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Eibl (Subject) / 4 senioren (Lesson)

Senioren

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  • 100. Definition Altern = stetige irreversible Abnahme körperlicher Funktionen und Häufung von Funktionsstörungen verläuft in allen Individuen einer Art in der gleichen Richtung jedoch in unterschiedlichem Ausmaß
  • 101. Unterteilung von Senioren nach Funktionserhalt go goes: unabhängige Ältere slow goes: Hilfsbedürftige no goes: Pflegeabhängige
  • 102. Physiologische Veränderungen im Alter (bezügl. Sinneswahrnehmungen, Regulation der Nahrungsaufnahme, GI, Wasserhaushalt, Krperzusammensetzung, Vitamin D Sinnesveränderungen (Appetit, Durrst, Geschmack, Geruch, Sehen, Hören nehmen ab!) Regulation der Nahrungsaufnahme (da Geschmacks- und Geruchssinn abnehmen ist der Appetit vermindert > kann zu Altersanorexie führen; Nahrungsmenge kann nach erhöhter/erniedrigrten Zufuhr-Phasen nicht mehr ausgeglichen (Körpergewichtsverlust) werdenverringerte NO-Synthese führt zu verminderter Relaxation der glatten Muskel, dadurch sinkt die Dehnfähigkeit des Fundus und damit die adaptive Relaxaton; dadurch eher Füllung des Antrums, wird gedehnt und löst dadurch Sättigung aus. Außerdem wird Cholecystokinin (CKK) produziert welchen direkt auf Vagus wirkt und Sättigung auslöst Gastrointestinaltrakt: Durchblutung nimmt ab, damit die Zellerneuerungsrate der Schleimhaute, die Magen und Darmmotilität und die Enzymsekretion > kann zu Atrophischen Gastritis oder Obstipation führen Wasserhaushalt: Exsikkose-Risiko (=Flüssigkeitsverlust) durch verringertes Durstempfinden, Nahrungsaufnahme und Konz-fähigkeit der Niere > kann zu Leistungsminderung, Obstipation, Verwirrtheit, Nierenversagen... führen) Körperzusammensetzung: Fettfreie Masse (=Muskeln) sinken, Fett steigt relativ (daher stabiles KG, kann instabile Körperzusammensetzung verbergen), dadurch Verlust der Muskelkraft, und Abnahme der Reserven an AS und Glykogen wodurch Regenerationsphasen länger ausfallenAbnahme der Muskelmasse = Sarkopenie >> führt zu verminderter Mobilität und erhöht so Behinderung und Sturzrisiko; der Energiebedarf sinkt, kann zu Nährstoffdefiziten führen) verringerte Vit D- Synthese durch Abnahme der Fähigkeit zur kutanen Synthese und durch eventuelle Bewegungseinschränkung sinkt die Aktivität im Freien und kann so zum sinken des Vit D Spiegels führen, was wiederum Osteoporose und Sturzrisiko erhöht
  • 103. Energie und Nährstoffbedarf im Alter Grundumsatz nimmt ab, durch Bewegungsmangel nimmt PAL ab >> Energieumsatz sinkt Nährstoffbedarf bleibt jedoch gleich hoch>> Heißt um optimal versorgt zu sein muss die Nährstoffdichte steigen außerdem: ausreichend Flüssigkeitszufuhr, ballaststoffreich körperliche Bewegung im Freien regelmäßig Essen/Trinken individuellen Gesundheitszustand berücksichtigen
  • 104. Unterschied Generalisierte und Spezielle Mangelernährung. Was liegt bei Senioren häufig vor? Generalisierte = Unterernährung, Mangel an Energie >> liegt bei Älteren häufig vor Spezielle = Nährstoffmangel, Mangel an einzelnen Nährstoffen
  • 105. Unterschiede Mangelernährung, Sarkopenie, Kachexie +jeweils Symptome + Therapie Mangelernährung: Fettmasse  ↓↓ Muskelmasse ↓ Gewicht ↓= verminderte Nahrungsaufnahme, schwer zu diagnostizieren da Syptome vielfältig und unspezifisch sindTherapie: Regelmäßige Erfassung des ErnährungszustandesBehandlung der Grunderkrankung, Ernährungsintervention (Vermeidung weiterer Gewichtsverlust; Gewichtszunahme) Sarkopenie: Fettmasse ↔ Muskelmasse ↓↓ Gewicht ↓↔ = geringe Muskelmasse/kraftTherapie: Körperliches Training, Ernährungssicherungen, Optimierung Vit D Versorgung, ggf essentielle AS Kachexie: Fettmasse ↓↓ Muskelmasse ↓↓↓ Gewicht ↓↓↓= progressiver unbeabsichtiger Gewichtsverlust, meist mit EntzündungenTherapie: Behandlung der Grunderkrankung, Korrektur Entzündungswerte, Bedarfsdeckende Energie/NSTzufuhr, ggf. Medikamente/Appetitstimulanten
  • 106. Parameter zur Erfassung der Ernährungszustandes Gewicht, BMI, Wadenumfang, Biomarker im Blut (zB Albumin, Cholesterin, Transferrin, Vit B12) Ernährungsprotokoll (mit Regelmäßigkeit, verzehrte Mengen Nahrung/Flüssigkeit)
  • 107. Klinische Symptome von Nährstoffmangel und auf welchen Mangel können sie hinweisen ? Ödeme Anämie Erhöhte Blutungsneigung Verzögerte Wundheilung Euthyreote Struma Verwirrung Ödeme = Proteinmangel Anämie = Eisen, Vit B12, Folsäure Erhöhte Blutungsneigung = Vit K Verzögerte Wundheilung = Protein, Zink, Panthothensäure Euthyreote Struma = Jod Verwirrung = Vit B1, B2, B12, Wasser
  • 108. Wie läuft ein Nutritional Screening & Assessment ab? Screening Werte gut? Regelmäßige Wiederholung Werte grenzwertig? Kurzfristige Wdh Werte schlecht? Assessment > Diagnostik/Ursachenforschung > Therapie > Evaluation
  • 109. Ursachen für Mangelernährung im Alter? Krankheiten (Malabsorption/Maldigestion) Erhöhter Energieedarf durch Infektionen, Fieber, Krebs, Frakturen... Tumore Lungenerkrankungen Neuropsychatrische Erkranungen Medikamenteffekte (wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit...) körperliche Funktionseinschränkungen (zB Kauprobleme) geistige Beeinträchtigung (zB Demenz) Psychische Probleme (zB Einsamkeit, Depressionen) Sozioökonomische Faktoren (zB Finanzielle Situation)
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  • 110. Folgen der Mangelernährung im Alter Unbeabsichtigter Gewichtsverlust > Proteinkatabolie > "Nutritional Fraility" Verlust der Muskelkraft, erhöhtes Sturzrisiko Erhöhte Infektanfälligkeit Erhöhte Komplikationsrate Erhöhte Morbidität/ Mortalität 
  • 111. Ernährungssituation in Deutschland bei Älteren allgemein gesagt: je Pflegebedürftiger desto höher Risiko für Mangelernährung generell gibt es bei Senioren eine unzureichende Zufuhr von Ballaststoffen, Calcium, Vit D und eventuell Folsäure