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Human Resources (Subject) / HR (Lesson)

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  • Was ist Personalmanagement? Teilbereich der BWL Managementfunktion orientiert sich an ökonomischen Kriterien (Effizienz und Effektivität) umfasst Maßnahmen der Verhaltenssteuerung und Systemgestaltung wird von allen Vorgesetzten durchgeführt
  • Wobei unterstützt Personalmanagement Vorgesetzte? Einhaltung von arbeitsrechtlichen Normen sinnvoller Einsatz von positiven und negativen Anreizen Entwicklung von Anforderungs- und Stellenprofilen Entwicklung und Umsetzung von Führungsgrundsätzen schafft dadurch Grundlage möglichst einheitlicher Personalpolitik im Unternehmen
  • Warum stößt die traditioneller Sichtweise vom Personalmanagement als internem Dienstleister an Grenzen? insbesondere für qualifizierte Stellen treten immer wieder Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung auf die weitere Ausnutzung von Rationalisierungspotentialen durch "Dequalifizierung" von Stellen könnte die Leistungserstellung von Unternehmen gefährden
  • Nenne drei mögliche Leitfragen des Personalmanagements als strategischer Partner des Unternehmens. Was sind die (Kern-) Kompetenzen von Mitarbeitern und wie können diese effektiv in der Leistungserstellung genutzt werden? Welche Entwicklungspotentiale haben Mitarbeiter und welcher Zeitraum wird für die Entwicklung benötigt? Können die zur Umsetzung einer möglichen Unternehmensstrategie benötigten Mitarbeiter in hinreichender Anzahl und passender Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt beschafft werden?
  • Was muss das Personalmanagement bei Aktivität in anderen Ländern beachten? unterschiedliche arbeitsrechtliche Regelungen unterschiedliche Tarifverträge, Gewerkschaftssysteme, Streikkulturen unterschiedliche Ausbildungssysteme und Qualifikationsstrukturen unterschiedliche Landeskulturen
  • Nenne die drei Strategietypen der Internationalisierung nach Berthel/Becker. Ethnozentrisch: Verfahrensweisen aus dem Heimatland werden ins Ausland übertragen Polyzentrisch: Verfahrensweisen werden den jeweiligen nationalen Gepflogenheiten angepasst Geozentrisch: Internationale Vereinheitlichung unter Integration unterschiedlicher nationaler Aspekte
  • Was kann sich ggf. durch Internationalisierung ändern (Personalmanagement)? Anforderungen an Führungskräfte Formen der Personalbeschaffung Inhalte der Personalentwicklung Strukturen der Vergütung
  • Was sind die Kernaufgaben des Personalmanagements? direkte Verhaltenssteuerung indirekte Steuerung durch System- und Strukturgestaltung im wirtschaftlichen Kontext
  • Nenne die wissenschaftlichen Disziplinen, deren Erkenntnisse bei der effektiven und effizienten Auswahl von Maßnahmen und Gestaltung von Strukturen berücksichtigt werden müssen. Sozialpsychologie: Prozesse, die innerhalb eines Individuums ablaufen, wenn es eine Haltung zu einem Sachverhalt entwickelt oder sich für oder gegen eine Haltung entscheidet Soziologie und Organisationstheorie: Auswirkungen von Interaktionen mit anderen Individuen sowie formaler und informeller Strukturen auf das Individuum Betriebswirtschaftslehre: ökonomische Bewertung von Handlungen und Strukturen
  • Warum sind einseitige Fokussierungen des Personalmanagements auf eine wissenschaftiche Disziplin riskant? eine Übertonung der kurzfristigen ökonomischen Aspekte kann dazu führen, dass zwar günstig produziert wird, aber von unmotivierten wechselwilligen Mitarbeitern eine Übertonung von sozialen Aspekten kann dazu führen, dass die Arbeitsnehmer hochgradig motiviert sind, das Unternehmen aber in wirtschaftliche Schieflage gerät
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  • Welche zentralen arbeitsrechtlichen Normen gibt es? Arbeitsgerichtsgesetz (ArbGG) Arbeitskampfrecht Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) Arbeitsplatzschutzgesetz (ArbPlSchG) Arbeitsschutzgesetz (ASchG) Arbeitsvertragsrecht Arbeitszeitgesetz (ArbZG) Arbeitszeitordnung (AZO) Berufsbildungsgesetz (BBiG) Beschäftigungsförderungsgesetz (BeschFG) Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) Europäisches Arbeits- und Sozialrecht Europäisches Betriebsräte-Gesetz (EBRG) Europäische Menschenrechtskonvention Europäische Sozialcharta (ESC) Gewerbeordnung (GewO) Heimatarbeitsgesetz (HAG) Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) Kündigungsschutzgesetz (KSchG) Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) Mutterschutzgesetz (MuSchG) Personalvertretungsgesetz (PersVG) Schwerbehindertengesetz (SchBG) Sozialgesetzbuch (SGB) Tarifvertragsgesetz (TVG) Vermögensbildungsgesetz (VermBG)
  • Welche beiden Rechtsbereiche sind im Arbeitsrecht zu unterscheiden? Individuelles Arbeitsrecht Kollektives Arbeitsrecht
  • Nenne die rechtshierarchische Reihenfolge im Arbeitsrecht. EU-Recht Verfassung Gesetze und Gewohnheitsrecht Tarifvertrag Betriebsvereinbarung Arbeitsvertrag Direktionsrecht des Arbeitsgebers
  • Was wird durch das individuelle Arbeitsrecht geregelt? Die Einzelbeziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
  • Was wird durch das kollektive Arbeitsrecht geregelt? Das Recht zwischen den Sozialpartnern.
  • Worauf findet das individuelle Arbeitsrecht Anwendung? Auf das Arbeitsverhältnis, in dem der Arbeitnehmer sich verpflichtet, seine Arbeitskraft gegen Entgelt eines Arbeitgebers weisungsgebunden zur Verfügung zu stellen.
  • Nenne zwei arbeitsrechtliche Normen als Grundlage für das individuelle Arbeitsrecht. Arbeitsvertragsrecht Arbeitsschutzrecht
  • Welche Rechte hat der Arbeitgeber gegenüber dem Arbeitnehmer? Organisation des Arbeitsablaufs Erteilung von Weisungen (Direktionsrecht)
  • Welche Pflichten hat der Arbeitgeber gegenüber dem Arbeitnehmer? Lohnzahlungspflicht als Hauptpflicht (§ 611 BGB) Fürsorgepflicht zur Wahrung schutzwürdiger Interessen Beschäftigungspflicht des eingestellten Arbeitnehmers Zeugnispflicht Aufbewahrung der Lohnsteuerkarte ordnungsgemäße Berechnung und Abführung der Lohnsteuer und Versicherungsbeiträge
  • Welche Pflichten hat der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber? Arbeitspflicht = Pflicht zur Erbingung der vereinbarten Leistung Treuepflicht = Berücksichtigung der berechtigten Interessen des Arbeitgebers
  • Welche Rechte hat der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber? Lohnzahlung als Anspruch auf vereinbartes Entgelt Fürsorge durch Wahrung schutzwürdiger Interessen Beschäftigung bei bestehendem Arbeitsverhältnis Zeugnis über abgeleistete Arbeit
  • Welche verschiedenen Arbeitnehmer gibt es? Arbeiter: überwiegend körperlich-mechanisch tätig Angestellter: überwiegend geistig-gedanklich tätig Auszubildender: zur Berufsausbildung Beschäftigter Leitender Angestellter: Wahrung der Arbeitgeberfunktion (BetrVG findet i. d. R. keine Anwendung (§ 5 Abs. 3 BetrVG))
  • Nenne die allgemeinen Schutzbestimmungen des Arbeitsschutzrechts. Arbeitsstättenverordnung (ArbStättVO) Arbeitszeitgesetz (ArbZG) Kündigungsschutzgesetz (KSchG) Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG)
  • Nenne die speziellen Schutzbestimmungen des Arbeitsschutzrechts. Berufsbildungsgesetz (BBiG) Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) Mutterschutzgesetz (MuSchG)
  • Welchen Inhalt hat die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättVO)? Regelungen über Belüftung, Beheizung, Beleuchtung
  • Welchen Inhalt hat das Arbeitszeitgesetz (ArbZG)? Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Arbeitszeitgestaltung, Verbesserung der Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten, Schutz von Sonn- und Feiertag
  • Welchen Inhalt hat das Kündigungsschutzgesetz (KSchG)? Sicherung des Arbeitnehmers vor Nachteilen einer Kündigung durch Arbeitgeber. Kann jeder Arbeitnehmer (außer leitender Angestellter) geltend machen, wenn > 6 Mon. im UN mit > 10 MA.
  • Welchen Inhalt hat das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG)? Regelung der Ansprüche auf Zahlung eines Entgelts bei Krankheit des Arbeitnehmers.
  • Welchen Inhalt hat das Berufsbildungsgesetz (BBiG)? Regelungen zur beruflichen Aus-, Fortbildung, Umschulung
  • Welchen Inhalt hat Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)? Regelung zum Arbeitsschutz für Kinder und Jugendliche
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  • Welchen Inhalt hat das Mutterschutzgesetz (MuSchG)? Sicherung der Rechte werdender und stillender Mütter
  • Auf welcher rechtlichen Norm basiert die Koalitionsfreiheit als Grundlage des kollektiven Arbeitsrechts? Art. 9, Abs. 3 GG: "Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. [...]"
  • Nenne die drei Bereiche des kollektiven Arbeitsrechts. Tarifvertragsrecht Arbeitskampfrecht Betriebsverfassungsgesetz
  • Welche Arten von Tarifverträgen gibt es? Lohn- und Gehaltstarifvertrag Manteltarifvertrag Verbandstarifvertrag Firmen-/Haustarifvertrag
  • Welche Geltungsbereiche unterscheidet man bei Tarifverträgen? räumlich, z. B. Bundesgebiet, Bundesland, Regierungsbezirk fachlich, z. B. Metallindustrie, chemische Industrie persönlich, z. B. Arbeiter, Angestellte, Auszubildende
  • Was wird in einem Tarifvertrag geregelt? Mindestbedingungen- Abweichungen zugunsten der Arbeitnehmer sind möglich (Günstigkeitsprinzip)- Arbeitnehmer dürfen nicht auf tarifvertragliche Rechte verzichten (Grundsatz der Unabdingbarkeit)
  • Welche Maßnahmen des Arbeitskampfes gibt es? Streik (Betriebsräte dürfen nicht zum Streik aufrufen!) Aussperrungen
  • Welche Parteien nehmen am Arbeitskampf teil? Gewerkschaften auf Arbeitnehmerseite Arbeitgeberverbände bzw. einzelne Unternehmen auf Arbeitgeberseite
  • Wofür ist das Arbeitskampfrecht gesetzliche Grundlage? Für den Arbeitskampf als kollektive Auseinandersetzung der Arbeitgeber- bzw. Arbeitnehmerseite bezüglich der jeweiligen Arbeitsbedingungen.
  • Wie sind Unternehmens- und betriebliche Mitbestimmung geregelt? Unternehmensmitbestimmung:Arbeitnehmervertretung in Aufsichtsräten größerer Kapital-Gesellschaften (ab 500 AN)Sonderregelungen u. a. für Montanbereich, Unternehmensumwandlungen/grenzüberschreitende Überragungen, Europäische AG's/Private company Limited by shares Mitbestimmung nach dem Betriebsverfassungsgesetz:Arbeitnehmervertretung auf betrieblicher Ebene durch BetriebsratMöglich in allen Betrieben mit mindestens 4 wahlberechtigten Arbeitnehmern und 3 wählbaren Arbeitnehmern
  • Was wird im Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) geregelt? Mitwirkungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer in Betrieben mit mind. 5 AN:- Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates- Betriebsvereinbarungen- Einigungsstelle
  • Welche Regelungen zum Betriebsrat gibt es? der BR ist das zuständige Vertretungsorgan der AN (auch LAN) in einem Unternehmen wird alle 4 Jahre durch die AN gewählt ggf. alle 2 Jahre Wahl einer Jugend- und AzubiVertretung Gesamtbetriebsrat ist einzurichten, wenn in einem Unternehmen mehrere Betriebsräte existieren
  • Was besagt § 2 Abs. 1 BetrVG? "Arbeitrgeber und Betriebsrat arbeiten unter Beachtung der geltenden Tarifverträge vertrauensvoll und im Zusammenwirken mit den im Betrieb vertretenen Gewerkschaften und Arbeitgebervereinigungen zum Wohl der Arbeitnehmer und des Betriebs zusammen."
  • Welche Grundsätze gelten zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat? Regelmäßiger Austausch BR muss auch Betriebswohl berücksichtigen Friedenspflicht: keine Arbeitskampfmaßnahmen durch BR Verbot der parteipolitischen Betätigung Diskriminierungsverbot Sanktionsmöglichkeiten: Klage vor Arbeitsgericht- Ordnungs-/Zwangsgelder für Arbeitgeber- Antrag auf Auflösung des Betriebsrats
  • Was sind Betriebsvereinbarungen? Instrument zur längerfristigen Regelung betrieblicher Fragen Vertrag zwischen Arbeitgeber und BR Regelungsbereich: alle innerbetrieblichen Belange in Kompetenz von BR und AG, solange nicht gegen Gesetz und TV verstoßen wird:- Arbeitszeitregelungen- betriebliche Sozialeinrichtungen- Fragen der Verarbeitung personenbezogener Daten Gelten für AN wie Tarifvertrag, einzelvertraglich nur Besserstellungen möglich
  • Welche Einflussmöglichkeiten hat der Betriebsrat im Unternehmen? Mitbestimmungsrechte:- zwingende Mitbestimmung (AG und BR müssen sich einigen, vornehmlich soziale Angelegenheiten)- Zustimmungsverweigerung (BR hat Vetorecht, wenn gesetzlich festgelegte Gründe, vornehmlich personelle Einzelmaßnahmen) Mitwirkungsrechte:- Beratungs- und Vorschlagsrechte (Beratung mit BR notwendig, Entscheidung durch AG)- Anhörungs- und Unterrichtungsrechte (BR ist zu informieren und ggf. anzuhören)
  • Nenne die zentralen Mitwirkungsrechte des Betriebsrates im Unternehmen. Informationsrecht Vorschlagsrecht Antragsrecht Beratungsrecht Anhörungsrecht
  • Was besagt das Informationsrecht des Betriebsrates? Pflicht des AG, den BR rechtzeitig und umfassend zu unterrichten, bei Themen zu- Arbeitsschutz- Gestaltung von Arbeitsplatz, Arbeitsablauf- personellen Einzelmaßnahmen- geplanten Betriebsänderungen
  • Was besagt das Vorschlagsrecht des Betriebsrates? BR hat Vorschlagsrecht bei Einführung einer Personalplanung und ihrer Durchführung.
  • Was besagt das Antragsrecht des Betriebsrates? BR darf Maßnahmen beantragen, die Unternehmen und Belegschaft dienen.