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Sozialpsychologie (Subject) / Sozialer Einfluss (Lesson)
Heiss
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- Definition Sozialer Einfluss Normativer sozialer Einfluss und Informativer sozialer Einfluss S.197f Wirkung von einer Person oder Gruppe auf Gedanken, Gefühle und Verhalten einer anderen Person/Gruppe.Diese kann tätsächlich anwesend, implizit anwesend oder auch nur vorgestellt sein.Nach Art des zugrunde liegenden Motivs unterteilt man in normativen und informativen sozialen Einfluss. Normativer Sozialer Einfluss:Person schließt sich Meinungen und Verhaltensweisen der Mehrheit an, um dort einen guten Eindruck zu machen. ( Orientierung an der Gruppennorm) Informativer Sozialer Einfluss:Orientierung an anderen, um Informationen zu sammeln (Mehrheit dient als Informationsquelle)
- Was sind Normen? S.199 Definition: Überzeugungssysteme dazu, wie man sich verhalten soll.Steuern unser Verhalten, ohne die Kraft von Gesetzen. Funktion:-verringert Unsicherheit, wie man sich verhält-koordiniert individuelles Verhalten (zB. Startzeit Meeting).Verteilt gerechte Handlungsergebnisse (zB. Reihenfolge der Autoren) Normen beinhalten auch eine bewertende Komponente, deshalb führt Verletzung er Normen oft zu negativen Reaktionen.
- Die Sherif-Studien 1935 S.200 Studie zum autokinetischen Effekt.Dieser trit immer auf, wenn das Auge keinen zweiten visuellen Referenzpunkt hat.Personen sollten in einem völlig abgedunkelten Raum einen weißen punkt beobachten, der an Wand projreziert wurde.Nach einer Weile bewegte sich der Punkt aufgrund der optischen Täuschung.Je nach physiologischem Aufbau des Auges bewegte sich der Punkt mehr oder weniger.VPN sollten schätzen, wie viel sich der Punkt bewegt.Es gab 2 Versuchsabläufe: A:Einzelphase: 3 VPN sollten Amplitude einzeln einschätzenGruppenphase: VPN sollten in Gruppe gemeinsam über die Amplitude diskutieren und eine Gruppenentscheidung treffen. B:Gruppenphase: Trafen wie in A eine GruppenentscheidungEinzelphase: wurden nochmals gebeten, alleine die Einschätzung der Amplitude anzugeben A=> persönliche Standardwerte waren je VPN sehr unterschiedlich(persönliche Norm), in Gruppenphase einigten sie sich auf mehr oder weniger gemeinsame Position (Gruppennorm entstand) B=> Gruppennorm entwickelte sich zuerst, blieb aber auch in der Einzelphase erhalten, dieVPN behielten lieber die Gruppennorm Kritik:-Gruppe waren nur 3VPN-es gab keine richtigen oder falschen Antworten, daher waren VPN eher bereit, ihre Meinung zu ändern
- Einfluss von Minderheiten S. 205,212f zB. Revolutionen, gesellschaftliche Umwälzungen gehen oft von Minderheiten aus Die Mehrheit bewirkt nach Moscovici nur eine oberflächliche Verhaltensanpassung (öffentliche Compliance)Eine Minderheit bewirkt jedoch eine echte Einstellungsänderung (private Akzeptanz) Wenn Einzelpersonen sehr auf eine Meinung beharren, fragen sich Personen noch ein zweites Mal, on an ihrer Meinung etwas Wahres dran ist (kognitiver Konflikt).Die Überprüfung wird Validierungsprozess genannt und führt zu einer tieferen kognitiven Verarbeitung.Bei Erfolg einer tatsächlichen Einstellungsänderung kommt es zur sog. Konversion. Grundannahme:Bei Mehrheiten: Art des Konflikts sozial, Sozialer Vergleich, Anpassung, öffenltich direkte UrteilsebeneBei Minderheiten: Art des Konflikts inhaltlich, Validierung, Konversion, private und indirekte Urteilsebene =>Die Konversionstheorie beschreibt sehr gut den Einfluss auf gesellschaftlicher Ebene.
- Das Dia-Experiment nach Moscovici Welche 5 Verhltensstile sind ausschlaggebend? S.207ff Von 6 VPN waren 2 eingeweihte, 4 echte VPN.Gruppe musste Farbe von Dias erkennen.Alle Dias waren blau, Farbkraft variierte.2 Eingeweite beurteilten entweder alle Dias grün oder nur einzelne. Jeder sollte die Farbe der 36 Dias in Gruppe beurteilen.1. Konsistente Urteilsabgabe: Alle Dias sind grün2. Zufällige Urteilsabgabe: 24 Dias sind grün, 12 sind blau Ergebnis: Bei Konsistenten Urteil ließen sich 8,42% der Mehrheit beeinflussenBei Inkonsisten Urteil nur 1,25% => Verhaltensstil der Minderheit ist ausschlaggebend!a) Autonomie: Formulierung eigenständiger Überzeugungen, keine Beeinflussung durch Gruppendruckb) Fairness: Rückstellen der eigenen Person, Akzeptanz anderer Meinungen, sachliche Argumentationc) Investition: hohes persönliches Opfer und Risikod) Rigidität: sture/unveränderte Beibehaltung der eigenen Position, flexibler, angepasster Verhandlungsstile) Konsistenz: widerspruchfreie Äußerungen,stringente Argumentation, "eigener Linie treu bleiben"
- Die Konversionstheorie auf individueller Ebene S.213 Auf individueller Ebene lassen sich Annahmen zur Validierung und Konversion nur eingeschränkt bestätigen.1. Minoritäteneinfluss führt nicht zur kognitiven hoch aufwendigen Validierung2. löst keinen kognitiven Konflikt aus (zB. zu neuen Themen, bei denen Empfänger noch keine eigenen entwickelten Einstellungen hat) Dilemma: Wenn konsequente Minderheit zu unflexibel und starr, dann werden sie die Ansichten der Mehrheitnicht geändertJedoch wenn sie zu flexibel und kompromissbereit sind, werden sie als zu wenig extrem angesehen
- Das Milgram Experiment 1963 S. 214 Warum leisten Menschen den Anweisungen einer Autorität Folge, wenn sie im Wuderspruch zu ihren eigenen ethischen Prinzipien stehen? (2. Weltkrieg) Psychater schätzen Personen, die auf 450 Volt gehen unter 0,2 lag Tatsächlich: mehr als 0,6 der Versuchspersonen gingen bis zum Ende, obwohl sie wussten, dass Person dadurch stirbt Erklärbar durch:-wenn man Taten/Verhalten beendet, muss man sich auch eingestehen bis dahin alles falsch gemacht zu haben(Entraptment)-wenn man die Verantwortung aufteilt, ist man zu schlimmeren fähig-man erlernt Autorität durch Eltern->Sozialisierung zum Gehorsam ( man wird für Gehorsam belohnt und Ungehorsam bestraft)-im Experiment wurde Raum mit sehr hohem institutionaliserten Druck geschaffen-> waren dem Druck der Versuchssituation erlegen-Expertenheurisik(Experten haben immer Rechtund man kann ihnen vertrauen, es "muss" einen Sinn haben)-> Rechtfertigung für ihr Verhalten Eine spezifische situation kann unser Verhalten extrem beeinflussen und sogar unseren Einstellungen und Überzeugungen ändern.(situationsspezifische Aspekte) Wenn Wissenschaftler anwesend waren, war die Bereitschaft am höchsten.Auch wenn die Probanden ihre Schüler sehen konnten, war Bereitschaft deutlich niedriger
- Zeige typisches Rollenverhalten an einem Experiment S. 223 Wenn jemand eine neue Rolle einnimmt, ist er versucht diese Rolle nach den gesellschaftlichen Vorgaben zu erfüllen. Stanford Prison Experiment:Zufallsprinzip Wärter oder Gefangener2 Wochen Dauerbereits nach 2 Tagen wurde die Situation zu real(grausame Rituale, Erniedrigungen)Gefangene brachen zusammen.Wurde nach 6 Tagen abgebrochen =>Rollenübernahmen wurden in kürzester Zeit extrem "gelebt"Rollenverhalten überlagerte die Einstellungen der Teilnehmer Laut Zimbardo Schuld starker sozialer KräfteDies funktionierte ebenfalls so gut, weil sich eine machtvolle Synthese bildete(Reihe von kleinen Faktoren, die einzeln nicht sonderlich dramatisch sind, aber im großen schon):-Anonymität und Deindividuation-Macht der Regeln und Vorschriften(konnten Misshandlungen mit Vorschriften erklären)-Rollen und Verantwortung-Kognitive Dissonanz (kognitive Re-Interpretation, um Spannung abzubauen, Postrationalisierungen)-Bedürfnis sozialer Billigung (konformitätsdruck ist Auslöser für Veränderung des Verhaltens/Einstellung von Personen innerhalb der Gruppe) =>Menschen sind nicht ugt oder böse, die Macht der Situatiob hat erheblichen Einfluss.Das System, das ihm umgibt hat einen größeren Anteil an seinen Entscheidungen als seine Persönlichkeitsmerkmale
- Was ist Compliance und wie erzeugt man sie? S.226 Zielperson geht einer entsprechenden Bitte nach. Bezeichnet ein Verhalten, das eine Norm erfüllt, ohne Einhergehen einer privaten Einstellungsänderung. Bitte dazu kann explizit oder implizit sein, jedoch erkennt Person, dass Druck auf sie ausgeübt wird, in richtiger Weise zu reagieren.Comliance erscheint relativ sanft, jedoch ziemlich manipulativVerkaufsprofis verwenden diese Techniken. Es gibt 3 Haupttechniken: 1.Door-in-the-face-TechnikEs wird zunächst eine extreme Bitte gestellt, die abgelehnt wird. Dann zieht man sich auf eine maßvollere Bitte zurück. Man möchte sich entgegenkommend zu zeigen(Norm) 2. Foot-in-the-Door-Technik:Es wird erst um einen kleinen Gefallen gebeten, der fast immer gewährt wird, dann setzt man mit einer Bitte um den größeren nach (Beruht auf Idee der Konsistenz) 3. Den Ball flach halten:nach einem anfänglichem Einflussversuch folgt eine kostspieligere und weniger vorteilhafte Variante der gleichen Bitte. Hierbei hofft der Bittsteller, dass die Zielperson, obwohl sie getäuscht wurde, eine nicht gelöste Verpflichtung gegenüber dem Bittsteller empfindet.Diese Technik ist vor allem effektiv, wenn sie von einem einzelnen Bittenden kommt und die Person die ursprüngliche Verpflichtung freiwillig eingegangen ist.
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