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BiWi 5 VL (Subject) / Umgang mit Begabungsvielfalt im deutschen Bildungssystem (Lesson)

VL6

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  • Definiere Begabung. Mit seinem Bildungs-, Entwicklungs-und Lernpotenzial tritt der Mensch in Beziehung zu seiner Umwelt. Es entsteht eine lebenslange Wechselwirkung, in der das Individuum seine Umwelt beeinflusst und verändert und die Umwelt das Individuum beeinflusst. In dieser Wechselwirkung zwischen den Anlagen und der Selbstgestaltungsfähigkeit des Individuums(die auch auf seiner bisherigen Lernbiographie beruht) auf der einen und seiner Umwelt auf der anderen Seite entwickelt sich die Begabung eines Individuums, sein Leistungspotenzial.
  • Wie wird Begabung gefördert? zirkuläres und kumulatives Zusammenspiel von individuellen Potenzialen und notwendiger (schulischer) Stimulation
  • Was ist die Ausgangslage bezüglich Begabungsförderung im dt. Bildungssystem? traditioneller Plan zu mehr Homogenität (durch Selektion etc) --> widerspricht Begabungsförderung
  • Wie sieht es mit Begabungsvielfalt am Gymnasium? In den meisten Bundesländer gehen 40 - 50% GS aufs Gymnasium über --> Vielfalt wird deutlich in Lehreraussagen zu Schülervoraussetzungen; PISA 2012
  • Was wird in der Betrachtung der Gymnasiasten bei PISA 2012 deutlich? Lesekompetenz: beste Hauptschüler = schlechtes Gymnasiasten; beste Realschüler > mittlere Gymnasiasten Naturwissenschaft: riesige Streuwerte innerhalb Gymnasium
  • Wodurch lässt sich laut Reiss et al. (2016) die Leistungsstreuung innerhalb der Naturwissenschaften bei PISA 2012 erklären? Durch die unterschiedlichen Lehrpläne der Bundesländer
  • Zwischen welchen Ländern zeigt sich in PISA 2015 der größte Leistungsunterschied? Was bedeutet das? Nordrein-Westfahlen und Sachsen: 50 - 68 Punkte Leistungsunterschied; das entspricht 2 Lernjahren
  • Welche weiteren Implikationen ergeben sich aus PISA 2015? die Streuwerte innerhalb des Gymnasiums sind sehr groß (bis zu 356 Punkte)steigende Gymnasialquote führt zu sinkender Leistung (außer in ostdeutschen Flächenländern)
  • Wodurch wird die Wahrnehmung von Leistungsvielfalt in Gymnasium (und den anderen Schularten) beeinflusst? soziale Entwicklungstendenzen (Pluralisierung, Entstrukturierung)zunehmender Fokus auf das handelnde IndividuumTrend zur Etablierung zweigliedriger Strukturen in der Sek2gestiegene bzw. steigende Gymnasialquoten
  • Welche drei Verständnisse von Bildungsgerechtigkeit gibt es? GleichbehandlungGleichberechtigungIndividualisierung
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  • Gestaltet sich Begabungsförderung in separierten oder in inklusiven Lehr-Lern-Settings leichter? Weder noch. Die Befunde gehen von ambivalent bis indifferent. Individualisierung ist in jedem Lernsetting nötig!
  • Was ist individuelle Förderung? alle Handlungen von LuL für SuS, die das Lernen der einzelnen SuS unterstützen
  • Was sind die 3 Zielkonflikte von individueller Förderung? Umsetzung des Rechts auf soziale Teilhabe VS Verbesserung von SelektionsentscheidungenMinimierung der Vielfalt in Lerngruppen VS Nutzung der Potenziale von Vielfalt in Lerngruppen Stärkung der Eigenheiten der SuS VS Erreichung der Ziele der Bildungsstandards
  • Welche drei Arten von individueller Förderung gibt es? Ordne nach dem Maß an Lehrersteuerung! äußere Differenzierung (Förderkurse)*1) innere Differenzierung (adaptiver Unterricht)2) offener Unterricht *da individuumsfokussiert kann nicht richtig von Lehrersteuerung gesprochen werden
  • Welche Möglichkeiten der Fokussierung gibt es bei individueller Lernförderung? primäre Defizit-Orientierung: Orientierung am Durchschnittslernerprimärer Fokus auf kognitive Aspekte: Persönlichkeitsbildung
  • Was soll der personalisierte Förderansatz ermöglichen? Individuelle Förderung in der Schule
  • Welche vier Merkmale machen Personalisierung so erfolgreich? Mitbestimmung, Mitgestaltung, Miteinander, Adaptivität
  • Was bedeutet Diversitätsorientierung? Die SuS werden als Individuen wahrgenommen. Ihre Unterschiedlichkeit dient als Ressource für individuelles und wechselseitiges Lernen und Entwicklung. (Inklusion)
  • Was steht bei Personorientierung im Mittelpunkt? Die Person, dies unterscheidet sich von der Diversität dahingehend, dass jeder nur an sich selbst misst und nicht miteinander lernt
  • Was macht Begabungsorientierung? Den Fokus für U-Planung und Durchführung auf die individuellen Begabungen der einzelnen SuS legen
  • Worauf zielt Kooperationsorientierung ab? Darauf, dass es mehr Personen braucht um individuelle Förderung zu gewährleisten und ein gemeinsames Ziel (im Kollegium) sinnvoll und Begabungsfördernd ist
  • Was besagt Variabilitätsorientierung? Die Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen sollte daher durch Variabilität gekennzeichnet, d.h. durch ein vielfältiges und flexibel eingesetztes Lehr-Lern-Angebot, sein