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Personalpsychologie (Subject) / Interkulturelles Management (Lesson)

Reflexionsfragen

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  • Suchen Sie für einen Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen, der für fünf Tage als Verhandlungspartner nach Saudi-Arabien geht einen geeigneten Trainingstyp aus und erläutern Sie diesen näher. Welche Elemente beinhaltet dieses Training und wofür ist es nützlich? → kulturspezifisches interaktionsorientiertes Training, weil es immer auf ein bestimmtes Zielland (hier: Saudi-Arabien) zugeschnitten wird das zu vermittelnde Wissen wird durch Vorträge, aber vor allem durch interaktive Methoden wie Rollenspiele, Simulationen, Critical Incidents uvm. vermittelt Teilnehmer gewinnen so "semiauthentische" Erfahrungen im kulturellen Handeln Sensibilisierung hinsichtlich hoher Machtdistanz und Maskulinität der Kultur Saudi-A. durch kulturspezifische Simulationen soll mögliches Konfliktpotenzial vorab beseitigt werden und Auswege aus kritischen Situationen aufgezeigt werden Verhandlungsrollenspiel bereitet speziell auf Aufgabe als Verhandlungspartner vor
  • Erläutern Sie eine Situation, in der nur der Einflussfaktor „Kultur“ beachtet wurde. Welche Konsequenzen hat dies und welche anderen Gründe, die zu diesem Verhalten geführt haben, sollten noch beachtet werden? Cem (Moslem) und seine WG suchen eine(n) neuen Mitbewohner(in) → es stellt sich ein Mädchen vor, Cem ist mit der Idee nicht einverstanden seine Mitbewohner bewerten dieses Verhalten aufgrund seiner Kultur → Moslem darf vor Ehe nicht mit Frauen zusammenwohnen → Konsequenz: Mitbewohner bilden Stereotyp und beziehen Cems Verhalten auf alle Moslems ohne Cem als Individuum zu betrachten Grund für das Ablehnen einer weiblichen Mitbewohnerin könnte auch durch persönliche negative Erfahrungen aus seiner Vergangenheit entstanden sein oder aufgrund anderer situativer Faktoren
  • Beschreiben Sie je eine Situation im Unternehmenskontext, in der Stereotypen negative bzw. positive Konsequenzen haben können und begründen Sie diese. → Stereotype sind negativ, wenn... ... sie Individualität nicht berücksichtigen ... Erwartungen geschaffen werden ... und/oder unsere Wahrnehmungen beeinflussen Bsp: Recruiterin hat aufgrund vorangegangenen Schlechten Erfahrungen im Personalbereich mit Nationalität X gegenüber dem neuen Bewerber der aus X stammt  Vorurteile, dass dieser sowieso inkompetent ist → Stereotype sind nützlich, wenn... ... unsere Eindrücke dadurch eingeordnet werden können ... sie beschreibend, aber nicht wertend sind ... sie auf Basis unseres Wissens und unserer Erfahrungen modifiziert werden können Bsp: Unterhaltung zweier Personen über Land X in welches Person B bald reisen wird
  • Welche Probleme können bei einem mangelnden Entsendungsmanagement entstehen? Gehen Sie dabei auf drei Trends ein und nennen Sie jeweils ein Beispiel. Entsendung in schwierige Regionen hat gleichzeitig schwierige Bedingungen und bedeuten höhren finanziellen Aufwand für die Firma Anforderungen für die Beschäftigung des Ehepartners → Entwicklung von Modellen, die de Ehepartner des Entsandten dabei helfen seinen Beruf während des Auslandsaufenthaltes weiter auszuüben flexible Entsendungsrichtlinien → Ziel: flexiblere Richtlinien, die an individuellen Situationen der Mitarbeiter angepasst sind und alternative Formen der Entsendung berücksichtigen
  • Schreiben Sie den unten genannten Beispielen die entsprechenden Kulturdimensionen nach Hofstede zu. a) „Zwei Bekannte sprechen über ihren nächsten Urlaub. Erster berichtet darüber, dass er zusammen mit seiner Frau etliche Rezensionen gelesen hat und sie sich nun endlich für ein Hotel entschieden und daraufhin sofort die Flüge und Hotel gebucht haben, während der andere überhaupt noch nicht weiß wo er hinmöchte und sowieso generell erst kurz vor dem Urlaub bucht. Allerdings müsse er auch keine Rücksicht auf seine Frau nehmen, da diese ja auch nicht für den Urlaub bezahlt.“ b) „Im Fußballtraining spielt der neue Spieler den Ball viel zu selten ab und versucht andauernd im Alleingang die Mannschaftskollegen zu überspielen. Obwohl dies viele stört sagt keiner etwas, da der Neue offensichtlich sehr gut ist in dem was er macht.“ c) „Ein Student fragt seinen Kommilitonen, warum er mittwochs nie in der Vorlesung ist. Dieser erklärt ihm, dass die Vorlesung am Mittwoch ja um 8 Uhr beginnt und ihm das viel zu früh wäre und er lieber ausschläft.“ a) Person 1 = hohe Unsicherheitsvermeidung, Femininität; Person 2 = geringe Unsicherheitsvermeidung, Maskulinität b) Individualismus, hohe Ausprägung der Machtdistanz c) Nachgiebigkeit, Kurzzeitorientierung
  • Schildern Sie eine Situation, in der eine deutsche Führungskraft in China in der Mitarbeiterführung Probleme bekommen könnte? gegensätzliche Konzepte der Bring- und Holschuld chinesische Mitarbeiter müssen bei Arbeitsaufträgen von dem Vorgesetzten stetig kontrolliert werden auf Fortschritte (Führungskraft steht in der Holschuld in Asien) tut man dies nicht, führt dies dazu, dass die Arbeitsaufträge nicht bis zum festgelegten Datum fertig sind und der chinesische Mitarbeiter sich zudem keine Schuld bewusst ist auch muss man genaue Informationen bzgl. des Kunden und den Vorstellungen eines Projektes an den chinesischen Mitarbeiter übermitteln, damit dieser effizient arbeiten wird
  • Kulturstandards bezeichnen die zentralen Kennzeichen einer Kultur. Definieren Sie den Begriff und gehen Sie auf den Nutzen von Kulturstandards für die Mitglieder einer Kultur ein. Weiterhin könnten die Kulturstandards von Deutschland und des asiatischen Raums unterschiedlicher kaum sein. Aus welchen dieser Unterschiede können Schwierigkeiten für einen Deutschen in China resultieren? Kulturstandards dienen als Orientierungssystem des Wahrnehmens, Denkens, Handelns → bieten den Mitgliedern einer Kultur Orientierung für das eigene Verhalten und ermöglich so Entscheidungen darüber, welches Verhalten „normal“ „typisch“ „noch akzeptabel“ „abzulehnen“ ist → resultierende Schwierigkeiten für einen Deutschen in Asien: Kulturstandard „Flexibilität“ in Asien vs. „lineare Zeitplanung“ in Deutschland → Deutschem könnte diese Anpassung schwer fallen Kulturstandard „Harmonie“ in Asien vs. „explizite + direkte Kommunikation“ in Deutschland → lassen sich nicht miteinander vereinbaren, Deutsche äußern ihre Meinungen direkt und offen, dies kann in Asien zu erheblicher Verwirrung führen, da diese auf eine harmonievolle Kommunikation viel wert legen
  • Definieren Sie „Interkulturelle Sensitivität“ und „Interkulturelle Intelligenz“ und gehen Sie darauf ein, inwieweit sich diese beiden Facetten gegenseitig beeinflussen. → interkulturelle Sensitivität: gibt an, inwieweit jmd. kulturelle Unterschiede wahrnimmt → interkulturelle Intelligenz: ist die Fähigkeit eines Individuums, sich angemessen und effektiv in unterschiedlichsten kulturellen Umgebungen zu verhalten (definiert als eine kontextbezogene Form der Intelligenz und umfasst vier Dimensionen → Motivation, Wissen, Strategie, Aktion) → beide Facetten haben insofern eine Gemeinsamkeit, als dass die Sensitivität zu dem Wissensaspekt der Intelligenz gehört, d.h. Sensitivität kann erst gegeben sein, wenn auch das dafür notwendige kulturelle Wissen vorhanden ist
  • Ein Mitarbeiter entdeckt einen schwerwiegenden Fehler in der Arbeit seiner Führungskraft, der den Gewinn des Unternehmens schmälern könnte. Schildern Sie, wie sich ein chinesischer Mitarbeiter im Gegensatz zu einem Deutschen Mitarbeiter in dieser Situation verhalten würde, auch hinsichtlich der Kultur des „Abtauchens/Durchboxens“. → China: Kultur des Abtauchens → vermeiden von Konflikten, nicht ansprechen wichtig: Gesicht wahren → offenes Ansprechen eines Fehlers der Führungskraft wär mit einem starken "Gesichtsverlust" verbunden konstruktive Kritik wird in China persönlich genommen → zuspitzen des Konfliktes → Deutschland: Kultur des Durchboxens → Fehler werden direkt angesprochen für Problemlösung wird der Verantwortliche des Fehlers gesucht keine Rücksicht auf persönliche Gefühle oder das "Gesicht" der Führungskraft konstruktive Kritik wird ohne weiteres angenommen (idR)
  • Benennen Sie die drei Phasen des Kulturschocks und warum dieser überhaupt bei einem Auslandsaufenthalt entsteht. Gehen Sie außerdem darauf ein, wie man einem Kulturschock entgegenwirken kann. Phase: Honeymoon → Optimismus, Euphorie, Aufregung über Auslandsaufenthalt, die positiven und angenehmen Seiten der neuen Kultur stehen im Fokus und es wird nach Ähnlichkeiten zwischen neuer und alter Umgebung gesucht und Unterschiede werden weniger intensiv wahrgenommen, wodurch ein Gefühl der Sicherheit konstruiert wird. Phase: Ernüchterung entwickelt sich & Kulturschock entsteht → tritt dann ein, wenn das in der ersten Phase aufgebaute Sicherheitsgefühl erschüttert wird, indem immer mehr soziale und kulturelle Unterschiede wahrgenommen werden. Phase: allmähliche Erholung/stufenweise Anpassung → Erkundung, Selbstreflexion, beherrschen der wesentlichen Verhaltensregeln und Umgangsformen. Positive Einstellung und der Sinn für Humor kommen zurück. Phase: Bewältigung/fast vollkommene Erholung vom Kulturschock → Anpassung an neue Umwelt → wie kann man einem Kulturschock entgegenwirken? lässt sich nicht vermeiden/verdrängen, gehört zum normalen Anpassungsprozess in einem neuen Land dazu man kann das Ausmaß verringern, indem man sich intensiv auf das Reiseziel vorbereitet und persönliche Ziele festlegt für den Aufenthalt auch aktive Entspannung und sich seiner Stärken bewusst werden/machen, können helfen ihm entgegenzuwirken bzw. abzuschwächen
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  • Der Rückkehrschock entsteht oft nachdem man eine längere Zeit im Ausland gelebt hat und wieder zurück nach Hause kehrt. Erläutern Sie, welche Gründe es gibt, dass ein Rückkehrschock entsteht und Gehen Sie dabei auf Tipps ein, die Sie für eine erfolgreiche Reintegration geben könnten. Wie machen sich Hierarchien in Deutschland, und wie in China bemerkbar? Worin unterscheiden sich die Ländern? → Rückkehrschock = Traurigkeit und Wehmut beim Abschied, gleichzeitig aber Vorfreude auf zu Hause → Gründe für einen Rückkehrschock:  man selbst und Umfeld zu Hause hat sich verändert eventuell nicht mehr auf der gleichen Wellenlänge wie vorherige Freunde & Kollegen Freunde/Kollegen sind oft desinteressiert bzgl. der im Ausland gemachten Erfahrungen ungenügende Vorbereitung auf die Heimkehr und Karriereplanung mit dem Arbeitgeber → Tipps für erfolgreiche Reintegration: auch im Ausland im Unternehmen präsent bleiben und vorab Wiedereingliederung mit Personalchef abklären Rückkehr als Neuanfang akzeptieren, auf Dinge freuen die man im Ausland entbehren musste (Brot) Geduld mit sich selbst haben und sich der Veränderungen bewusst werden
  • Welche zwei Konfliktlösestrategien kennen Sie? Ordnen Sie ihnen jeweils ein Land zu, das sich während Konflikten so verhält und argumentieren Sie, welche Strategie für Sie sinnvoller erscheint und warum. ⇒ Strategie des Durchboxens (Deutschland) → offenes und direktes kommunizieren bei Konflikten, i. S. einer schnellen Lösung des Problems/Konflikt direktes ansprechen der Probleme = niemand fühlt sich hintergangen, gemeinsame Suche nach Lösungen darauf achten, dass die Kritik konstruktiv geäußert wird, ohne persönliche Gefühle ⇒ Strategie des Abtauchens (China) → vermeiden von Konflikten um Harmonie und „Gesicht“ zu bewahren, Kritik nur vorsichtig und unter vier Augen erscheint im ersten Moment die „menschlichere“ Strategie, denn Konflikte werden eher vermieden kein öffentliches analysieren und klären von Problemen, um niemanden zur Show/bloß zu stellen allerdings besteht die Gefahr, dass man Probleme lange für sich behält und diese sich in der Person aufstauen, bis zu einem gewissen Level an dem eine Grenze überschritten wird und alle Konflikte der letzten Zeit auf einmal zum Ausdruck gebracht werden
  • Wie machen sich Hierarchien in Deutschland und wie in China bemerkbar? Worin unterscheiden sie sich? ⇒ Deutschland Hierarchiedenken < China jeder hat Sprach und Rederecht Auswahl des Gesprächspartners aufgrund Kompetenzen, nicht aufgrund der Ränge Kritik kann und darf jeder äußern Unabhängigkeitsbedürfnis ⇒ China Hierarchiedenken > Deutschland klare Verteilung des Sprach und Rederechts Entscheidungen werden nur von oben getroffen nur Gesprächspartner des gleichen Rangs werden anerkannt Abhängigkeitsbedürfnis
  • Erläutern Sie, wie man das Risiko einer Kündigung nach einem Auslandsaufenthalt verringern kann. Kontakte pflegen um regelmäßig auf sich aufmerksam zu machen und neu erworbene Kompetenzen zu zeigen (stärkt die Beziehung zum Unternehmen, man gerät nicht in Vergessenheit) Vorgesetzter muss den Vorteil der neuen Fähigkeiten des Mitarbeiters erkennen  motivierte sein, die neuen Erfahrungen in das Unternehmen einbringen zu wollen und dies deutlich machen im Rückkehrgespräch vertragliches Festhalten des Rückkergesprächs (dient zur eigenen Absicherung)
  • Welche Vorteile haben große Konzerne beim Thema „Interkulturalität und Integration“ und welche Nachteile entstehen dadurch bei kleineren Unternehmen und der gesamten Gesellschaft? große Konzerne → haben die finanziellen Mittel um eigene Experten zum Thema „Diversity“ einzustellen und sich Sachverstand aus Beratungsunternehmen einzukaufen, damit die Integration von Mitarbeitern aus anderen Kulturen besser gelingt Nachteile für die Gesellschaft: Motor der Integration sind immer kleine und mittlere Unternehmen, da diese eine stärkere regionale Verwurzelung haben und in kleinen Gewerben oft Arbeitskräfte gesucht werden kleinen Unternehmen können sich aber keinen Einkauf externen Sachverstands leisten Integration = gesamtgesellschaftliche Aufgabe, es entsteht ein starkes Ungleichgewicht, wenn diese Aufgabe nur von Kleinunternehmen allein getragen werden muss
  • Was versteht man unter der spezifischen und was unter der ganzheitlichen Denkweise? Welche Probleme können in der Praxis auftreten? → spezifisches Denken: Objekt kann aus seinem Umfeld herausgenommen und seperat analysiert werden „vom Mikro zum Makro“ (westliche Regionen der Welt) → ganzheitliches Denken: großes Augenmerk auf Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten, jede Handlung ist in ein Kräftefeld eingebettet, z.B. die Begriffe Yin und Yang beschreiben scheinbare Abhängigkeit gegensätzlicher Begriffe, „vom Makro zum Mikro“ → Problemen bei Zielvereinbarungsgesprächen auftreten (definieren von individuellen Zielen): in einer spezifisch denkenden Kultur reagiert man i.d.R. positiv darauf, wenn man ihnen sehr detaillierte und segmentierte Informationen darüber gibt, was von jedem Einzelnen erwartet wird in einer ganzheitlich denkenden Kultur sollte man den Menschen die großen Zusammenhänge erklären und klarmachen, wie die einzelnen „Puzzleteile“ hineinpassen kann zu Verwirrung, ineffizientem Arbeiten und allgemeiner Frustration führen