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Anatomie und Physiologie (Subject) / Verdauungssystem (Lesson)

Aufbau und Funktion des Verdauungssystem

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  • Beschreibe die Speiseröhre! LAGE - 25-30 cm langer Muskelschlauch - verbindet Rachen und Magen - Verlauf: hinter der Trachea und vor der Wirbelsäule - Durchtritt im Hiatus oesophageus das Zwerchfell GLIEDERUNG - Halsteil (Pars cervicalis) -> hinter der Trachea, vor der Wirbelsäule, Benachbart zu Schilddrüse und Aortenbogen - Brustteil (Pars thoracica) -> verläuft hinter dem Mediastinum bis zum Zwerchfell, benachbart sind der linke Hauptbronchus und der linke Vorhof - Bauchteil (Pars abdominalis) -> sehr kurz, unterhalb des Zwerchfells - His-Winkel -> zwischen Pars abdominalis und Fundus des Magens WANDAUFBAU - entspricht den 4 Schichten im ganzen Verdauungstrakt - Mukosa -> mehrschichtig unverhorntes Plattenepithel mit schleimbildenden Drüsen - im oberen Drittel: quergestreifte Muskulatur - Transport der Nahrung: Peristaltik der Ösophagusmuskulatur DREI PHYSIOLOGISCHE ENGSTELLEN - Ringknorpelenge -> Übergang Pharynx/ Ösophagus - Aortenenge -> Aortenbogen / linker Hauptbronchus - Zwerchfellenge -> Übergang in den Magen = Hiatus oesophageus, enge durch den Muskeltonus -> Speisebrocken können steckenbleiben -> Prädilektionsstellen für Entzündungen und Tumore OBERER UND UNTERER ÖSPOHAGUSSPHINKTER - am Ein- und Ausgang des Ösophagus -> ehröhter Muskeltonus - quasi verschlossen, wenn keine Nahrung aufgenommen wird - Beginn des Schluckaktes -> Erschlaffung des oberen Sphincter und reflektorische Peristaltikwelle
  • was ist Verdauung? - Energiegewinnung aus der Nahrung durch mechanische (Mund und Peristaltik) und chemische ( Spaltung durch Enzyme und Stoffe) Zerlegung der Nahrung in resorbierbare Anteile - Bsp: Proteine -> Aminosäuren, Kohlenhydrate -> Einfachzucker, Fette -> Glycerin + 3-Fettsäuren
  • Welche anatomischen Strukturen kann man beim Blick in den Mund sehen? - Mundhöhle = Cavitas oris - Mundvorhof - hinterer & vorderer Gaumenbogen - Zungengrund mit Zungenmandel - Gaumenmandel  - Mundschleimhaut - Lippen & Wangen - Zunge - Zähne - Gebiss - Zäpfchen = Uvula - lymphatische Seitenstränge - Hinterwand des Rachens = Pharynx
  • Welche Verdauungsorgane gehören zum Kopfteil (Kopfdarm), welche zum Rumpfteil (Rumpfdarm) des Verdauungstraktes? - Kopfteil -> Mundhöhle mit Speicheldrüsen , mittlerer und unterer Teil des Rachens - Rumpfteil -> Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Verdauungsdrüsen (Leber, Pankreas)
  • Nenne wesentliche Merkmale der Mundhöhle! - ausgekleidet mit mehrschichtigem unverhorntem Plattenepithel - Funktionen:      - Aufnahme der Nahrung      - mechanische Zerkleinerung der Nahrung, Umwandlung in Speisebrei      - Transport des Speisebreis Richtung Schlund      - Kontrolle der chemischen Beschaffenheit der Nahrung
  • Nenne die drei Speicheldrüsen und ihre Lage! - Ohrspeicheldrüse = Glandula parotis - Unterkieferspeicheldrüse = Glandula submandibularis - Große Unterzungenspeicheldrüse = Glandula sublingualis major - alle paarig
  • Welche Funktion hat Speichel? Welche wichtigen Substanzen findet man darin? - anfeuchten des Speisebreis - Lösungsmittel - enthält Kohlenhydratspaltendes Enzym -> Ptyalin - alkalischer Mundspeichel ermöglicht Wirkung des Ptyalin (alpha-Amylase des Speichels) - Erhaltung des Zahnschmelz - Abwehr von Krankheitserregern (Immunglobulin A, Lysozym)
  • Wie viele Zähne hat das Milchgebiss/ Erwachsenengebiss? - Milchgebiss -> 20 Zähne - Erwachsenengebiss -> 32 Zähne
  • Beschreibe den Aufbau eines Zahn! - Zahnkrone/ Corona dentis -> aus dem Zahnfleisch ragende sichtbare Teil des Zahnes, von Zahnschmelz umgeben - Zahnhals/ Cervix dentis -> Übergang zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel, von Zahnfleisch umschlossen - Zahnwurzel/ Radix dentis -> liegt im knöchernen Zahnbett (Alveole) des Kieferknochens, von Zahnzement überzogen, Wurzelhaut umhüllt Zahnwurzel - Zahnbein/ Dentin -> Stützgerüst - Zahnhöhle -> durchgehender Hohlraum von der Wurzelspitze bins in die Zahnkrone (Zahnmark = lockeres Bindegewebe, Gefäße und Nerven)
  • Beschreibe die Zahnformel! - dient der genauen Bestimmung jedes Zahnes im Gebiss - erste Zahl steht für die Kieferhälfte (1-4 bei Erwachsenen, 5-8 bei Milchgebiss) ,( Beginn rechts oben, Ende rechts unten) - zweite Zahl für den Zahn (2 Schneidezähne, 1 Eckzahn, 2 Backenzähne, 3 Mahlzähne)
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  • Nenne maßnahmen zur Kariesvorsorge! - regelmäßiges Zähneputzen - regelmäßige Besuche beim Zahnarzt - Prophylaxe  - wenig Süßigkeiten
  • Beschreibe den Aufbau des Rachens! = Pharynx - Epipharynx: ca. von Nasenhöhle bis zum Gaumensegel - Mesopharynx: ca. Gaumensegel bis Spitze der Epiglottis - Hypopharynx: ca Spitze Epiglottis bis zum Ringknorpel, hinter dem Larynx
  • Welche Funktion hat der lymphatische Rachenring und welche Elemente gehören dazu? - Funktion -> frühzeitige Abwehr von Krankheitserregern durch Aktivierung der spezifischen Abwehr - Elemente ->      - unpaarige Rachenmandel (Tonsilla pharyngea) am Rachendach      - paarige Gaumenmandel (Tonsillae palatinae) zw. den beiden Gaumenbögen      - unpaarige Zungenmandel (Tonsilla lingualis) am Zungengrund      - lymphatisches Gewebe in seitlicher Rachenwand (Seitenstrang), das um den Eingang der Ohrtrompete verdichtet ist (Tonsilla tubaria)
  • Beschreibe den allgemeinen Wandaufbau der Hohlorgane im GI-Trakt! - grundsätzlich 4 Schichten 1. Mukosa -> Schleimhaut mit Lamina propria ( Schleimhautbindegewebe) 2. Submukosa -> bindegewebige Schicht mit Blutgefäßen, Nerven und Lymphozyten 3. Muskularis -> glatte Muskulatur, 2 Schichten (innere Ringmuskulatur, äußere Längsmuskulatur), Peristaltik 4. Serosa -> leicht feuchte Haut aus Epithelgewebe, verbindet das Organ mit dem restlichen Körper, oft viszerales Blatt des Peritoneums
  • Beschreibe das Peritoneum! = Bauchfell - seröse Höhle, seröse Haut - Spaltraum des Körpers, ermöglicht die Verschieblichkeit der Organe - mit Flüssigkeit gefüllter Spalt, zwei schleimhäute haften durch Kapillarkräfte aneinander - zwei Blätter -> Peritoneum viszerlare ( Haut auf den Organen) und Peritoneum parietale ( Haut liegt an der Innenseite der Bauchwand an) - peritoneale Lage der Organe -> während der Organentwicklung in der Embryonalzeit wird jedes Organ unter Einstülpung eines Teils des Peritoneums unterschiedlich weit in die Bauchhöhle vorgeschoben      -> intraperitoneal = Organe sind vollständig von Peritoneum umschlossen      -> retroperitoneal = Organe sind an der Vorderseite mit Peritoenum bedeckt, Rückseit ist mit Bauchwand verwachsen      -> extraperitoneal = Organe haben keinen Kontakt zum Peritoneum
  • Nenne Beispiele für Organe, die intra-, retro- und extraperitoneal liegen! - intraperitoneal -> Magen - Leber - Milz - Jejunum - Ileum - Caecum mit Appendix - Colon transversum - Colon sigmoideum - Ovarien - Tuben - Corpus uteri - retroperitoneal -> Duodenum - Pankreas - Colon ascendens - Colon descendens - Niere - Harnleiter  - extraperitoneal -> Prostata - Zervix uteri - Rektum
  • Beschreibe den venösen Ablfuss der Verdauungsorgane! - entsprechende Venen sammeln das nährstoffreiche und sauerstoffarme Blut und leiten es in die Pfortader/ Vena portae      -> bekommt Blut aus allen unpaarigen Bauchorganen und bringt es zur Leber - dort werden die Nährstoffe/ Giftstoffe/ Medikamente verstoffwechselt - First-Pass-effect bei Medikamenten -> Medikamente die parenteral gegeben werden (i.v, i.m, s.c.) wirken schneller und stärker
  • Was sind Aufhängebänder? - Umschlagstellen des parietalen in das viszerale Blatt des Peritoneum -> Mesenterialwurzel - befestigung der intraperitonealen Organe an der Bauchwand - verstärkt durch Bindegewebe - verlauf der Versorgungsbahnen der Bauchorgane (große Blutgefäße, Lymphbahnen und Nerven) -> Mesenterium = Aufhängeband des Dünndarms -> Mesocolon = Äufhängeband des Dickdarms
  • Was sit das große und kleine Netz? - großes Netz = Omentum majus      - hängt schürzenartig von der großen Kurvatur des Magens herab      - bedeckt die Vorderseite der Bauchorgane      - reich an Fettgewebe, Blut- und Lymphgefäßen      - Aufgaben: Abwehr, Flüssigkeitsgleichgewicht im Peritonealraum, Fettspeicher - kleines Netz = Omentum minus      - bildet die ventrale Begrenzung der Bursa omentalis      - erstreckt sich zwischen Leber und kleiner Kurvatur des Magens      - besteht aus: Lig. hepatoduodenale & lig. hepatogastricum
  • Beschreibe den Magen! = Gaster oder Ventriculus -> Sackförmiges Hohlorgan, ca. 1,5 Liter LAGE intraperitoneal - linker/ mittlerer Oberbauch - vor dem Pankreas - Leber, Milz ABSCHNITTE Kardia - Fundus - Korpus - Antrum - Pylorus - kleine & große Kurvatur GEFÄSSVERSORGUNG A. gastrica sinistra (aus Truncus coeliacus) - A. gastrica dextra (aus A. hepatica com.) HISTOLOGIE - 4 Schichten des Verdauungstraktes  - Mukosa:      - Belegzellen -> produzieren Magensäure und Intrinsic factor      - Hauptzellen -> Pepsinogen (spaltet Eiweiß, inaktive Vorstufe, wird mit Säure zu Pepsin)      - Nebenzellen -> Magenschleim ( Schutz der Magenschleimhaut)      - G- Zellen -> Gastrin, Hormon, regt die Magenperistaltik an, nur im Antrum - Muskularis -> 3 Schichten, zusätzliche innerste Schrägmuskulatur AUFGABEN Durchmischung des Speisebreis - Eiweißspaltung (Magensäure denaturiert, Pepsin spaltet) - Verdauung im sauren Bereich - Abtötung von Bakterien durch Magensäure - Bildung des Intrinsic factor ( zur Resorption von Vit. B12 im Dünndarm zur Bildung neuer Zellen) PHASEN DER MAGENSAFTSEKRETION - vagale Phase -> N- vagus lässt die Verdauungssäfte ausschütten - gastrische Phase -> Gastrin wird durch die Dehnung des Antrums ausgeschüttet und regt die Säuresekretion und die Peristaltik an - intestinale Phase -> Sekretin wird im Duodenum freigesetzt und bewirkt eine Hemmung der Magensäuresekretion und der Peristaltik 
  • Beschreibe den Dünndarm! = Intestinum tenue - 5-7m Länge, Fläche eines Fußballfeldes ABSCHNITTE Duodenum - Jejunum - Ileum AUFGABEN -Neutralisierung des sauren Speisebreis -> die Enzyme mögen es nicht sauer - Aufspaltung und Resorption der Nahrungsbestandteile - Rückresorption der Verdauungssäfte (ca. 5l Flüssigkeit) WANDAUFBAU - 4 Schichten der Darmwand - Oberflächenvergrößerung durch: Kerckring´sche Falten - Zotten - Krypten - Mikrovilli - Darmepithelzellen = Enterozyten TOPOGRAFISCHE BESONDERHEITEN Duodenum: - beginnt am Pylorus, zieht in Form eines C abwärts, umfasst den Pankreaskopf - Pars superior/ descendens/ horizontalis - Peritonealverhältnisse: Pars descendens liegt retroperitoneal, der Rest intraperitoneal - Papilla duodeni major = Papilla vateri, gemeinsame Mündungstelle von Ductus choledochus und Ductus pancreaticus - Brunner´sche Drüsen in Submukosa bilden alkalischen Schleim zum neutralisieren der Magensäure - Arterielle Versorgung: A. gastroduodenalis und A. pancreaticoduodenalis Jejunum und Ileum: - Flexura duodenujejunalis -> Treitz-Band, Übergang von Duodenum in Jejunum - sind durch Mesenterium an der hinteren Bauchwand befestigt - Intraperitoneal - Übergang von Dünndarm zu Dickdarm an der Iliozäkalklappe = Bauhin´sche Klappe - Peyer´sche Plaques in Submukose des terminalen Ileum -> Ansammlung von Lymphozyten, Abwehrsystem gegen Bakterien aus Colon - Arterielle Versorgung: A. mesenterica sup. DARMNERVENSYSTEM - enterisches Nervensystem - steuert die Darmtätigkeit, unterliegt dem vegetativen NS - Auerbach-Plexus und Meissner-Plexus liegen in der Darmwand HORMONE - Dünndarm bildet: - Cholezystokinin (CCK) -> Kontraktion der Gallenblase, Förderung der Darmperistaltik, hemmt Magenperistaltik - Sekretin -> hemmt Magenperistaltik, fördert die Bildung von Gallenflüssigkeit, fördert die Bildung von Bicarbonat (HCO3-) im Pankreas -> Säureneutralisierung
  • Beschreibe den Dickdarm! ABSCHNITTE Appendix vermiformis - Caecum - Colon ascendens - Flexura coli dextra - Colon transversum - Flexura coli sinistra - Colon descendens - Colon sigmoideum - Rektum( - Anus) AUFGABEN - Eindickung des Darminhaltes durch Resorption von Wasser - Physiologische Darmflora (Colibakterien,...) sorgt für die vollständige Verdauung (Resteverwertung, Bidung von Vit. K) - Ausscheidung der unverdaulichen Nahrungsbestandteile WANDAUFBAU - 4 Schichten der Darmwand - keine Zotten, tiefe Krypten - schleimbildende Becherzellen - Lymphfollikel in der Submukosa BESONDERHEITEN - Tänien -> äußere Längsmuskulatur ist zu einem Streifen gebündelt - Haustren -> peristaltische Einschnürungen durch Kontraktion der Ringmuskulatur - Appendix = Darmtonsille PERITONEALVERHÄLTNISSE - Intraperitoneal -> Caecum mit Appendix - C. transversum - Sigma - Retroperitoneal -> C. ascendens - C. descendens - Extraperitonel -> Rektum - Mesocolon befestigt den Dickdarm an der hinteren Bauchwand GEFÄSSVERSORGUNG - A. mesenterica sup. -> versorgt rechte Colonhälfte und transversum - A. mesenterica inf. -> versorgt linke Colonhälfte - Riolan-Anastomose -> Verbindungen zwischen sup. und inf. REKTUM - Kohlrauschfalte - Ampulla recti -> Dehnungsrezeptoren, Sammelbecken - M. sphincter ani internus und externus - Arterio-venöser Schwellkörper -> Hämorrhoiden bei pathologischer Verdickung, Hämorrhoidalzone kann durch starkes Pressen anschwellen
  • Beschreibe die Bauchspeicheldrüse! = Pankreas LAGE - retroperitoneal, quer im linken Oberbauch - hinter dem Magen - Kopf liegt im duodenalen C - Schwanz reicht bis zum Milzhilus - 15cm lang, 3-4 cm breit, 2 cm dick AUFBAU MAKROSKOPISCH - Kopf = Caput pancreatis - Körper = Corpus pancreatis - Schwanz = Cauda pancreatis - Ductus pancreaticus -> Pankreasgang durchzieht das Organ - mündet gemeinsam mit D. choledochus auf der Papilla vateri des Duodenum - Ausführungsgang des exokrinen Drüsenteils - Ductus pancreaticus accessorius -> ggf. zweiter Ausführungsgang mit eigener Papille AUFBAU MIKROSKOPISCH - Drüsengewebe, in Läppchen gegliedert AUFGABE - exokrine und endokrine Drüse - exokrines Pankreas -> serös - 97% - Produktion von 1,5-2l Bauchspeichel - endokrines Pankreas -> 3% - Inselzellorgan, Langerhans´sche Inseln - verteilt zwischen den exokrinen Anteil, vermehrt im Schwanz EXOKRINES PANKREAS - Proteinverdauung -> Trypsinogen - Chymotrypsinogen (inaktive Vorstufen) - Proteasen - Peptidasen - Kohlenhydratverdauung -> Amylasen - Fettverdauung -> Lipase - Neutralisierung -> Bikarbonatbildung ENDOKRINES PANKREAS - α- Zellen -> Glukagon (Gegenspieler vom Insulin, erhöht Blutzuckergehalt) - β- Zellen -> Insulin (Blutzuckersenkung) - δ- Zellen -> Somatostatin (hemmt Verdauungsvorgänge) GEFÄSSVERSORGUNG - A. pancreaticoduodenale und A. splenica BESONDERHEITEN - bei Pancreatitis werden die inaktiven Vorstufen durch die Entzündung schon im Pankreas aktiviert -> Pankreas verdaut sich selber
  • Beschreibe die Leber! = Hepar - größte exokrine Drüse des Menschen, Gewicht ca. 1,5-2kg LAGE - intraperitoneal - Ausnahme: Area nuda (Verwachsung mit Zwerchfell) - unter dem rechten Zwerchfell, reicht in den linken Oberbauch - Zwerchfellseit/ Eingeweideseite - an der Eingeweideseite liegt die Gallenblase AUFBAU MAKROSKOPISCH - Leberlappen -> Lobus dexter - Lobus sinister - Lobus caudatus - Lobus quadratus - Lebersegmente -> 8 Segmente nach "Couinaud" - Bänder -> Lig. falciforme - Lig. coronarium hepatis - Lig. triangulare dext./ sin. - Lig. teres hepatis (obliterierte V. umbilicalis) - Leberpforte/ -hilus -> Eingeweideseite - V. portae - A. hepatica - D. hepaticus com.  AUFBAU MIKROSKOPISCH - Leberläppchen -> sechseckig, innen Zentralvene - Hepatozyten -> einige produzieren Gallenflüssigkeit - Sinusoide -> weite Bluträume/ Kanäle - Periportalfeld mit Glisson´scher Trias (Ast der Pfortader, der A. hepatica und des Gallenganges - Kupfersternzelle -> Abwehrzellen BLUTVERSORGUNG - A. hepatica com. - V. portae BLUTFLUSS DURCH DIE LEBER V. portae (75%) und A. hepatica (25%) -> Hepatozyten (nur aus A. hepatica) -> Sinusoide -> Zentralvene -> Lebervene -> V. cava inf. AUFGABEN - "Zentrallabor" - Verarbeitungs- und Verteilungszentrale - Entgiftungszentrale -> Biotransformation (Giftstoffe in weniger giftige Stoffe umwandeln) - Produktion der Gallenflüssigkeit - Syntheseorgan - Speicherorgan
  • Beschreibe die Synthese- und Speichervorgänge in der Leber! KOHLENHYDRATSTOFFWECHSEL - Glykogenspeicher -> Speicherform von Glykose - Glukoneogenese -> Herstellung von Glykose aus Nicht-Kohlenhydraten (Fetten und Aminosäuren) EIWEISSSTOFFWECHSEL - Synthese von Plasmaeiweißen (Albumin (hoher osmotischer Druck , kolloidosmotischer Druck), Globuline (Abwehrstoffe), Gerinnungsfaktoren) - Harnstoffsynthese -> beim Eiweißstoffwechsel fällt Ammoniak an (wasserunlöslich und hirntoxisch) Leber wandelt Ammoniak in Harnstoff um (wasserlöslich -> Ausscheidung über Niere) FETTSTOFFWECHSEL - speichert Fette - Bildung von Ketonkörpern aus Fettabbau - Cholesterinbiosynthese -> zum Aufbau von Zellmembran oder Hormonen) - Produktion von Gallensäuren
  • Beschreibe die Gallenblase und die Gallengänge! = Vesica fellea/ biliaris LAGE - an der Unterseite der Leber - Eingeweideseite - verwachsen mit Leber - intraperitoneal ABSCHNITTE - Gallenblasengrund = Fundus - Gallenblasenkörper = Korpus - Gallenblasenhals = Collum MIKROSKOPIE Mukosa - Muskularis - Serosa GEFÄSSVERSROGUNG - A. cystica aus A. hepatica com.  - V. cystica AUFGABE - Eindickung und Speicherung der Gallenflüssigkeit AUFGABE DER GALLENFLÜSSIGKEIT - Emulgierung von Fetten -> wasserlöslicher GALLENGÄNGE - extrahepatische Gallengänge: D. hepaticus dext./ sin. -> D. hepaticus com <-> D. cysticus <-> D. choledochus -> Duodenum -Verlauf des D. choledochus -> hinter dem Duodenum, durch den Pankreaskopf