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Unternehmensführung (Subject) / Kap. 2) Ablauf der Strategieprozesse (Lesson)
Prozesse der Unternehmensführung
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- 011) Anna Müller wird neue Vorstandsvorsitzende der Süd-Meiden AG, einem großen Zeitungsverlag, der auch eine Vielzahl an Online-Medien und TV-Sendern betreibt. Sie möchte den Prozess der Strategieentwicklung versachlichen und systematisieren. Beschreiben Sie mögliche Wege für eine Veränderung der Strategieentwicklungsprozesse bei der Süd-Medien AG. ! Eine emergente Strategieentwicklung geprägte Unternehmenskultur soll in eine intendierte Strategieentwicklung geprägten Kultur verändert werden. Verschiedene Maßnahmen möglich: Bspw. Regelmäßig stattfindende Strategie-Klausurtagungen = schafft spezifische Entscheidungsgelegenheiten. Diese Termine werden durch eine Strategieentwicklung beauftragte Einheit vorbereitet. Außerdem kann in normalen Vorstandssitzungen angesprochene Fragen mit strategischer Relevanz der Strategie-Einheit zur Analyse und Bewertung vorgelegt werden und dann in der nächsten anstehenden Strategiesitzung diskutiert werden.
- 004) Erläutern Sie, auf welche Weise Prozesse der Strategieentwicklung auf Basis von Planung in der Praxis erfolgen können Die Entwicklung der Strategie und die Überführung der strategischen Änderungen benötigen einen Rahmen. Diesen stellen die Planungsprozesse einer Orga dar. Festlegung der strategischen (langfristigen) Ziele der Orga (diese geben den Rahmen der weiteren Planung vor) Analyse der Ist-Situation und der erwarteten zukünftigen Entwicklung für die Orga und die sie umgebenden Umwelt Die gesamte Bandbreite an Analyseinstrumenten des strategischen Managements kann herangezogen werden (bspw. SWOT, Branchenstruktur- und Wettbewerbs-, Portfolio-, Stakeholder-Analyse und Wertkette nach Porter etc.) Aufbauend auf der Analyse werden strategische Entwicklungen und Strategiealternativen bewertet und ausgewählt. Nachdem die Entscheidung getroffen wurde, erfolgt die Umsetzung der strategischen Veränderung
- 008) Erklären Sie, was man unter dem "Mülleimermodell der Entscheidung" versteht. Annahme: Dass Entscheidungen durch das Zusammentreffen von vier Elementen entsehen:Verschiedene Teilnehmer kommen in einer Entscheidungsgelegenheit zusammen und definieren gemeinsam, welche Probleme mithilfe welcher Lösungen gelöst werden sollen.Der Entscheidungsprozess verläuft häufig nicht rational, sondern als organisationale Anarchie, diese sind von einem hohen Maß an Mehrdeutig geprägt. Mehrdeutig dann, wenn das Wissen über die relevanten Themen beschränkt ist. Ein immer wechselnder Kreis von Beteiligten und schlecht operationalisierte Ziele fördern zudem Mehrdeutigkeiten. In solchen mehrdeutigen Entscheidungssituationen ist eine Kopplung zwischen diesen vier Elemente aufgehoben.Strategische Entscheidungen können in ihrem Inhalt demnach stark davon abhängen, welche Mischung von Problemen, Lösungen und Teilnehmern in einer ganz konkreten Entscheidungssituation zusammenkommen.--> Nur eine passende "Mischung" wird dazu führen, dass eine (sinnvolle) Entscheidung zustande kommt.
- 006) Vergleichen Sie anhand selbstgewählter Kriterien intendierte und emergente Prozesse der Strategieentwicklung Prozesse intendierter Strategieentwicklung (d. h. geplante): strategische Vision, Führung und Anordnung strategische Planung von außen aufgezwungene Strategien hohes Maß an Rationalität = Strategieentwicklung wird als Prozess verstanden und soll möglichst auf objektiv messbare Fakten basieren die Entwicklung von Strategien können durch Einzelpersonen oder ein Gremium (bspw. Geschäftsführung) und nachfolgende Anordnung der Umsetzung gegenüber anderen Mitgliedern der Orga geschehen häufig starke Persönlichkeiten zunächst Analkyse der aktuellen Situation sowie der erwarteten zukünftigen Entwicklung Prozesse emergenter Strategieentwicklung (d. h. sich ergebende): logischer Inkrementalismus- Orga probiert immer wieder neues aus und auf Basis der gemachten Erfahrungen werden Entscheidungen getroffen- tasten sich durch Experimentieren und Lernen in kleinen, aufeinander aufbauenden Schritten voran- Vorteil: können auf Umweltveränderungen und Erfahrungen reagieren, hohe Fehlinvestitionen können reduziert werden- Nachteil: das keine radikalen strategischen Veränderungen zu erreichen- durch individuelle Handlungen und Zielvorstellungen (diese müssen nicht rational sein) der an ihnen beteiligten Akteuren gerpägt Ressourcenallokationsroutine kulturelle und politische Prozesse
- 005) Erläutern Sie, inwiefern strategische Planungen die Umsetzung von Strategien unterstützen können. ! Strategische Planungen können auf vielfältige Weise den Prozesse der Strategieentwicklung und -umsetzung unterstützen. Planungssysteme helfen durch ihre Strukturiertheit, strategische Optionen bewertbar und zugrunde liegende Annahmen transparent und diskutierbar zu machen. Ermuntern die an der Strategieentwicklung Beiteiligten dazu, über die Wirkung der jeweiligen Strategieoption nachzudenken und so ein besseres Verständnis für die strategischen Optionen und deren verbundenen Chancen und Risiken zu bekommen. Unterstützen auch die Umsetzung von Strategien Planung werden auch aufgestellt um auf ihrer Basis Budgets für Investitionen freizugeben für die Strategie Die Quantifizierung strategischer Optionen macht es möglich, dass die Strategieumsetzung gemessen (und damit kontrolliert) werden kann. Systematisch und strukturiert geplante und bewertete Strategien lassen sich leichter und überzeugender kommunizieren, dies schafft Akzeptanz für die strategischen Veränderungen in der Orga
- 007) Beschreiben Sie mögliche Ursachen für das Auftreten emergenter Strategieentwicklungsprozesse. Wird gefördert durch: logischen Inkrementalismus: Auf Grund von Unsicherheit tastet sich die Orga langsam heran und versucht herauszufinden, welche die beste strategische Option für sie ist. --> Fehlinvestitionen verhindern und Erfahrungen sammeln interne Regelungen und Vorgaben zur Verteilung von Ressourcen politische Aushandlungsprozesse: Strategien entwickeln sich dann nicht auf Basis rationaler Analyse und Planung kulturelle Prägungen
- 010) Vergleichen Sie anhand selbst gewählter Kriterien die Risiken des Einsatzes von Planung und Strategieentwicklung mit den Risiken emergenter Strategieentwicklungsprozesse. Bei beiden Formen besteht die Gefahr, dass der Strategieentwicklungsprozess vorzeitig beendet wird und zum Start eines neuen Prozesses führt Emergente:- Mangel an expliziten Analysen, dadurch können wichtige Aspekte übersehen werden- Stark durch Routine und Kultur geprägt, evtl. wird diese Strategieentwicklung von Mitarbeitern als willkürlich und als wenig überzeugend wahrgenommen Intendierte: Geringeres Gesamtrisiko als emergente auf Grund des systematische Vorgehens und objektiver Analyse
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