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Sensorik (Subject) / Übung (Lesson)

Uni Bonn SS'17

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  • Auswertung Akzeptanz + JAR Auswertung Akzeptanz + JAR 1. Schritt: Penalty Analyse:  Darstellung der Ergebnisse für jeden Prüfer in einer Tabelle→ | Prüfer | Beliebheit (5-/7-/9-Punktskale) | JAR-Skale |          1                          5                                   4          2                          7                                   4          3                          4                                   5         ...                         ...                                  ...  Ziel ist eine Schlussfolgerung wie stark sich eine Abweichung auf der JAR-Skala auf die Akzeptanz auswirkt sinnvoll, wenn >20% von „genau richtig“ abweichende Antwort gegeben haben  2. Schritt: Relative Häufigkeiten berechnen (Verteilung) (JAR-Skale) z. B. „ 5 (viel zu süß)“ : 1/7 Prüfpersonen = 14,3%  3. Schritt: Zusammenfassen der Nennungen ober- & unterhalb von „genau richtig“  (JAR Skale) | JAR-Skale | Verteilung % | Zusammengefasst %|         5                14                  14 + 29 = 43          4                29                     3(Genau Richtig)  43                         43         2                14                           1                 0                   14 + 0 = 14 4. Schritt: Zuordnung der Akzeptanz-mittelwerte (Beliebtheitprüfung) zu JAR-Kategorien  | Zusammengefasst % |  Mittelwerte Beliebtheit (Werte, sehen oben) | (4+5) zu süß 43                 (5+7+4) ÷ 3 = 5,3      (3) genau richtig 43                 7,3 (2+1) wenig süß 14             6,0 5. Berechnung „mean drop“: (kann negative Werte annehmen) Abweichung der Mittelwerte „zu süß“ & „zu wenig süß“ von Mittelwert „genau richtig“            | Mittelwerte Beliebtheit | Meandrop* |            5,3                            2,0            7,3                             -            6,0                            1,3 6. Schritt: Multiplikation des Prozentsatzes der jeweiligen zu-viel & zu-wenig Antworten mit den zugeordneten "mean-drop"-Werten.  zu süß:             43% • 2,0 = 86,0 ⇒ Produkt verändern (Süße reduzieren) zu wenig süß:  14% • 1,3 = 18,2  7. Schritt: Vergleich mit Handlungsempfehlung nach Lill & Köhn Tabelle Penalty-Wert:< 40 = Vernachlässigbar, Kein Handlungsbedarf40 - 80 = Möglicher Handlungsbedarf → Veränderung des Produktes> 80 = Starker Indikator Für eine Veruanderung zur Verbesserung der Beliebtheit
  • DLG-Qualitätstest, Teilnehmer DLG-Qualitätsprüfung: Sensorische Prüfmethode der DLG im Rahmen von Qualitätsprüfungen  Fokus: sensorische Analyse (Farbe, Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack)  Ergänzend (je nach Produktgruppe):  Zubereitungsprüfungen, Verpackungs- & Kennzeichnungsprüfungen, chemische, mikro- biologische & physikalische Analysen in akkreditierten Laboren  Teilnehmer: Hersteller od. Handelsunternehmen können Produkte anmelden  zugelassen werden Produkte, die– gesetzlichen nationalen und EU-Bestimmungen genügen – aus der laufenden Produktion stammen Gebührenpflichtig  Teilnehmer erhalten Prüfbefunde → Prämierungszeichen/-urkunden 
  • DLG-Qualitätsprüfung – Prüfung & Prämierung DLG-Qualitätsprüfung – Prüfung & Prämierung : Gruppenprüfung: Benotung & ggf. Abweichungen pro Prüfmerkmal im Konsens erarbeitet.  Einzelprüfung mit Konsensfindung: Prüfung zunächst allein, Abfrage durch „Schriftführer“ – bei unterschiedlichen Benotungen muss wiederum Konsens gefunden werden. Geschulte Expertenpanel Produktspezifische Prüfschemata  Vorliegende Probe wird anhand der aufgelisteten Produkteigenschaften (Mängel) überprüft. Jede festgestellte Eigenschaft wird unterstrichen & die Punktzahl angekreuzt  Optimaler Qualitätsstandard eines Produktes durch DLG- Fachkommission definiert → entspricht 5,0 Punkten (Höchstnote) Prämierung: Grundbedingung: jedes Merkmal muss mindestens 3 Punkte bekommen (ungewichtet), sonst keine Prämierung möglich! Qualitätszahl: Ergebnisse der einzelnen Merkmale werden mit Gewichtungsfaktoren multipliziert – Summe dividiert durch Summe aller Gewichtungsfaktoren  5,00 Punkte – Goldener DLG-Preis = sensorisch fehlerfrei & Erfüllung aller weiteren Qualitätsparameter  4,50 – 4,99 Punkte – Silberner DLG-Preis  4,00 – 4,49 Punkte – Bronzener DLG-Preis 
  • DLG-Prüfung: Durchführung bei Einzelprüfung  DLG-Prüfung: Die Gesamtprüfung gliedert sich in die chemischen und physikalischen Untersuchungen  die sensorische Bewertung  die Deklarationsüberprüfung  Sensorische Bewertung: Einzelprüfung  jeder Prüfer hat Prüfbelege des Prüftages auf dem Prüftisch  Proben eines Prüfganges – den Prüfergruppen zugeordnet – auf dem Tisch aufgebaut; sie sind in neutralen Gefäßen und mit P-Nummern versehen. Prüfer bewerten das Produkt zunächst in der Flasche, dann im Glas  Eintragen der Ergebnisse auf probenspezifischem Prüfbeleg – Nur Mängel festgehalten, d.h. Abweichungen vom Qualitätsstandard    → 5 Punkte: keine Abweichung, etc.  Diskussion: Ergebnisse der Prüfer werden vom Schriftführer Zusammengetragen & überpruft Kommt es zum Unterscheid von ≥ 2 (Range-Fall) pro Prüfmerkmal (wegen unterschiedlichen Benötung) ⇒ entscheidet die Gruppe im Konsens, ggf. mithilfe erneuten Prüfens, über Benotung. Endurteil eines Prüfmerkmals wird aus dem arithmetischen Mittelwert aller Einzelurteile gebildet. 
  • DLG-Prüfung: Prämierungsvoraussetzungen. Prämierungsvoraussetzungen: Jedes Merkmal mind. 3 Punkte  4.(Harmonie) darf im Vergleich:– zu Merkmal 1.(Farb/Aussehen) & 2.Geruch) höchstens 1 Punkt höher sein, – zu Merkmal 3.(Geschmack) darf sie gar nicht höher bewertet sein 
  • DLG-Prüfung: Auswertung DLG-Prüfung: Auswertung: 1. Schritt: Berechnung Punktzahl innerhalb eines Merkmals pro Prüfer (Individuel):  Unterschiedliche Punktzahlen → niedrigstes zähltz. B Farbe/Aussehen: 4 & 3 ⇒ 3 Mehrfachnennung einer Punktzahl → nächstniedrige zählt: z. B Geschmack: 4 & 3 & 3 ⇒ 2  2. Schritt: Mittelwert der Punktzahl je Merkmal von alle Prüfer (Gesamt Panel): Farbe/Aussehen:– 1. Prüfer = 4– 2. Prüfer = 3    ⇒ Mittel: 3,5  3. Schritt: Errechnen der Qualitätszahl = Mittelwert • Gewichtungsfaktoren Farbe/Aussehen = x3 Geruch = x5 Geschmack = x8 Harmonie = x4∑ Gewichtungsfaktoren = 20 
  • Duo-Trio-Test: Grundlagen Grundlagen Duo-Trio-Test: Vorlage einer od. mehrerer Dreier-probengruppen.  Eine der Proben steht als Referenzprobe an erster Stelle.  Eine der beiden anderen Proben entspricht der Referenzprobe, die andere unterscheidet sich.  Konstante Referenz: Referenzprobe ist immer gleich. Balancierte Referenz: Beide Proben werden im Wechsel als Referenzprobe eingesetzt.  Fragestellung: „Welche Prüfprobe ist mit der Referenzprobe identisch?“ Forced-choice-Technik
  • Paarweise Vergleichsprüfung (DUO-Test) z. B. [1] 2 Obstquark-Proben = 5g (A) & 10g (B) Saccharose [2] 2 Obstquark-Produktion = A & B Die Ergebnisse sind: N = 24 Prüfsituation [1]: 17 B > A; 7A > B Prüfsituation [2]: 17 B > A; 7A > B 1. Zeichnen Sie das Prüfformular (4) 2. Formulieren Sie die Prüfaufgabe (2) 3. Welches Signifikanzniveau wählen Sie? Was bedeutet alpha? (2) 4. Stellen Sie H0 & HA auf (4) 5. Handelt es sich um einen einseitigen od. zweiseitigen Test? (2) 6. Interpretieren Sie die Ergebnisse der Prüfungen (8) (Ergebnisse) 7. Welche alternativen Tests wären möglich? (3) Paarweise-Vergleichsprüfung (DUO-Test): 1+2. Prüfformular & Prüfaufgabe: Prüfverfahren: Duo-TestDatum: Name: Prüfanleitung:Sie erhalten zwei verschlüsselte Proben. Fällen Sie Ihr Urteil, welche Prüfprobe stärker ausgeprägt ist. Markieren Sie die stärker ausgeprägte Prüfprobe durch Angabe der Schlüsselnummer. Kein Unterschied (A=B) zugelassen. Prüfmuster/gut: Obstquark Prüfmerkmal: Geschmack Merkmalseigenschaft: süß  Prüffrage: Welche Probe ist stärker ausgeprägt?   | Probenpaar | Antwort: Schlüssel-Nr. | Bemerkung |  3. Signifikanzniveau? alpha? α = 5% (Irrtumswahrscheinlichkeit) Wahrscheinlichkeit, mit der im Rahmen eines Hypothesentests die Nullhypothese fälschlicherweise verworfen werden kann, obwohl sie eigentlich richtig ist. 4. Hypothese Gruppe 1 (bekannter Unterschied): – H0: Probe B weist KEINE stärkere Ausprägung „Geschmack: süß“ auf als Probe A  – HA: Probe B weist eine stärkere Ausprägung „Geschmack: süß“ auf als Probe A Gruppe 2 (unbekannter Unterschied):  – H0: Es ist KEIN wahrnehmbarer Unterschied in Bezug auf die Merkmalseigenschaft süß beim Geschmack festellbar.  – HA: Es ist ein wahrnehmbarer Unterschied festellbar.  5+6. Einseitigen od. zweiseitigen Test? Interpretation der Ergebnisse? Gruppe 1 (bekannter Unterschied) = Einseitiger Test – Mindestanzahl der richtigen Entscheidungen bei einem Signifikanzniveau von α = 0,05– Aussage: Hinsichtlich der Merkmalseigenschaft „süß“, Merkmal „Geschmack“ weist Probe B (k)eine stärkere Ausprägung auf als Probe A, unter Berücksichtigung einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 %  Gruppe 2 (unbekannter Unterschied) = Zweiseitiger Test – Mindestanzahl der häufigeren Entscheidungen bei einem Signifikanzniveau von α = 0,05 – Aussage: Hinsichtlich der Merkmalseigenschaft „süß“, Merkmal „Geschmack“ ist (k)ein Unterschied wahrnehmbar bei Berücksichtigung einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 %  7. Alternative Tests: Weitere Unterschiedsprüfungen: Dreiecksprüfung (Trio-Test)– Vorlage einer od. mehrerer Dreier-probengruppen, von denen zwei Proben identisch sind. – Die abweichende Einzelprobe ist von den Prüfpersonen festzustellen.– Fragestellung: "Welche ist die abweichende Probe?"  Duo-Trio-Test– Vorlage einer od. mehrerer Dreier-probengruppen.– Eine der Proben steht als Referenzprobe an erster Stelle. – Eine der beiden anderen Proben entspricht der Referenzprobe, die andere unterscheidet sich.    a) Konstante Referenz: Referenzprobe ist immer gleich.    b) Balancierte Referenz: Beide Proben werden im Wechsel als Referenzprobe eingesetzt.– Fragestellung: „Welche Prüfprobe ist mit der Referenzprobe identisch?“– Forced-choice-Technik
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