglich akzessorische Atmungsorgane in seichtem warmen Wasser)
  • Zusammenfassung Landgang: wichtige Modifikationen der Konstruktion •Paarige Muskelflossen transformieren schrittweise in Beine•Endoskelett als „Rahmenkonstruktion“ des Körpers & Ansatz für Muskulatur•Wirbelsäule als wichtigstes Stützorgan•Kopplung der Extremitäten an Wirbelsäule über Schulter-& Beckengürtel•Sensorische Prioritäten verlagert auf Sehen & Riechen (dabei fortschreitende Cephalisation)•Anpassungen an Luftatmung: Weiterentwicklung der Lungen, doppelter Kreislauf
  • rezente Amphibien: Lissamphibia 3 Teilgruppen Gymnophiona (Blindwühlen) Caudata ("Urodela; Schwanzlurche) Anura (Froschlurche) trotz erfolgreichen Landgangs bleiben Amphibien stark an (Süß)Wasser gebunden-> meiste Vertreter mit aquatischer Larvenphase; Integument bildet keinen wirksamen Verdunstungs + Strahlungsschutz Ektothermie setzt Verbreitungsmöglichkeitenenge Grenzen
  • Gymnophiona (Blindwühlen) Kurzcharakterisierung:•190Arten, sämtlich tropisch•Extremitäten&Schwanz fehlen,Regenwurm-ähnlicher Habitus•viele Wirbel,lange Rippen•grabend im Boden oder im Wasser lebend•bezahnte Kiefer,carnivor•abhängig vo nArtovipar(dann mit wasser-lebender Larve),ovovivipar oder vivipar•sehr gute ntwickelter Geruchssinn•Augen und Mittelohr stark reduziert bzw. funktionslosAugen von Haut überzogenGymnophionen stellen eine stark abgeleitete Amphibiengruppe dar, deren Besonderheiten überwiegend auf Reduktionen (Extremitäten,Augen,Ohren) in Anpassung an ihre grabende Lebensweise im Substrat zurückzuführen sind.
  • Caudata (Schwanzlurche) Verbreitung in Trope, subtropen + gemäßigten Breiten der Norhemisphäre viele basale Merkmale viefüßig, 3-4 Finger, 2-5 Zehen gestreckt + mit langem Schwanz "Molche" stärker als "Salamander" an Wasser gebunden Larven + Adultes carnivor Caudata Larven mit Außenkiemen, Vorderextemitäten erscheinen vor Hinteren
  • Anura (Froschlurche) nahezu weltweite Verbreitung gedrungene Gestalt dorsoventral abgeflacht Adultes ohne Schwanz Vorderextremitäten schwächer entwickelt, 4 Zehen Hinterextremitäten länger + kräftiger (Sprungbeine), 5 Zehen aquatische Larven mit Ruderschwanz, meist phytophag Adultes carnivor, viele Arten mit Schleuderzungen Männchen produzieren Balzlaute
  • Integument Caudata + Anura Haut ist mehrschichtig äußere (ektodermale) Epidermisschicht der Adulten verhornt + wird regelmäßig gehäutet-> bildet keinen effizienten Verdunstungsschutz (eher Gegenteil; WasserAUFNAHME über Haut) 2 Typen ektodermaler Drüsen sind in mesodermale Dermis eingesenkt Schleimdrüsen: produzieren Mucopolysaccharide, die Haut feucht halten Körnerdrüsen: sezernieren (wässrige) fungi- + bakterizide Sekrete, aber auch Gifte zur Feindabwehr, zB Alkaloide (Pfeilgiftfrösche) für Färbung der Haut sind Pigmentzellen (Chromatophoren) verantwortlich Grünfärbung geht auf Interferenz von gelbek Pigment- und blauer Strukturfarbe zurück Farvwechseö dur Dispersion/Konzentration der Pigmentgranula in Chromatophoren mgl
  • Skelett + Fortbewegung Caudata (Schwanzlurche) Schädel über 2 Gelenkhöcker mit (einzigem) Halswirbel verbunden paarige Extremitäten sind über Schultere- /Beckengürtel fest an Wirbelsäule gekoppelt Rippen sind kurz, Wirbel über Zygapophysen glenkig miteinander verbunden Brustkorb fehlt schlängelnde Fortbewegungsweise der Fische wurde prinzipiell beibehalten Beine unterstützen Bewegung als weit ausholende Hebel liegen seitlich am (nicht unter) Körper + heben Körper nicht von Substrat ab Rumpfmuskulatur ist komplexer als bei Fischen + mehrschichtig
  • Skelett + Fortbewegung Anura generell stark an springende Fortbewegung angepasst Schädel: breit + flach; Knorpelanteil realtiv groß, gelenkig mit 1 Halswirbel mit WS verbunden kurzer Brustabschnitt , zT mit kurzen Rippen; kein Brustkorb alle posterioren Wirbel verschmelzen bei Metamorphose zu sog Urostyl, Becken stark verlängert gesamtes Rumpfskelett vergleichsweise starr in Vorder + Hinterextremität verschmelzen paarige Unterarm bzw Unterschenkelknochen  distale Skelettelemente der Vorder + vA Hinterextremität sind satrk verlängert
  • Atmung Caudata + Anura adulte Amphibien: Gasaustausch an 3 Oberflächen: Haut (kutane Atmung, besonders während Winterruhe), Mundhöhle (Bukkalatmung) + Lungen (Pulmonalatmung) Ventilationder Lungen: (Überdruckatmung) Mundboden wird abgesenkt, Luft wird über äußere + innere Nasenöffnungen (Choanen) eingesogen, Kehldeckel geschlossen Kontraktion des Mundbogens drückt Luft in Lungen, Nasenöffnugnen geschlossen Mundbodenatmung: Kelhdeckel geschlossen, Nase geöffnet, rhythmisches Heben + Senken des Mundbodens Kontraktionder Körperwandmuskulatur (+ elsatische Rückstellkraft der Lungen) pressen Luft aus Lungen
  • Lungen Caudata+ Anura Lungen der Amphibien = paarige "Säcke" von dünnen respiratorischem Epithel ausgekleidet besitzen stark kapillarisiertes Gefäßsystem Innenwand der Caudatenlunge ist glatt Innenwand der (effizienteren) Anurenlunge durch Vorsprünge vergrößert
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