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Psychologische Genderforschung (Subject) / Alles (Lesson)
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- Sex/Gender - Konzept Sex unter Sex versteht man das biologische bzw. somatische Geschlecht das biologische Geschlecht ist heute weder eindeutig, noch widerspruchsfrei⇒ es existieren viele Erscheinungsformen und die Übergänge sind fließend heute definiert man das biologische Geschlecht anhand von mehreren Dimensionen:Chromosomengeschlecht (XX, XY oder andere Kombinationen)Keimdrüsengeschlecht (Eierstöcke, Hoden oder andere Kombinationen)Morphologisches Geschlecht (innere Geschlechtsorgane, äußere Geschlechtsmerkmale, geschlechtstypischer Körperbau)Hormongeschlecht (unterschiedliche Konzentration der Steroidhormone)⇒ es folgt eine biologische Kategorisierung Gender unter Gender versteht man das soziokulturelle Geschlecht es ist ein von sozialen und kulturellen Umständen geprägtes Geschlecht lebt von sozialen Rollen, Stereotypen, kulturellen Vorgaben, ... Lebensverhältnisse sind extrem von Kategorie geprägt Das Verhältnis von Sex und Gender ist sehr eng verbunden, jedoch nicht identisch (keine scharfe Trennung möglich, Vorsicht bei kausalen Zusammenhängen)
- Mehrebenenperspektive / Wissensch. Analyse der Variable "Geschlecht" Analyseebene - Bronfenbrenner Mikroebene (wie wirkt das traditionelle Geschlechterrollenbild meiner Mutter auf mich) Mesoebene (modernes Bild meines Kindergartens und das trad. Bild meiner Eltern) Exoebene (wie wirkt die Arbeitsstelle meiner Mutter auf mich ein (trad. vs. modern) Makroebene (wie wirken die Normen und Werte meiner Gesellschaft auf mich?) hier: modernes Geschlechterrollenbild Mehrebenenmodell - Doise Individuelle Ebene (aufgewecktes, indisches Mädchen) Interaktionale Ebene (kein gutes Verhältnis zu Eltern, da benachteiligt) Soziostrukturelle Ebene (darf nicht zur Schule gehen, keine Bildungsmögl.) Soziokulturelle Ebene (enorme Benachteiligung von Frauen in Indien)
- Gendertheoretische Diskurse -> soziale Welten, soziale Repräsentationen Soziale Welten: von einer Gruppe geteilte Perspektiven auf die WeltSoziale Repräsentationen: gesellsch./kollektive Dimension UND subjektive Dimension
- Gendertheoretische Diskurse -> (1) Gleichheitsdiskurs Alle Menschen sind gleichwertig in Bezug auf ihr Menschsein, ihre potenziellen Fähigkeiten und ihren Wert Ursprung: Aufklärung -> Freiheit, Gleichheit im Vordergrund; Vernunft FOKUS: Gleiche Rechte und Chancen STRATEGIE: gemeinsame Betroffenheit "WIR"; Genus Gruppen "die Männer, die Frauen" Pro: Bedeutung der Gleichwertigkeit wird betont; Hinweise, dass Ungleichheiten kulturell geschaffen sind ⇒ Blick auf Gemeinsamkeiten GRENZEN: Theorie der Mittäterschaft (Frauen sind Mittäter, wenn sie gegen Ungleichheiten nichts unternehmen), Orientierung an männlichkeitsorientierten Maßstäben, kollektiver Subjektbegriff Mann/Frau
- Gendertheoretische Diskurse -> (2) Differenzdiskurs Frauen sind per se unterschiedlich und dies ist biologisch, historisch und ontologisch bestimmt Antithese zum Gleichheitsbestreben FOKUS: Umbewertung der hierarchischen Differenz und Forderung einer egalitären Differenz (Männer und Frauen sind unterschiedlich, aber zwischen den Gruppen gibt es keine Hierarchien) Männliches und Weibliches muss jeweils völlig für sich, ohne Vergleich und Bezug, gedacht werden Hinweis auf untershciedliche Bewertungen, Schärfung des Blickes für Unterschiede GRENZEN: Essentialisierung (gesellschaftlich bedingte Geschlechterdifferenzen als menschliche Wesenheiten wahrzunehmen); Ontologisierung (Herauslösen der Kategorien aus dem historischen Kontext ⇒ Geschlechterdifferenzen als biologisches Faktum); Universalisierung der Kategorien Mann und Frau; Reproduktion des Geschlechterdualismus Theorie boomt im öffentlichen Raum
- Gendertheoretische Diskurse -> Geschlecht als Strukturkategorie Aus Gleichheits- und Diferenzdiskurs entwickelt: Geschlechterverhältnisse als ein prägender Bestandteil von gesellschaftlicher Ordnung Geschlechterverhältnisse sind durch Auf- und Abwertung und Hierarchien bestimmt (Geschlecht als sozialer Platzanweiser) Verankert in Räumen, Zuweisungen von sozialen Positionen/Ressourcen (Macht, Geld, Status), Institutionen/Politiken (Familienpolitik, Bildungspolitik), Traditionen/soziokulturellen Werten (Rechte, Pflichten)
- Gendertheoretische Diskurse -> (3) Diskurs um Diversität und Intersektionalität Es gibt nicht "die" Frauen und Männer und auch keine "weibliche" und "männliche" Zugangsweise ⇒ mehrere Kategorien und Heterogenität berücksichtigen Entstehung des Konzepts: Geschlecht als relationale, interdependente Kategorie Fokus auf Verschiedenheiten und UngleichheitenKritik: Risiko, dass die Differenzkategorien zu einem beliebigen Nebeneinander führen können ⇒ Machtverhältnisse können verdeckt werden a) Diskurs um Verschiedenheit: Diversity die Vielfalt dessen worin sich Menschen unterscheiden oder ähneln (Unterschiede und Gemeinsamkeiten) im Zentrum steht die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe Alter, Geschlecht feste innere Dimensionen vs. wandelbare, mitbestimmbare äußere D. b) Diskurs um Ungleichheit: Intersektionalität Wie stehen sich Kategorien gegenüber und was ergibt sich in ihrem Zusammenspiel? Metapher der Verkehrskreuzung, an der sich Machtwege kreuzen, überlagern, überschneiden Schlüsselkategorien (The Big Three): Gender, Race, Class (reich, weiß, männlich vs. arm, schwarz, weiblich)
- Gendertheoretische Diskurse -> (4) Konstruktivistische Diskurse: Doing Gender und Hegemoniale Männlichkeit Unser Denken bidlet "Wirklichkeit" nicht nur ab, sondern konstruiert und gestaltet sie je nach sozialem und historischem Kontext Menschen erzeugen Phänomene (Ideen, Vorstellungen); durch wiederholte Bezugnahme auf diese Phänomene wird deren Überzeugungskraft gestärkt ⇒ es entstehen Selbstverständlichkeiten, die nicht hinterfragt werden; Täuschungen Unsere Wirklichkeit ist eine vom soziokulturellen Kontext aus wahrgenommene Wirkl. Fokus auf Geschlecht als soziale und kulturelle Konstruktion "man wird nicht als Mann/Frau geboren, sondern dazu gemacht" Entstehung des Konzepts Geschlecht als Prozesskategorie - Doing Gender - alltägliche, kontinuierliche Herstellung von Geschlecht das Geschlecht ist nicht etwas, was wir haben, sondern was wir tun Möglichkeiten des Diskurses: Blick auf die Zweigeschlechtlichkeit als Konstruktion KRITIK: Verhältnis zwischen Erwartungen (Konstruktionen) und dem subjektiven Umgang damit; Fokus auf Mikro- & Mesoebene -> Makroebene (Machtstrukturen) werden vernachlässigt Hegemoniale Männlichkeit: bezeichnet den kulturell dominanten Typus von Männlichkeit, der in einer gegebenen Struktur des Geschlechterverhältnisses die bestimende soziale Position einnimmt FOKUS liegt auf Prozessen und Beziehungen, die Männer und Frauen ein vergeschlechtlichtes Leben führen lassen Untergeordnete Männlichkeit (Formen der Männlichkeit mit geringem Prestige ⇒homosexuelle, Transgender), Marginalisierte Männlichkeit (Mitglieder nicht dominanter Gruppen einer Gesellschaft ⇒ Arbeitslose), Komplizenhafte Männlichkeit (verkörpern hegemoniale Männlichkeit nicht, aber stützen diese) Klassische Merkmale moderner Männlichkeit: Konkurrenz, Kampf und Dominanz Modell des "homo oeconomicus": der arusschließlich von wirtschaftlichen Zweckmäßigkeitens-Erwartungen geleitete Mensch
- Gendertheoretische Diskurse -> (5) Poststrukturalistische Diskurse Alles, was wir annehmen, denken, fühlen und unser Handeln ist immer schon von unserer Sprache, unserer Kultur bestimmt und daher gesellschaftlich mitkonstruiert. Geschlecht = eine durch Sprache erzeugte soziale Konstruktion Sprache spiegelt nicht Realität wider, sondern Realität wird durch Sorache und Diskurse hervorgebracht FOKUS: Interesse für Diskurse, Dekonstruktion ist die Aufdeckung von Hierarchien Re-Konstruktion: vorgedachtes Nachvollziehen (wir sind die Entdecker unserer Wirklichkeit) De-Konstruktion: inwieweit ist es auch anders denkbar (kritischer, hinterfragender Blick) GRENZEN: Abstraktheit (Zweigeschlechtlichkeit immer noch Teil der Alltagserfahrung), Infragestellung der Ontogenese von Geschlecht (biologisches muss mit einfließen)
- Gendertheoretische Diskurse -> (6) Queer Theories Unser Blick nimmt jeweils nur zwei Formen von Gender (Mann/Frau) und Sexualität/Begehren (Homosexualität/Heterosexualität) wahr - viele andere Formen werden übersehen! Heteronormativität: die Vorstellung von Heterosexualität als soziale Norm⇒ Homosexualität als Abweichung gibt es überhaupt eine heterosexuelle/homosexuelle Identität FOKUS: Zusammenhang von Sex, Gender und sexuellen Begehren GRENZEN: es gibt "Materialität" (Geschlechtsorgane sind vorhanden) Entstehung des Konzepts: Geschlecht als identitätsbezogene Kategorie:subjektive Ausgestaltung von Geschlechterdifferenz ist Ausdruck eines mit fortlaufenden Konflikten verbundenen Aneignungsprozesses (Balanceakt); Spannung zwischen Kultur/Gesellschaft und Identitätindividuelle Ebene: Identitätszwänge, Nichtübereinstimmung
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- Geschlechterstereotype vorherrschende kognitive Strukturen, die sozial geteiltes Wissen über die charakteristischen Merkmale von Mädchen/Frauen und Jungen/Männern enthalten