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Allgemeine & Biopsychologie (Subject) / Das visuelle System (Lesson)
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- Sehen wir die Welt so wie sie ist? Nein. Unser Gehirn schafft seine eigene Realität aufrrund von Erinnerungen und Assoziationen (Mensch hat schlißelich den grössten Assoziationsbereich im Gehirn, vgl.andere Säugetiere). Also, sieht jeder Mensch seine eigene Welt/Realität.
- Wozu dient Wahrnehmung? Die Aufgabe der Wahrnehmung ist es, sensorischen Informationen einen Sinn zu geben. Dies ermöglicht zielgerichtetes Handeln in der Umwelt zum Überleben. Definition von visueller Wahrnehmung: Die Summe der Prozesse, mit deren Hilfe wir Informationen, Wissen über externe Objekte und Ereignisse gewinnen.
- Wahrnehmung in 4 Adjektiven: Subjektiv: Wahrnehmung hat nur einen Zeugen – das eigene Bewusstsein. Unterschiedliche Erfahrungen schaffen untershieldiche Wahrnehmung. Prägung beeinflusst interpretation &wahrnehung. Beispiel: "Du, es ist grün" = neutraler Satz, könte aber verärgerte Reaktion auslösen "Bevormunde mich nicht!" Konstruiert: Wahrnehmung wird nicht als Abbildung einer objektiv, bewusstseinsunabhängigen Wirklichkeit verstanden – Wahrnehmung ist ein konstruktiver Prozess. (Gehirn assozieirt)- schaffte eigene Realität und nicht "reale Welt" Erfahrungsabhängig: Die Erzeugung von Bedeutung benötigt Erfahrungen. (zeige einem Dschungelmensch ein Iphone- nicht so toll...) Kontext (Situation)- und kulturabhängig: Landmensch in Großstadft überfordert, Afrikaner friert in Europa.
- Erkläre den Prozess der Wahrnehmung! 1. Sensorische Prozesse: Umwandlung von physikalischer Energie in eine für das Gehirn erkennbare Codierung. 2. Perzeptuelle Organisation: Prozesse, die sensorische Information zu einer einheitlichen und kohärenten Wahrnehmung zusammenfügen. 3. Identifikation/Wiedererkennen von Objekten weist den „perzepten“ eine Bedeutung auf der Grundlage unserer Erfahrung und Erinnerung zu.
- Was bedeutet Bottom-UP? Bottom-Up Verarbeitung: aufsteigende, datengesteuerte Informationsverarbeitung. Analyse, die mit den Sinnesrezeptoren beginnt und aufsteigend bis zur Integration der sensorischen Informationen durch das Gehirn erfolgt. (Stimulation Umwelt -> Empfindung ->Perzeptuale Organisation ->Identify/Recognise)
- Was ist der Top-Down Prozess? Top-Down Verarbeitung: absteigende, konzeptgesteuerte Informationsverarbeitung, gesteuert durch höhere mentale Prozesse (durch Erfahrung und Erwartungen wird Information interpretiert) (Mentaler Prozess -> Identify/recogize -> perzetuelle Organisation)
- Läuft der Bottom-Up Prozess automatisch? Eher nicht: Bild alte/junge Frau, Krug/ 2 Gesichter -> gleiche sensorischer Info (striche), aber unterschiedliche Bilder auch wenn nicht möglich beides gleichzeitig zu sehen.
- Beschriebe die visuellen Areale im Kortex! Im visuellen Kortex liegen etwa 500 Millionen Nervenzellen. Sie bilden funktionelle Einheiten, die jeweils bestimmte Aufgaben übernehmen. Die Gruppen reagieren, z.B. nur auf diffuse Lichtreize, auf bestimmte Farbkombinationen, auf Hell-Dunkel-Kontraste oder wenn sich ein Lichtreiz in eine bestimmte Richtung bewegt. Diese Eindrücke vergleicht das Gehirn mit gespeicherten Bildern und nimmt letztlich Form, Farbe und Bewegungen wahr. Nur deshalb können wir zum Beispiel ein Gesicht, Objekte, Lage, Muster oder Form wiedererkennen.
- Wie viele Nervenzellen befinden sich im visuellen Kortex? Im visuellen Kortex liegen etwa 500 Millionen Nervenzellen.
- In welchem Gehirn Areal liegen ungefähr die Zentren für Orientierung und Objekterkennung? Die Neuronen zur Orientierung befinden sich am Oberkopf also im Partiallappen (grün). Die Zellen zur Objekterkennung im unteren Bereich des Kopfes über dem Kleinhirn, also im Okzipitallappen (rosa).
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- Was sind Fovea, Scelera, Retina und die Papille? Die fovea zentralis ist die Stelle des schärfsten Sehens. Die Papille ist der sogennante blinde Fleck- hier sind keine Rezeptoren und man sieht an dieser Stelle tatsächlich nichts. Retina ist die Netzhaut, Scelera das weiße des Auges.
- Wie funktioniert unser Auge (bei Lichteinfall)? Die Cornea (Hornhaut) lässt reflektiertes Licht (da wir immer nur die Reflexion von Licht sehen und nicht die Objekte) durch auf unsere Linse, wo es gebündelt wird. DIe Iris regelt dabei die einfallende Lichtmenge öhnlich eines Kameraobjektives (Adaption). Der Ziliarkörper verändert die Krümmung der Linse so, dass das fixierte Objekt scharf abgebildet wird (Akkommodation). Das fixierte Object liegt auf der Sehachse und wird kopfüber auf der Fovea abgebildet. Bereits auf der Retina wird die Information in neuronale Info umgewandelt. Im innernen besteht das AUge übrigends aus einer gallenartigen durchsichtigen Masse (Glaskörper). Am hinteren Ende leitet der Sehnerv durch die Kücke der Papille die Info aus der Retina weiter ans Gehirn.
- Was bedeutet Adaption und Akkommodation? Adaption: Die Iris verengt und weitet sich und reguliert so den Lichteinfall (Kamera-Objektiv). Akkomodation: Der Ziliarkörper verändert die Krümmung der Linse so, dass das fixierte Objekt scharf abgebildet wir.
- Wie funktionieren Stäbchen und Zäpfchen in der Retina? Stäbchen erkennen schwarz/weiß, ermöglichen peripheres Sehen und sind sehr lichtempfindlich (Dämmerungssehen: die Stäbchen brauchen fast 1h bis sie sich voll an die Dunkelheit gewöhnt haben, wobei der Prozess bei Lichteinfall sofort zertört wird). Zapfen ermöglichen Detailsehen, können Farben unterscheiden, sind in der Fovea konzentriert.
- Wie viele Fasern im Sehnerv leiten die Singale weiter ans Gehirn? Rund eine Million. 1.000.000.
- Wie arbeitet die Netzhaut? Einfallendes Licht löst photochemische Reaktion in den Stäbchen und Zapfen im hinteren Retinabereich aus. Dies aktiviert die Bipolarzellen, welche wiederum die Ganglienzellen aktivieren. Diese laufen zusammen und bilden den Sehnerv mit rund 1 Million Fasern.
- Fakten und Funktion der Netzhaut: Funktion der Netzhaut: Umwandeln von Lichtphotonen in Nervenimpulse (Fotorezeptroen) Verarbeiten der Impulse (Verstärken, Filtern, Sortieren, Ordnen), Weiterleiten der gefilterten Lichtinformation ins Gehirn durch Ganglien-Zellen. In der Foveagibt es nur Zapfen, welche 1:1 mit einer Ganglienzelle verbunden sind, in der Peripherie im Verhältnis 1:6. In der peripherie gibt es sowohl Stäbchen (s/w) als auch Zapfen (farbe), im Schnitt aktivieren 120 Stäbchen eine Ganglienzelle (Konvergenz). Es gibt also viel mehr Stäbchen (ca. 120.000.000) als Zapfen (ca. 6.000.000), deshalb ist die Detailwahrnehmung der Zapfen größer, besonders in der Fovea.
- Was sind Fotorezeptoren und wie viele gibt es? Anzahl der Fotorezeptoren: ca. 125 Mio = Stäbchen und Zäpfchen. In der Foveagibt es nur Zapfen, welche 1:1 mit einer Ganglienzelle verbunden sind, in der Peripherie im Verhältnis 1:6. In der peripherie gibt es sowohl Stäbchen (s/w) als auch Zapfen (farbe), im Schnitt aktivieren 120 Stäbchen eine Ganglienzelle (Konvergenz). Es gibt also viel mehr Stäbchen (ca. 120.000.000) als Zapfen (ca. 6.000.000), deshalb ist die Detailwahrnehmung der Zapfen größer, besonders in der Fovea.
- Was bedeutet Retinotope Organisation? Retinotop bedeutet, dass Reize, die in benachbarten Bereichen der Retina präsentiert werden, benachbarte Neuronen erregen.
- Was bedeutet Konvergenz? Fäschlicherweise häufig als Schielem empfunden ebdeutet konzergenz das nach innen "schielen" der Augen um ein nahes Objekt zu fixieren. (120 Stäbchen treffen auf 1 Ganglienzelle- Doppelbilder werden vermieden)
- Wie funktioniert eigentlich Farbsehen? Zunächst können wir Objekte nur sehen, wenn sie Lichtwellen reflektieren. In der Physik gibt es keine Farben sondern nur Lichtwellen- verschiedene Wellen empfinden wir dann als Farbe. Wir sehen elektromagnetische Wellen zwischen 400 und 700 Nanometern Wellenlänge. Die wahrgenommene Farbe ergibt sich aus der Zusammensetzung der reflektierten Lichtwellen. Lichtbrechung an Objektkanten gibt uns Informationen über die Objektbeschaffenheit.
- Welche Lichtfrequenzen können wir sehen, und was nicht? Wir sehen zwischen 400 und 700 Nanometern Wellenlänge. Röntgen oder UV Strahlen, sowie Radiowellen sehen wir somit nicht.
- Erkläre den Begriff Adaption! = Anpassung an Lichtverhältnisse Das Auge kann seine Lichtempfindlichkeit durch Regeneration der lichtempfindlichen Pigmente, um den Faktor 1.000.000 erhöhen. Während der Adaptation verschiebt sich das spektrale Helligkeitsempfinden (blau-grüne Farbtöne werden heller wahrgenommen als gelb-rote, also wirkt eine blaue Blüte bei Dämmerung heller als eine rote. Nach 1 Minute hat das Auge seine Lichtempfindlichkeit ver-10-facht, nach 20 min 6.000-facht. Die Zapfen haben ihre größte Empfindlichkeit nach 15 min erreicht. Die Stäbchen nach 60 min.
- Wie arbeiten unsere beiden Augen zusammen? Erkläre den Weg zum Gehirn! Bereich den beide Augen gleichzeitig sehen ist eher klein, dann zum räumlichen sehen Verarbeitung/Zusammensetztung beider Bilder. Merke: durchtrennung Hirnhälften - räumliches Sehen geht icht mehr. Weg: Sehnerv, optisches Charisma (überkreutzung von Teilen der Fasern aus beiden Augen (linkes Auge rechtes Hirn, dennoch wird Info aus beiden Augen an jede Seite geliefert, was die Koordination der Augenbewegung verinafaht), optischer Trakt, seitlicher Kniehöcher (=chiasma opticum: erste Uschaltstelle & firektes Feedback ans Auge, reguliert helligkeit und Schärfe), dann visueller Kortex (=primäre Sehrinde).
- Erkläre die Begriffe: Chiasma opticum Prätektale region Coliculi superiores Corpus geniculatum laterale (CGL) Traktus opticus Visueller Kortex Chiasma opticum: Kniehöcker. Die Nerven von den Schläfen kommend verlaufen geradlinig, wöhrend die aus der Nasenregion sich hier kreutzen, so dass jede Hirnhälfte Teil -Info aus beiden Augen erhält. Prätektale region: Einige Fasern enden in diesem Bereich des Mittelhirns, das die Augenreflexe steuert Coliculi superiores: Teil des Mittelhirns, das Augenbewegungen und komplexe Reflexe im Zusammenwirken mit dem Gehör koordiniert Corpus geniculatum laterale (CGL): Abbildung analog zur Retina (Retinotopie). Analyse von Bewegung und Objektqualitäten. Starke Vernetzung mit u.a. mit der Formatio Reticularis und dem visuellen Kortex. Traktus opticus: leitet Info zum Visuellen kortex. Visueller Kortex: primäre Sehrrinde: Analyse auf Farbe, Orientierung, Bewegung und Räumlichkeit. Danach Weiterverarbeitung im übrigen Kortex.
- Was beschreibt Konvergenz und Divergenz? Konvergenz ist die Übertragunge des gesehenen über die ca 120 Mio Rezeptorzellen in der Retina. Divergenz ist dann die Weiterleitung durch 1 Mio Fasern im Sehnerv zu den Milliarden an Nervenzellen im Kortex. Jeder Ort auf der Retina entspricht einem Ort im CGL (Thalamus), im primären visuellen Kortex und in anderen spezialisierten Kortexarealen. (retinotope Karten) Die Abbildung der Fovea ist stark vergrößert: 0,01 % der Retinafläche entsprechen 8 - 10 % des visuellen Kortex.
- Was sind die spezialisierten verarbeitungsfade? ("The what and where pathways") Vom CGL (teil Hypothalamus) zum primären Kortex, wo Info entsprechend verarbeitet und dann auf mehreren Wegen weitergeleitet wird. Zwei Hauptpfade sind: Über den Temporallappen (ventraler Strom/Was): bewusste Repräsentation der WeltKontrastsehen, Form & Farbwahrnehmung, Objektwahrnehmung, Gesichtswahrnehmung, Vision for Perception aber auch Handlungsplanung Über den Parietallappen (dorsaler Strom/Wo): Lokalisation von Reizen (relativ zum Körper) zur schnellen Übersetzung in Bewegungen, Bewegungswahrnehmung, Orientierung im Raum /Orientierung der Gegenstände im Raum (altes/junges Mädchen Bild- immer eine Ebene ist vorne), Auge-Hand-Koordination, Figur-Grund, Vision for Action, Visuell gelenktes Verhalten
- Was bedeutet Doppeldissoziation? Schädigung in einem der visuellen Pfade führt zu bestimmten Funktionsausfällen, lässt aber die Funktionen des anderen visuellen Pfades intakt Läsionen des ventralen Stroms führen zu visuellen Agnosien (Objekterkennung gestört) ohne dass elementare sensorische Defizite, kognitive Ausfälle, Aufmerksamkeitsstörungen, aphasische Benennstörungen oder die Unkenntnis des zu erkennenden Stimulus vorliegt. Patienten bemerken Objekt (wirft Brief in Briefschlitz), können es aber nicht benennen. Läsionen des dorsalen Stroms führen zu komplexen visumotorischen Einschränkungen (Zeigen auf ein Ziel, Greifen von Gegenständen = Ataxie)
- Können sich Neuronen regenerieren? Im Gehirn kann nichts sich regenerieren- eine totel Zelle/Neuron ist für immer tot. Nach einem Schlagafall können sich verbindungen aber über umwege wieder bilden, bzw andere Bereiche einspringen.
- Ausfälle des visuellen Assoziationskortex: Visuelle Agnosien II: Prosopagnosie Was ist die Ursache und die Form dieser Krankheit? Definition: Unfähigkeit Menschen am Gesicht wieder zu erkennen ohne sensorisches Defizit oder verbale oder intellektuelle Beeinträchtigung. Ursache: Eine Schädigung des Gehirns, z.B. durch einen Schlaganfall, kann eine Prosopagnosie hervorrufen. Kann auch vererbt werden, genetische Ursache noch unbekannt. Formen: Es kann zwar erkannt werden, dass ein Gesicht gesehen wird (erkennen von einzelnen Merkmalen), aber das Gesicht kann (im Gehirn) nicht zugeordnet werden, auch wenn es einer bekannten Person gehört. In extremen Fällen können Prosopagnostiker sich selbst nicht erkennen. Umgang. es werden Merkmale wie Stimme, besondere Kleidung oder Frisuren zur Erkennung von Personen benutzt
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- Beispiel für Konvergenz: Laterale Hemmung- was ist das? Benachbarte visuellen Zellen hemmen sich in vielen Bereichen gegenseitig (laterale Hemmung). Dadurch werden Unterschiede zwischen den Zellen verstärkt. Das erhöht die Gesamtempfindlichkeit des Systems. (Kanten zu sehen ist überlegebensichtig! Eine „visuelle Kante“ ist eigentlich die Wahrnehmung eines Kontrasts zweier benachbarter Stellen im Gesichtsfeld also des Untershciedes deren Farben.) In den homogenen Feldern werden alle Zellen gleichmäßig von den Nachbarzellen gehemmt. An den Grenzen hemmen nur die Hälfte der Zellen (sog. Mach-Bänder erhöhren Kontrast) Bei einem Regenbogen empfinden wir den Farbverlauf zwischen den Farbfeldern als dunkler/heller (es zeichnet sich ein Rand ab obwohl Streifen homogen sind- also überall gleich) (Anderes Bsp. 3x Pac man auf weiß- man sieht ein Dreieck)
- Erkläre Helligkeitssehen und Illuminanz, Luminanz & Reflketanz. Wir sehen Objekte, wenn Licht vom Objekt reflektiert wird. Wir können Helligkeitsunterschiede mit dem Faktor > 109 unterscheiden. Bei der Helligkeitswahrnehmung werden physikalische und psychologische Größen unterschieden (Psychophysik). Physikalische Größen (Messung mit Photometer) sind Illuminanz (Leuchtdichte/Beleuchungsstärke der Lichtquelle, eg vom Beamer an die Wand), Luminanz (Leuchtdichte, Menge/Anteil des reflektierten Lichts, der das Auge erreicht) & Reflketanz (% der Lichtmenge, das vom Objekt in Richtung Auge reflektiert wird; weiß = hohe, schwarz = niedrige Reflektanz) .
- Nenne die 3 psychologischen Größen der Wahrnehmung! Psychologische Größen = subjektive empfundene Helligkeit Aus den physikalischen Größen Illuminanz und Luminanz entsteht Brightness: wahrgenommene Illuminanz/ Luminanz, also die empfundene Leuchtdichte/ Helligkeit. Aus Reflektanz wird Lightness: Farbhelligkeit) einer Oberfläche = wahrgenommene Reflektanz (empfundener Reflexionsgrad einer Oberfläche)
- Helligkeitskonstanz & Helligkeitsillusion Helligkeitskonstanz= Wir nehmen die Lightness eines Objektes (psychologische Größe) als gleich wahr, auch wenn sich die Luminanz (Physikalische Größe: Menge / Anteil des reflektierten Lichts, der das Auge erreicht) ändert. Beispiel: Textseite in der Sonne oder im Zimmer. Auch bei der Transparenz gibt es eine derartiges Konstanzerleben, zb Schachbrett, das im Schatten liegende Feld wird vom Gehirn mit einer höhrene Reflektanz berechnet und scheint so heller,ist tatsächlich aber gleichfarbig. (Selbiges bei Quadraten die vom Gehirn als "im Hintergrund" interpretiert werden) ("Systemfehler") (Vollständig ist die Wahrnehmung von Helligkeit bei komplexen Objekten noch nicht verstanden)
- Wer regelt Helligkeitssehen? Zäpfchen oder Stäbchen? Trickquestion: Aus der Tatsache, dass die Zapfen das Farbensehen ermöglichen, wird oftmals der falsche Schluss gezogen, dass nur die Stäbchen für das Helligkeits- oder Schwarzweißsehen zuständig sind. Das stimmt nicht! Unter Tageslichtbedingungen liefern die Stäbchen keinerlei brauchbare Signale und sind inaktiv, allerdings bei Mondlicht (Dämmerung und Nachtsehen) sind sie aktiv.
- Farbsehen: Zapfen und Wellenlänge Auf der Retina gibt es drei Zapfen, deren Sehfarbstoff auf unterschiedliche Wellenlängen besonders intensiv reagieren. Farbreize aktivieren diese also unterschiedlich stark und erzeugen so ein charakteristisches Erregungsmuster = Farbeindruck. Manchmal Subjektiv, zb macnhe sheen etwas als Braun/Grau/Blau... Die drei Zapfenarten beeinflussen sich gegenseitig, um den Farbeindruck zu verstärken. Verschiedene Farben nehmen wir wahr, wenn Kombinationen von Zapfen gereizt werden. Unser Gehirn versucht, Farben als konstant unter verschiedenen Beleuchtungsstärken wahrzunehmen. Die Helligkeitswahrnehmung entsteht aus der Summation der grünen und roten Zapfen.
- Was besagt die Dreifarbentheorie? Beobachtung: Jede Farbe des sichtbaren Spektrums kann aus der Mischung von Licht dreier verschiedener, unabhängiger Wellenlängen in unterschiedlichen Anteilen erzeugt werden Schlussfolgerung: Es gibt drei Arten von Farbsystemen (Farbrezeptoren in der Retina)
- Was besagt die Gegenfarbentheorie? Beobachtung: Farben lassen sich nicht beliebig mischen (z.B. kein rötliches Grün) Komplementäre Nachbilder nach „Starren“ auf Farben Schlussfolgerung: Es gibt zwei Arten von Farb- und eine Art von Helligkeitsrezeptor, die jeweils gegensätzliche Farben (Komplementärfarben) kodieren: rot-grün, blau-gelb, schwarz-weiss. Bsp. Ermüdung Stäbchen, Gegnfarben sehen (nach schauen auf roten Kasten, dann weißes Blatt: blauer kasten. Verblasste Elemente verschwinden wenn man auf Punkt starrt. Farben die mot anderer Farbe durchstrichen sind werden im Kopf automatisch vermischt und wir sehen nicht mehr die original Farbe --> Rot Grüne Spirale -> 4 Farben wahrnahme
- Erkläre unsere Wahrnehmungsorganisation! Um sensorische Informationen in sinnvolle Wahrnehmungen umzuwandeln, müssen wir sie organisieren: Wir müssen Objekte als Dinge wahrnehmen, die sich von ihrer Umwelt unterscheiden und eine sinnvolle und konstante Form haben, sowie ihre Entfernung und Bewegung erkennen. Wenn wir eine Reihe von Empfindungen haben, organisieren wir sie so, dass eine Gestalt (also etwas Ganzes) entsteht. Das Ganze ist also mehr als die Summe seiner Teile (3 Pac mans = Dreieck)
- Figur-Grund Wahrnehmung- was ist das? Wir fokusieren immer ein Objekt vor einem Hintergrund (zb auf einer Party hören wir nur auf eine Stimme, der Rest verschwimmt zu einem Schwall im Hintrergrund) Derselbe Reiz kann mehr als eine Wahrnehmung hervorrufen (alte junge Frau Bild)
- Formwahrnehmung: Die Gestaltgesetze, nenne 3! Es gibt Gesetzmäßigkeiten, nach denen wir einzelne Details zu einem sinnvollen größeren Ganzen gruppieren, sog. Gestaltgesetze. Gesetz der Prägnanz oder die „gute Gestalt“: Es werden bevorzugt „Gestalten“ (Objekte) wahrgenommen, die sich von anderen, durch ein bestimmtes Merkmal abheben (Prägnanztendenz). Gesetz der Nähe: Elemente mit geringen Abständen zueinander werden als zusammengehörig wahrgenommen. Gesetz der Ähnlichkeit: Einander ähnliche Elemente z.B. in Farbe, Form, Helligkeit oder Orientierung werden von unserer Wahrnehmung gruppiert. In der Abbildung sehen wir die Dreiecke und Kreise als senkrecht stehende Säulen aus ähnlichen Formen und nicht als waagrechte Reihen unähnlicher Formen.
- Formwahrnehmung: Die Gestaltgesetze, nenne 6! Es gibt Gesetzmäßigkeiten, nach denen wir einzelne Details zu einem sinnvollen größeren Ganzen gruppieren, sog. Gestaltgesetze. Gesetz der Prägnanz oder die „gute Gestalt“: Es werden bevorzugt „Gestalten“ (Objekte) wahrgenommen, die sich von anderen, durch ein bestimmtes Merkmal abheben (Prägnanztendenz). Gesetz der Nähe: Elemente mit geringen Abständen zueinander werden als zusammengehörig wahrgenommen. Gesetz der Ähnlichkeit: Einander ähnliche Elemente z.B. in Farbe, Form, Helligkeit oder Orientierung werden von unserer Wahrnehmung gruppiert. In der Abbildung sehen wir die Dreiecke und Kreise als senkrecht stehende Säulen aus ähnlichen Formen und nicht als waagrechte Reihen unähnlicher Formen. Gesetz der Kontinuität: Reize, die eine Fortsetzung vorangehender Reize zu sein scheinen, werden als zusammengehörig angesehen. Gesetz der Geschlossenheit: Wir füllen die Lücken, um uns ein vollständiges, ganzes Objekt zu schaffen. Pacman-Dreieck Gesetz des gemeinsamen Schicksals / Zusammenhang: Zwei sich gleichzeitig bewegende Elemente werden als eine Einheit wahrgenommen. Bzw. wenn 2 Punkte die gleiche Form haben und durch eine Linie miteinander berunden sind, sehen wir sie als Einheit also nicht als 2 Punkte mti Linie snónder Gewicht.
- Wie funktioniert die Tiefenwahrnehmung? Auf unserer Retina bilden sich nur zweidimensionale Bilder ab aus der wir eine dreidimensionale Wahrnehmung organisieren. Das sehen von Gegenständen in drei Dimensionen, die Tiefenwahrnehmung, sorgt dafür, dass wir deren Entfernung von uns einschätzen können (Höhe, Entfernung und Lage) Das ist z.T. angeboren, und zb kann schon ein 6 Monate altes Baby zwischen Tisch & Glasplatte unterscheiden und vermeidet diese. (Experiement Bindung zur Mutter)
- Nenne 6 Monokulare Hinweisreize der Tiefenwahrnehmung! = Entfernungsmerkmale, die jedes Auge für sich alleine erkennen kann. Relative Größe: kleine Objekte scheinen weiter entfernt. Verdeckung: Verdeckt ein Objekt ein anderes, erscheint es näher. Relative Klarheit: nähere Objekte erscheinen klarer (schärfer). Größengedächtnis: Wissen um die Größe eines Objektes hilft bei der Einschätzung der Entfernung. Relative Bewegung: Bei eigener Bewegung ergeben Bewegungen anderer Objekte Hinweise auf die Entfernung. Zentralperspektive: Parallele Linien scheinen in der Ferne zusammenzulaufen. Je stärker die Linien konvergieren, desto größer ist die wahrgenommene Entfernung.
- Binokulare Hinweisreize der Tiefenwarhnehmung, nenne 2 Beispiele! = Tiefenmerkmale, die voraussetzen, dass man beide Auge zu Hilfe nimmt. Retinale Disparität: Der Augenabstand von ca. 6 cm erzeugt etwas verschobene Bilder im Gehirn. Anhand des Vergleichs der beiden von den Augäpfeln übermittelten Bilder berechnet das Gehirn die Entfernung – je größer die Disparität (der Unterschied) zwischen den beiden Bildern, desto näher das Objekt. Konvergenz der Augenmuskel: Die Augen drehen sich stärker innen, wenn man nahe Objekte fixiert. Das Gehirn erkennt den Konvergenzwinkel und berechnet dann den Unterschied. Je stärker die Einwärtsdrehung, desto näher das Objekt.
- Wie berechnen wir die Größe von Objekten? Je weiter ein Objekt vom Auge entfernt ist, desto kleiner ist sein Abbild auf der Retina (in Grad Sehwinkel) Zwei Objekte mit gleich großer Repräsentation auf der Retina können gleich groß und gleich entfernt sein oder unterschiedlich groß und unterschiedlich entfernt sein, deshalb reicht der Sehwinkel allein zur Größenbestimmung nicht aus. Zusätzliche Informationen zur Entfernung müssen aus der Umgebung extrahiert werden = Tiefenhinweisreize. Die Fähigkeit, ein Objekt unabhängig von seiner Entfernung immer dieselbe Größe zuzuschreiben, heißt Größenkonstanz.
- Was ist die Ponzo-Täuschung? Die beiden roten Streifen werfen gleich große Bilder auf unsere Retina, wir empfinden den hinteren aber als größer. Aber unsere Erfahrung sagt uns, dass ein entfernteres Objekt nur dann ein gleich großes Bild wie ein näheres Objekt erzeugen kann, wenn es in Wirklichkeit größer ist. DIe paralellen des Straßenrands die zusammenlaufen unterstützen unsere empfindung, da als Entfernung interpretiert. Auf weißem Hintergrund wäre die gleiche Größe uns vollkommen klar.
- Was bedeutet Wahrnehmungskonstanz und wofür ist es nützlich? = Fähigkeit, Objekte als unverändert (mit gleichbleibender Helligkeit, Farbe, Form und Größe) wahrzunehmen, auch wenn sich die Beleuchtung (Reiz) und die Bilder auf der Retina verändern. Dank dieses Top-down-Prozesses können wir also Dinge erkennen, unabhängig davon, aus welchem Blickwinkel, aus welcher Entfernung und in welcher Beleuchtung wir sie sehen. (schiefer Tisch von unten)
- Wie funktioniert unsere Objekterkennung? Menschen können viele Objekte sehr schnell identifizieren und kategorisieren. Objektkonstanz bei wechselnder Perspektive ist stark erfahrungsabhängig (zb jemand der viel gereist ist kennt unterschiedliche Architektur Stile). Bottom-Up-Verarbeitung ist die automatische Erkennung von Objekten aufgrund der wahrgenommenen Eigenschaften. Top-Down-Verarbeitung ergänzt Wahrgenommenes um prototypische Elemente,um Geschlossenheit zu erreichen (Bsp. Gestaltgesetze). Im temporalen visuellen Pfad liegen Bereiche, die auf spezifische Objektkategorien antworten (z.B. Hände, Gesichter, Häuser). Große Anzahl gesichtsspezifischer Areale, die z.B. auf Frontal- oder Profilansicht, bestimmte Gesichtsausdrücke, oder Gesichter bestimmter Personen spezialisiert sind.
- Zusammenfassung Visuelle Wahrnehmung Auge ist hoch entwickelt, lässt sich aber täuschen aufgrund neuronalen Verschaltungen im Gehirn: Sie sorgen dafür, dass wir mehr oder auch mal weniger wahrnehmen. Nachbilder (Komplementärfarbe): Spezielle optische Täuschungen setzen auf diesen Effekt, um farbige Nachbilder zu erzeugen. (Annahme: Sinneszellen für langwelliges Licht ermüden& interpretieren nicht mehr richtig) Komplettierung (Scheinkonturen): "fehlende" Linien werden ergänzt Auch bei entfernung... optische Töuschung mgl