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Forschungsmethoden der Psychologie (Subject) / Methodenlehre (Lesson)

Von "Was ist Wissenschaft" bis "Biopsychologische Methoden".

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  • Inhaltsvalidität sind Items repräsentativ und relevant für das Merkmal? Erfasst Methode Konstrukt in wichtigsten Apskten (gesamter Inhaltsbereich? Gibt es irrelevante Items? Empirische Evidenzen?  Nicht empirisch belegt Beispiele: Schulleistungstest: Auswahl von Fragen zu gesamtem Lehrplan des Jahres Fragebogen für psychische Störungen wie Depression, 2-3 Items pro Symptom Interview zur Berufseignung: Frage zu allen berufsrelevanten Anforderungen
  • Konstruktvalidität empirische Belege dafür, dass ein Test ein Konstrukt erfasst, dass er erfassen soll - Relationen zu anderen Konstrukten; über: Gruppenunterschiede (z.B. Einstellungen zur Kirche bei Kirchgängern positiver) Korrelation (Tests für gleiches Konstrukt sollten positiv korrelieren) Veränderung über die Zeit (Retest-Reliabilität-Koeffizient) Veränderung durch exp. Intervention (z.B. Depressionsskala zeigt nach der Therapie niedrigere Werte) Untersuchung des Antwortprozesses (z.B. Frage schon falsch verstanden) Interne Struktur: Items für Konstrukt sollen pos. Korrelieren (hohe innere Konsistenz verringert Validität) Beispiel: Intelligenz = stabiles Merkmal; Zusammenhang für Schulerfolg, Bildungsstand etc. >> Mist Test zu Intelligenz? Fragen/Daten zu Erfolg, Bildungsstand, etc.
  • Nomologisches Netzwerk (Cronbach & Meehl, 1955) Beschreibung der Beziehung zwischen beobachtbaren Merkmalen und Konstrukten oder verschiedenen Konstrukten (so kann man herleiten, wie sich der Test zu anderen beobachtbaren Merkmalen verhält)
  • Multitrait-Method-Ansatz Diskriminante / konvergente Validität Monotrait-Monomethod Monotrait-Multimethod Heterotrait-Monomethod Heterotrait-Multimethod Multitrait-Method-Ansatz: Messungen mehrerer Eigenschaften, Verwendung mehrerer Methoden konvergente Validität: Messungen eines Konstrukts mit verschiedenen Methoden, sollten miteinander hoch korrelieren) diskriminante Validität: Messungen verschiedener Konstrukte mit derselben Methode, sollten niedrig miteinander korrelieren) Monotrait-Monomethod: Reliabilität (1 Merkmal, zweimal mit 1 Methode gemessen, Korrelation ist Reliabilität) Monotrait-Multimethod: konvergente Val. (1 Konstrukt, versch. Methoden, konvergent (da Korrelation hoch sein sollte)) Heterotrait-Monomethod: diskr. Val. (versch. Konstrukte, 1 Methode, diskriminant (da Korrelation niedrig sein sollte)) Heterotrait-Multimethod: diskr. Val (versch. Kosntrukte mit versch. Methoden, diskriminant (Korrelation niedrig)) Konvergent: hohe Korrelation, 1 Merkmal Diskriminant: niedrige Korrelation, mehrere Merkamle
  • Kriteriumsvalidität Übereinstimmungsvalidität Prognostische Validität Kriteriumsvalidität: zw. Testergebnis und konkreten Leistungen/Verhaltensweisen außerhalb der Testsituation Übereinstimmungsvalidität: Testwerte und Kriterien zeitlich parallel erfasst Prognostische Validität: Kriterium später als Testwerte erfasst Beispiele:  Intelligenztest zur Vorhersage von Ausbildungserfolg, Kriterium Ausbildungserfolg später erfasst Depressionsfragebogen zur Erfassung der Schwere der Depression: Kriterium = Dauer des Klinikaufenthalts Aufmerksamkeitstest zur Erfassung der Fahreignung: Kriterium = Fehler in der Fahrprobe
  • Wahl einer geeigneten Validierungsmethode Wird das Merkmal umfassend erfasst und ist der Test repräsentativ für das Merkmal >> Inhaltsvalidität Misst der Test das Konstrukt, dass er erfassen soll? >> Konstruktvalidität Kann ich auf Basis des Testergebnisses ein Kriterium vorhersagen? >> Kriteriumsvalidität
  • Inkrementelle Validität Augenscheinvalidität Statistische Validität Inkrementelle Validität: mehrere Verfahren für höhere Val. (z.B. 2 Intelligenztests) Augenscheinval.: auch für Laien verständlich, was erfasst wird... (fehleranfällig) stat. Val.: Annahmen für stat. Verfahren nicht verletzt (z.B. nicht nur einen Koeffizienten aus MMTM (=Multi-Trait-Method-Ansatz), sondern alles beobachtet)
  • Einflussfaktoren auf Validität Konfundierung mit irrelevantem Merkmal (verringert Validität) Reliabilität (wenn Rel. geringer, Val. geringer) gemeinsame Methodenvarianz (Wertschwankungen hängen auch mit Methode zusammen) Validität von Kriterium/Konstrukt (wenn nicht Kr./Kon. erfasst wird) Stichprobenmerkmale (bspw. Bewerberauswahl, manche Tests vorher, will Abschlusstests vorhersagen, schränke Auswahl ein >> geringere Varianz, geringere Kriteriumsval.)
  • Interpretation des Val. Koeffizienten Basisrate Selektionsrate liegt zw. 0-1, ab .5 gut! Basisrate: Wie viele geeignete Bewerber habe ich? Wenn viele, brauche evtl. kein val. Verfahren, wenn sehr wenige, evtl. nicht gut auszuwählen) Selektionsrate: brauche sehr wenige, gute Leute - nutze Verfahren, um diese auszusuchen
  • Nebengütekriterien quant. Forschung Skalierung (erfüllt, wenn Testergebnis emp. Merkmalsrelation adäquat abbildet, auch unabhängig vom Skalenniveau) Normierung (Schaffung eines Bezugssystems, bspw. Eignungstest bestimmter Wert über-/unterdurchschnittlich?) Testökonomie (möglichst geringer zeitlicher/finanzieller Aufwand und trotzdem Gütekriterien erfüllt) Nützlichkeit (praktische Relevanz) Zumutbarkeit Unverfälschbarkeit (Verfahren kann nicht durch gezieltes Verhalten beeinflusst werden) Fairness (keine systematische Benachteiligung)
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  • (Erhebungstechniken: Wie komme ich zur geeigneten Erhebungsmethode?) Inhaltliche Fragestellung (Merkmal direkt beobachtbar? Indikatoren? Welche Designs verwenden?) Spezifische Merkmale des Untersuchungsobjekts (z.B. Kinder befragen nicht immer sinnvoll, lieber Eltern) Verfügungsrahmen an Ressourcen (Erhebung einzeln (aufwendiger) oder in Gruppe?) Qualitätsansprüche an die Information (durch Messwdh. genauer, aber zeitintensiver) Art dess interessierenden Verhaltens und Erlebens (z.B. bei Gefühlen fragen oder beobachten)
  • Ordnungsmöglichkeiten: Einzelerhebung vs. Gruppenerhebung Analyseeinheit Reaktive (und Harthrone-Effekt) vs. Non-Reaktive Verfahren Transparente vs. Intransparente Verfahren Teilnahme (Rosenthal-Effekt) vs. Nicht-Teilnahme des Forschenden Typisches vs. maximales Verhalten Einzelerhebung (z.B. Analyse vor Therapie, kostenintensiver) vs. Gruppenerhebung (z.B. Fragebögen, müssen verständlich erklärt sein) Analyseeinheit (Einzelperson, Dyade, ...) Reaktive (Verhalten gezielt provoziert; Harthrone-Effekt: natürliches Verhalten durch Wissen der Beobachtung verfälscht) vs. Non-Reaktive Verfahren (nicht gezielt Verhalten provoziert, z.B. Tagebücher (nachträglich)) Transparente (Zweck der Untersuchung bei Teilnehmer bekannt) vs. intransparente Verfahren Teilnahme (Rosenthal-Effekt: Teilnahme kann Verfälschung hervorrufen) vs. Nicht-Teilnahme des Forschenden (keinerlei Interaktion mit Forschendem) Typisches (natürliches Verhalten, z.B. Persönlichkeitseigenschaften) vs. Maximales Verhalten (z.B. Leistungstests)
  • Selbstberichtsverfahren Interessierender Inhalt muss bewusst und kommunizierbar sein keine objektiv richtigen/falschen Antworten Selbstauskünfte müssen reliabel und valide sein
  • Selbstberichtsverfahren: Grundannahmen (Eid et al. 2010) Menschen beobachten sich selbst Im Zuge dessen erwerben sie Wissen über sich Sie sind fähig/gewillt dieses Wissen dem Forschenden mitzuteilen
  • Selbstberichtsverfahren: Wie gelangt man zu Selbstauskünften (Hussy et al. 2010) Interpretation der Frage Bildung eines Urteiles Übersetzen in kommunizierte Auskunft (internen psy. Zustand in externe kommunizierte Mitteilung überführen
  • Selbstberichtsverfahren: Was kann sich auf den Prozess auswirken? Interpretationsspielraum der Frage Verzerrung durch Erinnerungseffekte Antworttendenzen Mitteilungsabsicht / Intension des Senders
  • Befragung: Schriftlich vs. mündlich Standardisiert vs.unstandardisiert Strukturiert vs. halbstrukturiert vs. unstrukturiert Einzelbefragung vs. Gruppenbefragung vs. Umfrage Schriftlich (Fragebogen, eher quant.) vs. mündlich (Interview, eher qual.) Standardisiert (Wie frei kann sich der Befragte äußern; fester Rahmen = nicht frei (=quantitativ)) vs. unstandardisiert (Thema vorgegeben, sonst uneingeschränkt) Strukturiert (Freiheitsgrad des Forschenden; wenig Freiruam meist quant.) vs. halbstrukturiert vs. unstrukturiert (Frageformulierung/Reihenfolge nicht vorgegeben) Einzelerhebung vs. Gruppenbefragung (5-15) vs. Umfrage
  • Interview häufig weniger standardisiert als schriftliche Befragung oft höhere Reaktivität als bei schriftlicher Befragung (da geringere Anonymität) stärkere Gefahr von VL-Effekten Nachteil: oft aufwendig und teuer Vorteil: nicht Kompetenz verlangt wie bei Fragebögen, Vpn eher bereit, Auuskunft zu geben
  • Schriftliche Befragung Inhaltsbereiche (Persönlichkeitseigenschaften, Motive, Einstellungen), Stimulus-, Item-, oder Aufgabenformat Antwortformat: offen (nichts vorgegeben), halboffen (bspw. Kreisdiagramm Segmente einzeichnen)) geschlossen (Auswahl aus binären / dichotomen / polytomen Items) für hohe Val. unter standardisierten / kontrollierten Bedingungen Nachteil: erfordert mehr Vorwissen Vorteil: geringeres Reaktivitätsproblem
  • Schriftliche Befragung: Ratingskalen Unipolar / bipolar Marken: numerische M., verbale M. grafisches Rating Ratingskalen: am häufigsten genutztes Format schriftlicher Befragungen; erlauben Quantifizierung psy. Merkmale (z.B. in Zahlen 1-6) Unipolar (von gering bis sehr hoch; sinnvoll, wenn Gegensatz zu Begriff unklar und Variable bei natürlichem Nullpunkt; z.B. "Wie oft gehen sie ins Kino?": Nie ... sehr oft) vs. bipolar (an beiden Enden gegenteilig >> Pol - Gegenpol; z.B. "Die Gruppenatmosphäre finde ich: Gespannt 1 2 3 4 5 gelöst) Marken: Numerische M. (eindeutigeZahlen, Abstände zw. Stufen der Skala gleich) vs. verbale Marken (leichter verständlich, Problem: Abstände zw. den Stufen der Skala müssen sichergestellt werden) Grafisches Rating: leichter verständlich, ebenfalls Sicherstellen der Abstände schwierig/wichtig)
  • Ratingskalen: visuelle Analogskalen, semantisches Differential, Was sollten Skalenstufen berücksichtigen? Visuelle Analogskalen: bspw. von "no pain" - "unbearable pain" wo ist mein Schmerz? Sind eigentlich Marken Semantisches Differential: Adjektivpaare angegeben (weich/hart, verwirrt/klar, traurig/heiter) >> Entscheiden in Verbindung mit vorherigem Stimulus (bspw, schwarze Person) >> Schneller Überblick über Unterschiede und zentrale Dimensionen zw. Merkmalsträgern Was sollten Skalenstufen berücksichtigen? Diskriminationsfähigkeit der Vpn? Können Vpn angemessen unterscheiden? Forced choice / ungerade Anzahl?
  • (Tipps zur Formulierung von Fragen) Vermeidung Fachbegriffe/Fremdwörter Vermeidung verschachtelter, langer Sätze Adressatenorientierte Formulierung keine doppelten Verneinungen nicht mehrere Aspekte in einem Item abfragen Keine Fragen, die sehr ähnlich beantwortet werden Einsatzt mehrerer Items zur Beantwortung der Frage Klare, informative Instruktion nicht zu viele verschiedene Skalen
  • Schwierigkeit bei Selbstberichtsverfahren: Verfälschbarkeit, Antworttendenzen Soziale Erwünschtheit Selbstdarstellung Antworttendenzen Halo Effekt (verringerbar durch klare Information über Unterschiede zu einzelnen Merkmalen) Gedankenlose Reputation (selbe Antworttendenz immer übernommen um konsistent zu wirken;  verringerbar durch Vermischung der Fragen, Umpolung der Fragerrichtung) Ja-/Nein-Sage-Tendenz (zu lösen durch unterschiedliche Pole, d.h. hoher Wert bspw. mal ja/nein) Primacy Effekt (verringerbar durch systematisches Variieren der Reihenfolge) Verringerbar, indem Anonymität zugesichert wird
  • Nachteile von Fragebogenmethoden geringe Flexibilität der Antwortmöglichkeiten Verfälschung im Gruppensetting schwer aufdeckbar (Mittelwerte anfällig für Verzerrungen) Abhängig von Lese-/Schreibkompetenz Beschränkung auf wenige, klar umschriebene Befragungsinhalte Reaktivität
  • Vorteile von Fragebogenmethoden in Gruppen durchführbar hohe Vergleichbarkeit von Ergebnissen hohe Durchführungsobjektivität hohe Auswertungsobjektivität kein großer Schulungsaufwand Anonymität
  • Vorteile von Beobachtung gegenüber Selbstberichtsverfahren Auch möglich bei eingeschränkter Verbalisierungsfähigkeit (Kinder, Tiere, ...) Informationsgewinn auch über automatisierte, unbewusste Verhaltensweisen (Mimik, Gestik, ...) Einsatz möglich, wenn eingeschränkte Auskunftswilligkeit vorliegt (verbotenes Verhalten, Zeitmangel, ...) Kann non-reaktiv sein Zeitverlauf abbildbar Häufig eingesetzt bei qual. Methoden, bei quant.: um Daten zu verwerten >> Zählen (Bestimmen der Häufigkeiten der beobachteten Ereignisse)
  • Definition: Beobachtung (Hussy et al) Systematische, regelgeleitete Registrierung des Auftretens bzw. der Ausprägung von ausgewählten, psy. relevanten Merkmalen oder Ereignissen (Hussy et al) (Beobachtung unter natürlichen Bedingungen vs. Laborbedingungen: Bedingungen können gleichgehalten werden und Störbedingungen ausgeschaltet; aber künstlich, deswegen evtl. anderes Verhalten)
  • Beobachtungen: Unterschiede aktive/passive Teilnahme Teilnehmende vs. Nicht-teilnehmende Beobachtung offene vs. verdeckte Beobachtung Art der Protokollierung Aktive Teilnahme des Beobachters vs. Passive Teilnahme des Beobachters Teilnehmende vs. Nicht-teilnehmende Beobachtung (bspw. Teppichabnutzung im Museum, Video, etc. Auch mit mehreren Beobachtern möglich; Vorteil, weil über längere Zeit möglich= Offfene (Personen wissen, dass sies beobachtet werden) vs. verdeckte Beobachtung (Personen wissen es nicht ; sinnvoll, wenn offenes Auftreten Verhalten verfälschen würde, bspw. Mobbing, illegales Verhalten) Art der Protokollierung: bspw. Strichlisten/Zeichensysteme, Kategoriensysteme, Ratingsysteme
  • Zeitstichprobe: Was, Vorteile, Nachteile Was: Immer in bestimmten, festgelegten Zeiüunkten beobachten; je nach Gegenstand Vorteile: Breiter, umfassender Überblick über Gesamtverlauf; Dauer von Verhalten messbar Nachteile: Aufwendige Kodierung;  hohe Anforderungen an Konzentrationsvermögen; unübersichtliche Ereignisse; relativ seltene Ereignisse vielleicht nicht erfasst
  • Ereignisstichprobe: Was, Vorteile, Nachteile Was: Immer wenn bestimmte Verhaltensweisen auftreten beobachten Vorteile: Gezielte Überprüfung von Zusammenhangshypothesen, gezielte Untersuchung ausgewählter (auch seltener) Verhaltensweisen Nachteile: keine Auskunft über Dauer
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  • Mögliche Probleme bei Beobachtungen Reaktivität Künstlichkeit der Beobachtungssituation Fehler bei der praktischen Durchführung (z.B. Müdigkeit beim Beobachter) Wahrnehmungsfehler (Halo Effekt; Othering Effekt: bei Nicht-Identifizierung mit einer Gruppe mehr negative Aspekte beobachten); Going-Native (bei Identifizierung mehr positive Aspekte beobachten) Erinnerungsfehler (Primacy/Recency Effekt Wiedergabefehler (falsch protokolliert, evtl. um Person zu schützen) Kann man vermeiden, indem man die richtigen Personen auswählt, Protokollsysteme erklärt, zwischendrin kontrolliert
  • Definition: Psychologische Tests (Bortz & Döring) = wissenschafltiche Datenerhebungsverfahren, bestehend aus mehreren Testaufgaben (Fragebogen, Testmaterial) sowie festgelegten Regeln zu deren Anwendung und Auswertung (Testmanual) Ziel: latentes psy. Merkmal (konstrukt) - typischerweise Fähigkeit / Eigenschaft - in seiner absoluten/relativen Ausprägung zu Forschungszwecken oderfür praktische Entscheidung zu erfassen (>> Oft in Diagnostik; Unterschied zum Fragebogen: Normierung)
  • Testbereiche Konzentrationsfähigkeit Vigilanz (wie gut / schnell kann Person (seltene) Ereignisse erkennen Wissen Kreativität Intelligenz (oft zur Eignungsdiagnostik, kulturgebundene /-freie Tests)
  • Tests in den Anfängen der Psychologie: Calton, McKean & Catell, Binet Calton: Intelligenz vererbt? Gedächtnistests McKean & Catell (Mentale Tests (Reaktionszeiten usw.), Physical-Tests (Körperkraft etc.)) Binet (Leistungstests, Intelligenz-/Lebensalter)
  • Normorientiertes Testen vs. Kriteriumsorientiertes Testen Normorientiertes Testen: Vergleich des individuellen Testswerts mit empirischen Normwerten (z.B. Intelligenz verglichen, Person über-/unterdurchschnittlich intelligent) Kriteriumsorientiertes Testen: Vergleich des individuellen Testwerts mit einem vorher festgelegten Schwellenwert / Kriterium (muss bestehen, nicht relativ zu Normwert, z.B. Bewerbungssituation, Klausur als Test, ...)
  • Leistungstests Speedtest (Brickenkamp, 2002) Powertest (HAWIE, Tewes, 1991) Leistungstests: objektiv richtige / falsche Lösungen, Leistung zeigt sich entweder in Anhzahl der Güter oder Qualität Speedtest (Brickenkamp, 2002): Bearbeitungszeit zu knapp angesetzt (wie viel schafft Person), Verfahren weist hohe Reliabiliät / Validität auf Powertest (HAWIE, Tewes, 1991): Aufgabenniveau sukzessive gesteigert, nicht um Zeit, sondern bis wo hin man kommt  Bilder ergänzen Bilder ordnen Mosaiktest Figuren legen Zahlen-Symbol-Test
  • Itemvarianten bei Leistungstests: offene vs. halboffene Beantwortung vs. Antwortvorgaben Offene Beanwortung (selten, da schwer auszuwerten): Freie Deutung, freie Assoziation Halboffene Beantwortung (manchmal schwierige Auswertung): Einfachantworten, Mehrfachantworten ("An welchen Flüsen liegen folgende Städte?") Reihenantworten ("Welche Holzblasinstrumente sind die bekanntesten?"), Sammelantworten ("Welches deutsche Wort übersetzt all diese?") Items mit Antwortvorgaben: Alternativantworten (richtig/falsch), Auswahlantworten (multiple choice/single choice), Umordnugnsantworten (richtige Reihenfolge), Zuordnungsantworten, Ergänzungsantworten
  • Adaptives Testen, tailored testing, branched testing Anpassung des Tests an Leistungsfähigkeit der Person (Test ökonomischer, kürzer, Vpn motivierter weil Aufgaben nicht zu leicht/schwer) Tailored Testing: erst mittelschweres Item, bei richtig schwereres, bei falsch leichteres; mit Computer Branched Testing: bspw. 6 Items mit gleicher Schwierigkeit, bei mehr als bspw. 50% richtig schwerere Gruppe, andernfalls leichtere; auch mit Blatt/Stift möglich
  • Persönlichkeitstests Objektive PTs vs. Subjektive PTs Persönlichkeitsstrukturtests vs. Interessens-Motivations-Tests Persönlichkeitstests: keine objektiven Leistungsmaße, sondern Beurteilung hinsichtlich von Persönlichkeitsmerkmalen Objektive PTs (Testperson bleibt Messintention verborgen) vs. subjektive Tests (mit Selbsteinschätzung, eher verfälschbar) Persönlichkeitsstrukturtests (mehrere zentrale Dimensionen der Persönlichkeit) vs. Interessens-Motivations-Tests (einzelne Merkmalsbereiche / Anwendungsfelder) Bsp. NEO-FFI: Erfassung der BIG FIVE (Verträglichkeit, Extraversion, Neurotizismus, Offenheit, Gewissenhaftigkeit), 5-stufige Ratingskala, im klinischen Berich aber auch Personalauswahl
  • Die 3 häufigsten Tests Klinische Verfahren Einstellungstests Persönlichkeitstests
  • Testverfälschung Umgang mit Testverfälschung Raten >> geeignete Distraktoren, Ratekorrekturen Soziale Erwünschtheit >> Bogus Pipeline (angeblicher Lügendetektor), Kontrollskalen Simulation/Disssimulation (normal nicht bei Forschungszwecken, wenn man in Frührente will, aus dem Gefängnis entlassen werden will) Antworttendenzen Selbsttäuschung (man stellt sich nach Ideal dar) >> Verwendung objektiver Daten
  • Projektive Tests: Rordach-Tests, Verbal-thematische Verfahren (TAT), Zeichnerische-/Gestaltungsverfahren Rordach-Tests: Formdeuteverfahren (Formen deuten) Verbal-thematische Verfahren (TAT): Geschichte zu Bildern erzählen Zeichnerische-/Gestaltungsverfahren: Zeichnungen vervollständigen >> Beruhen auf Psychoanalyse, nicht so gut in Validität/Reliabilität aber gut als Hilfe
  • Impliziter Assoziationstest (IAT) Messung der Stärke von Assoziationen zw. Objekten und Attributen, häufig Messungen zur Einstellung Kategorisierung von Reizen mit bestimmten Eigenschaften und Vergleich der Reaktionszeiten Bsp.: per Knopfdruck pos. und neg. Wörter Bildern von Homo-/Heterosexuellen zuordnen; man wird die positiven Wörter schneller und fehlerfreier Gruppe zuordnen, die man präferiert und umgekehrt
  • Reaktionszeiten: Priming, emotionale Stroop-Aufgabe, visuelle Suche Priming: vorangegangener Reiz aktiviert Gedächntnisinhalte was Verarbeitung eines Reizes beeinflusst Emotionale Stroop-Aufgabe: Wort präsentiert, hat andere Farbe >> Farbe des Wortes benennen; bspw. bei einer Hunderasse sollten Personen mit Hundephobie länger brauchen die Farbe zu bestimmen Visuelle Suche: schwer zu verfälschen, da Vpn meist nicht weiß, was untersucht wird
  • Biopsychologische Verfahren Darstellung der neuronalen Grundlage pys. Probleme, Interpedenz (Wechselseitige Abhängigkeit) zw. biolllogischen und psychologischen Prozessen Theoriebezug notwendig meist reaktive Verfahren
  • Artefakte Messungen verfälscht durch Dinge, die nicht zum xperiment gehören / Signale, die anderen Ursprung als zu interessierendes Signal haben (z.B. Bewegung wenn Hirnaktivität gemessen wird)
  • Artefakte Messungen verfälscht durch Dinge, die nicht zum xperiment gehören / Signale, die anderen Ursprung als zu interessierendes Signal haben (z.B. Bewegung wenn Hirnaktivität gemessen wird)
  • Messungen von Indikatoren außerhalb des ZNS Tonisch, reaktiv Messung der Hautleitfähigkeit (z.B. Messung an den Schweißdrüsen) Maßgebend: Amplitude (wie weit schlagen die Ergebnisse aus), Latenzzeit (Zeitraum zw. Reiz und Reizantwort) Tonisch: Niveau der Aktivität Reaktiv: auf bestimmte Reize reagierend Eingesetzt bei Diagnose und Therapie, z.B. PTSD (posttraumatische Belastungsstörung), "Lügendetektor"
  • Eletrkookulogramm und Eyetracker geben Blickrichtung- und dauer an EOG: wohin blickt Person wie lange; Rückschlüsse auf z.B. Aufmerksamkeit; i.d. EEG-Forschung, um Artefakte zu messen Eyetracker: misst Stellung / Bewegung der Augen weitere Messungen der Augenaktivität: Lidschlag, Pupillendurchmesser
  • Messungen von Indikatoren des ZNS: EEG Erfasst elektrische Hirnaktivität mittels auf Kopfhaut angebrachten Elektroden (nach bestimmten System angebracht, z.B. 10-20 System); nicht Aktivität eines einzelnen Neurons gemessen sondern Elektronenverbände Messungen Spontan-EEG's im wachen / schlafenden Zustand oder ereigniskorrelierter Potentiale Nachteile: kostenaufwendig, man brauch großes Wissen zum Auswerten