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Pharmakologie 2 (Subject) / Antiinfektiva (Lesson)

Antiinfektiva

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  • Was sind Antiinfektiva? Arzneimittel zur Behandlung von Infektionskrankheiten:1. Antibiotika2. Antiviralia3. Antimykotika4. Antiparasitika Desinfektionsmittel haben auch einen „antiinfektiven Effekt“, da sie Infektionskrankheiten verhindern können. Sie gelten aber nicht als Antiinfektiva im eigentlichen Sinn.
  • Antibiotika – Grundlagen – Definitionen/Begriffsbestimmungen Antibiotika: Im ursprünglichen Sinn: von Pilzen oder Bakterien gebildete Stoffe,die das Wachstum von Bakterien hemmen oder diese abtöten (= antimikrobielleWirkung) Antibakterielle Chemotherapeutika: Im ursprünglichen Sinn: alle in der Natur nicht vorkommenden, synthetisch gewonnenen Substanzen mit antimikrobiellerWirkung Heute:• üblicherweise nur noch Verwendung des Begriffs „Antibiotika“• Unterscheidung in natürliche, halbsynthetische und synthetische Substanzen entfällt im Hinblick auf die Verwendung der Begriffe
  • Gruppen veterinärmedizinisch relevanter Antibiotika 1. Aminoglykoside2. Ansamycine3. β-Laktame4. Gyrasehemmer (Chinolone – Fluorchinolone)5. Fenicole (Phenicole)6. Fusidane7. Ionophore8. Lincosamide9. Makrolide10.Nitrofurane11.Nitroimidazole12.Pleuromutiline13.Polypeptide14.Sulfonamide/Trimethoprim15.Tetrazykline
  • Wirkungstyp bakteriostatisch• Vermehrung der Bakterien wird gehemmt• Wirkung „reversibel“• Wirkung nur in Anwesenheit des Antibiotikums bakterizid• Bakterien werden abgetötet• Wirkung „irreversibel“: Abtötend ohne bakteriolytischen Effekt, Abtötend und bakteriolytisch
  • Wirkungsweise/-mechanismen von Antibiotika Grundsatz: Antibiotika wirken dort, wo sich Prokaryonten von Eukaryonten unterscheiden! --> Selektivität Ribosomen (30s und 50s UE <---> 40s und 60s UE), Zellwand (<---> Zellmembran), DNA-Gyrase (<---> andere DNA-Topoisomerasen, DNA in Chromosomenstruktur) , Folsäurestoffwechsel (<---> Folsäure ist essentielles Vitamin)
  • Wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Wirksamkeit eines Antibiotikums Minimale Hemm(stoff)konzentration (MHK)ist die niedrigste Konzentration eines antimikrobiellen Wirkstoffes (in μg/ml oder mg/l), bei der unter definierten In-vitro-Bedingungen die Vermehrung von Bakterien innerhalb einer festgelegten Zeitspanne verhindert wird. Aber:In-vivo-Bedingungen und damit Wirksamkeit im Tier hängt von vielen weiteren Faktoren ab:• Eigenschaften des Antibiotikums• Verhältnisse im Gewebe (pH, Durchblutungsrate, abgekapselte Infektionsherde, …)
  • Wirksamkeit 1. Zeitabhängige Antibiotika• Entscheidend für Wirksamkeit ist, dass die Konzentration im Zielgewebe ausreichend lange oberhalb des MHK liegt• Dosisintervall muss ausreichend kurz sein• „Regelfall“2. Konzentrationsabhängige Antibiotika• Wirksamkeit ist vom Erreichen einer ausreichend hohen Cmax abhängig• Es kommt zum „postantibiotischen Effekt“: nicht abgetötete Bakterienpopulationen sind nach Einwirkung hoher initialer Konzentration für mehrere Stunden nicht vermehrungsfähig, obwohl MHK unterschritten wird• Fluorchinolone, Aminoglykoside
  • Wichtig zur korrekten Auswahl eines Antibiotikum Wirkungstyp Wirkungsspektrum Pharmakokinetik/Pharmakodynamik (orale Bioverfügbarkeit, Gewebegängigkeit, Wirkungsdauer) Therapeutische Breite, UAW Resistenzlage
  • Ein ideales Antibiotikum sollte im Grundsatz ein schmales Wirkungsspektrum, eine große therapeutische Breite, eine gute Gewebegängigkeit und eine gute Resistenzlage aufweisen
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