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Sozialpsychologie (Subject) / Einstellung2 (Lesson)

Einstellungsänderung durch: Implizite (Mere exposure; klassische Konditionierung; operante Konditionierung), Dissonanzreduktion (Persuasion-Festinger&Carlsmith); ELM (Petty; Need for Cognition); Heuristic Systematic Model

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  • Mere-Exposure Effect Zajonc: ➢ Phänomen: Bloße Wiederholung eines anfangs neutralen Objekts führt zu einer positiveren Bewertung dieses Objekts. ➢ Wiederholter Kontakt → Vertrautheit = Hinweisreiz → pos. Bewertung.
  • klassische Konditionierung Ø    Lernprinzip, durch das Affekte oder Emotionen mit EO verbunden werden.                    o     Stimuluslernen.                    o     Wenn 2 Stimuli glzt. ist die Assoziation verstärkt. Ø    Merkmale: Ein unbedingter Stimulus (kurz UCS) löst als Reflex eine unbedingte Reaktion (UR) aus. Wird im Zusammenhang mit dem UCS mehrfach ein bislang neutraler Stimulus dargeboten (Kopplung), so wird dieser zum bedingten Stimulus (CS). Dieser CS löst nun ebefalls (und auch ohne UCS) die Reflexreaktion aus. Ø    Versagen, UCS (neg.Affekt)+Schweden, CS (neutral)→negativer Affekt, UCR; Schweden, CS →negativer Affekt, CS.  
  • operantes Konditionieren Ø    Lernprinzip: Law of effect.                    o     Verhaltenslernen.                    o     Auf V folgt Konsequenz (pos./neg.) à erhöht, verringert AWSK. Ø    Merkmale: Die Auftretenswahrscheinlichkeit (AWSK) eines Verhaltens erhöht sich durch Verstärkung und verringert sich bei Bestrafung. Ø    Verstärkung der Äußerung einer Attitüde sollte die AWSK ähnlicher Attitüdenäußerungen wiederholen.
  • Änderung durch Dissonanzreduktion (Persuasion) Ø    Einstellungs-Enstehung: durch Persuasion (Einsatz von Botschaften, um die Meinung, Einstellung und das Verhalten anderer Menschen zu verändern       à argumentativ). Ø    Einer Einstellungsänderung, die mithilfe von Persuasion erfolgen soll, liegt das Erzeugen von Dissonanz zu Grunde, da zwei sich widersprechende Kognitionen vorliegen. Der Mensch strebt aber nach Konsonanz. Ø    → Umgang mit der Dissonanz:                    o     Möglichkeiten zur Reduktion kognitiver Dissonanz: Ø    Addition konsonanter Kognitionen, Ø    Subtraktion oder Veränderung dissonanter Kognitionen.                    o     Scheren-effekt: Aufwertung der gewählten Alternative, Abwertung der abgewählten Alternative.                    o     Dissonanzreduktion folgt drei Regeln: Ø    Minimieren des kognitiven Aufwandes, Ø    Maximieren der Effektivität, Ø    Maximieren der Stabilität der Dissonanzreduktion.
  • Exp.: Festinger&Carlsmith Exp. zur Dissonanzreduktion ·      VPn nahmen an einer sehr langweiligen Aufgabe teil, werden dann geboten, einer anderen VP vorzulügen die Aufgabe machte ganz viel Spaß. ·      Eine Hälfte bekam 20$ (ausreichende Rechtfertigung für das Lügen), die andere 1$ (dissonante Kognition: Aufg. Langweilig + ich habe ohne Grund gelogen, dass sie Spaß gemacht habe). o       Dann sollten sie die Aufg. nochmal bewerten und à die VPn mit nur einem Dollar, veränderten ihre Bewertung, aufgrund der hohen aversiven Erregung und damit hohem motivationalem Spannungszustand die Dissonanz zu reduzieren, in eine positivere Richtung. Die VPn mussten ihre Bewertung für sich nicht noch mal ändern, hatten ja auch nur geringe aversive Erregung.
  • Elaboration Likelihood Model Petty & Cacioppo: ➢ Zwei-Prozess-Modell der E.sbildung/-änderung (d.h. Annahme zweier Wege von Informationsverarbeitung). o Postulat zweier Verarbeitungsmodi: • Systematisch vs. Nicht-systematisch bestimmt Auseinandersetzung mit inhaltlich relevanten Argumenten. • Routen der Verarbeitung: zentral vs. Peripher. • Elaborationswahrscheinlichkeit = f (Verarbeitungsmotivation, Verarbeitungsfähigkeit) o E.sänderung über zwei Routen mit unterschiedlichen Verarbeitungstiefen der thematisch relevanten Argumente: o Zentral: intensive, kognitive Auseinandersetzung → man überzeugt sich quasi selbst. o Peripher: E.sänderung auf der Basis von Prozessen, die relativ unabhängig von der Qualität der dargebotenen Argumente sind. • Klassische Konditionierung. • Heuristiken.
  • Exp. von Petty et al. Exp. zur Elaborationswahrscheinlichkeit: ·      Prüfung soll eingeführt werden: ·      UV1: Variation der Relevanz, persönlichen Betroffenheit der Studenten (jetzt oder in 10 Jahren) = Manipulation der Motivation zur Verarbeitung. ·      UV2: Variation der Argumentstärke (starke vs. Schwache Argumente) = Manipulation der zentralen Route. ·      UV3: Variation des Sprecherprestiges (Student vs. Lehrer) = Manipulation der peripheren Route. o     Nach ELM: Je höher die Motivation (UV1, jetzt > in 10 Jahren), desto stärker sollten die Einstellungen (AV) durch die Reaktion auf inhaltliche Argumente (UV2, starke < schwache) beeinflusst und desto geringer ist der Einfluss von peripheren Hinweisreizen (UV3, Student < Lehrer). o     Ergebnis: wenn Studenten motiviert à zentraler Weg. Wenn Studenten nicht betroffen à peripherer Weg.
  • Need for Cognition Menschen tendieren eher zur zentralen oder zu peripheren Route, je nach dem ob sie gerne Nachdenken.
  • Heuristic Systematic Model Chaiken: Ø    Zweites Zwei-Prozess-Modell der E.sbildung/-änderung und ähnliche Grundannahmen/Postulate. Ø    E.s sbildung/-änderung vermittelt über zwei Arten der Informationsverarbeitung: heuristische und systematische Verarbeitung. Ø    Zusammenspiel dieser Modi: Sind Personen unmotiviert, oder nicht in der Lage ein hohes Maß kognitiver Anstrengung zu investieren, und erlangen sie zusätzlich einen heuristischen Hinweisreiz, verlassen sie sich bei der E. sbildung/-änderung auf eine heuristische Verarbeitung. Ø    Annahme mehrfacher Motive, motivationale Prozesse: Suffizienzprinzip: Menschen streben nach Sicherheit im Hinblick auf ihre Einstellungsurteile à wenn die tatsächliche Sicherheit geringer ist als die erwünschte, verarbeitet die Person Informationen systematisch, um die Kluft, die Suffizienzschwelle zu überbrücken.
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