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Modellierung (Subject) / Wissenfragen (Lesson)
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- was versteht man unter einem abstrakten Anwendungsfall(Verallgemeinerung)? Ein abstrakter Use-Case stellt eine prinpizielle Interatktion mit dem System dar, die in abgeleiteten Use-Cases konkretisiert werden muss. Beispiel: Stammdaten verwalten(abstrakt) -> Flugzeugdaten verwalten (konkret, abgeleitet)
- Kann man mit einem Anwendungsfalldiagramm Abläufe darstellen? Begründen Sie ihre Aussage Nein, Anwendungsfälle dienen dazu, die unterschiedlichen Interaktionen mit dem System zu erfassen. Abläufe werden nur innerhalb der detailierten Beschreibung eines Use-Cases dargestellt, nicht aber im Diagramm.
- Warum ist der Begriff "Kunde" bei der Modellierung von IT-Systemen oft kritisch zu hinterfragen? Kunde ist ein Homonym, das stellvertretend für meinen Kunden, oder ggf. die Kunden meines Kunden (wenn ich Dienstleister bin) stehen kann.
- Die Aussage "Es gibt verschiedene Termine: Starttermine und Endtermine" lässt zwei verschiedene Modellierungen zu - Welche sind das und wann würden Sie sich für die eine oder andere davon entscheiden? Variante 1: Vererbung- wenn sich ein Start- und ein Endtermin in ihren Eigenschaften unterscheiden (beispielweise, weil Endtermine zusätzliche Informationen benötigen. Variante 2: Rollen- wenn es sich um prinzipiell das gleiche "Ding" handelt, das in verschiedenen Relationen aber unterschiedlich genutzt wird.
- was versteht man unter einem Ad-Hoc-Prozess und wozu ist es gut? Geben Sie ein Beispiel an Ad-Hoc-Prozess dienen zur Erfassung von Aufgabenmengen, die nicht zwangläufig als Folgen definiert werden können (keine klare Reihenfolge). Beispiel: Arbeit an einem Buch- dabei werden verschiedene Tätigkeiten abwechselt bzw. je nach Bedarf gemacht
- was ist der Unterschied zwischen einem Prozessdiagramm und einem Choreographiediagramm? Das Choreographiediagramm berücksichtigt nur die Interatktion zwischen Teilnehmern am Prozess, nicht deren interne Tätigkeiten, während das Prozessdiagramm diese mit einbezieht. Interaktion zwischen Teilnehmern werden dort als Nachrichtenflüsse modelliert.
- Was ist der Unterschied zwischen einer Transaktion und einer Kompensation? eine Transaktion ist eine Menge von Aktionen, deren Efffekte entweder ganz, oder gar nicht in Erscheinung treten. Bei einer Kompensation geht man davon aus, dass man einen gesamten Vorgang nicht "rücksetzen" kann, sondern die Effekte vergangener Aktionen kompensieren muss. Beispiel: Versenden einer korrigierter Rechnung als Kompensation für eine gesendete falsche Rechnung
- was bedeutet der Werkzeug-Material-Ansatz und welchen Bezug hat er zur Architektur von IT-Systemen? Einteilung der Klassen in Datenlastige (Materialien) und Funktionslastige (Werkzeuge) - die Werkzeuge findet man in der Regel an den Schnittstellen und Implementierungen von Komponenten, während die Materialien persistent (in der DB) gespeichert, oder zwischen Komponenten übertragen werden.
- Wozu dienen Entwurfsmuster? Erläutern Sie das an einem Muster ihrer Wahl Entwurfsmuster stellen abstrakt bewährte Lösungen für bekannte(übliche) Probleme dar. Beispiel: Adapter. Eine Fkt benötigt eine gewisse Funktionalität (beschrieben durch eine Schnittstelle), hat aber die gewünschte Funktion nur mit einer anderen Schnittstelle zur Verfügung. Dazu wird ein Adapter eingebaut, der die "Übersetzung" der Schnittstellen übernimmt.
- Was ist ein ereignisgesteuerter Subprozess und wozu wird er verwendet? Ein ereignisorientierter Subprozess ist ein Teilprozess, der gleichzeitig und ununterbrochen „neben einem Hauptprozess“ läuft und ihn unterbrechen und abbrechen kann. Er dient dazu, einen begleitenden Prozess, beispielsweise eine Statusanfrage oder ein Buchungsstorno, einem Hauptprozess so zuzuordnen, dass er „jederzeit“ während des Ablaufs des Hauptprozesses aufgerufen werden kann.
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- Was sind Modelle? Mittel zur Beschreibung soziotechnischer Systeme: Modelle erfassen, dokumentieren, illustrieren die Zusammenhänge der Systemnutzung von Menschen zur Zielerreichung. Modell ist eine Abstraktion eines Systems oder Prozesses abstrakte Darstellung bezogen auf reale / gedachte Welt
- Wozu wird Systemmodellierung eingesetzt? / Zweck: Kommunikation (Wissens-/ Gedankenaustausch) Dokumentation der Anwender: Systemnutzung von außen des Systems: Funktionsweise interner Modelle Automatisierung: Modellumsetzung in ausführbaren Code und lauffähige Bilder
- Semiotik Bedeutung der Zeichen
- Syntax Regeln für Zusammenstellung von Modellelementen / Ausdrücken → Sind Zeichen der Sprache strukturell richtig zusammengesetzt?
- Semantik Bedeutung des Modells (Interpretationsvorschrift) → Festgelegte Bedeutung von Modellelementen und deren Zusammensetzung (Sinngehalt)
- Pragmatik Orientierung auf das Nützliche und das Wesentliche
- Grundsätze ordnungsmäßiger Modellierung: Richtigkeit: syntaktisch, semantisch richtig Klarheit: für unbeteiligte Dritte verständlich Vergleichbarkeit: Modelle nach einheitlichen Vorgehensweisen / Konventionen erstellen Systematischer Aufbau: in sich schlüssige, systematische Verknüpfung der Teilmodelle / Sichten Relevanz: nur die wichtigsten Sachverhalte, die zum Zweck (zur Problemlösung) beitragen Wirtschaftlichkeit: sinnvolles Verhältnis vom Modellierungsaufwand zu seinem Nutzen
- Sichtweisen auf IT -Systeme: Extern: wer (Nutzer in Rollen) darf was (Rechte), erledigt was (Aufgaben) und wie (Systemhilfe) Intern: wie → funktionieren Abläufe, wird ein System betrieben und werden Daten abgelegt welche → Schnittstellen, Dienste, Prozesse und ihre Koordination, Systemverteilung auf Rechnern Orthogonal: Begriffliche Zusammenhänge → Begriffsmodelle: Inhalte, Beziehungen zu anderen Begriffen
- Wie beschreibt man Ziele und deren Zusammenhänge mit ARIS-Zieldiagrammen? Ziele aus Unternehmenssicht: unklare Anforderungen genauer definieren • Projektzweck und Kontext verstehen: Was wird mit dem Projekt erreicht, wozu dient das IT-System? Anforderungen aus Nutzersicht: Personas und User Stories, UML Use-Cases • Benutzer, Situation, Umfeld, Anforderungen, Rahmenbedingungen, Nutzungsarten verstehen
- Modellelemente zur Beschreibung von Zielen in Zieldiagrammen: Ziel: Unternehmenszielsetzung → was soll erreicht werden? Funktion: Aufgabe / Tätigkeit zur Erreichung / Unterstützung eines Ziels (im Unternehmen selbst) Erfolgsfaktor: zu beachtender, möglichst an Parametern messbarer Aspekt für die Zielerreichung Leistung: Ergebnis einer Tätigkeit (menschliche Handlung / technischer Vorgang → Einkauf möglich) Kanten = Abhängigkeiten
- Personas: konkrete Personen als Stellvertreter für typische Nutzer
- User Stories Beschreibung eines Ablaufs aus Sicht eines konkreten Benutzers
- Zusammenhang zwischen einem Akteur im Use-Case-Modell und einer Persona Ein Akteur steht für eine bestimmte Rolle im Umgang mit dem System – eine Persona kann mehrere Rollen einnehmen.
- Zusammenhang zwischen einem Use-Case und einer User Story Eine User-Story kann mehrere Use-Cases umfassen und in einen Kontext setzen.
- Anwendungsfall und Ablauf Anwendungsfälle dienen dazu, die unterschiedlichen Interaktionen mit dem System zu erfassen. Abläufe werden nur innerhalb der detaillierten Beschreibung eines Use-Cases dargestellt.
- Domänenmodell Darstellung begrifflicher Zusammenhänge einer Domäne in Form eines Begriffsmodells (Fachbegriffsmodell, Klassendiagramm, ER-Diagramm, ...)
- Synonyme unterschiedliche Bezeichnungen für das gleiche Ding (Karosse ↔ Kutsche)
- Homonyme: die selbe Bezeichnung für unterschiedliche Dinge • Beispiele: → Tor: großer Durchgang in Architektur oder in Trefferzone in Sport → Hahn: z.B. Wasserhahn oder Huhn → Grad: Rang, akademischer Titel, mathematisch: Winkel, geografisch: Längen-/ Breitengrad
- Antonyme: Gegenteil des Ausgangsstichwortes (scharf – stumpf, dick – dünn)
- Unterscheidung zwischen Dingen und Rollen: Person = Ding ↔ Chef = Personenrolle
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- Was sind Prozesse? Ein Geschäftsprozess / Workflow ist die inhaltlich abgeschlossene, zeitlich und sachlogisch zusammenhängende Folge von Aktivitäten (Funktionen), die zur Bearbeitung eines betriebswirtschaftlich relevanten Objektes notwendig ist und - nur bei Workflow - deren Funktionsübergänge von einem Informationssystem gesteuert werden. Ein Workflow / Arbeitsfluss ist die informationstechnische Realisierung eines Geschäftsprozesses. Ein Arbeitsablauf ist eine detaillierte Beschreibung notwendiger Verrichtungen (Arbeitsausführung) zur Erfüllung der Arbeitsaufgabe.
- Abstraktionsebenen der Prozessmodellierung: • sehr hohe Abstraktion: kaum Details → Beschreibung von Prozesslandschaften und prinzipiellen Abläufen • mittlere Abstraktion: detaillierte Beschreibung → zur Kommunikation mit Fachabteilungen • geringe Abstraktion: detaillierte Beschreibung → Vorstufe zur Automatisierung
- Wozu dienen Wertschöpfungskettendiagramme bei der Prozessmodellierung (Zweck)? -Einstiegs- und Überblicksmodell-(Kern-)Prozesse eines Unternehmens (oft in zeitlicher Abfolge) Prozess im Mittelpunkt → Funktion auf hoher Ebene - Detaillierte Beschreibungen auf der Ebene der Wertschöpfungsdiagramme nicht möglich → feinere Beschreibungstechnik durch Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPKs)
- Was sind die Bestandteile einer EPK (ereignisgesteuerte Prozesskette)? - Elemente • Ereignisse → Eintritt eines (betriebswirtschaftlich) relevanten Zustands oder Ergebnisses einer Funktion (löst eine Funktion aus) • Funktionen → Teilablauf: nimmt eine gewisse Zeitdauer in Anspruch → manuelle Tätigkeit oder automatische Funktion • Prozess / Sequenz → Folge von Ereignissen und Funktionen → mit Pfeilen verbunden → Beginn und Ende mit einem oder mehreren Ereignissen - Konnektoren: verzweigen oder bündeln den Kontrollfluss • AND Ereignis Funktion Ereignis → alle Pfade werden gewählt ⋀ → alle Pfade müssen ankommen • OR → ein oder mehrere Pfade werden gewählt ⋁ → mindestens ein Pfad muss ankommen • XOR → genau ein Pfad wird gewählt X → genau ein Pfad wird ankommen
- Wie modelliert man Abläufe auf Basis von EPKs? Beginn und Ende mit einem Ereignis oder einer Prozessschnittstelle Ereignisse und Funktionen wechseln sich im Ablauf ab eine Kante verbindet genau zwei verschiedene Objekte → kein Objekt steht ohne Kante → aus und in Funktionen läuft jeweils nur eine Kontrollflusskante nach einem einzelnen Ereignis kein ODER- bzw. XOR-Konnektor verzweigte Teilabläufe (Pfade) durch gleichartige Konnektoren wieder zusammenführen bei Verbindung mehrerer Pfade mit einem Konnektor, darf dieser nur eine auslaufende Kante haben Direktverbindungen von Konnektoren sind erlaubt
- Was ist Sinn und Zweck der BPMN? Beschreibungssprache für Geschäftsprozesse modellierte Prozesse in ausführbare Prozesse überführen • erfordert präzise Semantik und Modellierung, Möglichkeit zur Erweiterung
- Wie kann man einzelne Prozesse modellieren? unterschiedliche Diagramme • Orchestrierung: Interne Prozesssicht (Ablaufbeschreibung) → Spezifikation des Prozessablaufs in einem Pool → Kombination unternehmensinterner und -externer Dienste • Choreographie: Prozesskoordination (Dialog zwischen Teilnehmern) → Beschreibung der Abläufe zwischen Prozessen → koordinierter Nachrichtenaustausch zwischen den Diensten → wie agieren die einzelnen Prozesse untereinander? • Konversation: wer spricht mit wem → Übersicht, welche Partner eines Anwendungsgebiets welche Aufgaben gemeinsam abwickeln → Nachrichtenaustausch zwischen den Einheiten: wer spricht mit wem?
- Wozu dienen Pools und Lanes bei der BPMN? Pools stellen unabhängig agierende Teilnehmer am Prozess dar. Innerhalb eines Pools kann es mehrere Lanes geben, die in einem Prozess orchestriert werden (direkte Sequenzen, anstelle loser Nachrichtenflüsse).
- Eskalation im Prozessbereich: Ablauf kann vom zuständigen Akteur nicht durchgeführt werden Gründe: unzureichende Berechtigungen und / oder Kenntnisse Beispiele: im Support, bei Kreditvergabe, V erhandlungen
- Was bedeutet eine Transaktion • Menge logisch zusammengehöriger Aktionen: entweder werden sie ganz oder gar nicht ausgeführt • Beispiele: Einkaufen (Ware bezahlen & mitnehmen), Buchhaltung (Soll & Haben) • Eigenschaften von Transaktionen (ACID) → Atomicity: atomar / unteilbar: ganz oder gar nicht ausführen → Consistency: aus einem konsistenten in einen konsistenten Datenbestand führen → Isolation: gleichzeitige oder leicht versetzte Transaktionen ohne Einfluss auf einander → Durability: Änderungen durch Transaktionen müssen dauerhaft erhalten bleiben Transaktionen in Prozessumgebungen • typische Prozesse: lesen, schreiben, E-Mails senden, Rechnungsstellung, Warenlieferung • zeitlicher Aspekt → Aktionen, Wartezeiten bei Ereignissen → Bestätigungen zeitlich parallel zu Stornierungen → Rollback-Problem: Handlungen nicht immer rückgängig machbar, z.B. versandte Mail
- was ist eine Kompensation? • Versuch, die Effekte vorangegangener Aktionen – einer Handlung oder eines gesamten Ablaufs „rückgängig“ zu machen und sie wieder auf einen definierten konsistenten Zustand zurückzusetzen • Rückabwicklung (Geldrücküberweisung, Stornomail, ...) z.B. Versand einer falschen Rechnung: Rechnung kann nicht zurückgeholt werden, aber es kann eine korrigierte Rechnung geschickt werden • keine einfache Aktivität – erfordert eigenen Prozess
- Choreographie: Prozesskoordination Abstimmung mehrerer Prozesse aufeinander basiert auf Nachrichtenaustausch „asynchrone Kopplung“
- Orchestrierung: Interne Prozesssicht Spezifikation des Prozessablaufs in einem Pool Nutzung von Sequenz-Flows direkte Folgenanweisungen „synchrone Kopplung“
- Was ist der Unterschied zwischen Geschäftsprozessen und Workflows? Ein Geschäftsprozess ist eine Folge von Aktivitäten, die in einem logischen Zusammenhang stehen, inhaltlich abgeschlossen sind und unter Zuhilfenahme von Ressourcen und eingehenden Informationen durch Menschen und/ oder Maschinen auf ein Unternehmensziel hin ausgeführt werden. Ein Workflow / Arbeitsfluss ist die informationstechnische Realisierung eines Geschäftsprozesses.
- Sinn und Zweck von Prozessmodellen Anleitung für Mitarbeiter Analyse bei scheinbaren oder offensichtlichen Problemen = Basis für Prozessoptimierung Nachvollziehbarkeit: systematischer Ablauf von Produktionen oder Entwicklungsarbeiten
- Was sind Elemente einer Architekturbeschreibung? Softwarebestandteile: Benutzeroberfläche, Datenbank, Schichten, Dienste Hardwarebestandteile: Mobile Geräte, Rechner, Netze Deployment: Verteilung der Software auf die Hardware
- Softwarearchitektur definieren strukturierte oder hierarchische Anordnung der Systemkomponenten und Beschreibung ihrer Beziehungen
- Bedeutung von Schichten • definiert logische Zuständigkeiten • Schichtelemente nutzen nur Elemente gleicher, direkt darüber oder darunter liegenden Schicht
- Bedeutung von Komponenten • Zuständigkeit für eine fachliche oder technische Aufgabe • Kopplung über (klar definierte) Schnittstellen • einfache Komponenten → in einer Schicht; komplexe Komponenten → schneiden Schichtung quer • starker innerer Zusammenhang (Kohäsion) → schwach von Umgebung abhängig (lose Kopplung mit anderen Komponenten)
- Bedeutung von Schnittstellen • nach außen verfügbare Funktionalität einer Komponente • Komponente bietet Implementierung einer Schnittstelle • unterschiedliche Komponenten können die gleiche Schnittstelle anbieten • Protokoll = Teil der Schnittstellenbeschreibung (z.B. IMAP, SMTP,...)