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Baumpflege (Subject) / Baumbiologie (Lesson)

Wahlpflichtfach Baumpflege

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  • Erläutern Sie die physiologischen und anatomischen Vorgänge bei der Kompartimentierung? Kompartimentierung beschreibt die Abschottung von geschädigtem Gewebe als Wundreaktion im Holz von Bäumen. Dabei werden Schadorganismen durch die Bildung verschiedener Barrieren am Eindringen gehindert, überwallt und eingekapselt. Das CODIT-Modell beschreibt 4 „Wände“: Wand 1 =   Gefäßverschluss – axial („längs“) - Thyllenbildung (und Einlagerung pilzwidriger Substanzen), bei Nadelbäumen Verschluss der Hoftüpfel                       vertikaler Schutz Wand 2 =   Spätholz – radial („quer“) - Zellelemente im Spätholz dickwandiger, stärker lignifiziert; (teilweise auch Mithilfe bandartig an der Jahrringgrenze angeordneter lebender Parenchymzellen)                       Schutz nach Innen Wand 3 =   Holzstrahlen – tangential (in noch lebenden Parenchymzellen im Splint zusätzlich Produktion von Abwehrstoffen)                       seitlicher Schutz Wand 4 =   Barrierezone im Jahrring nach der Verletzung gebildetes Gewebe wird mit pilzwidrigen Substanzen angereichert. Im Gegensatz zu den Wänden 1 bis 3 nicht nur chemisch sondern auch anatomisch modifizert (weniger Gefäßanteil, mehr Parenchym). Starke Abgrenzung von vor/ nach der Verletzung gebildetem Holz.                 Schutz nach außen
  • Erläutern Sie Aufbau und Funktionsweise der Barrierezone? Die Barrierezone dient der Abschottung von geschädigtem Gewebe tangential nach außen. Sie schützt nachwachsendes Gewebe vor dem Eindringen pathogener Fäulepilze. Bei offenen Wunden bildet sich zunächst ein undifferenziertes Zellgewebe (Wundkallus), das die Wunde nach außen verschließt. Wenn die Produktion von Kalluszellen beendet ist, teilen sich neu gebildete Zellen und bilden eine schützende Wand. So wird das kranke Gewebe vom neuwachsenden abgeschottet.
  • Nennen Sie die physiologischen und anatomischen Veränderungen in der Reaktionszone. Die Reaktionszone umfasst die CODIT-Wände 1-3. • Thyllenbildung • Hoftüpfelverschluss • Einlagerung pilzwidriger Substanzen • stärkere Lignifizierung der Zellelemente • Produktion von Abwehrstoffen
  • Was ist die Rolle der Hoftüpfel im Wasserleitungsgewebe der Nadelbäume? Hoftüpfel sichern die Verbindung zwischen den Tracheiden. Durch sie findet der Transport von Nährstoffen von Zelle zu Zelle statt. Sie besitzen einen Torus zum Verschließen der Öffnung. Man kann sie auch als kleine Ventile betrachten, die durch Membranen bei Bedarf geöffnet oder geschlossen werden. So können beispielsweise Embolien verhindert werden.
  • Worin besteht grundsätzlich der anatomische (chem., pyhs.) Unterschied zwischen Laub- und Nadelholz? Laubhölzer besitzen Tracheen-Gefäße zur Wasserleitung. Sie sind ring- oder zerstreutporig aufgebaut. Bilden als Reaktionsholz cellulosereiches Zugholz aus. Ihre Gefäße können durch Thyllen verschlossen werden. Nadelhölzer haben zur Wasserleitung Tracheiden mit Hoftüpfeln. Ihr Holzaufbau ist wesentlich homogener. Der Ligninanteil ist höher. Sie bilden als Reaktionsholz ligninreiches Druckholz.
  • Welche Abwehrmechanismen kommen im Splint vor? Einkapselung durch: Einlagerung von Gerbstoffen, Aufgabe der Speicher und Leitfunktion, Verthyllung oder Hoftüpfelverschluss, Absterben der Zellen, Lignifizierung
  • Welche Abwehrmechanismen kommen in der Rinde vor? Überwallung und Einkapselung
  • Im Vergleich zu großen Gefäßen sind kleine Gefäße…? Kleine Gefäße = im Spätholz bei Ringporigen(Frühholz große Gefäße) oder bei Zerstreutporigen Baumarten Geringere Emboliengefahr (schnellere Verthyllung) Längere Überlebensdauer der Jahrringe bei Zerstreutporern-> treiben früher aus da mehr Jahrringe an der Wasserleitung beteiligt sind. Langsamere Wasserleitung (max 5m/h; große Gefäße: max 40m/h)
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