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Sozialpsychologie (Subject) / Prosoziales Verhalten (Lesson)

Theorien; Untersuchungen; Faktoren; Mechanismen

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  • bystanders effect; number effect allgemein gültige Wirkmechanismen, die durch Gruppensituationen hervorgerufen werden, sorgen für eine Konstruktion der Realität und damit zu: je mehr Personen anwesend, desto weniger helfen: bystanders als systematischer Umwelteinfluss, der das Hilfeverhalten hemmt: - pluralistische Ignoranz - Verantwortungsdiffusion
  • Prosoziales Verhalten Verhalten, dessen Ziel darin besteht, den Nutzen einer anderen Person zu erhöhen.
  • Altruismus Prosoziales Verhalten, dessen oberstes Ziel darin besteht, den Nutzen einer anderen Person zu erhöhen. 
  • Helfen jede freiwillig durchgeführte Tat, die das Ziel hat, eine andere Person zu unterstützen.
  • Soziobiologischer Ansatz - inclusive fitness - reziproker altruismus
  • inclusive fitness Theorie, warum Menschen helfen: Soziobiologischer Ansatz (1.) von Hamilton: Reproduktiver Erfolg, Verteilung der eigenen Gene in der nächsten Generation. direct fitness: eigener Reproduktiver Erfolg; indirect fitness: Reproduktiver Erfolg von Verwandten. Erhöhung der Überlebenschance von Verwandten erhöht inclusive Fitness.
  • Reziproker Altruismus Theorie, warum Menschen helfen: Soziobiologischer Ansatz (2.) von Trivers: Prosoziales Verhalten = Anpassungsvorteil, der durch die Evolution selektiert wurde. Nutzen der Hilfe: Erhöhung der Chance selbst Hilfe zu erhalten (Reziprozität ☞ Kreislauf von Geben und Nehmen). Randbedingungen: Kosten der Hilfe ist kleiner als der Nutzen für das Gegenüber & großes Vertrauen zwischen den beiden.
  • Rahmenmodell von Darley und Latanè (1968) Theorie, wann Menschen helfen, welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, welchen Problemen begegnet wird: 1. wahrnehmen (abgelenkt, zu sehr auf sich konzentriert); 2. interpretieren (Kontextreize, Beziehung Opfer-Täter, bystanders als Deutungshilfe (pluralistische Ignoranz)); 3. eigene Verantwortlichkeit übernehmen (mit der Anzahl der bystanders sinkt das Erkennen von Eigenverantwortung, Verantwortungsdiffusion); 4. entscheiden wie (Handlungskompetenz); 5. Hilfeaktion durchführen (Angst vor Blamage); Das "Der-gute-Samariter"Experiment & Epillepsie. Pl.Ign.-Verantwortungsdiffusion-Experiment ☞ Darley/Latanè
  • Empathie-Altruismus Modell Theorie:  Empathie führt zur Aktivierung eines altruistischen Motivs. Altruistisches Motiv = primäres Ziel, die Situation des Anderen zu verbessern, notfalls auf Kosten der eigenen Bedürfnisse. Empathie: Neigung; Perspektive des Anderen zu übernehmen und dessen emotionale Reaktion selbst zu erleben. Wird u.a. durch wahrgenommene Ähnlichkeit mit dem anderen erhöht. Batson Elaine-Experiment
  • Negative-state-relief Modell Theorie, warum Menschen helfen §     Hilfeverhalten ist egoistisch motiviert. (Batson geht darüber hinaus à Altruismus) §     Leid Anderer à negative Gefühle. §     Motivation, den eigenen Gefühlszustand zu verbessern. §     Negative state relief: if you feel bad – do good things.   Cialdini Stuhl-Experiment
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  • Verantwortungsdiffusion U-Faktor der dritten Stufe in Darley und Latanès Rahmenmodell zum Hilfeverhalten: Eigene Verantwortlichkeit übernehmen: mit steigender Anzahl anwesender Personen sinkt die wahrgenommene Eigenverantwortung.
  • pluralistische Ignoranz U-Faktor, in Darleys und Latanes Rahmenmodell zum Hilfeverhalten: 2. Stufe: Interpretation von der Situation als Not.   uneindeutige Situation, Reaktionen der bystanders als Deutungshilfe;  gegenseitige implizite Modellierung; falsche Schlussfolgerung → es ist nichts Schlimmes geschehen.
  • Theorien 1. Soziobiologischer Ansatz (Reziproker Altruismus (Hamilton); Inclusive Fitnesse (Trivers)); 2. Rahmenmodell zum Hilfeverhalten (Darley und Latanè); 3. Empathie-Altruismus Modell (Batson): 4. Negative-State-Relief Modell (Cialdini)
  • Untersuchungen 1. Das "Guter-Samariter"-Experiment (Darley und Batson): Hilfe vom Kontext abhängig (ob Zeit) und davon was gerade an Gedächtnisinhalten aktiviert, zugänglich ist (Thema).   2. Intercom und Epillepsie (Darley und Latanè): Hilfe von bystanders (U) abhängig ☞ numbers effect.   3. "Elaine"-Exp. (Batson): Hilfe von P (Empathie) abhängig.   4. Kartenstapel-Stimmungsverbesserungs-Exp. (Cialdini): Hilfe von P(Stimmung) abhängig.
  • Faktoren 1. Inclusive Fitness (P); 2. Normen (U); 3. Stimmungserhalt (P); 4. Stimmungsverbesserung (P); 5. Empathie (P); 6. Erkennen/Nichterkennen (U); 7. Verantwortungsdiffusion (U).
  • Mechanismen 1. Kosten-Nutzen-Abwägung; 2. Rollenübernahme; 3. Allg. Mechanismen: Urteilsbildung: Konstruktion anhand verfügbarer Informationen aus P(Vorwissen) und U(Verhalten anderer) & Motivation: Zielsetzung und Entscheidung unter Berücksichtigung von P (überdauernde Ziele/Kompetenzen), und U (konkrete Möglichkeiten.
  • Normen Pro: Reziprozitätsnorm, Verteilungsnorm, Norm der sozialen Verantwortung, Gesetzesnorm. Contra: Verteilungsnorm, Norm der Privatsphäre und der Nichteinmischung, Gesetzesnorm. 
  • Kosten-Nutzen-Abwägung Mechanismus: Potentielle Kosten: Zeitverlust, andauernde Abhängigkeit des Anderen, Gefahr für eigene Person, Verantwortung bei Fehlern. Potentielle Nutzen: Selbstwerterhöhung, soziale Anerkennung, WSK selbst Hilfe zu erlangen steigt (Reziprozität), Abbau empfundener Spannung, ...