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Unternehmensführung (Subject) / Kap. 3 Wertschöpfungsquellen (Lesson)
Grundfragen der Unternehmensführung
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- 018 Erklären Sie in Ihren eigenen Worten, auf welche Weise Kernkompetenzen entstehen. Kernkompetenzen entstehen aus den Fähigkeiten einer Orga, welche durch Übung und Verfeinerung im Laufe der Zeit, erworben werden. Wichtig zur Förderung von Kernkompetenzen ist die Gestaltung von Orgastrukturen- und prozessen, eine starke Mitarbeitermotivation und einer passfähige strategische Grundorientierung der jeweiligen Orga. Eigenschaften von Kernkompetenzen sind:- Erzeugen einen für die Kunden relevanten Nutzen- Einzigartig und nicht imitierbar durch Wettbewerber- Für Orga dauerhaft und in verschiedenen Geschäftsfeldern nutzbar sein
- 020 Erläutern Sie anhand von selbstgewählten Bsp., auf welche Weise eine Orga die Entstehung von dynamic capabilities födern kann. --> Für eine Orga ist es notwendig ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und sich an die wechselnden Markt- und Wettbewerbsbedingungen anzupassen --> Dynamische Fähigkeiten sind demnach organisationale Fähigkeiten: Organisationsstrukturen, Mitarbeiterkompetenzen und Organisationskultur müssen so ausgeprägt sein, dass eine kontinuierliche Anpassung möglich ist Födern durch:... Aktive Beobachtung der Entwicklung auf relevanten Märkten und in relevanten Technologiefeldern --> Marktforschung betreiben / Technologiebeobachtung: Messe-Besuche, Gespräche mit Zulieferern etc.... Kritische Prüfung der eigenen Kernkompetenzen der Orga (durch bspw. Analyse-Workshops)
- 022 Worin unterscheiden sich der ressourcenorientierte, der fähigkeitsorientierte und der wissensorientierte Erklärungsansatz zur Entstehung von Wettbewerbsvorteilen voneinander? Alle drei Ansätzen weisen einen gemeinsamen Kern auf:Sie sehen alle organisationsinterene Faktoren (Ressourcen, Fähigkeiten und Wissen) als wesentliche Voraussetzung für die Entstehung von Wettbewerbsvorteilen! Ressourcenbasierter Ansatz: Firmen sind einzigartige Ansammlungen von Ressourcen Analyseeinheit = Ressource Ursache für Wettebewerbsvorteile = Wertvolle, seltene, nicht imitierbare und nicht substituierbare Ressourcen Fähigkeitenbasierter Ansatz: Firmen sind Bündel von Fähigkeiten, die mit Ressourcen "hantieren" Analyseeinheit = Fähigkeiten Ursache für Wettbewerbsvorteile = Fähigkeit, Ressourcen unter der Kontrolle der Firma nutzbringend einzusetzen Wissensbasierter Ansatz: Firmen sind soziale Entitäten von Wissen Analyseeinheit = Wissen Ursache für Wettbewerbsvorteile = Firmenspezifisches Wissen und der Umgang damit Erforderliche Aktivitäten:Ressourcenorientiert: Gewinnung und Sicherung von knappen Ressourcen Fähigkeitenbasiert: Aufbau und Pflege von Fähigkeiten auf Basis entsprechender interner Prozesse Wissensbasiert: Förderung der Entstehung, des Austauschs und der Weiterentwicklung von Wissen
- 017 Auf welche Weise können Ressourcen zu einer Quelle von Wettbewerbsvorteilen für Orgas werden? 1. Die Ressource darf anderen Orgas nicht in unbeschränktem Umfang zur Verfügung stehen.2. Die Ressource muss in bestimmten Eigenschaften anderen Ressourcen überlegen sein, sodass die verfügenden Orga einen Vorteil daraus zieht.3. Die Ressource muss für den Kunden einen relevanten Nutzen schaffen.4. Die Ressource sollte nicht durch andere Ressourcen ersetzt werden können, sodass die verfügende Orga über diese dauerhauft verfügen kann.5. Die erzielten Erträge einer Ressource sollten der einsetzenden Orga zufließen.
- 019 Wie würden sich in konkreten Managemententscheidungen abzeichnen, dass das Management eines Medienhauses davon überzeugt ist, dass die Wettbewerbsvorteile in dem von der Orga betriebenen Geschäftsmodell der lokalen Tagszeitungen auf dem Aufbau von Kernkompetenzen basieren? Management würde vor allem Entscheidungen treffen, die den Aufbau und die Pflege dieser Kernkompetenzen unterstützen. Bei Tageszeitungen können solche Kernkompetenzen bspw. sein: Redaktion lässt durch ihre Artikel bei ihren Lesern ein Stück Heimat und lokale Verbundenheit entstehen - mit dem Gespür für "lokal wichtige Themen" Management könnte demnach: den Lokaljournalismus verstärken (zusätzliche Lokalredakteure) und gleichzeitig andere Bereiche reduzieren zudem könnte die lokale Vernetzung der Redakteure gefördert werden (bspw. Freiräume beim Besuch lokaler Veranstaltungen und dem Knüpfen lokaler Beziehungen einräumen)
- 021 Wie könnte sich der Wechsel von einer (ausschließlich) ressourcenorientierten hin zu einer stärker wissensorientierten Sichtweise auf die Entstehung von Wettbewerbsvorteilen ganz konkret bei einem Anbieter logistischer Dienstleistungen auswirken? Ressourcenorientiert (Logistikunternehmen): Suche nach kostengünstigen nutzbaren, zentral gelegenen und verkehrstechnisch gut erschlossenen Logistikflächen Entwicklung einer hocheffizienten Logistik-IT Senkung von Lohnkosten Wissensorientiert (Logistikunternehmen): Schaffung von Gelegenheiten zum Aufbau von neuem Wissen Erhöhung des Budgets für entsprechende Personalentwicklungsmaßnahmen Nutzung bereichsübergreifenden Projektteams Schaffung der baulichen Voraussetzungen für mehr Kommunikation und Zusammenarbeit (bspw. Besprechungsecken, Teeküchen usw.) Förderung der Nutzung von IT-gestützter Kooperationsformen
- 023 Inwiefern kann eine Analyse von Geschäftsmodellen auf Basis der Nutzung des Business Model Canvas erste Hinweise liefern, worauf im konkreten Anwendungsfall die Wettbewerbsvorteile einer Orga basieren könnten? Indem der Business Model Canvas explizit Felder für Schlüsselaktivitäten, Schlüsselressoucen und Schlüsselpartner vorsieht, zwingt sie den Nutzer dieses Instruments gleichsam dazu, sich intensiv Gedanken darüber zu machen, was die essenziellen Fähigkeiten und die besonders wichtigen benötigten Ressourcen sind. Sie kann damit ein bedeutendes Analysewerkezeug zur Ermittlung von auf ressourcen- bzw. fähigkeitenbasierenden Wettbewerbsvorteilen für ein ganz konkretes Geschäftsmodell sein.
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