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Einführung in die theoret. Phil. (Subject) / Erkenntnistheorie (Lesson)
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- Wieso kann die E.t. nicht auf andere Wissenschaften reduziert werden? (allgemein). weil der Begriff der Erkenntnis einen viel weiteren Umfang hat als der enge Begriff der Wissenschaft die phil. Reflexion über die Erkenntnis geschieht in einer solchen Art + Weisen, die sich daher nicht auf andere Wiss. reduzieren lässt
- Auf welche Wiss. kann Erkenntnistheorie nicht reduziert werden und warum nicht? auf Wissensschaftstheorien: da diese zahlreiche vor-u. unwissenschaftliche Erkenntnisformen voraussetzen. Eher Teildisziplin der E.t., die sich mit speziellen Typ von Erkenntnis beschäftigt auf Logik: Logik ist zwar relevant fürs Erkennen, behandelt aber die formalen Regeln folgerichtigen Denkens. Daher selbständige Disziplin auf empirische Disziplinen: z.B. Physiologie/Psychologie, da in diesen Disziplinen die Erkenntnis ebenfalls Gegenstand der Erforschung ist.
- Welches sind die 4 klassischen Problemfelder der Erkenntnistheorie? (nur allgemein!) Klärung der Bedeutung von erkenntnisrelevanten Begriffen Ursprung, Vermögen u Grenzen der menschlichen Erkenntnis (Un)Abhängigkeit des Erkenntnisobjekts vom Erkenntnissubjekts Beschaffenheit u Realitätsstatus des Erkenntnissubjekts
- Welche Arten des Erklärens gibt es? Explikation: Wortbedeutung kann durch Explikation erklärt werden, indem man die wesentlichen Merkmale, die in einem Begriff gedacht werden, auseinanderfaltet. Ist nicht anspruchsvoll + nicht wissenschaftlich! Definition: Worterklärung am Besten durch Realdefinition"genus proximum" + "differentia specifica" Explanation: ist die kausale Variante von Erklärung. d.h. das zu Erklärende (Explanandum) nämlich best. Phänomene der Natur werden auf ihre Ursachen zurückgeführt, die somit das Explanans bilden. Deklaration: z.B. seinen letzen Willen erklären, Spiele für eröffnet erklären etc
- Welche Arten des Verstehens gibt es und was ist deren Gemeinsamkeit? Worte, Sprache, Texte verstehen Handlungen von Personen verstehen Mimik, GEstik, Motorik verstehen seel. Zustände Gemeinsamkeit: der Sinn soll erfasst werden! Die Bedeutung soll geistig erschlossen werden
- Es ist schwierig, "Bedeutung" zu definieren bzw ein entsprechendes Explanans zu finden. Welche 3 Probleme gibt es hierbei? nicht nur Worte sondern auch Sätze haben Bedeutung. Bei Worten muss man noch unterscheiden, ob es sich um singuläre Terme oder um Prädikate handelt. Aber z.B. gilt die Bedeutung von singulären Termen nicht immer für Prädikate etc bei Sätzen kann sich der formulierte Satz von der intendierten Bedeutung des Satzes unterscheiden. Siehe elliptische Sätze! wir billigen auch Dingen, Ereignissen eine Bedeutung zu. Nicht nur Sprachzeichen. Aber wenn uns etwas anspricht, ist hier eher von Bedeutsamkeit die Rede, nicht von Bedeutung.
- Welche 3 Arten gibt es, "Bedeutung von Sprachzeichen" zu erklären? Referenztheoretische Erklärung: diese setzt die Bedeutung eines Zeichens einfach mit dem einmaligen Gegenstand gleich, auf den das Zeichen verweist. D.h. Bedeutung als bezeichneter Gegenstand. Definition bezieht sich nur auf singuläre Terme. Mentalistische Erklärung: Bedeutung soll allein von Subjektseite her erklärt werden. Bedeutungen werden durch Sprecherabsichten (Intentionen) erzeugt + Erklärung durch mit den Zeichen assoziierten Vorstellungen. Gebrauchstheoretische Erklärung: Die Bedeutung eines Wortes wird mit seinem Gebrauch in der Sprache identifiziert. -> Wittgenstein! Bedeutung ist seiner Meinung nach eine soziale Komponente wichtig
- Warum sind Worte "Begriff", "Urteil", "Schluss" zweideutig? zum einen bezeichnen sie Bewusstseinstätigkeiten (Begriff bilden, Urteil fällen...) zum anderen stehen sie für Bewusstseinsprodukte (den Begriff, den man gebildet hat, um ihn analysieren zu können)
- Was ist seit Aristoteles der Hauptunterschied zwischen Begriff und Urteil? ein einzelner Begriff ("Schwan") kann weder wahr noch falsch sein erst möglich durch prädikatives Urteil, d.h. der Behauptungs- o Aussagesatz ist wahrheitsdifferent in diesem Satz wird eine Verbindung zwischen mehreren Begriffen entweder bejaht oder verneint -> affirmatives oder falsifiziertes Urteil
- warum sind Aussagesätze grundsätzlich wahr oder falsch? weil einem Begriff (Subjekt) ein anderer Begriff (Prädikat) zu- o abgesprochen wird d.h. eine Verknüpfung o Nichtverknüpfung zwischen beiden Begriffen wird behauptet
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- Warum ist ein Begriff etwas anderes als eine Anschauung? eine Anschauung ist eine sinnliche Erkenntnisleistung, die sich stets auf ein aktuell beobachtbares einzelnes Objekt bezieht ein Begriff ist eine gedankliche Erkenntnisleistung und enthält stets allgemeine Merkmale, die vielen Objekten, die unter diesen Begriff fallen, gemein sind. einzelne Vorstellung: repraesentatio singularis allgemeine Vorstellung: repraesentatio per notas communes
- Was ist der Unterschied zwischen Gattungsbegriff u Artbegriff? Gattungsbegriff: ist der höhere Begriff in Bezug auf einen anderen, d.h. der allgemeinere/abstrakte. Bsp: "Weide" ist in Bezug auf "Trauerweide" Gattungsbegriff Artbegriff: ist der jeweils niedere Begriff, d.h. der weniger abstrakte sondern konkretere. Bsp: "Weide" in Bezug auf "Baum" ist Artbegriff
- Erläutere den Begriffsinhalt (Intension) und den Begriffsumfang (Extension)! je abstrakter ein Begriff, desto geringer sein Inhalt und desto größer sein Umfang je konkreter ein Begriff, desto größer sein Inhalt und desto kleiner sein Umfang dies nennt man reziproke Proportion ziwschen Intension + Extension. bestes Beispiel: "Seiendes"!
- Weshalb muss der Begriff von den Vorstellungen abgegrenzt werden? Bzw was unterscheidet den Begriff von den Vorstellungen? bei den Vorstellungen handelt es sich um sinnliche Fähigkeit, z.B. die Vorstellung eines Hauses bei den Begriffen erfolgt dagegen eine gedankliche Bestimmung durch Abgrenzung gegen Benachbartes, das nicht zum Begriff gehört. ist weit anspruchsvoller!! begriffliche Bestimmtheit ist daher wesentlich negativ, d.h. abgrenzend/negierend s. Hegel "Negativität des Begriffs"
- Was hat nun Vorrang: Begriff oder Urteil? Begriffe sind Synthesen bestimmter Merkmale, die in einer gedanklichen Ordnung verknüpft sind Begriffe können stets in Form von Urteilen entfaltet werden, wenn man angeben will, welche Gehalte in einem Begriff gedacht werden daher sind Begriffe nichts anderes als Zusammenfaltungen(Komplikationen) von Urteilen Vorrang haben die Urteile! Begriffe sind dieProdukte von Urteilen!
- Schlüsse als logische Konsequenz von Urteilen. Welche Schlüsse gibt es? unmittelbarer/analytischer Schluss: Folgerung, die sich aus nur einem einzigen Urteil ergibt "Alle Menschen sind sterblich". unmittelbare Folge: "Einige MEnschen sind sterblich" "Dieser Mensch hier ist sterblich" mittelbare Schlüsse: Folgerung wird durch einen zweiten Aussagesatz vermittelt. Allgemeiner Satz -> Untersatz -> Schlusssatz (conclusio)
- Welche beiden "Dinge" bezeichnet das Wort "Erkenntnis"? den Erkenntnisakt, also die Tätigkeit des Einsehens steht für das Erkenntnisresultat, also das Ergebnis dieser Tätigkeit die gewonnene bzw zu gewinnende Einsicht ist in der E.i. von Interesse!
- Allgemein: Welche 3 Bedeutungsgrenzen von "Erkenntnis" gibt es? Erkenntnis als Erkenntniselement +Erkenntnisanspruch Erkenntnis als Oberbegriff für sinnliche + rationale Kognition sensualistisch + intellektualistisch vereinseitigte Begriffe von Erkenntnis
- 1. Bedeutungsgrenze von E.: Erkenntnis als Erkenntniselement +Erkenntnisanspruch. =sehr weite Bedeutung! Erkenntniselement: wenn die Bedeutung von Erkenntnis mit einem bloßen (alleinigen!) Erk.element gleichgesetzt wird. D.h. wenn man Erkenntnis lediglich als Anschauungen oder Begriffe ansieht. diese sind gedanklich unverknüpft, z.B. Sinnesempfindungen sind daher weder wahr noch falsch! diese werden erst dann zu Erkenntnissen, wenn die Erkenntnisse an die Form von (prädikativen) Urteilen gebunden ist. Dort wo etwas als etwas beurteilt wird Erkenntnisanspruch: wenn Erkenntnis als bloßer Erkenntnisanspruch bezeichnet wird wichtig ist jedoch das semantische Zentrum von Erkenntnis: hiermuss eine wirkliche Einsicht selbstverständlich wahr sein!
- Bedeutungsgrenzen von Erkenntnis: "Erkenntnis" als Oberbegriff für sinnliche +rationale Kognition (wieso ist dies nicht ausreichend?) sinnl. Erkenntnis: Erkenntnis aus Erfahrung, die uns eine Einsicht in einen wirklichen Sachverhalt vermittelt Bsp "Bretter". Urteil zutreffend/wahr, wenn es sich z.B. durch Messung bestätigt rationale Erkenntnis: Erkenntnis aus Vernunft, die uns eine Einsicht in einen notwendigen Sachverhalt vermittelt d.h. die Vernunft ist die Fähigkeit zum Syllogismus, die rationale Ableitung von Schlussfolgerung aus Prämissen.Das Ergebnis ist die Einsicht. ABER: die Einsicht in einen bloß möglichen Sachverhalt ist kein echtes Erkennen! (s. Seite 55!) UND: Leistungsfähigkeit der isolierten Sinnlichkeit + der isolierten Vernunft? Wodurch lässt sich unser Wissen erklären? Zeichenverstehen (Semantik) muss noch hinzugerechnet werden!! Sprache ist die Vergeistigung des Sinnlichen.
- Bedeutungsgrenzen von Erkenntnis: sensualistisch + intellektualistisch vereinseitigte Begriffe von Erkenntnis. (ENGSTE BEDEUTUNG VON ERKENNTNIS) (d.h. der Anspruch, dass Erkenntnis entweder sens. oder int. sein soll!) Sensualismus: Anhänger leugnen, dass wir zu rationaler Erkenntnis befähigt sind. Erkenntnis sei nichts anderes als sinnl. Wahrnehmung. aber: ohne logische Verknüpfungen + rationalen Schlussfolgerungen blieben uns nur die indiv. erlebten und assoziativ verknüpften Erscheinungen! Intellektualismus/Rationalismus: deren Annahme, dass das Erkenntnismonopol alleine beim Verstand liegt. Sinne spielen untergeordnete Rolle; ihnen wird jede Fähigkeit zur selbständigenErkenntnis abgesprochen. Kant: "alles Urteilen kommt alleine dem Verstand zu!" d.h. die Erscheinungen werden erst durch den Verstand erkannt! Zusammenfassung: sensuale (aisthetische) und rationale (noetische) Fähigkeiten sind zwar grundverschiedene kognitive Fähigkeiten, können aber nicht durch die jeweils andere ersetzt werden!
- Was versteht man unter Wissen? "Wissen" bezeichnet den mentalen Zustand eines Subjekts d.h. Wissen ist das verinnerlichte Bewusstsein dessen, was man früher einmal erkannt hat. Die mit Gewissheit gewonnene Erkenntnis. Als Wissen können nur die Urteile gelten, die sachlich begründet sind daher zählt neben der subjektiven Überzeugung auch die objektive Gewissheit Wissen ist der Terminus, in dem die subjektive Gewissheit von bereits gewonnener Erkenntnis zusammengedacht wird mit der objektiven Begründetheit, aus der die Gewissheit entspringt.
- Es gibt 3 Modi des Fürwahrhaltens. Welche? Erkläre Kants "3 Stufen des Fürwahrhaltens"! Wissen Glauben Meinen Kants 3 Stufen des Fürwahrhaltens: "Meinen": ist eine subjektiv+objektiv unzureichendes Fürwahrhalten "Glauben": ist nur subjektiv zureichend, aber objektiv unzureichendes Fürwahrhalten "Wissen": ist sowohl subjektiv als auch objektives zureichendes Fürwahrhalten
- Welche 3 hauptsächlichen Verwendungsweisen von "Wissen" gibt es? "Wissen, dass": ist proportionales/theoret. Wissen. D.h. sachverhaltsbezogenes Wissen drückt sich in Behauptungssätzen aus "Wissen, wie": ist praktisches Wissen im Sinne eines Könnens. d.h. wie man etwas macht "Wissen, wie es ist": ist das Kennen aus eigenem Erleben