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Unternehmensplanung A (Subject) / A Grundlagen (Lesson)

Teil A

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  • Planungsbegriff Planung (im rationalistischen Sinn) bedeutet die systematische, gedankliche Vorwegnahme zukünftigen Geschehens in der Weise, dass die Mittel und Schritte sowie deren Abfolge, die zur Zielerreichung erforderlich sind, bestimmt werden. Planung kann somit als Denkhandeln verstanden werden, das einem zukünftigen Tathandeln vorweg steht. Planung gibt an, was im Planungszeitraum erreicht werden soll und wie es zu erreichen ist.
  • Unternehmensplanung Unter dem Begriff Unternehmensplanung ist „das Fällen rationalistischer und zumeist mittel- bis langfristiger Entscheidungen auf der Basis systematischer Entscheidungsvorbereitung zur Bestimmung und Beeinflussung des künftigen betriebswirtschaftlichen Geschehens“ zu verstehen. Die Unternehmensplanung ist integrativer Bestandteil eines Controlling-Systems.
  • Notwendigkeit der Planung Wahrung Erfolgswirksamkeit: Aktive Zukunftsgestaltung (Effektivitätsfokus) Steigerung der Wirtschaftlichkeit: Festlegung von Toleranzwerten (Effizienzfokus) Forcierung der Sicherheit: Frühzeitige Risikoerkennung Erhöhung der Stabilität: Maßnahmen der Risikoreduzierung Steigerung der Flexibilität: Anpassungen bei Abweichungen Reduzierung der Komplexität: Festlegung von Handlungsalternativen Nutzung von Synergie-Effekten: Unternehmensübergreifende Abstimmungsprozesse
  • Primäres Zielsystem des Unternehmens im Überblick Sozialziele (Personalziele)- Anvisierte künftige intra-und interpersonelle Ziele- Monetäre (Einkommen) und nichtmonetäre Ziele (Verhalten gegenüber Mitarbeitern) Wertziele (Geldziele)- Ergebnis und Ergebniskomponenten (Ertrag/Aufwand)- Liquiditätskomponenten (Einzahlung/Auszahlung)- Monetäre Ziele Sachziele (Produktziele)- Produktprogramm/Leistungsprogramm- Nicht monetäre Ziele (jedoch monetär ausdrückbar)
  • Budget Begriff: Das Budget ist eine schriftlich fixierte und in Mengen- oder Geldeinheiten bewertete Plangröße, die einem Verantwortungsbereich für das nächste Geschäftsjahr vorgegeben wird. Das Budget ist ein Steuerungsinstrument, welches die Ausrichtung aller Teileinheiten auf kurzfristige Ergebnis- und Liquiditätsziele eines Unternehmens gewährleistet. Dazu werden für das Budgetjahr aus den Unternehmenszielen detaillierte Pläne für die Teileinheiten abgeleitet. Die Realisierung der Ziele wird später im aktuellen Berichtsjahr monatlich kontrolliert (Soll-Ist-Vergleiche).
  • Budgetierung Begriff: Prozess zur Aufstellung, Genehmigung und Kontrolle von Teilbudgets aller Teileinheiten und Konsolidierung dieser Teilbudgets zum Unternehmensbudget. Gestaltung und Durchführung der Budgetierung orientiert sich an den allgemeinen Budgetierungsgrundsätzen des Unternehmens.
  • Budgetierungsprozess: Allgemeiner Ablauf Zunächst wird ein Mengengerüsterstellt und sukzessive aufgelöst. Initiator des Mengengerüsts ist stets der Vertrieb: „Welche Menge von Produkt A setzen wir zu welchem Preis ab?“ Anschließend erfolgen Fertigungs- und Einkaufsplanung (Stückliste und Kaufteilpreiserfassungsliste). Es folgt die Planung weiterer Funktionsbereiche (F&E, Personal etc.). Außerdem sind allgemeine Verwaltungsaufwendungen und Investitionen zu planen. Daraus leiten sich das Erfolgsbudget (G&V) und das Budget der Finanzmittel ab. Erfolgsrechnung und Finanzplanung sind die Basis zur Erstellung einer Planbilanz.
  • Rolling Forecast Ein rollierender Forecast ist in eine rollierende Planung einbezogen. Er lässt sich als ein System definieren, das sich durch eine regelmäßige Anpassung an den verbesserten Informationsstand bei gleichzeitig zunehmender Detaillierung auszeichnet.Der rollierende Forecast bezieht sich stets auf einen gleichbleibenden zeitlichen Horizont.Festgelegt wird die Anzahl der zu prognostizierenden Quartale, in Abhängigkeit von der Dynamik und Komplexität des Umfelds. Häufig erstreckt sich der Horizont auf mindestens fünf Quartale und zumeist nicht mehr als acht, da ab diesem Zeitpunkt die Prognose-Qualität deutlich zurückgeht.
  • Better Budgeting Beyond Budgeting Better Budgeting: Verbesserung der funktionalen und institutionellen Aspekte der bisherigen Budgetierung. Beyond Budgeting: Verzicht auf die traditionelle Budgetierung und Einsatz anderer Instrumente zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Funktionen (Prognose-, Koordinations-und Motivationsfunktion).
  • Aufgabenbereiche der Unternehmensplanung 1. Generelle Zielplanung: Fixierung der generellen ökonomischen und nicht ökonomischen Ziele des Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystems (Wertziele, Sachziele, Sozialziele): Manifestation in Mission & Vision, langfristig 2. strategische Unternehmensplanung: Programm- und Potentialplanung: zielerreichungsplanung in der das langfristige Produktprogramm festgelegt wird, Effektivität: langfristig (Steigerung der Erfolgswirksamkeit) 3. Operative Planung: Programm- und Aktionsplanung: Fokus: Effizienzsteigerung: Primär operativ geprägte Planung von Aktionen zur Realisierung des Produkt-und Leistungsprogramms, kurz- bis mittelfristig 4. Ergebnis- und Finanzplanung: Quantitativer Ausdruck der generellen Zielplanung, der strategischen Planung und der operativen Planung, welche konsolidiert in die Finanzplanung münden. Zumeist Abbildung monetärer, periodenbezogener Auswirkungen von Maßnahmen.Tendenziell mittel-bis kurzfristiger Fokus.
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