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Abitur - Religion (Subject) / 2.4.1. Modelle der Normbegründung (Lesson)
Stoff für das Colloquium
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- Normenwandel "Wert ist von Zaun umgeben, der Norm entspricht. Wird Norm verabschiedet, ist Zaun weg und Wert angreifbar." Bsp. Wert: Leben // Norm: Du sollst nicht tötenWert: Bildung // Norm: Schulpflicht Manche Werte müssen sich wandeln, da Gesellschaft auch stets im Wandel ist. Problem: Normen hängen oft zurück. Gründe für Normenwandel: Technischer Fortschritt, Individualität / Selbstverwirklichung des Menschen z.B. Bild der Frau, Gerechtigkeit, Ehe, Ehrlichkeit, Schutz des menschl. Lebens Wichtig: Veränderung anpassen OHNE Kern der Norm zu veränden
- Leitfrage Woran sollen wir uns in unserem Handeln orientieren?
- Hedonismus Begründer: Epikur Oberstes Ziel: Maxime an Lebensfreude, d.h. "ein glückliches Leben" Optimum an Lust // Vermeidung der Unlust Unabhängigkeit von äußeren Dingen // Überwindung der GottesfurchtErhalt eines inneren Seelenfriedens // Überwindung der Angst vorm TodStillen der Grundbedürfnisse // Kontrolle der menschl. Begierden==> innere Freiheit Prinzipien: Lust am Leben stetig auskosten, da menschl. Seele sich nach dem Tod auflöst = kein ewiges Leben"Begierden werden nicht gereizt, sondern lediglich gestillt" = Grundbedürfnisse Tetrapharmakon = "Keinen Schrecken mehr erregt der Gott, keine Angst der Tod, das Gute ist leicht zu beschaffen, das Bedrohliche ist leicht zu ertragen."
- Naturrecht Oberstes Ziel: Förderung Allgemeinwohl ("bonum commune") durch Vermeidung des Bösen und Verwirklichung des Guten Schockenhoff:- Mensch (Würde), sobald Ei + Samen verschmelzen- Von Anfang an art- und individualspezifisch- Mensch entwickelt sich NICHT ZUM, sondern ALS Mensch Philosophie der Antike:-Umfassende Ordnung weist Seienden Gattungsgerechten Platz zu--> Mensch soll die Ordnung mit Hilfe von Vernunft erfassen und mit Hilfe von Handeln aktiv umsetzen Weiterentwicklung im Christentum:- Durch Thomas von Aquin- Fundament = Schöpfungsplan Gottest, lässt Vorgänge in Natur und Geschichte sinnvoll erscheinen--> Mensch soll Gutes tun indem Handlungsgrundlage "ewiges Gesetz" (lex aeterna) = natürliches Sittengesetz eingehalten wird Vernunft lässt erkennen,w as nach Gottes Willen Gut bzw. Böse ist---> Gut und Böse schließen einander aus Sonderrolle:- Mensch = Gottest Ebenbild --> Solll freu und bewusst handeln = eigener Gesetzgeber--> Mensch nimmt allgemeine Prinizipien aus "ewigen Gesetz" und wendet sie auf Lebenssituationen an --> "menschl. Gesetz" = lex humana
- Pflichtethik Dilemma: Zwei Handlungsoptionen weisen zwingende Gründe auf (zB Lebend und Recht Oberstes Ziel: Mensch als Wesen der Vernunft dazu berufen autonom zu HandelnAls eigener GesetzgeberSoll frei und verantwortlich handeln Umsetzung: - Mensch soll innere Überzeugung (guter Wille) folgen, um gerecht zu handeln und als eigener Gesetzgeber wirken zu können- Oberstes Handlungsprinzip: Aus vorherigem abgeleitete Pflichten müssen Folge geleistet werden (ohne Rücksicht auf mögl. Konsequenzen) Kategorischer Imperativ: "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde." - Immanuel Kant Deontologischer Ansatz: = Jede Tat hat klaren Maßstab, der unbedingt einzuhalten ist (bemisst den Wert von Handlungen daran, ob sie bestimmten moralischen Geboten folgen). Beurteilung der Handlung: Entscheidungen sollen aus eigenen Überzeugungen gehandelt werden, nicht durch persönl. Zugeigung o.ä.
- Rechtspositivismus Oberstes Ziel: = Möglichst zweckmäßige Organisation des Staatswesens und Aufrechterhaltung der staatl. Ordnung, deren Rechtsgrundlagen uneingeschränkt Gletung zu verschaffen ist. Positivies Recht = Gesetztes RechtKlar definierte gesetzl. Regelungen, die unbedingt zu befolgen sind (im Handeln) Trennungsthese = Trennung des Staates zwischen Recht und Gerechtigkeit--> Gerechtigkeit getrennt, da sie aus Brecih der Moral und Moral ist kein Gegenstand des Rechts"Was gut oder böse ist, hängt von der formalen Richtigkeit ab" Problem: Wenn gesetzl. Regelungen moralisch schweres Unrecht hervorrufenAber was ist Moral? Lösung: Raddbruch'sche Formel--> "Falsche" Normen auch dann kein geltendes Recht, obwohl sie als Gesetze definitiert sind, weil Gerechtigkeit über gesetzl. Unrecht ist --> Widerstand ist zu leisten! Vorschule der Rechtsphilosophie: Gesetze, die keine Gerechtigkeit anstreben, können keine Rechtssätze sein sondern nur Machtsprüche
- Utilitarismus Begriff: lat. utilis = nützlich Oberstes Ziel = das "größtmögliche Glück für die größtmögliche Anzahl an Menschen"Glück = Lust bzw Freisein von Unlust Vordergrund: Zielorientierung--> Teleologischer Ansatz der Normbegründung (gr. telos = Ziel) Ausgangspunkt für Handeln: = jeweilige Lebensbedingung durch die konkrete Entscheidungssituation gekennzeichnet ist Zielrichtung: = quantitative und qualitative Verbesserung der Lebensumstände für "größtmögl. Glück" Präferenzutilitarismus = Man gibt etwas den Vorzug (qualitativ über quantitativ)zB Peter Singer: Gibt Person vorrecht über menschl. Leben --> "Behinderte Kinder töten ist in Ordnung"
- Fernethik "Der Mensch ist das einzige uns bekannte Wesen, das Verantwortung haben kann." - HJ Heutiges Leben ist v.a. durch moderne Technik geprägt Mensch ist Verwalter / Wächter der Schöpfer --> "Nahethik" muss dafür durch "Fernethik" ersetzt werden--> synchrone Ethik = Welche Wirkung hat mein Handeln jetzt?--> diachrone Ethik = Welche Auswirkungen hat mein Handeln in der Zukunft? Imperativ der Verantwortung = "Hanlde so, dass die Wirkungen deiner Handlungen mit der Permanenz (= Fortdauer) menschenwürdigen Lebens verträglich sind." - HJ Umweltethische Prinzipien:- Nur wer Schlechtes sieht, kann auch das Gute erkennen- Schlechtes soll man anerkennen und fürchten; nicht kleinreden- "in dubio pro malo"; Sicherer Beweis er später möglich; moralisch nicht zu verantworten bei geringen Zweifeln dennoch zu handeln Umweltschutz (laut HJ):- sind dabei Schöpfung / Welt zu vernichten- müssen uns zum Schutz der Umwelt selbst Schranken vorsetzen UNO; Weltklimabericht 2007 grob
- Diskursethik Oberstes Ziel: Vermeidung von Wertekonflikten und Gewährleistung eines friedlichen Zusammenlebens im Zeitalter des Pluralismus Globalisierung + Pluralismus: Menschen näher zusammen --> viele versch. religiöse, weltanschauliche, ethische und gesellschaftspolitische Auffassungen prallen aufeinander Wichtig: Spielregeln für Diskussionen "Idela Sprechsituation":1. Öffentlichkeit 2. Gewaltlosigkeit3. Aufrichtigkeit 4. gleiche Kommunikationsrechte für alle Wahrheitsfindung: die Wahrheit ergibt sich im Verlauf des DialogsDialog s Prozess --> Einigung s Wahrheit ??????= Konsenstheorie "Jede gültige Norm muss der Bedingung genügen, dass die Folgen und Nebenwirkungen, die sich auf ihrer allgemeinen Befolgung für die Befriedigung der Interessen jedes Einzelnen voraussichtlich ergeben, von allen Betroffenen zwangslos akzeptiert werden können." - Jürgen Habermas
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