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Baumpflege (Subject) / Schutz und Pflege von Gehölzen (Lesson)
- Nennen Sie min. 6 Gründe für Schnittmaßnahmen? 1.) Erziehung junger Bäume 2.) Verbesserung der Baumstatik 3.) Aufrechterhaltung von Gesundheit u. Erscheinungsform 4.) Erzielen einer künstlich-gewollten Form 5.) Schutz von Einrichtungen 6.) Entfernen gefährlicher Teile 7.) Kompensation von Wurzelverlusten 8.) Beeinflussung von Blüte, Fruchtansatz u. Vitalität 9.) Einhaltung Lichtraumprofil 10.) Verjüngen, Vegetative Vermehrung
- Erläutern Sie den Erziehungs- und Aufbauschnitt als Maßnahme gemäß ZTV-Baumpflege? Erziehungs- und Aufbauschnitt Schnittmaßnahmen an jüngeren Bäumen zur Erzielung einer vorgesehenen Funktion des Baumes entsprechenden Krone und zur Vermeidung von Fehlentwicklungen •Konkurrenztriebe und Zwiesel entfernen •Seitenäste mit eingewachsene Rinde, reibende u. gebrochene Äste entfernen •nach und nach Lichtraumprofil herstellen (bei Straßenbäumen) •Leittrieb ggf. stäben (Keine kürzung des Leittriebes -> nur bei Obstbäumen)
- Erläutern Sie die Kroneneinkürzung als Maßnahme gemäß ZTV-Baumpflege? Maßnahme bis in den Grobastbereich von Bäumen (z. B. wenn deren Bruch- oder Standsicherheit gefährdet oder die Krone nicht mehr ausreichend versorgt ist) •gesamte Krone wird in Höhe und/oder Breite eingekürzt •Gründe: –Verkehrssicherungspflicht –Baumumfeld •Verbleibende Krone soll arttypischen Habitus haben oder entwickeln können •Sollte max. 20% betragen
- Wie sollten Ästen eingekürzt werden und warum? Begründen Sie Ihre Meinung! •Äste unter 10cm Durchmesser sollten mit der Handsäge entnommen werden è Kleinere Wunde, schnellere Überwallung, sauberer Schnitt, geringere Verletzungsgefahr •Schnitt auf Astkragen/Astring (Schutzzone erhalten), nicht Stammparallel abtrennen!à gute Überwallung ermöglichen; keine Stummel stehen lassen •Obere Schnittpunkt der Schnittlinie in der Gabelung muss außerhalb Rindenleiste liegen •Wunde immer möglichst klein halten. •Wenn möglich auf kleineren Ast nach oben! Umleiten (auf den Zugast schneiden, sonst Gefahr von z.B. Unglücksbalken) •Glatt und sauber abschneiden •IMMER: Erst Ast entlasten (Schnitttechnik: 1.Schnitt in Druckseite (unten) 2.Schnitt in Zugseite (oben), Ausschlitzungen (Rinde)vermeiden), dann an der Vorgesehenen Stelle Kappen
- Wo sehen Sie die Vor- und Nachteile bei Schnittmaßnahmen in der Vegetations- sowie der Vegetationslosen Phase? Nehmen Sie Stellung! Vegetationszeit •Baum (Parenchymzellen) am aktivsten, kann Wunden sehr effektiv kompartimentieren •viele Krankheitserreger in der Luft •Schutzzeitraum grundsätzlich die Zeit zwischen dem 1. März und 30. September (BNatSchG § 39) •Frühjahrs- und Sommerwunden zeigen stärkere Überwallungs-wülste als Verletzungen im Winter Vegetationsruhe •Ruhephase der Bäume, im Winter geschnittene Bäume können sich langsam an die „Jetzt“ Situation gewöhnen •Baumkorne lässt sich besser im unbelaubten Zustand überblicken •Weniger Krankheitserreger in der Luft •Kambium trocknet im Winter am Wundrand zurück , Bildung von Kambiumnekrosen àVergrößerung der Wunde gemäß ZTV-Baumpflege: • Schnittzeitpunkt optimieren (geringste Folgeschäden in der Vegetationszeit „FLL“) – Reaktionsfähigkeit des Baumes – Verletzungsanfälligkeit – Bedenke: Natur/Vogelschutz nach BNatSchG •blutende Baumarten (Acer, Betula, Juglans, Liriodendron) möglichst im belaubten Zustand
- Warum sollten Baumkappungen vermieden werden? Umfangreiches, baumzerstörendes Absetzen der Krone ohne Rücksicht auf Habitus u. physiologische Erfordernisse. keine fachgerechte Maßnahme Folgen nach Kappung: hoher Aufwand! - Umfangreiche Fäulen an Kappstellen - Ehemals gekappte Bäume können nach einigen Jahren eine erhebliche Gefahr darstellen. Die wachsenden Reiterate können aufgrund ihres Gewichts und der immer weiter eindringenden Fäule herunterbrechen. - Reiterate (Austriebe) sind nicht mit dem Holz verwachsen. - Zumal kommt es durch die Konkurrenz der Reiterate unter-einander zu Problemen
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